Was ist los mit euch in Bloggerhausen?

#Blogging Es war was los in Bloggerhausen und störte die Aufbruchs, ja, Goldgräberstimmung, die sich in der Blogosphäre der Elternblogger gerade entwickelt. Ich beobachte das Treiben und möchte eine kleine Geschichte erzählen.

Was sich in den vergangenen Tagen in den Blogs und in den sozialen Medien abgespielt hat –  sowas habe ich schon mal erlebt. Offline. Anderswo. In einem anderen Thema.

Ich erzähle euch eine kleine Geschichte über Vernetzung, verletzte Gefühle, falsche Erwartungen und dem Wunsch nach Heimeligkeit am eigenen Lagerfeuer.


Wenn aus einer Idee etwas Großes wird

Ich möchte euch eine kleine Geschichte erzählen und gehe zurück ins Jahr 2003. Damals, vor vielen vielen Jahren, da war ich blutjung, nicht einmal volljährig und voller Tatendrang.

InExtremo und Subway to Sally waren in meinem Leben gerade ziemlich IN und aus einer Bierlaune heraus gründete ich mit einigen Freunden eine Mittelalter -und Schwertkampfgruppe*. 15 Personen mit unterschiedlichem Alter,  Herkunft, Erfahrungen,  und ganz besonders: völlig unterschiedlichen Erwartungen.

Eine zeitlang waren wir als Gruppe in euphorischer Aufbruchsstimmung und total happy mit dem, was wir da machten. Unsere Kleidung entsprach in erster Linie dem, was wir auf Mittelaltermärkten sahen und in zweiter Linie dem, was unserem Budget entsprach: Springerstiefel, Lederhose, Piratenhemd und Umhang. Ich schneiderte mir aus den groben Gardinen aus dem elterlichen Wohnzimmer mein erstes Gewand (das habe ich übrigens immer noch 😉 ).  Und so zogen wir stolz über unsere ersten Märkte, schliefen zu acht in einem Alexzelt, aßen aus nur 4 Holzschälchen und fühlten uns wie die Könige, als wir schon im ersten Jahr unserer Gründung zu einem Mittelaltermarkt in unserer Heimatstadt eingeladen wurden. Dort, wo Menschen Eintritt bezahlten um uns zu sehen! kreisch.

So vergingen ein paar Jahre und es ergab sich, dass wir Teil eines historischen Vereins werden konnten (dem eisenzeitlichen Gehöft Ratingen e.V.) und unser Hobby in einer wunderschönen Kulisse ausüben konnten.

Nach und nach tauchten wir in die Materie ein: legten uns auf einen Zeitrahmen fest, nähten nur noch per Hand, nur noch nach Originalenschnitten und kochten nach historisch korrekten Rezepten. Wir wuchsen und wuchsen. Lernten andere Gruppen kennen, fanden Anschluss und Anerkennung und organisierten eigene Veranstaltungen. (Bericht aus 2009)

Unterschiedliche Ziele? Der Druck wächst

Und dann schwirrte immer wieder ein Begriff in unseren Stammtischen, Trainings, Treffen und Bastelabendem mit: Authentizität. Das böse A Wort der Reeanctment-Szene.

Lange Rede, kurzer Sinn: die Gruppe splittete sich und fast sind Freundschaften an der Frage zerbrochen: wie authentisch muss man sein, wenn man dieses Hobby RICHTIG betreiben möchte.

Gewandungs-Nazi und A-Fetischisten gegen Märchen-Reeanacter.

Wir wollten uns einheitlich präsentieren und nicht jemanden mit Lederhose und Piratenhemd an unserer mühevoll geschreinerten Tafel sitzen haben, an der unser vermeintliches Lebenswerk hing.

Ihr seht vielleicht, worauf ich hinaus will?



Die Wogen haben wir geglättet. Freundschaften gekittet und uns eine Gruppe ausgebaut mit Menschen, die ähnliche Zielsetzungen haben wie wir.

Wenn Hobbyisten auf Berufler treffen

Ich bin der Überzeugung, dass es durchaus einen Unterschied macht, ob ich ein reines Hobby betreibe oder damit meinen Lebensunterhalt verdiene (verdienen muss). Dieser Zusammenhang hat viele Ebenen und ist nicht in zwei Sätzen abgehandelt. Daddy Dahoam hat das gut in seinem Text beschrieben. Da muss ich jetzt nichts mehr weiter schreiben.

Meine eigenen Erfahrungen mit diesem Thema sehen so aus: Für unseren eisenzeilichen Verein habe ich ebenfalls historische Veranstaltungen organisiert. In diesem Zusammenhang wurde ich von einem renommierten Archäologen öffentlich als nutzlose Schlampe betitelt und es gab in der Szene einen mittelmäßigen Aufruhr. Es ging um falsche Erwartungen, Gefühle und Neid. Das war so der Tiefpunkt an Gegenwind, den ich bisher erfahren habe. Für etwas, dass ich nur mit Leidenschaft betrieben habe. Unentgeltlich und ohne jegliche Vorerfahrung.

Beide Vereine/Gruppen haben sich mit einem Knall gesplittet. Es geht immer um Dynamik, denn einige Leute ziehen mehr, die anderen weniger. Die einen können sich in Details verlieren, die anderen müssen ihr Konto füllen.

Wenn eine Szene Implodiert

Jahrelang führte ich Grabenkämpfen um Authenzität. Und ja, ich kämpfte in der ersten Reihe, denn es entsprach meiner Ideologie es richtig zu machen. Dabei war es nur ein Hobby!

Was ich erst mit den Jahren differenzieren konnte: für mich war es ein Hobby. Andere mussten damit ihr täglich Brot verdienen.

Die Historiker, die Archäologen, die Gewandschneider, Schausteller etc. von allen Seiten hat sich ein Hobby professionalisiert. Das Internet hat geholfen, dass Wissen wie ein Lauffeuer zu verteilen.

Was die einen Menschen für wenig Geld beruflich machten, machten wir (und viele andere zu dieser Zeit auch, denn wir waren nur die Spitze eines Booms) am Anfang für Ruhm und Ehre!  Später für Reisekosten und Verpflegung und zum Schluss für eine Gage.


Aber wie A (uthentisch) ist man noch, wenn man sich dafür bezahlen lässt?

Seit einigen Jahren liegt dieses Hobby bei uns jetzt brach. Die Blase ist geplatzt und die Szene implodiert. Vieles an den Leuten, die ich auf den Märkten treffe, mag ich nicht mehr. Denn es geht vielen nur ums Geld und weniger um die echte Leidenschaft. Diese Menschen findet man aber widerum in Foren, in den Blogs und auf kleineres Treffen.

 

Was früher das Wort „Authentisch“ war, ist heute „Professionalisierung“

Für mich ist das Bloggen ein…..ja was eigentlich: Hobby, Nebengewerbe und Teil einer Businessidee. Oder so. Ich bringe die Menschen zusammen (Wubttika) und freue mich andere Blogger zu treffen und mich mit Ihnen auszutauschen. Über Ihren Blog, mehr aber interessiert mich aber der Mensch dahinter.

Für mich ist dieser Teil meines Lebens kein Politikum. Blogger sind Teil unserer Medienlandschaft und haben ganz automatisch eine politische und gesellschaftliche Relevanz (ja, da habe ich meine Meinung ein wenig geändert;-)).

Trotzdem sehe ich Vernetzung als etwas, was jeden von uns bereichern  und nicht als Zwang zur Gleichmacherei unter dem Label „Elternblogger“ entwickeln sollte. Genauso wenig sollte Vernetzung in reines betteln um Likes sein. Blogs und Accounts wachsen meist von ganz alleine, wenn man kommuniziert und Mehrwert bietet. Authentisch.

Darum kann ich jeden  verstehen, der sich durch penetrante Blogger belästigt fühlt, die nur auf die Zahlen hinter dem Account starren und das schnelle Geld im Internet machen wollen.
Jeder sollte aus dem Internet das aufnehmen, was er benötigt. Ich möchte Vielfalt sehen und Respekt!

Vielleicht ist die Lösung des Problems, sich von der Idee der bighappy Bloggerfamily zu trennen und die Metamorphose zu akzeptieren. Oder wir gestalten Sie einfach weiter so, wie wir es für richtig halten: respektvoll, vielfältig und nach geltendem Recht!


Dein Blog, deine Bühne!

Jeder von uns hat seine eigene Idee von seinem Blog und bringt sein individuelles Päckchen mit. Und bevor sich im Herzen der Druck der Klickzahlen und die bösen Gedanken breit machen, sollte man sich fragen: Warum eigentlich und zu welchem Preis?


 

Druck ist das, was du draus machst.

Ich beobachte die Entwicklung. Aber eigentlich möchte ich es so sehen, wie Silke Plagge es in ihrem Vortrag auf der #denkst und erst vergangene Woche bei uns auf der WUBTTIKA so schön formulierte: Wir sind alle Menschen am Lagerfeuer und wollen nur unsere Geschichten erzählen. Die Großen, die Kleinen, die Lauten und die Traurigen. (So mal frei wiedergegeben;-))

Darum mein Rat an euch: setzt euch ans Feuer und erzählt. Oder lauscht. Oder sucht euch ein Feuer, dass eurer Vorstellung entspricht.

Wir sehen uns bei der #WUBTTIKA2016!

 

#WUBTTIKA In wenigen Tagen ist es endlich soweit! Wir sind aufgeregt bis in die Haarspitzen und freuen uns auf jeden einzelnen von euch.

 

Ein Bloggerevent zu organisieren kostet….!

Wie es denn so ist, wenn man ein solches Event organisiert und was man für Fähigkeiten braucht, erzähle ich euch in meinem Beitrag! Diesen könnt ihr bei ww.elternimstudium.de lesen!

 

Ihr könnt noch teilnehmen!

Es sind noch wenige Plätze frei! Wer noch ganz kurzfristig an einem unserer Workshops teilnehmen möchte, kann hier bei eveeno vorbeischauen! Wir würden uns freuen!

 

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DANKSAGUNG

Wir danken zu allererst unserem Hauptsponsor, der Shopping- Community Limango – ohne den wir diese tolle Veranstaltung gar nicht hätten auf die Beine stellen können! Aber auch der Hersteller von lässigen Textilien und Taschen, LÄSSIG, sowie das Onlineportal schwangerinmeinerstadt.de untstützten uns, damit wir einen tollen Nachmittag im Wuppertaler Brauhaus mit Euch erleben können!

Wir drei Organisatorinnen sind stolz, dass wir dabei ein Set des schwedischen Labels me&i tragen dürfen und Eure Kinder könnt Ihr vor Ort mit den hautfreundlichen Produkten von LILLYDOO wickeln.

Aber auch AMIGO Spiele, baby Fehn, Step by Step, Coocazoo, Rotbäckchen und Mifus, Stabilo sowie bobini und Isles of dogs DESIGN sorgen dafür, dass wir neben tollen Gesprächen, vielen Denkanstößen durch unsere beiden Workshops und die Programmpunkte beim Meetup und jeder Menge Inspiration auch noch etwas anderes in unseren Goodiebags mit nach Hause nehmen können 🙂

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Balkongärtnern: Mein Garten im 2.Stock

#plantcontent Ich liebe Pflanzen, Gärten, Gemüse und in der Erde buddeln. Seit ich vor einigen Jahren meinen Garten abgeben musste, schiele ich neidisch in fremde Gärten und meinen Selbstversorgertraum habe ich auch noch nicht aufgegeben. Jetzt wohnen wir im 3. Jahr in unserer Wohnung mit Balkon. Es wird also endlich Zeit, den Balkon in einen grünen Gartentraum zu verwandeln.

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Disclaimer: Vorab sollte gesagt sein: das hier ist nicht „Schöner Wohnen“ oder sonst irgendwas mit Hochglanz. Die Fliesen auf dem Balkon sind schäbig (und das werden sie wohl auch noch eine Zeit lang bleiben) und ich werde auch keine extra Dekoelemente für extra tolle Fotos ins Bild schieben.

 

 

Neue Kübel braucht das Land – Mein Kürbis

Die erste Frucht an meinem Kürbis! *kreisch*
Die erste Frucht an meinem Kürbis! *kreisch*

 

Jetzt zurück zum Thema. Samstag waren wir im Baumarkt. Ich liebe ja Baumärkte und Pflanzencenter und es besteht immer die Gefahr, dass ich eine Wagenladung Gedöns anschleppe. Darum hatten wir uns mit einer strengen Einkaufsliste bewaffnet.

Am dringensten brauchten wir einen neuen Kübel für meinen Kürbis. Diesen habe ich vor ungefähr zwei Wochen als klitzekleine Anzuchtpflanze gekauft. Nun ist sie regelrecht explodiert und braucht ein neues Zuhause.

 

Mehr Erdbeeren!!

Mein Mann merkte dann mal an, dass eine Erdbeerpflanze für drei hungrige Mäuler wohl nicht ausreichen werden. Recht hat er. Darum gab es auch zwei* weitere Erdbeeren aus dem Baumarkt. Zwischn den Erdbeeren haben wir noch Minimangold gesät. Die Tochter wollte natürlich immer helfen und ich bin erstaunt, wieviel sie schon weiß.

*Ich hätte ja zehn gekauft 😉

 

Es wächst und gedeiht – der Balkon wird grün!

Auf unserem Balkon wird es täglich grüner. Der nervige Regen lässt die Pflanzen so schnell wachsen, man kann fast dabei zusehen. Was haben wir sonst noch auf dem Balkon?

Eine Tomate und eine Minze.
Eine Tomate und eine Minze.

 

Pflücksalat. Alle paar Tage kann ich eine größere Portion ernten
Pflücksalat. Alle paar Tage kann ich eine größere Portion ernten

 

Rosmarin, Wildkräutersalat und Thymian
Rosmarin, Wildkräutersalat und Thymian

 

Basilikum in the Making
Basilikum in the Making

 

 

und natürlich unser Neuzuwachs: der Blaubeerstrauch 🙂

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So, dieser Beitrag war jetzt mal sehr, sehr bildlastig. Wie sehen denn eure Balkone aus?

Wer Lust hat, kann seinen Blog oder einen Beitrag zum Thema Balkongärtnern  gerne in den Kommentaren verlinken 🙂  Ich freue mich auf eure Resonanz zu diesem etwas anderen Beitrag.

 

Wohin soll die Reise gehen? Urlaub mit Jahn Reisen *Werbung*

#Werbung Unser nächster Urlaub steht direkt vor der Türe und wir freuen uns so sehr darauf, dass wir vergessen haben unsere Hochzeitsreise zu planen. Bis zum kommenden Sommer haben wir ja noch Zeit, um uns für ein Reiseziel zu entscheiden. Also los!

 

Unter der schönen Sonne Griechenlands

Eine meiner ersten Flugreisen als Kind war nach Kreta. Ich fand Griechenland als Kind so wunderbar! Auf den Tischen in den Restaurants stand immer Essig und Öl, überall waren Delfine an die Wände gemalt und auf in den vielen historischen Ausflugszielen gab es soviel zu sehen.

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Ein Ausflug ist mir besonders in Erinnerung geblieben: ein Ausflug nach Spinalonga, einer ehemaligen Lebrakolonie. Die zerfallenen Häuser und die alten Geschichten haben mich so beeindruckt, dass ich unbedingt Altgriechisch lernen und Archäologin werden wollte. Daraus ist leider nichts geworden. Aber sie Sehnsucht nach diesem alten Ort ist immer noch da!

Jetzt sind wir auf der Suche nach einem Urlaubsort für unsere Hochzeitsreise an der Sonne und Kreta scheint mir ein geeignetes Ziel.

 

Reisen aus dem Katalog – ist das noch zeitgemäß?

Ehrlich gesagt, war ich schon der Überzeugung, dass es die klassischen Reisekataloge gar nicht mehr gibt. Heutzutage sucht man sich doch Flug, Hotel und Mietwagen übers Netz selbst zusammen. Oder etwa nicht? Ich habe heute gelernt: der Reisekatalog hat neben dem Internetportal immer noch eine große Bedeutung. Zum Blättern und sich weg träumen.

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Wer bringt mich jetzt nach Kreta?

Ich mag ja nicht lange suchen. Darum bin ich heute mal ins Reisebüro gestiefelt und wollte mir ein paar Angebote raussuchen lassen. Leider fehlt mir dafür die Geduld und ich habe einen Katalog mitgenommen. So in Papierform und zum Stöbern.

Ich habe einen Katalog von Jahn Reisen mitgenommen und schwelge jetzt schon wieder im Urlaubsfeeling. Bei Jahn Reisen ist für alle etwas dabei: Pauschalreisen, Städtereisen und auch Angebote fernab von reinem Strandurlaub. Ich würde ja gerne eine Woche auf einem Segelboot verbringen oder durch die Natur wandern.

Zum Glück haben wir ja noch ein Jahr Zeit, um uns zu entscheiden, wo wir unsere Hochzeitsreise verbringen wollen. Wir werden berichten!

Wie politisch relevant sind Familienblogs wirklich?

Immer wieder lese ich in Blogs, auf Twitter oder Facebook den Satz: „Das Private ist politisch!“.  Bei mir löst das immer ein komisches Gefühl aus und eine Augenbraue zieht sich kritisch nach oben. Was macht einen Elternblog politisch relevant?

 

Was ist ein Familienblog und was will er

Es fängt schon an der Vielzahl an Blogs an, die sich zu den Elternblogs zählen oder sich Familienblog nennen. Die Bandbreite ist riesig und reicht von reinem Tagebuchbloggen über den Alltag bis zum hochprofessionellen Produktblog. Viele dieser Blogs schneiden niemals politische Themen direkt auf ihrem Blog an. Meist ist es ein Elternteil, der diesen Blog betreibt oder es ist ein gemeinsames, eher themenbezogenes Blog (Reisen als Familie oder ähnliches). Es gibt unzählige Blogs rund um das Thema DIY und Einrichtung rund ums Kind, Buchvorstellungen, Werbung für Kinderkleidung und so weiter…

Sind sie trotzdem politisch, auch wenn sie keinen offensichtlichen Schnittpunkt mit politischen Themen haben?

 

 

Das Private ist politisch! Ist das so?

In Elternblogs ist das Thema Vereinbarkeit DER DAUERBRENNER. Dem einen mag es manchmal zum Halse raushängen. Und doch Ist es ein wichtiges Thema.

Zu sehen, wie andere damit umgehen Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen, wie sie ihr Familieneinkommen generieren und wie sich die unterschiedlichen Familien mit der Belastung umgehen.

Die Reaktionen auf solche Beiträge sind aber meist gleich und man kann die Uhr danach stellen, denn es gibt zwei Sorten von Antworten auf diese Blogposts:

1.) öh..schon 100239057x gelesen. Keinen Bock mehr auf diese Artikel….blablabla

2.) So wichtig, denn das Private ist auch politisch!!Einself!!

 

Ist die Vereinbarkeitsproblematik wirklich immer politisch?

Aber ist die Vereinbarkeitsfrage wirklich immer eine politische? In den meisten Fällen dreht es sich doch darum, wie der Alltag zwischen den Akteuren neu geregelt wird. Es geht darum, dass es anstrengend ist und man, obwohl wir ja hier alle superduper emanzipiert und in Sachen Gleichberechtigung voll auf der Welle surfen, trotzdem immer wieder das Gefühl hat, der eine Elternteil (in diesem Fall sind es ja meist die Mütter) mehr macht, als der andere.

 

Und ich frage an dieser Stelle noch einmal: ist das wirklich eine politische Fragestellung ergo: eine politische Relevanz?

Jetzt werden die einen bestimmt stöhnen und sagen: ja natürlich ist das Private immer politisch. Schließlich hat es ja von irgendeinem gelesen (gesellschaftliche Relevanz). Und wo gesellschaftliche Relevanz ist, ist auch immer eine politische Relevanz gekoppelt. Status: Es ist halt kompliziert!

Denn in Zeiten, in denen wir als Familien unseren Lebensalltag so frei und ohne Vorgaben von außen (Politik, gesellschaftlichen Normen etc.) gestalten wollen, WO soll der Staat da eingreifen? Wir wollen keine Lösungen von oben. Aber es soll Lösungen von oben geben, wenn es gerade schwierig ist? Und jetzt weiß ich auch nicht.

Vereinbarkeitsprobleme (und ja, ich spreche da aus Erfahrung), sind in den meisten Fällen nicht durch den Einsatz einer politischen Maßnahme zu ändern. In erster Linie ist es an uns, individuelle Lösungen zu finden und sukzessive das gesellschaftliche Bild zu formen.

 

Ist ein Profiblog noch politisch?

Und ich gehe mit meinen Gedanken noch einen Schritt weiter. Der Trend geht zur Professionalisierung und zur Monetarisierung des Blogs. Das ist keine Entwicklung, die ich grundsätzlich kritisieren möchte. Professionalisierung ist in jeder Hinsicht ein Schritt nach vorne. In jedem Hobby und unerlässlich, wenn man mit seinem Blog Geld verdienen möchte.

Der Schritt zur Monetarisierung ist dagegen gar nicht so unkritisch zu sehen, wenn man ihn in Verbindung mit der politischen Relevanz von Elternblogs setzen möchte. Wie unbeeinflusst ist der Blogger noch, wenn es mittels Kooperationen und Werbung sein Einkommen (in welchem Prozentsatz auch immer) generiert?

Politik und Wirtschaft sollten doch eigentlich getrennt sein oder nicht? Es passt für mich vom Gefühl nicht ganz zusammen. Und für euch?

 

Ein Elternblog ist ein Elternblog ist ein Blog

Fernab dieser ganz speziellen Themen gibt es sicherlich unendlich viele Blogs, die sich mit politischen Themen auseinandersetzen. Die politisch relevante Elternthemen in den Äther des Internets und – viel wichtiger- aus dem Internet hinaus in die richtige Politik tragen.

 

Aber der Großteil der Blogosphäre ist eben nicht politisch.

Ob ich lieber ein buntes oder ein graues Kinderzimmer habe: ist nicht politisch relevant!

Ob ich mich über aufrege, dass mein Lieblingscafé keine Spielecke anbietet: ist nicht politisch relevant!

Ob ich mich darüber ärgere, dass ich erschöpft bin und ich mir die Mutterschaft anders vorgestellt habe: ist nicht politisch relevant!

Ob ich die Kinderbilder in Netz veröffentliche oder nicht: ist nicht politisch relevant!

Trinkbecher verschönern mit Washitapes: ist nicht politisch relevant!

 

 

Blogger brauchen keine Schubladen!

Elternblogs sind Blogs: nicht mehr und nicht weniger. Die Menschen hinter den Blogs können tatsächlich die Absicht haben mit ihrem Blog oder ihren Blogposts politisch relevant zu sein.

Aber mit den Sätzen: „Das Private ist politisch!“ und „Elternblogs haben eine politische Relevanz.“ werden wieder Schubladen geöffnet, die wir doch eigentlich in unserer elterlichen, emanzipatorischen und blogosphärischen Solidarität nicht mehr öffnen wollten.

Lasst den Leser entscheiden, was er für politisch relevant hält. 

Meiner Meinung nach geht politische Teilhabe über viele Wege, auch über einen einfachen Blog. Ob ein Blog(post) ohne direkten Adressaten eine politische Relevanz hat…..es fällt mir auch am Ende dieses Textes schwer daran zu glauben.

Denn Elternblogs sind letztlich: Die Plattform von Eltern die Schreiben. Eine Plattform von Eltern, die professionell schreiben und Werbeträger sind. Eine Plattform von Menschen, die Zuspruch und Austausch suchen. Und alles dazwischen und darüber und darunter.

Elternblogger sind Individuen – keine einheitliche Masse mit uniformen Zielen. Und manchmal ist das Private nämlich einfach nur: privat!

Mehr zu diesem Thema findet ihr übrigens auf dem Blog von Alu „Grosse Köpfe“

 

 

 

 

Na, wo bloggst du denn?

Bei all der Aufregung habe ich eines ganz vergessen: meinen Lesern zu sagen, wo es denn nun hingeht! Ich berichte euch jetzt mal kurz, was hier los ist und was es in Zukunft hier zu lesen gibt!

 

Blogsplitting: Aus 1 Mach 3!

So ganz stimmt es nicht 😉 Ich habe schon lange -und eigentlich seit der Entstehung dieses Blogs- immer wieder überlegt, wo es eigentlich hingehen soll. Also jetzt nicht die Zahlen betrachtet, sondern mit welchen Themen ich mich beschäftigen wollte. Mit dem klassische Mutti-Themen roundabout kann ich mich leider nicht identifizieren. Das bin ich eben nicht. Ich habe es nicht mit Mode, nicht mit Einrichtung und DIY finde ich meistens albern (für mich). Foodblogger werde ich wohl auch nie wirklich. Dafür bin ich viel zu verfressen….

Es gibt da meine Herzensthemen: das ist das Thema „Eltern im Studium“. Seit ein paar Monaten baue ich mir schon Kontakte auf und versuche, langsam aber sicher, ein kleines Netzwerk zu schaffen. Ein Netzwerk, indem sich die Leute auch ausserhalb von Facebook austauschen können.

Die Auszeit vom Blog und die Pause auf den Kanälen haben mich in die richtige Richtung geschubst und mich dazu gebracht, endlich das Projekt www.elternimstudium.de anzugehen. Die Domain hatte ich schon ewig. Ein Logo habe ich ja eigentlich auch schon lange. Warum dann jetzt nicht durchstarten? Ende März habe ich dann alle Studilogs, alle Interviews und sonstigen Beiträge auf die neue Seite gepackt. Schnell noch eine Facebook-Seite erstellt und schon konnte es losgehen.

Auf www.elternimstudium.de bekommt ihr Informationen rund um das studentische Leben mit Kind, über alternative Wege ins Studium und Wissenswertes um das Thema freies&lebenslanges Lernen.

Wie gewohnt gibt es einmal in der Woche ein Studilog, ein Interview und einen redaktionellen Beitrag. Daneben zweimal im Monat eine Buchvorstellung. In Planung sind bereits zwei ebooks und eine Podcastreihe. Ich würde mich also freuen, wenn ich euch auf dem Blog Eltern im Studium und auf der Facebookseite begrüßen dürfte!

 

Schluss mit Muttiblog?!?

So ganz bin ich aus dem Thema ja nicht raus (so 16 Jahre lang – schätzungsweise), allerdings möchte ich meine digitale Homezone (also hier!) nicht mehr mit elterlicher Erschöpfung, kindlichem Rotz oder gesellschaftlichen Knatsch rund um Familie und Kinder belasten. Aus diesem Grund habe ich für meine kommenden Texte ein neues Zuhause in der Mutti-Blogosphäre gesucht und gefunden: ich werde ein Teil des 2KindChaos-Clans und freue mich unheimlich dolle, Teil dieser herzlichen Truppe zu sein! Wer sich also für diese Art der Texte interessiert, darf mir also gerne dorthin folgen!!

 

Und was wird aus Frau Chamailion?

Nunja, gerade ist es aus Zeitmangel vorerst eine Bauruine…Dem aufmerksamen Leser dürfte aufgefallen sein, dass der Blogtitel schon aufgefrischt wurde. Ebenfalls ein Herzensprojekt, dass ich schon lange mit mir rumschleppe. Ein Blog, der meine Interessen widerspiegelt. Ohne, dass ich mich auf Themen festlegen will. Wie habe ich es oben genannt? Meine digitale Homezone wird es werden: DADA&die Liebe!

Ihr seht also, ich habe meinen Blog in drei Teile aufgeteilt und versuche das gerade mit mir auch. Darum ist es hier noch so ruhig. Einige Texte liegen schon in der Schublade und warten auf ihre große Stunde!

Ich würde mich freuen, wenn ihr mich weiter begleiten würdet. Hier, da und dort!

p.S.: Alle Neuigkeiten zur #WUBTTIKA2016 gibt es jetzt auf www.wubttika.com 🙂

Wie es nie wieder Montag wurde, oder: wie ein Zufall mir die Flasche abgewöhnte

Heute gibt es eine kleine Kindheitsanekdote von mir, wie ein Zufall mit die Milchflasche abgewöhnte und die Antwort auf die Frage, warum es für mich nie wieder Montag wurde.

„Wäschchen! Wäschchen!“

Im Jahre 1987 kletterte ein kleines Mädchen regelmäßig ins elterliche Schlafgemach, um die kalten Hände und Füße unter die Decke und an den schlafwarmen Körper von Mama oder Papa zu drücken. Nach einigem Positionieren und drehen um die eigene Achse („musst du mir immer in den Rücken treten?“) ertönte der nächtliche, kleinkindliche Ruf nach Milch. „Wäschchen, wäschchen!“ Das war mein Codewort.
Das Elternteil, das gerade nicht im Nachtdienst war oder am nächsten Tag zum Frühdienst musste, kredenzte dem gierigen Milchvampir sein Fläschchen mit warmer Milch. So weit so gut und auch mir wohlbekannt.

Die letzte Nuckel ist kaputt – am einem Samstagnachmittag 

Wir erinnern uns kurz an die 80er Jahre, in denen Samstags ab 14 Uhr die Geschäfte ihre Tore schloßen. Bis Montagmorgen musste sich der konsumwillige Kunde gedulden. Aber auch diese, die grade ein episches Drama mit einem Kleinkind erleben müssen, weil der letzte verbliebene Milchnuckel seine Dienste eingestellt hat.
Was also tut das doppelt pädagogisch ausgebildete Elterpaar in dieser Krisensituation? Bis Montag durchhalten und das Kind bei Laune halten und ablenken – irgendwie!                     „Am Montag gegen wir einen neuen Nuckel kaufen, dann machen die Geschäfte erst wieder auf.“ Den Überlieferungen nach, habe ich diese Nachricht so mittelmäßig verständig aufgenommen – und trank dann trotzig aus dem Becher, den meine Mama schnell mit lustigen Motiven verzierte.

Der Montag, der niemals kam

Der kalte Entzug schien aber gewirkt zu haben und schon in der Nacht von Sonntag auf Montag gab es keinen nächtlichen Wäschchen-Appell mehr.
Für Gunst der Stunde wurde dann genutzt und einfach keine Nuckel mehr gekauft. Auf meine Nachfrage, wann denn wieder Montag sei, antworteten meine Eltern viele Wochen lang:  „Das dauert noch ganz, ganz lange!“
Heute, 28 Jahre danach, warte ich immer noch auf einen Montag, der niemals kommen wird……..

[kurzgebloggt] Volle Kanne Harmonie

Manchmal lösen sich die Spannungen der vergangenen Wochen und Monaten in einem heftigen Gewitter. Es regnet, es blitzt, es kracht.
Danach ist die Luft frisch und klar, die Sonne geht auf und die Vögel piepsen um die Wette.

In diesen Tage quillt die Harmonie über.

Weil wir gerade weniger Sorgen haben, wir gut schlafen können, wir gönnen können, wir genießen können, wir planen können. Weil der Frühling kommt und die Sonne scheint.

An diesen Tagen, mitten in der Woche, wenn alle Familienmitglieder morgens ausgeruht und gut gelaunt sind.

Dann quillt sie über, die volle Kanne Harmonie.

Ich mache Urlaub! Social Media adé!

Die ersten zwei Monate des Jahres sind schon fast wieder rum und die Zeit rast nur so davon. Zu den wirklich wichtigen Dingen bin ich leider noch nicht gekommen: die Steuererklärung ist immer noch nicht weg, die Hochzeitsplanung kommt nur langsam voran und irgendwie hat sich seit Jahresbeginn hier noch kein Alltag eingestellt.

Es ist zum Mäusemelken und irgendwie wächst die To-Do- Liste schneller, als das ich mal erledigte Aufgaben abstreichen kann.

Aus diesem Grund mach ich nun einen Monat Urlaub – aus dem Social Media Gewimmel!

 

Weniger Input mehr Output!

Ich liebe Twitter, Facebook und Co. aber seit einigen Wochen strengt es mich mehr an, als das es mir Freude macht. Die Gründe sind dafür sehr unterschiedlich. Anfang des Monats habe ich bereits Accounts aussortiert und folge nun nur noch einer übersichtlichen Anzahl von Leuten. Das hat schon geholfen.

Ich könnte auch einfach meine Zeit am Smartphone reduzieren, aber darum geht es mir nicht. Ich gewinne nicht mehr Zeit, weil ich nun beim Kaffee nicht mehr durch die Timeline scrolle, wohl aber durch die Tatsache, dass ich einfach weniger Input habe. Weniger Themen mit denen ich mich beschäftigen könnte, weniger Meinung, die ich mir bilden möchte und weniger Texte die ich schreiben will. Ich habe bereits soviele Texte und Themen die endlich den Schreibflow benötigen! Die müssen erst alle raus, dann komme ich wieder 🙂

Ich wünsche euch einen schönen März und hoffe, dass wir uns bald wieder lesen und wer etwas wichtiges auf dem Herzen hat, kann mir gerne eine Email oder einen Kommentar schreiben.

 

[kurzgebloggt] Menschen der Vergangenheit

Heute Morgen las ich von einer Frau, die sich von einem Menschen trennen möchte. Ab jetzt getrennte Wege gehen. Das sei für alle das Beste.

Es hat mich selbst dazu gebracht über die Menschen nachzudenken, die ich in der Vergangenheit zurückgelassen habe. One Way – ohne eine Chance auf Wiedersehen.

Da wären zum Beispiel zwei ziemlich gute Freundinnen. Bei der einen war die Trennung kurz und schmerzlos, die andere fühlte sich an wie eine Amputation. So sehr waren unsere Leben verwachsen. Aber gab kein Zurück mehr. Immer seltener denke ich an sie. Was sie jetzt wohl macht? Es interessiert mich nicht mehr.

Mein Seelenverwandter aus der Jugend. Ich beendete einfach den Kontakt, weil ich es nicht mehr aushielt. Ich war das Leben, er war der Tod. Ich fühlte mich so schlecht, ihn in seinem Schmerz zurückzulassen. Und auch heute noch fühle ich mich schuldig. Viele Jahre lang habe ich sporadisch den Kontakt gesucht. „Was das den solle?“, fragte er mich. Seitdem lasse ich die Vergangenheit ruhen.

Und dann gibt es noch meinen Halbbruder. Er ist ein Mensch, der dich runterzieht, dich ausnutzt, dich um Geld prellt. Einer, der ein Leben auf der schiefen Bahn führt und immer wieder entgleist, selbst wenn man ihn mühsam zurück auf die Schienen gehoben hat.

Den letzten Kontakt gab es vor knapp 6 Jahren, an dem Morgen, als unser Vater starb. Betrunken rief er mich aus dem Taxi an und beschwerte sich, dass er dafür nicht auch noch Geld ausgeben könne.

Heute morgen, da habe ich an ihn gedacht. An die Menschen der Vergangenheit.


Dieser Mensch, mein Halbbruder, er ist soweit in der Vergangenheit – ich kann mich nicht einmal mehr an seinen Vornamen erinnern.