Zwischen Stress und Stillstand

Noch immer ist unser Papa im Krankenhaus und ich schiebe hier 24h  am Tag den Raupendienst. Zum Glück hat meine Mutter sich am Wochenende dem Enkelkind angenommen und die kleine Raupe durfte die Oma auf Trab halten. Das war auch bitter nötig, denn mittlerweile entwickelte sich unsere Wohnung zum Sperrgebiet. Überall Babyspielzeug, die getrocknete Wäsche hatte ein neues Zuhause auf einem Stapel vor dem Schrank und im Kühlschrank befand sich lediglich Senf, Bier und ein Kürbis. Wie in so einem guten Single Haushalt eben.

Als ich dann am Samstagnachmittag nach einer gesunden Mahlzeit (die ich vollständig und in Ruhe zu mir nehmen konnte!!!!) so vor mich her sinnierte, habe ich die Woche in meinem Kopf mal zusammengefasst: Stress. Stillstand. Hektik. Unterwegs sein.

In der vergangenen Woche bin ich täglich in die Uniklinik gedüst. Mal mit, mal ohne Kind. Vorher also zu meiner Mutter. Kind hinbringen. Nachher wieder abholen. Mal einkaufen. Schnell was essen und immer das Baby dabei. Das Baby, dass nicht schlafen möchte und erst um 23 Uhr daran denkt die Äuglein zu schließen. Die Nächte sind meist unruhig bis hart, denn die Zähne stören dann auch noch den Schlaf. Hier läuft alles nur noch auf minimalstem Modus.

Das Alles ist auch gar nicht schlimm. Hier muss es nicht aussehen wie im Katalog und ich muss auch kein 3-Gänge Menü für mich alleine zaubern. Aber ich merke, wie sehr ich mich darauf eingerichtet habe mein Leben mit jemandem zu führen, der mich unterstützt. Ohne die Hilfe von unserem Papa wäre ich hier aufgeschmissen. Lernen, schreiben und täglich zumindest das gröbste Chaos zu beseitigen. Oder zumindest meinen Frühstückskaffee trinken zu können.All das würde ohne Papa hier nicht gehen!

Uns darum sind wir froh, wenn es endlich wieder da ist! Morgen!

In diesem Sinne: Ahoi!

0 Gedanken zu „Zwischen Stress und Stillstand“

  1. Owei. Ich kenne solche langen Abwesenheitszeiten auch, allerdings auch beruflichen Gründen. Und ich erinnere mich noch sehr gut an die Zeiten ohne Kindergarten und/oder Au Pair. Jede Zelle meines Körpers erinnert sich noch an die Erschöpfung. Ich drücke euch die Daumen, dass bald wieder Alltag einkehrt. Liebe Grüße,
    Mara

    1. DAnke für deine lieben Worte! Ab heute ist er endlich wieder zu Hause! Mit Urlaub. Also doppelte Freude. Ich weiß gar nicht, wie ich das mit mehreren Kindern hinbekommen hätte …uff

      Liebe Grüße, Miriam

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