Wie mich ein Staubsauger beinah tötete

Zeitreise – wir gehen knapp 16 Jahre zurück. Zu meinem 13 jährigen Teenie-Ich. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt ein Faible für einen gruftigen Hippielook mit viel Klimbim und Gedönse. Vor allem aber mit vielen und langen Halstüchern und Schals. Diese werden mir noch zum Verhängnis werden.

Der Staubsauger des Todes

Wie es sich als zuverlässige Tennietochter so gehört, hat meine Mutter mich genötigt wollte ich unbedingt bei der samstäglichen Reinigung des Familienhorstes helfen. Ein Glück! Mutter hat einen neuen Staubsauger gekauft. Mit richtig Power und so. Die motivierte meckernde und rumgestikulierende Tochter greift also zum Super-Duper-Megasauger, um die herumfliegenden Streureste des Kaninchens zu beseitigen. Und während sich die Tochter noch mit der Mutter über das Getöse hinweg anschreien über Kuchenrezepte unterhält, passiert folgendes…….

Angriff des Zyklonsaugers…

Dramatischer Filmschnitt: meckernde Gruftie-Teenietocher schwingt den Sauger, während Mutter in der Türe steht und Anweisungen gibt und ihren Nachwuchs bewundert. Bekanntes Bild. Dann -plötzlich!- löst sich das Saugrohr des Staubsaugers am oberen Griff und saugt sich sofort und mit aller Saugkraft beiden Enden des langen Schals ein.

Überraschter Schock bei der Mutter. Panik bei der Tennie-Tochter, denn der Staubsauger des Todes schnürt ihr die Luft ab! Aber ohne Erbarmen saugte der Sauger weiter und löste bei der geschockten Tochter eine nicht unerhebliche Schnappatmung aus! Mit aller Kraft versucht sie das Ungetüm von sich zu entfernen. Es sieht aus, als würde sie den Angriff einer Riesenschlange abwehren wollen.

Vater rettet Tochter vor Todessauger. Mutter steht unter Schock!

Der Vater rettete dann die Tochter durch ein beherztes ziehen des Steckers. Sofort ließ der Staubsauger von ihr ab und die Tochter konnte sich aus der Schlinge befreien und geschockt des Monsterding von sich werfen.

Die Mutter, welche immer noch starr und mit aufgerissenen Augen in der Türe stand, wiederholte nur wie ein Mantra: „Das hätte mir die Polizei nie geglaubt! ich wäre bestimmt ins Gefängnis gekommen!“

The End

Schlussendlich hatte die Familie diesen Vorfall unbeschadet überstanden. Die Mutter konnte nach dem Genuss von einer Tafel Schokolade wieder normal weiterleben, die Tochter erholte sich von dem Angriff. Es blieben keine körperlichen Beeinträchtigungen zurück. Der Vater lebte wie bisher.

Der Staubsauger hatte bereits in seinem ersten Einsatz schlechtes Karma auf sich geladen und starb wenige Monate an einem Motorschaden.

Dieser Vorfall ist wirklich so geschehen und hat zu einem dazu geführt, dass ich keine langen Halstücher mehr trage und wenn möglich den Boden fege, statt zu saugen.

In diesem Sinne: Ahoi!

0 Gedanken zu „Wie mich ein Staubsauger beinah tötete“

  1. Haha, ein sehr aggressiver und gemeingefährlicher Staubsauger. Der war wohl noch nicht richtig gut „abgerichtet“, wenn er seinen Besitzer so attackiert. 😀
    Mir persönlich sind die Dinger auch etwas suspekt, darum greif ich auch lieber zum guten alten Besen. Ich mag das laute Getöse nicht, deshalb überlasse ich das Saugen wenn möglich meinen Mann. Dafür kümmere ich mich um andere Sachen wie Kochen und Waschen, womit er nicht so die Freude hat.
    Witzige Story!
    Liebe Grüße, Hannah

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.