Werbung in eigener Sache + °Verlosung° Taschenkalender von paperblanks

Ihr seid hoffentlich alle gut ins neue Jahr gestartet und freut euch auf 2016! Ab morgen muss ich wieder arbeiten und die Tochter geht nach 3 1/2 Wochen Ferien auch wieder in die Kita.

Bevor uns der Alltag wieder im Griff hat, möchte ich euch noch ein paar Dinge mit auf den Weg geben. Wie schon im meinem Jahresrückblick 2015 geschrieben, habe ich zwei Radiointerviews zum Thema ‚alte Väter‘ gegeben. Mein Herzensthema, nicht erst seit dem Artikel bei Brigitte.

Radiointerview: Eines dieser Interviews, wird nun im Rahmen eines Features „Späte Väter“ ausgestrahlt! Und zwar morgen, am 5.1  „Späte Väter“ um 10.05 im WDR 5! Wer es verpasst kann es anschließend in der Mediathek nachhören. Ich habe es schon vor einigen Wochen geschickt bekommen und kann es nur empfehlen. Es werden viele unterschiedliche  Aspekte behandelt.

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Wie mein Tag beim WDR ablief, könnt ihr übrigens hier nachlesen.

 

Veröffentlichung in der mum: Bereits erschienen ist mein Kommentar in der Winter-Ausgabe des mum-Magazin. Dort wurde ein Text von mir zum Thema „Stillen in der Öffentlichkeit“ veröffentlicht. In diesem Fall sogar in der contra-Position! Was sich jetzt so nach Anti-Stillen anhört, ist aber ganz harmlos und lehnt sich an diesen Text aus dem Jahr 2014 an.

 

Das war jetzt ein wenig Werbung in eigener Sache und zu meinem Herzensthema ‚Alte Väter‘. Werbung Ende

 

Verlosung!*

Kommen wir zum zweiten Teil dieses Beitrages: der Verlosung. Da ich sehr aufmerksame Freunde und Verwandte habe, wurde ich in diesem Jahr mehrfach mit Kalendern beschenkt. ‚Leider‘ führe ich schon einen 18-Montaskalender. Ich fände es viel zu schade, wenn dieser hübsche Kalender hier unbenutzt verschwendet wäre und möchte nun einen Kalender an euch verlosen!

Es handelt sich hierbei um einen wunderschönen, dunkelbraunen Kalender von paperblanks. Der Wochenkalender 2016 im DINA 6-Format besitzt einen horizontalen Wochenüberblick und Monatsübersichten. Der Einband ist im Stil marokkanischer Handwerkskunst gehalten.

 

Was müsst ihr dafür tun?

Bitte schreibt mir einen Kommentar unter diesen Beitrag, was ihr euch für dieses Jahr so vorgenommen habt! 

Weitere Teilnahmebedingungen:

  •   Das Gewinnspiel endet in 7 Tagen am Sonntag, dem 10.01.2016 um 23:59h und steht in keiner Verbindung mit Facebook oder Twitter
  •  Teilnahme nur für reale Personen und erst ab 18 Jahren
  • Erst- Kommentatoren/ -innen muss ich erst freischalten – also bitte nicht wundern, falls der Kommentar nicht direkt erscheint (falls Ihr anonym kommentiert, brauche ich noch Eure Email- Adresse)
  • Mit Eurer Teilnahme willigt Ihr ein, dass ich Euch im Falle des Gewinns hier auf meinem Blog als Gewinner/-in bekannt gebe und Euch über angegebene Email- Adresse kontaktiere
  • Keine Barauszahlung des Gewinns und der Rechtsweg ist ausgeschlossen
  • gerne dürft ihr diesen Beitrag bei Twitter und Facebook teilen!
  • Achtung: Gewinnspiel kann süchtig machen 

Ich wünsche euch viel Spaß und Erfolg beim Gewinnspiel.

*dieser Beitrag ist nicht gesponsored und wird von keiner Firma unterstützt.

 

Das glückliche Kind nach Anweisung – das gibt es nicht! Ein Erfahrungsbericht

Ines hat einen ausführlichen Gastbeitrag zur aktuellen Blogparade: „Eltern in der (Auf)-Opferungsrolle – elterliche Grenzen vs. kindliche Bedürfnisbefriedigung“ verfasst.

Sie ist Mutter eines High-Need-Kindes und war der Überzeugung, dass ihre gute Vorbereitung und ein bedürfnisorientierter Umgang mit dem Kind alles in die richtigen Bahnen leiten würde. Die Realität war dann leider eine etwas andere….


 

Ich habe die Diskussion bei Twitter mitbekommen und bei mir hat das ganz gemischte Gefühle ausgelöst….. daher möchte ich gerne meine Sicht der Dinge teilen.

Schon bevor ich schwanger wurde, war mir klar, dass wir unser Kind bedürfnisgerecht erziehen wollen. Ich wollte natürlich gebären, stillen, tragen, familienbetten (wobei ich mir das anders vorgestellt habe, als es letztendlich läuft), immer für mein Kind da sein, mein Kind lieb haben…. und fand es gut und beruhigend, dass das Internet voll ist mit Leuten, die es genauso sehen, die Anregungen und Tipps geben können. Die habe ich in meiner näheren Umgebung nämlich nicht.
Rückblickend würde ich sagen, dass ich dabei ziemlich naiv war, denn ich ging davon aus, dass mein Kind ein zufriedenes, ausgeglichenes Kind sein würde, wenn ich mich denn an all die „Anweisungen“ hielt. Dafür kann und will ich niemandem außer mir selbst einen Vorwurf machen. Das betonte ich deshalb, weil ich denke, dass es – zumindest im Internet, auf Blogs und in Büchern – häufig die (unbewusst?) aufgestellte Behauptung gibt, wenn man alles das bedenkt und sich danach richtet, das Kind eben ganz entspannt und friedlich ist. Vermutlich meinen die wenigen das ernsthaft so, aber ich bin da einfach von ausgegangen. Hey, alle sagen, wenn man das Kind immer trägt, dann ist es ausgeglichen und schreit weniger! Wenn man im Familienbett schläft, ist die Störung der Nachtruhe viel geringer! BLW macht viel mehr Spaß als Brei!

 

Ein schlimmer Start für Mutter und Kind

Es lief bereits vor der Geburt anders als geplant: Aufgrund einer sich fulminant innerhalb von drei Tagen entwickelnden Präeklampsie, die passenderweise bei der Vorsorgeuntersuchung in einen Krampfanfall mündete, wurde unsere Tochter zwei Monate zu früh per Kaiserschnitt auf die Welt geholt. Ich habe von alledem nichts mitbekommen, da ich erst drei Tage später wieder zu Bewusstsein kam und nicht auf Anhieb begriff, warum man mich beglückwünschte.
Da sie als Frühchen galt, mussten wir lange im Krankenhaus bleiben. Für das Stillen hatte nie jemand Zeit, schlimmer noch, als wir bereits in der Kinderklinik waren und den ganzen Tag Zeit für sie hatten, da hieß es, wenn sie schläft, sollen wir sie nicht nehmen, sie brauche den Schlaf für die Hirnentwicklung und das dürfe man nicht stören. Also saß ich neben ihrem Bett, habe wie verrückt Milch abgepumpt, aber mich nicht getraut, mein Kind in den Arm zu nehmen.
Als wir endlich nach Hause kamen, konnte und wollte ich dort alles anders machen. Vermutlich hätte ich auch keine Wahl gehabt, denn meine Tochter entschied dann: Sie schlief nur, wenn einer von uns sie am Körper trug. Obwohl wir etliche Male davor gewarnt worden waren, ließ ich sie nachts mit ihrem Bauch auf meinem Bauch schlafen. Tagsüber das gleiche, nur dass ich dabei dann auf dem Sofa lag. Wir brachten uns das Stillen letztendlich selber bei, weil die Hebamme meinte, das würde eh nicht mehr funktionieren.
Dass das Kind irgendwann zu schreien begann, überraschte mich nicht. Schließlich war am Anfang alles falsch gelaufen. Die Situation beruhigte sich um den 4. Lebensmonat herum etwas. Bis sie anfing, mobiler zu werden. Sie begann nachts im Stundenrhythmus wach zu werden und zu schreien. Tagsüber wollte sie nicht mehr schlafen und schrie nur noch.

 

Wenn die Phase zum Dauerzustand wird

Anfangs trösteten wir uns damit, dass es sicherlich nur
eine Phase sei und wieder vorbei gehe. Wir haben weiter gestillt, getragen, gefamilienbettet. Nichts half.
Jetzt ist sie 13 Monate alt und immer noch eine unglaublich schlechte Schläferin. Sie wacht nachts alle 60 Minuten auf; tagsüber ist an Schlafen kaum zu denken, es sei denn, Mama setzt sich aufs Bett und man kann auf ihren Schoß. Ich war zwischendurch oft verzweifelt, habe die Schuld bei mir gesucht, sagte mir, dass es an meinem Versagen liegen MUSS, denn alles drumherum habe ich ja „richtig“ gemacht. Zweimal war ich so am Ende, dass ich vorschlug, sie zur Adoption freizugeben, weil ich es ja offensichtlich nicht hinbekomme, sie so zu versorgen, dass es ihr gut geht – was in meinen Augen dann der Fall gewesen wäre, wenn sie weniger geschrien und besser geschlafen hätte.

 

Die Wahrnehmung der persönlichen Grenzen

Wenn ich dann solche Diskussionen mitbekomme, frage ich mich sofort, was denn gemeint ist, seine eigenen Bedürfnisse über die des Kindes zu stellen. Ich fühle mich ertappt und schuldig, weil ich mich jedes Mal freute, wenn mein Mann unsere Tochter für einen zweistündigen Spaziergang mit nach draußen nahm, und ich endlich mal Ruhe hatte.

Bedeutete das nicht schon, dass ich mich selber wichtiger nahm als sie? Neuerdings geht es mir nachts so: Wir schlafen inzwischen getrennt. Wenn unsere Tochter eine schlechte Nacht hat, was meistens bedeutet, dass es ihr nicht gelingt, mit meiner Hilfe wieder einzuschlafen, und dass meine Brustwarzen nach kurzer Zeit dazu tendieren, blutig zu werden, dann bringe ich sie meinem Mann. Dort schläft sie interessanterweise oftmals recht schnell wieder ein, manchmal protestiert sie ein wenig. Und ich liege hinterher oft wach, weil ich mich frage, ob das nun wieder Ausdruck meines Egoismus ist. Was mir bei Lichte betrachtet Blödsinn scheint, denn sie schläft bei ihrem Papa ja mindestens genauso gut.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich glaube, dass diese Diskussion schon alleine deswegen schwierig ist, weil sie so subjektiv ist. Was meint denn nun, dass ich meine Bedürfnisse über die des Kindes stelle? Wäre es dann überhaupt erlaubt, sich eine Atempause zu nehmen? Oder bedeutet das direkt, dass mir mein Kind nicht wichtig ist? Diese Absolutheit scheint mir – wenigstens für mich – problematisch.

Problematisch ist für mich persönlich außerdem der Gedanke, dass es sich für mich sichtbar auswirkt, wenn ich meinem Kind bedürfnisorientiert begegne. Möglicherweise tut es das, irgendwann – aber ich weiß nicht wann und in der Zwischenzeit kann eine solche Sichtweise arg frustrieren (meinem Mann ging es zwischendurch so, dass er sich aufregte, unser Kind sei undankbar, sie dürfe bei und mit uns schlafen und sei trotzdem nur am Schreien, während andere Kinder das alles nicht hätten und trotzdem zufrieden wirkten).

In der Zwischenzeit mag es so wirken, als würde unser Kind, obwohl wir es so „verwöhnen“ (Zitat der Hebamme) häufig unausgeglichen und unzufrieden sein, während andere Kinder, die (scheinbar) weniger bedürfnisorientiert aufwachsen, ausgeglichen und fröhlich zu sein scheinen. Ich kann in niemanden reinschauen, daher weiß ich nicht, wie es tatsächlich ist.

Ich weiß, dass ich den Weg, den wir angefangen haben, für uns für richtig und gut halte, und dass wir ihn deswegen weiter gehen werden. Ich habe auch gelernt, dass so etwas für jeden etwas anderes bedeutet. Aus meiner eigenen (Kranken-)Geschichte weiß ich, dass es weder mir noch sonst irgendwem etwas nützt, wenn ich meine Kraft dauerhaft überstrapaziere. Deswegen habe ich mein Kind nicht weniger lieb. Ich werde möglicherweise niemals wissen, ob unser Kind nicht der gleiche Mensch geworden wäre, wenn wir etwas anders gemacht hätten – und gleichzeitig denke ich,
dass es egal ist, wie wir die Dinge machen, solange wir unserem Kind respektvoll begegnen.


Liebe Ines, vielen Dank für deinen ausführlichen und sehr emotionalen Artikel. Ich finde diesen Erfahrungsbericht sehr wichtig, denn es kann diejenigen sensibilisieren, die sich ein Leben unter Dauerstress nicht vorstellen können. 

Ich finde euch als Familie unglaublich stark und hoffe, dass ihr euren Weg weiter gehen werdet. 

Ihr könnt Ines auf Twitter folgen (hier!)und mit ihr über ihren Beitrag diskutieren. Alle weiteren Beiträge der Blogparade findet ihr im Beitrag im Linkverzeichnis: Hier geht es zum Beitrag der Blogparade!

Eltern in der (Auf)-Opferungsrolle – elterliche Grenzen vs. kindliche Bedürfnisbefriedigung {Blogparade}

Zwischen der Ansicht man müsse Säuglingen Schlaf „beibringen“ und dem vollkommenen Leben nach den kindlichen Bedürfnissen, ist im modernen Umgang mit Kindern alles vertreten. Jeder sucht sich die Methode aus, die am besten zu der Familie passt. Dabei wird ein bedürfnisorientierter Umgang mit Kindern (zum Glück) immer populärer und die Erziehung nach festen Mustern verliert langsam ihre Bedeutung. 

 

Zwischen Ferbern und elterlicher Selbstaufgabe 

Wie man sein Leben mit Kind gestaltet ist insbesondere durch die eigenen Erfahrungen in der Kindheit und des familiären Umfeldes geprägt. Im welchem Kulturkreis, mit welchen Sitten und Gebräuchen wachsen wir auf? Welches Lebensmodell haben wir gewählt? All das prägt uns ein Leben lang. Daneben sind wir als Eltern, gerade am Anfang, anfällig für jegliche Tipps und Trends aus Ratgeber und Co. Ob diese immer dem Wohle des Kindes dienen, sei mal dahin gestellt….

Nicht zuletzt bestimmt die Grenze unserer eigenen Belastbarkeit, wie wir unseren Kindern begegnen können. Sind wir selbst krank oder anfällig? Wie sind gerade meine Lebensumstände, habe ich vielleicht Sorgen?

Die Definition der persönlichen Grenzen ist richtig und wichtig. Eine kranke Mutter oder ein ausgebrannter Vater kann nicht mehr für ein Kind sorgen. Diese Grenzen vorzeitig vor einem Kollaps zu ziehen, scheint Eltern und gerade Müttern aber nicht mehr gestattet zu sein. In einer Gesellschaft, in denen Mütter nur eins sollen: dem Kind eine perfekte Mutter/Vater sein. Ohne Makel, ohne negative Emotion.

 

Das zufriedene Kind – Glück oder eine Frage der Erziehung?

Immer wieder kommt bei dieser Diskussion die Frage auf, ob das zufriedene Kind nun ein Zufallstreffer war oder das Ergebnis bedürfnisorientierter Elternschaft ist. Gerne wird dann die eigene, vollkommene Selbstaufopferung ins Feld geführt, während die Eltern mit High-Need (Schreikindern/ durch Krankheit beeinträchtigte) Kindern über solche Aussage nur den Kopf schütteln können.

Es gibt Eltern, die geben alles und das Kind ist nicht zufrieden! Die körperliche und seelische Belastung in solch einem Zustand, der meist Monate oder Jahre lang anhält, ist enorm. Wann ist die Grenze elterlicher Belastungen erreicht? Was muss passieren, damit auch Mutter oder Vater wieder im Fokus der Fürsorge stehen?

Es ist ein Thema, bei dem es kein richtig oder falsch gibt, denn unsere persönliche Wahrnehmung von Belastbarkeit ist immer nur von unserem eigenen Standpunkt und mit unseren Erfahrungen zu beurteilen. Aus diesem Grund wünsche ich mir mehr Weitsicht, mehr „über den Tellerrand blicken“, mehr „den Horizont erweitern“. 

 


 

Hiermit möchte ich nur kurz einen Anreißer geben und den Anstoß für die Blogparade zum Thema:

 

Eltern in der (Auf)-Opferungsrolle – elterliche Grenzen vs. kindliche Bedürfnisbefriedigung {Blogparade}

geben und jetzt nicht weiter auf die vorangegangene Diskussion eingehen. Ein paar Themen habe ich oben schon etwas ungeordnet in den Raum geworfen….

 

weitere  Stichpunkte zum Thema könnten sein:

  • Wie viel Egoismus, Selbstaufgabe und Aufopferung sollen oder müssen Eltern erbringen
  • Wie passen elterliche Grenzen und die Befriedigung aller kindlichen Bedürfnisse zusammen?

Muss sich das Leben um das Kind drehen, der ins Leben integriert werden oder muss sich das Kind dem Leben der Eltern anpassen (Stichpunkt: funktionieren!) ……..


 

Ich freue mich auf eure Einsendungen bis zum 31.1.16. (die Linkliste endet am 18.1.16, dann bitte in den  Kommentaren posten).

Ihr könnt eure Artikel via inlinkz, in den Kommentaren, via Twitter oder Facebook los werden. Wer keinen Blog hat, kann mir gerne seinen Text unter chamailion -ät-icloud-dot-com schicken. Ich veröffentliche ihn dann nach Rücksprache als Gastartikel.

Eines noch in eigenes Sache: dieses Thema ist sehr emotional beladen. Bitte bleibt freundlich zueinander! 

Viel Spaß beim Lesen, Stöbern und Horizonterweitern 🙂

Die Babys der Anderen

Die Babys der Anderen, die Schlafen friedlich in ihren Kinderwägen, lassen sich ruhig im Maxi Cosi im Auto transportieren, spielen alleine stundenlang mit einem Spielzeug, schlafen,wenn sie müde sind, ihr Dauergeschrei ist maximal ein leises (niedliches) Quäken von 30 Minuten, wollen nachts nur alle 2,5 h an die Brust, sind zufrieden, machen mit. Funktionieren.

 

SO ein Baby hätte ich auch ganz gerne!

Manchmal, wenn ich so die ganzen Neubabys in meinem Umfeld betrachte, da kommt der Wunsch nach einem zweiten Kind. Eins, dem ich beim friedlichen Schlaf zuschauen kann, das durch Nähe und Stillen zufriedengestellt ist, mit dem ein Spaziergang nicht nur eine zweckgebundene Aktion ist und mit 90% Gezappel quittiert wird, eins, mit dem Autofahren nicht zur absoluten Nervenbelastung wird.

Aber eigentlich doch nicht: Nein, ich möchte gar kein Baby, denn ich wüsste gar nicht, wie ich die Bedürfnisse von uns Dreien mit einem weiteren Kind vereinbaren könnte, denn gerade läuft es so, dass wir es packen. Ich will jetzt gar kein weiteres Kind, denn ich brauche meine Kraft für Arbeit, Studium und für mich.

 

Das Baby eines Kollegen: das schläft einfach so!

Meine Kollege erzählte mir letztens von dem neuen Yoga-Kurs seiner Frau. Bezahlt von der Krankenkasse. Das sollte ich doch auch mal machen. Eigentlich eine gute Idee, aber:

Dabei mach ich doch sowas ähnliches, sogar täglich: zweistündige Einschlafbegleitung in einer völlig unnatürlichen Körperhaltung, bei der ich mich keinen mm bewegen darf. Manchmal trainiere ich abei auch meinen Beckenboden, wenn ich circa 90 Minuten davon auf die Toilette muss.
Das Baby dieser Frau schläft dann bereits seit 2 Stunden und wird noch weitere 10 Stunden schlafen. Ohne Dauergebrüll, ohne nächtlichen Milchdurst. Es ist 5 Monate. Bei solchen Erzählungen kommt es mir dann manchmal hoch….

Es nur der reine Neid, der gerade aus mir spricht. und manchmal, ein ganz kleines bisschen macht es mich auch traurig und wütend.  

Trotzdem bleibt der Wunsch, dass es nur einmal so ist, wie bei Ihnen: den Anderen!


Dies ist gebloggt für die liebe @2kindchaos_mo <3. lass dich mich ärgern, unsere Zeit wird kommen!

 

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Zurück zum manuellen Modus

Eines meiner größten Hobbies ist das Fotografieren. 2010 habe ich begonnen mich mit Kameras und der Entstehung von Bildern zu beschäftigen. In den vergangenen Jahren habe ich mal mehr, mal weniger Bilder produziert und mich dabei in den unterschiedlichsten Genres ausgetobt. Es war mir aber von Anfang an wichtig die Funktionen der Kamera zu beherrschen und in keinem Fall im Automatikmodus zu landen.

Nun schreibe ich auf diesem Blog ja nicht über meine Liebe zur Fotographie und über meine Bilder, sondern möchte den Begriff des manuellen Modus auf meine Situation als junge Mutter übertragen.

Nach der Geburt und in den darauffolgenden 5 Monaten fühlte ich mich nämlich wie im Automatikmodus, fremdgesteuert und allein darauf ausgerichtet GUT zu funktionieren. Das Baby zu versorgen, mich zu versorgen und alles im Blick zu behalten. Das hat seinen Sinn, evolutionstechnisch gesehen, dass der Körper mit einer Unmenge an Hormonen überflutet wird, dass es gar nicht auffällt WIE SEHR einen die Situation anstrengt. Ein forderndes Baby, die lange Phase mit dem Umzug und keinerlei Möglichkeiten runterzukommen. Erst jetzt habe ich wieder das Gefühl eine gewisse Autonomie erlangt zu haben, die über das reine ‚ ich muss noch das und das erledigen‘ herausgehen. Ich kann meine Elternzeit genießen.

 

Vielen jungen Eltern scheint es im ersten Jahr ähnlich zu gehen.

Man funktioniert. Zum Wohle des Kindes, der Familie zu Liebe, um den Partner zu unterstützen und dann ist da ja noch Job und Haushalt. Dann ist da vielleicht noch ein Geschwisterkind, ein Jobwechsel des Partners oder ein Umzug?

Herausfinden, was einen auf Autopilot hält

In unserem Fall waren es Dauerstillen, Dauergeschrei und permanent das Baby auf Körperkontakt halten zu müssen. Sehr Kräfte raubend. Der Papa hat auf der Arbeit geschuftet, in den Wohnungen gerödelt und für uns gesorgt.
Keine Zeit mal die Akkus zu laden.

Ich fühlte mich vor einigen Wochen so krank, dass ich bei meinem Hausarzt war. Ich beschrieb meine Symptome. Er nahm Blut ab und erklärte mir, dass ich sehr wahrscheinlich kerngesund wäre und es halt normal ist, sich wie ein ausgelutschter Kaugummi zu fühlen. Und so war es auch. Alle Blutwerte sind On Top, alles fit. Aber was kann man tun? Kräfte Sparen war sein Tipp.

 

Was nun?

Schon alleine die Übergabe der alten Wohnung war eine Erleichterung. Nicht mehr streichen, putzen und räumen! Fertig!

Nach den anstrengenden ersten Monaten mit der Raupe versuchen wir hier langsam mal Struktur reinzubekommen. Tagsüber gibt es nur noch Fläschchen und einmal Brei, Schlafen ist das große Problem, darum beginnen wir mit Projekt: #Antieule2014 (ich werde berichten 🙂 ).

Aber ganz besonders  wunderbar ist es zu sehen, wie sich die Raupe entwickelt: sie krabbelt seit einer Woche fleißig in der Gegend rum und ist so mit ihrer Entdeckungstour beschäftigt. Für Weinen gar keine Zeit mehr bleibt 🙂 Zwar krieche ich jetzt permanent hinter dem kleinen Krabbler her, aber die Lautstärke hat sich auf ein normaler Babymaß reduziert. Eine Wohltat für meine Ohren!

 

Was für sich und die Beziehung tun!

Es ist wieder Zeit miteinander zu Reden. Dabei endlich auch mal ohne Organisatorisches. Wohin soll den mal ein Ausflug starten? Was leckeres zu essen machen? Oder einfach mal zu Dritt am Sonntag im Bett bleiben……und jedem mal ein wenig Freizeit gönnen. Und zwischen Tür und Angel mal ordentlich Knutschen!

Ich kann wieder mal die Gedanken schweifen lassen und versuche bewusst die letzten Wochen (oh, mein Gott, nur noch 9!! WOCHEN!!) mit der kleinen Raupe zu genießen. Und vielleicht mal wieder ein Buch lesen?

Tipps, wie man bewusst aus dem Automatikmodus aussteigt, kann ich nicht geben. Für mich ist es einfach ein Gefühl, dass sich aus dem Bestreben wieder Herr meiner Gefühlslage und meinem Tagesablauf zu sein und der Entwicklung (nennen wir es Selbstständigkeit) der Raupe entwickelt hat. Vielleicht war es auch das ‚Ankommen‘ im neuen zu Hause, der ein Ort ist, an dem ich durchatmen kann und (wenn auch nur minimal) die Akkus laden kann.

Denn was ich nicht kann, ist schlechte Situationen auszuhalten. Ich kann mich nicht abfinden mit: schlecht gelaunt, übermüdet, knatschig und dem Gefühl der Perspektivlosigkeit beladen zu sein. Ob das eine Schwäche ist? Ich denke nicht, denn so finde ich für mich immer Wege einen positive Perspektive einzunehmen und den Blick für die wichtigen Dinge zu schärfen. Und darum geht es ja im Leben: anstrengende Phasen auszuhalten und dann wieder auf der Sonnenseite zu stehen.

In diesem Sinne gehe ich jetzt raus und genieße mit der kleinen Raupe das sonnige Wetter. Und vielleicht mache ich ja ein paar Fotos.

Im manuellen Modus.

Ahoi!

Tagebuch eines Mombies..#4

Ich wache auf. Links neben mir sabbelt sich das Baby schon einen zurecht. Der Mann kommt gerade ins Zimmer mit der ‚guten Morgen Tasse‘ Kaffee. Ich erschrecke. Es kann unmöglich noch vor 6.30Uhr sein, denn mein Wecker hat doch gar nicht geklingelt,oder doch?
Ich schiele zur Uhr. So ohne Kontaktlinsen würde ich den verschwommenen Matsch als knapp 8 h deuten. So ein Mist. Eigentlich wollte ich jetzt schon los fahren. Egal, Hektik hilft jetzt nicht mehr viel. Erst Kaffeetrinken und Babyraupe abfüllen. Vorher läuft hier sowieso NÖSCHTS!

Endlich habe ich mich und die Raupe eingepackt. Aus dem Umzugskartonchaos habe ich es doch tatsächlich noch geschafft alle meine Ausbildungsunterlagen inkl. Zeugnisse einzupacken und einen Ausdruck meines Notenspiegels aus dem Basissystem zu machen. Eine Höchstleistung. Der Drucker war kaum zu erreichen.

Alles eingepackt. Navi, Wickelzeug, Bondolino, alle Unterlagen, Wasser und was zu Essen? Ich komme mir vor, als ob ich auf eine Expedition gehe, dabei will ich doch nur mit meinem Baby zur Uni. Allein mit der Raupe im Auto 80 km. Und das ist das Problem. Ich bin nervös. Schon seit gestern. Warum? Frag ich mich auch! Das Baby könnte 80 km lang heulen oder wir könnten auf der A3 bei Köln im Stau stehen oder ich könnte mich verfahren oder der Professor ist doch nicht da oder meine Unterlagen werden nicht anerkannt oder, oder, oder…Ja, tausend Möglichkeiten. es wäre jetzt Zeit schreiend im Kreis zu rennen. Ich lasse es.

Nur noch kurz tanken und dann gehts los. 83 km. Fahrtzeit 1 h 3 Minuten.

Im Endeffekt ist es wieder besser gelaufen als erwartet. Auf dem Hinweg gab es nur einen Stau, eine Pinkelpause, habe ich mich nur zweimal verfahren und nur auf 10 km Heulraupenalarm. Ich war ein wenig stolz auf mich. Die Raupe wurde dann im Auto auf dem Parkplatz gestillt, gewickelt und ins Bondolino verpackt. Ich glaube die umstehenden Studenten waren etwas verwirrt.

Natürlich war der Professor nicht in seinem Büro. Ich stand mit Baby vorm Bauch also etwas verloren da. Im Keller des Institutes für anorganische Chemie. Ins Labor gehen und nachfragen? Ein Blick auf das Schild „Achtung Röntgenstrahlung“ und ein kurzer Blick auf das Kind. Neee. Erstmal weiter motiviert klopfen. Nach dem gefühlt zehnten Versuch öffnete mir sogar jemand die Türe. Ein Student.

Wie sich herausstellte war der junge Mann kein Student, sondern ein Prof. Dr. der Chemie. Aha. Die werden also auch immer jünger, wa?

Ich erklärte mein Anliegen nochmals.Anerkennung des Praktikums. Bitte. Danke. Wir hatten telefoniert.

Nach Ansicht meiner Unterlagen, vernehme ich aus seinem Mund ein: Ach, das ist ja putzig. Wie jetzt? Klar, das Baby ist putzig. Ich weiß schon….aber er meinte nicht das Baby. Er meinte meine Noten. Ja, ich weiß. Meine Noten in der Ausbildung waren nicht die Besten. Partyphase, Prüfungsangst und so weiter. Wir einigen uns auf einen Kompromiss. Kein Praktikum, aber die Abschlussprüfung mitschreiben. Deal! Ich bin zufrieden. Und weil das Baby so niedlich ist, bekomme ich ein Skript geschenkt 🙂

So, das wichtigste abgehakt. Dann weiter. Noch ins Steinmanninstitut und ins Schloss. Zum Schluss waren wir sogar noch im Botanischen Garten. Die Raupe verhielt sich die ganze Zeit über kooperativ, sogar auf dem Rückweg. Einmal habe ich tatsächlich überlegt, ob sie mit im Auto ist. Diese Stille. …ungewohnt.

Endlich wieder zu Hause angekommen war ich ganz schön stolz auf mich. Und die Raupe natürlich.
Ich habe mich endlich wieder getraut meine weitere Studienplanung in Angriff zu nehmen. Ich habe Fakten geschaffen und mir damit den Arschtritt verpasst, den ich gebraucht habe. Nun fühlt es sich wieder gut an über die Uni nachzudenken, denn es geht wieder voran.

Die Raupe darf ihr verdientes Schläfchen halten und Mama packt weiter Kisten.

Familienbett? NEIN, DANKE!…warum unsere Tochter trotzdem in unserem Bett schläft …

Familienbett. Das klingt sehr nach Öko, Super-Kuschel-Familie und irgendwie…ja, auch ein wenig modern. Bevor jetzt hier ein falscher Eindruck entsteht: ich bin für gemeinsames Schlafen. Wer mag auch gerne als familiäres Gruppenkuscheln in einem Bett! Trotzdem war es bei uns etwas anders geplant.

 

Ich und Schlaf? Keine gute Kombi

Es ist nun mal, wie es ist: ich bin keine gute Schläferin. Ich schlafe schlecht ein (außer Punkt 22uhr:-))und wache leicht auf. Die Kinderärztin würde mir sicherlich eine Regulationsstörung attestieren 🙂 und zu einer reizarmen Umgebung raten.

Aufgrund meiner Migräne habe ich mir vor Jahren einen Schlafrhythmus angewöhnt, bei dem ich Punkt 22 Uhr ins Bett falle und im 4.45 Uhr wieder aufwache. Um mich vor Anfällen durch Verspannungen zu schützen liege ich schön zentriert auf einer Nackenrolle. Und weil ich Nähe beim Schlafen nicht abkann, muss mein Mann nach dem abendlichen kuscheln auf seine Bettseite verschwinden.

 

Unser Masterplan: Beistellbettchen

Von Anfang an wollte ich stillen. Und nachts aufstehen kam für mich ÜBERHAUPT NICHT in Frage. Ausserdem soll ja das Co-Sleeping im erweiterten Elternbett die Bindung fördern und gemeinsames schlafen vor SIDS schützen (wobei das wohl nicht für das Schlafen im gemeinsamen Bett gilt?! Die Datenlage geht da ja etwas auseinander).

Deswegen habe ich mich für die Schlafvariante „Beistellbett“ entschieden. Kinderbett auf Matrazenhöhe an meine Seite. So kann man das Baby super einschlafbegleiten, sich danebenkuscheln und bei bedarf nachts streicheln/ Händchen halten.

So, und nun kann sich jeder mal kurz überlegen, wie gut das Alles jetzt geklappt hat…. 🙁 haha…                                         Alle mit dem Lachen fertig?

Idee und Realität- die ersten drei Monate

Und so sah es in der Realität aus: Die ersten drei Monate hat unsere Raupe fast gar nicht geschlafen. Zumindest nicht im Liegen. Auf dem Arm, auf dem Bauch….Liegen im Bett: unmöglich. Pucken hat ein wenig geholfen…aber naja. Auch wenn ich sie hätte hinlegen können, hätte ich das gepuckte Kind nicht im Bett haben wollen, aus Angst es passiert was.  So habe ich die ersten Monate halb sitzend mit Baby im Arm auf dem Bett verbracht.                                                    Schlafmangel und die unglaublich bequeme Haltung haben zu Dauermigräne geführt und eben das gefühl: so hat man sich das jetzt aber mal nicht vorgestellt. Echt nicht!! Ausserdem war Dauernuckeln angesagt.

 

…und jetzt?

Erstmal vorab: momentan zeichnet es sich ab, dass unsere Schlafsituation sich langsam verbesert. Zumindest soweit, dass die Tigerraupe überhaupt in den Schlaf findet und ich damit auch. Zweimal nächtliches stillen finde ich auch voll in Ordnung. Teilweise sind wir aber auch wieder bei….lassen wir das.

Die Raupe liegt jetzt mittlerweile gerne auf dem Rücken bzw auf der Seite und freut sich ihrer neuen Fähigkeiten. Tragen ist zur Zeit auch nicht mehr so angesagt. Schlafen im eigenen Bett dagegen auch nicht.

Egal ob ich ins Beistellbett krabble oder mich direkt an sie kuschel: sie schläft nicht ein! 20 cm weiter auf meiner Matratze dagegen schon. Nachts stillen wir jetzt auf der Seite und ich lasse sie dann meist auch da liegen. Entweder liegt sie dann in der Mitte und sowohl Mama, als auch Papa müssen weichen oder sie liegt neben mir und ich darf in der Besucherritze schlafen ;-(

Langsam aber sicher werden wir also von unserem eigenen Nachwuchs aus dem Bett gedrängt. Bequem ist echt was anderes, aber was tut man nicht alles für ein paar Stunden Schlaf?

wie sieht das bei euch aus? Schlafen eure Kinder im Elternbett oder nicht?

 

Achja, bei uns wird besonders der „Snow-Angel“favorisiert:

Baby-Schlafpositionen

 

In diesem Sinne: Ahoi!

Tagebuch eines Mombies #1

Definition of Mombie: A woman with child(ren) who walks around in a half asleep/half awake state, and due to utter and complete exhaustion, and the appearance of a lack of brain power stemming from sleep deprivation, all she can do is grunt and mutter.
The Mombie does not crave brains or human flesh, she craves coffee and a solid 8 hours of REM cycle.
LOL. thought it was cute -Lauren

Quele: Facebook/ Mommies Inc.

 

Bin ich schon ein Mombie? Ich fühle mich schon irgendwie…komisch. Wattig und irgendwie verkatert, nur ohne diese fiese Übelkeit. Ach waren das Zeiten, als man VERKATERT sein konnte….heute ist die einzige Person, die die Nacht durchmacht UND trinkt: das Kind. Dieses kleine, immer hungrige Kind. Und nachts ist es besonders hungrig. Meist vier bis fünfmal die Nacht werde ich geweckt, um von diesem kleinen Milchvampir ausgesaugt zu werden. Und das ohne Saugkraftverlust. Ist mein Baby also wie ein Dyson?

Diese Fragen stelle ich mir dann: nachts. Wenn das Geschlabbber ein Ende und mein Baby gerülpst hat wie ein Bauarbeiter um wieder in einen friedlichen Schlummer zu fallen. Ach, ist das schön. Dieses kleine Baby mit seinem friedlichen Gesichtsausdruck. Da macht mein Herz gleich einen Hüpfer.

Ich genieße diesen Moment noch wenige Augenblicke um mich dann wieder in eine bequeme Schlafposition zu kuscheln. Nur noch die Augen schließen und wegschlummern….

Das Baby macht Krabbelübungen im Schlaf, wälzt sich hin und her und grunzt dabei wie eine Rotte junger Wildschweine. Wenigstens auf meinen Mann kann ich mich verlassen. Der schläft tief und fest und lässt sich von dem Spektakel nicht beeindrucken. Also versuche ich es mit Ignoranz….Geht nicht..Ich strecke meine Hand aus um das Baby zu beruhigen. Keine Verbesserung. Mist. MIttlerweile habe ich keine Lust mehr. Ich will doch nur SCHLAFEN!!

Ich ziehe das Baby aus dem Beistellbettchen zu mir heran. Kassiere noch zwei Fausthiebe aufs Auge. Dann, nach gefühlten Stunden und Vollkontakt mit dem Kind, schläft es endlich ein. Okay. Baby ist nun ruhig. Leider verbleiben mir noch maximal 30 cm Bett für mich. Auf der linken Seite liegend, damit das Baby ja nicht gestört wird.

Endlich verfalle ich in einen leichten Dösezustand. Bevor ich wegschlummere hänge ich noch meinen Gedanken nach. Kann so ein Baby an Saugkraftverlust leiden? Hab wohl zuviel Werbung gesehen….

Das Baby wird wach und hat Hunger……

Am nächsten Morgen (wie, schon wieder Tag?) bringt mein Mann mir wie immer den Kaffee ans Bett. Die allmorgendliche Frage:“Wie gehts dir und die war die Nacht?“, weiß ich nicht zu beantworten. Ich fühle mich gerädert. Mehr als das…fühlen sich so Zombies?

Nach der zweiten Tasse steht fest: Ich bin jetzt ein Mombie!

16 Wochen: Mein Rückblick auf die erste Babyzeit

So, nun finde ich dann doch noch diese Woche Zeit eine kleine Zusammenfassung zu unserer Anfangszeit mit Baby zu schreiben. Dann am vergangenen Freitag hatten wir 4 Monatiges!!! Meine kleine Babymaus ist nun schon 16 Wochen alt und es ist kaum zu glauben WIE schnell die Zeit vergeht.

 

Geburt, Krankenhaus und die erste Zeit danach

Nach der Geburt war ich  einfach nur froh es überstanden zu haben. Froh, dass mein Baby es doch noch unbeschadet geschafft hat und der beste Mann der Welt nun der stolzeste Papa der Welt geworden ist.

Schon ab dem Moment, als wir unser Zimmer bezogen haben war klar: wir haben eine kleine Kuschelratte. Schlafen nur auf dem Arm und IMMER hungrig! Dafür aber recht zufrieden, wenn diese beiden Bedürfnisse befriedigt waren. Zudem verdammt niedlich und recht entspannt. Die ganze Arbeit hat sich also gelohnt. Dennoch hatte ich nicht das Gefühl, mich jemals wieder als nicht blutendes, nicht schmerzendes, nicht NUR stillendes menschliches Geschöpf zu fühlen…geschweige denn als begehrenswerte Frau. Zum Glück sah Mann das anders.

Nach zwei Tagen bin ich dann endlich zu Hause gewesen. Ja, ich habe solange rum genervt, bis ich endlich gehen durfte. Das Krankenhaus war zwar super und das Personal perfekt, aber ich wollte mich mit meiner kleinen Familie ins NEst kuscheln und mich von meinem Mann mit leckerem Essen und Tee verwöhnen lassen. Die Kinderärztin sagte mir nachher, es hätte bei mir nach Flucht ausgesehen…

Zuhause haben wir das ganze dann gut gerockt. Unsere Hebamme kam im Grunde nur noch zum Kaffee trinken vorbei 🙂 Nachts konnte ich 1,5-3 h am Stück schlafen, gestillt nach Bedarf und das Baby immer im Tuch mit dabei (Kuschelratte).  Ich hatte noch die naive Vorstellung frisch geschlüpftes Baby, Haushalt und Klausurvorbereitungen unter einen Hut zu bekommen. Das mit den Klausuren hat NICHT geklappt, mein Haushalt…naja, ich war noch nie eine motivierte Hausfrau…jetzt wird nur noch das nötigste gemacht 😉

Der beste Mann der Welt hat uns zwei Wochen lang verwöhnt und musste dann leider wieder arbeiten 🙁

Schübe, Phasen….es geht Alles vorbei!!

Ja, trotz aller Entspanntheit unsererseits, hatten wir das große Los des Dreimonatskoliken gezogen. Meist nach jeder Mahlzeit und abends sowieso, öfter mal auch nachts, hat das arme Mausi jämmerlich geweint und gestrampelt, bis sich endlich die fiesen Pupse gelöst haben. Was muss, das muss und so haben wir versucht, ohne Panik einfach das beste draus zu machen. Augen zu und durch. Ach ja, dann gibt es ja auch immer noch Schübe und so. Also wenn das Kind nachts kein Bauchweh hat, dann halt uns Gezappel und Gebrabbel war oder die Zähne. Die stehen nämlich schon alle in den Startlöchern und warten nur auf einen ruhigen Moment 🙂

Die guten Tipps

Vor allem die Familie fühlt sich genötigt, zu allem und jedem ungefragt ihre Tipps abzugeben. Da ist eigentlich bei jeder Begegnung, noch bevor man sich begrüßt, die erste Frage: „Und, schläft sie durch? “ Auch beliebt sind: „DARF das Kind etwa nicht schreien?“, „Ihr müsst ihr Tee geben. Sooft wie die trinken will, bekommt sie bestimmt nicht genug!“, „Jaja, das mit dem tragen werdet ihr euch wohl noch überlegen. Wenn die erstmal schwerer wird.“,“ Ihr müsst ihr Schmelzflocken in die Flasche machen, dann schläft die auch durch.“ “ Wenn sie weint, einfach mal in den Kinderwagen legen.“ Und immer mit der Begründung: Das haben wir früher ja auch so gemacht. Ähm, ja. Wenn ich aber sage, dass wir bereits einen U3-Platz haben, sind wir Rabeneltern 🙂

 

…und sonst so?

Aus dem „kleinen“ vollkommen hilflosen Wesen, welches nur dauernuckelnd, schreiend oder schlafend unseren bequemen Alltag gesprengt hat ist schon eine kräftige, kleine Dame geworden. Und es stimmt, was man so liest und hört: es wird besser! Schlafen wird regelmäßiger, Stillen wird kürzer und im allgemeinen „versteht“ man einfach besser, was das Baby will. Okay, da gibt es natürlich doch immer wieder Rückschläge…das nennt sich dann Schub oder Phase 🙂

Die Babymaus hat unser Leben einmal komplett umgekrempelt. Zumindest meins. Denn obwohl ich mir die Zeit mit Schwangerschaft, Baby, Arbeit und Studium gut geplant habe, ist es im Endeffekt doch komplett anders verlaufen wie geplant. Es fing damit an, dass ich viele Kurse und meinen Job an der Uni nicht weiterführen konnte, deswegen kein Bafög mehr bekommen habe und (zum Glück und tausend Dank an meinen Arbeitgeber) ganz viele Stunden arbeiten musste, um überhaupt einen nennenswerten Betrag an Elterngeld zu bekommen.

So froh ich also auch war/ bin dieses kleinen Menschlein in meinem Leben zu haben, so frustriert hat es mich, dass meine restliche Lebensplanung (zumindest in meinem Zeitrahmen) komplett den Bach runter gegangen ist. Und nach 4 Monaten weiß ich auch immer nicht, wie es GENAU weitergehen soll. Zumindest werde ich ab November wieder arbeiten gehen können und der beste Mann der Welt geht dann in Elternzeit. Er freut sich wie Bolle und ist so stolz darauf! Einen Betreuungsplatz haben wir auch schon (in der besten KiTa der Welt 🙂 ) . Also, es geht voran.

Ich freue mich schon auf die nächsten Tage, Wochen, Monate und Jahre mit der Süßen und bin überzeugt, dass wir unser Leben zu Dritt ganz gut rocken werden!

Als nächstes werden wir den ersten Brei in Angriff nehmen 🙂

Ich werde berichten und freue mich, dass ihr mit an Bord seid!

Ahoi!