Ein Jahr #workingmom – Vereinbarkeit ist möglich

Vor einem Jahr und zwei Wochen bin ich wieder in meinen Job zurückgekehrt. Ich habe mir im Vorfeld viele Gedanken gemacht, wie es wohl werden wird. Mann und Kind werden fünf Monate alleine zu Hause sein und den Alltag wuppen, während ich täglich fast 12 Stunden außer Haus bin. Den Beitrag zum ,Schichtwechsel, könnt ihr hier nochmal nachlesen.

Jetzt kann ich sagen, dass es ein Jahr mit (wenigen) Höhen und (vielen) Tiefen war. Und trotzdem bin ich der Überzeugung, dass die Vereinbarkeit von Familie und Berif möglich ist. Hier ein kleines Resümee:

Die ersten fünf Monate habe ich Vollzeit gearbeitet, während der Mann das Kind hütete und den Haushalt versorgte. Als seine Elternzeit vorbei war, bin ich dann auf eine 30 Stundenwoche gewechselt (80%). (Hier gibt es noch den Artikel zu meinen Bedenken zum Teilzeitmodell.)

 

Nach 9 Monaten zurück in den Job – warum eigentlich?

Der Plan hatte ja eigentlich einen anderen Ablauf vorgesehen: nach neun Monaten wollte ich wieder zur Uni und mein Studium beenden. Aus verschiedenen Gründen wurde dieser Plan bereits in der Schwangerschaft zerschlagen (und alle späteren Versuche das Studium wieder aufzunehmen sind ebenfalls bisher gescheitert). In dieser Situation hat man mir meine alte Stelle angeboten. Zu dem damaligen Zeitpunkt war es für mich ideal, denn ohne weiteres Bafög hätte mir nur ein hoher Studienkredit durchs Studium geholfen. Das wollte ich nicht. Die Ängste aus den letzten beiden Schwangerschaftsmonaten waren erstmal verflogen.

So früh wieder in den Job zurückzukehren hatte also im Endeffekt mehrere Gründe: ich wollte meinen Arbeitgeber nicht länger als nötig hinhalten, nach 9 Monaten musste ich raus aus dem Hamsterrad Haushaltschaos mit Schreibaby und wir wollten unbedingt, dass der Mann genügend Zeit hat, seine Tochter ein paar Monate zu begleiten.

 

 

Schwieriger Start

Richtig los ging es dann im März und dann kam es dicke! Seit der Geburt lebten wir eigentlich nur unter Strom unter Anspannung. Solange einer zu Hause noch die Stellung hielt und dem Arbeitenden den Rücken freihalten konnte, funktionierten wir irgendwie. Die Doppelbelastung hat uns erstmal ganz schön aus der Bahn geworfen. Dazu jeden Abend noch bis zu 2 Schreistunden und meist sehr unruhige Nächte. Zu guter Letzt haben wir noch jeden Infekt mitgenommen, den man so kriegen kann (ich hatte ja eh schon permanent irgendwelche Infekte) . Erstes Kitajahr eben.

Bei Familie.de habe ich im Sommer über meine Erfahrungen geschrieben, die ich bis dahin mit meiner Berufstätigkeit seit dem Wiedereinstieg gemacht habe. Alles in allem hatte ich einen schwierigen Start. Das hatte vielerlei Gründe: Krankheiten, mehrfach Belastungen, keine Erholungsphase und vor allem die nicht klar definierten Erwartungshaltungen sowohl von meiner Seite als Arbeitnehmerin, als auch die Erwartungen meines Arbeitgebers an mich.

 

Freizeit, was ist das?

Nach unserem Horrorurlaub im Sommer musste ich mich für zwei Wochen krankmelden. Die eigentliche Krankheitsursache war schnell gefunden und behoben, trotzdem führte ich ein längeres Gespräch mit meiner Hausärztin über die dauernde Erschöpfung, über das fordernde Kind, über das Schreien, nicht schlafen und der Druck, der sich auf der Arbeit aufgebaut hat. Möglicherweise floßen auch ein paar Tränen… Da alle Werte ansonsten in Ordnung waren, sprach sie mir vor allem Mut zu und gab mir auf den Weg, was ich sowieso schon mache: achten Sie auf sich! Freiräume, Ruhezeiten, Aufgaben abgeben. Den Alltag überdenken und sich darin so einrichten, dass es sich gut anfühlt!

Seit dem Sommer geht es permanent bergauf.
Der Alltag läuft mittlerweile ganz gut. Jeder hat hier seinen Aufgabenbereich und seine Freizeiten. Die Alltagsroutine hat uns im Griff – das erleichtert uns so einiges, auch wenn uns unser Lebensradius manchmal sehr winzig vorkommt.

 

 

Ohne schlechtes Gewissen? Ja!

Und das schlechte Gewissen? Immer wieder lese ich von Müttern, die sich tagtäglich mit einen schlechten Gewissen zur Arbeit quälen. Ich habe, zum Glück!, keinen Grund für ein schlechtes Gewissen. Das Kind ist gut versorgt, erst vom Papa und nach komplikationsloser Eingewöhnung zu Jahresbeginn in der (weltbesten) Kita. Hätten wir nicht so einen guten Betreuungsplatz, sähe das vielleicht anders aus, aber so bin ich mir sicher, dass sie gut versorgt ist. Die Rahmenbedingungen waren also von Anfang an gut.
Nachmittags haben wir dann noch ungefähr vier Stunden gemeinsam und natürlich den langen Freitag und das Wochenende. Alles in allem haben wir einen guten Kompromiss gefunden, mit dem alle leben können.

Mein Fazit aus dem ersten Jahr als #workingmom

Ich habe in diesem Jahr viel gelernt:

  • über Grenzen, insbesondere Belastungsgrenzen
  • Über Vertrauen und die Art unserer Beziehung
  • Über den Umgang mit Erwartungen und den Mut, diese offen zu kommunizieren
  • über die vielen Wege der Vereinbarkeit….und das diese möglich ist!
  • wie wichtig es ist, in einem tollen Team zu arbeiten und sich dieser Arbeitsplatz auch ein ganz klein wenig wie ein Stück von Heimat anfühlt ❤️

….und so vieles mehr!

 

Vereinbarkeit IST möglich!

Niemals hätte ich gedacht, dass ich die Debatte über Vereinbarkeit führen müsste. Niemals hätte ich gedacht, dass ich einmal soviel Gegenwind bekomme. Trotzdem sage ich euch, das es möglich ist Familie und Beruf zu vereinbaren! Es ist nur kein Zuckerschlecken.

Ich denke, dass jede Familie ein Anrecht darauf hat, ihr Modell zu leben. Realistischerweise ist es aber in den Köpfen der Arbeitgeber noch nicht angekommen, dass wir als Eltern auch Teil dieses Systems sind. Um so wichtiger ist es durchzuhalten und einen eigenen Weg zu finden.

Vielleicht macht es ja der einen oder anderen Mut?
Wie waren eure Erfahrungen mit dem Wiedereinstieg und der Vereinbarkeit? Hattet ihr auch eine geteilte Elternzeit?

Der neue Alltag

In der vergangenen Woche war es dann endlich soweit: unsere Elternzeit war voll ausgeschöpft und für uns begann wieder der Ernst des Lebens. Als berufstätige Eltern. Der neue Alltag heißt: weniger Familienzeit, lange Tage, kurze Nächte und raus aus dem Chaoskonzept und rein in einen organisierten Alltag.

Vorbei ist die Zeit, in denen ich nach Hause komme und da steht schon das Essen bereit, das Kind ist bereits von der KiTa abgeholt und der Nachmittag besteht nur noch zur freien Familienzeit. Gemeinsames spazieren gehen und Kaffee schlürfen auf dem Spielplatz gehören nun der Vergangenheit an. So konnten wir nämlich unseren März genießen!

Ja, ich gebe zu: das Leben als das berufstätige Elternteil, dass ‚den Rücken frei gehalten bekommt‘, ist gar nicht mal so übel.

 

Wieder mehr Zeit mit Kind – und weniger ‚Freizeit‘

Seit Anfang März arbeite ich nun in Teilzeit. Bisher habe ich das keinen Tag bereut. Die kurzen und anstrengenden Nächte kann ich so viel besser verpacken und auch sonst ist das mehr an Tag, was einem die zwei Stunden weniger Arbeit bringen, einfach unbezahlbar. Apropos Zahlen: noch habe ich meine Abrechnung nicht bekommen. Wie viel (oder wenig) jetzt wirklich bei rum kommt, werde ich dann morgen sehen….

Ab 15 Uhr ist  für mich Mama-Kind-Zeit…..

 

…..und ich verstehe nun das Jammern..

von Müttern, die sich über die langen Tage beschweren. Was zu zweit keine Kunst ist, ist  für jemanden, der bereits seit 5 Uhr morgens auf den Beinen ist, harte Arbeit: nämlich ein müdes und ausgepowertes Kleinkind bei Laune zu halten, während man doch selbst nur mit einem Kaffee in der Hand die Füße hochlegen mag. Oder zumindest in Ruhe ein Mittagessen zu sich nehmen will.

Unsere Duracellraupe meint nur vormittags eine kleine Ruhepause einhalten zu müssen. Leider ist dann Nachmittags häufig die Luft schon raus. Oder es liegt gerade an dem 13/15-Monats-Schub…. Auf jeden Fall habe ich gut zu tun mit Kleinkind, Einkaufen, Kochen und Haushalt. Der Tag endet dann erst gegen 19.30 Uhr, wenn die Müdigkeit über das Kind siegt und der Mann nach Hause kommt. Ich bin dann rund 14-15 Stunden ohne wirkliche Pause am Werk. Ohne erholsame Nächte.

Bloggen, Lesen, Lernen: ich denke ich brauche nicht viel über meine Produktivität  zu sagen, oder?

 

Termine, Termine, Termine – wir werden Orgaprofis!

Arzttermine von Dreien, Familienfeiern, Geschenke organisieren, Auto-Werkstatt, Abgabefristen von Unikram, Vorstandsarbeit und die Arbeit in der Elterninitiative. Puhhh…ich denke es ist nun Zeit das bisherige Organisationskonzept: Chaos und Zettelwirtschaft zu verabschieden und nun zum Organisationsprofi umzuschulen.

Wie dem auch sei: es sind gerade lange Tage, kurze Nächte und immer wieder die Angst, das Opfer der neuesten KiTa-Seuche zu werden 🙂

Es ist aber auch: ein geregelter Alltag, neue Herausforderung und ein bisschen das Gefühl endlich anzukommen. Im Beruf, im Alltag und als Mutter.

Oder wie mein Chef letztens so schön sagte: „Frau C., sie sind nun Mutter und jetzt auch schon alt: das Leben hat sie nun im Griff!“

In diesem Sinne: Ahoi!

 

Neues aus der Anstalt: der Februar

Die Tage vergehen wie im Fluge und auch im Februar hat sich so einiges hier ereignet. Da war Karneval, meine Neuentdeckung der #Stoffliebe und mein erstes Bloggertreffen in Frankfurt. Vor allem war ich in diesem Monat aber eins: müde! 

Mombie Deluxe

Quelle: flubu.com

Immerhin: wir waren in diesem Monat schon weniger krank, als in den vorangegangenen. Leider auch war in diesem Monat auch das Thema „Schlaf“ ganz oben auf der Hitliste. Denn während die Raupe nachts stundenlange Partys feierte, zog ich in den darauf folgenden Tagen eher im ausgeprägten Zombiestyle meine Runden. Jeder Modedesigner wäre stolz auf mich gewesen, denn den heroin-chic hatte ich echt drauf….darauf einen Kaffee! Die Kurzfassung liest sich dann in etwa so: müde, müde, müde – krank!

 

 

Karneval/nähen/Stoffliebe 

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Es war Karneval! trööööööt helau! Es wird euch überraschen: aber wir sind nicht so die Karnevals-Partynasen 😉 Stattdessen habe ich herausgefunden, wie unglaublich niedlich doch so ein Baby in einem Kostüm aussieht! Furchtbar niedlich nämlich!

Und weil ich sowieso gerade dabei war mich mit Stoffen, Schnittmustern und diversen Nähutensilien einzudecken, habe ich direkt mal ein kleines Schwänzchen für die KiTa-Karnevalsverkleidung gebastelt.

 

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Ich denke, es ist überflüssig zu erwähnen, dass ich bisher nur eins! der gedruckten Schnittmuster geklebt und geschnitten habe und bisher genau 0 Kleidungsstücke genäht habe. Aber immerhin….ich bin motiviert!

 

 

Weniger Stunden als Teilzeit-Laborratte!

Das Ende der Elternzeit vom Mann rückt unaufhaltsam näher und damit auch die Entscheidung wie es weitergehen soll. Wie bereits mit meinem Chef besprochen, habe ich für den 1.3 meine Stundenreduzierung festgemacht. Meine Gedanken zu dem Thema könnt ihr hier nochmals nachlesen.

kleines Fazit nach einer halben Woche: ich liebe es!!

 

 

Eine klitzekleine Nachlese auf das #MainCafe

Quelle: www.mamaschulze.de

Am 21.Februar war es endlich soweit: mein erstes Bloggertreffen! Dafür habe ich mir einen Kurztrip nach Frankfurt gegönnt und muss sagen, dass es sich wirklich gelohnt hat. Danke an die tolle Organisation und an die lieben Menschen, die ich dort kennenlernen durfte!

Es wird auf jeden Fall noch einen kleinen Artikel und vor allem ein Bericht über meine (eigentlich gar nicht so spektakuläre) Anfahrt geben. Bis dahin bitte einfach mal hier bei Frida von 2kindchaos

 

Das Monatsprojekt: Sport!

Jeden Monat gibt es für mich eine kleine Aufgabe. Dinge, die ich wieder in meinen Alltag integrieren will oder einfach blöde Scheißdreckspupsaufgaben, die ich ewig vor mir herschiebe.

Im Januar habe ich erfolgreich und recht konsequent meine Ernährung umgestellt: vegetarisch, wenig Weißmehl, wenig Schokolade

Im Februar war dann die Einführung von regelmäßgigen Sporteinheiten dran. Joa… ich war zweimal im Fitnessstudio und dann hat mich der Rotz niedergerafft…ihr kennt das!

 

Und sonst so?

Endlich Frühling in Sicht! Und damit auch mehr Sonne, so hoffe ich zumindest. In den vergangenen Tagen konnte man die Sonne morgens zumindest wieder erahnen und da ich ja jetzt bereits am Nachmittag aus meinem Betonbunker entfleuchen darf, sehe ich auch da wieder ein bisschen mehr von dieser so motivierenden und energiespendenden hellen Scheibe.

 

Dumm nur, dass die Erkältungssaison direkt von der Allergiesaison abgelöst wird! 😉

In diesem Sinne hoffe ich, dass ihr auch einen schönen Februar hattet!
Ahoi!

Meine #12von12 im Februar

Endlich auch mal wieder dabei, meine 12 Bilder vom 12. Februar, auch wenn es ein wenig verspätet ist. Da aber der gestrige Tag doof war, kommen die 12 Bilder halt heute 🙂

Mehr gibt es wie immer bei Caro!


Am Donnerstag war ich ja immer noch mit meiner Rotzerei krank zu Haus und idealerweise hatte ich auch einen familienfreien Tag. So ungefähr zumindest. Ich habe die Raupe samt Papa in der KiTa abgesetzt und konnte dann bis zum Nachmittag den Tag genießen störungsfrei vegetieren.

 

IMG_2458Auch ich nehme ja hin und wieder mal ein Bügeleisen in die Hand: zum Beispiel, wenn ich mal den frisch gewaschenen Stoff bügeln muss. Drei verschiedene Stoffe für die Raupe und einen petrolfarbenen Jerey für mich. Dazu schwarzen Sweat! (bei diesem hat sich nachher herausgestellt, dass er nicht breit genug für mein Schnittmuster ist 🙁

 

 

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Bereits am Vorabend habe ich mein altes Mädchen, eine NECCHI mod. 559 komplett auseinandergenommen, gereinigt und geölt. Nun ist sie für die kommenden Nähprojekte bereit. Schnell noch mal einen Unterfaden aufspulen und schon ist sie fast wie neu 🙂

 

 

 

 

IMG_245510 h: Es gab für mich ein verspätetes Frühstück mit Obstsalat und heißem Kaffee! Dazu auf dem Laptop ein paar Youtube Nähanleitungen

 

 

 

 

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Meine Feststellung des Tages: der Duft der Saison ist nicht mein Lieblingswinterparfum, sondern Thymian und Campher 🙁

 

 

 

 

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Aus hellem und dunklem Filz schnell noch ein Krodil-Schwänzchen für das Babykostüm nähen. Sooo süß! Und erstaunlich, dass die NECCHI es ohne zu stottern durch vier Lagen Filz schafft. Okay, an der sauberen Ausführung könnte man noch arbeiten, aber für die drei Stunden KiTa-Karneval hat es gereicht!

 

 

 

 

IMG_245912 Uhr: Zeit für einen Mittagssnack. Hier gab es die Reste Kartoffel-Blumenkohl-Zwiebel Curry mit Kokosnussmilch und roten Linsen. Nicht schön, aber lecker!

 

 

 

 

 

 

IMG_246013 Uhr: Ich versuche mich an einem Beitrag zur Blogparade #aufAugenhöhe. Mir fällt dabei ein Buch ein, dass ich vor Jahren mal geschenkt bekommen habe. Genetik oder Faulheit? puh, mein Beitrag muss wohl noch ein paar mal editiert werden!

 

 

 

 

 

IMG_2469 15 Uhr: Mamas Schonzeit ist vorbei und die kleine Raupe testet ihr Krokodilskostüm – hachtz!

 

 

 

 

 

 

IMG_2471Nachmittägliches Abhängen im Kinderzimmer-Chaos und dabei die letzten Sonnenstrahlen genießen!

 

 

 

 

 

 

IMG_2472Abendessen: mache mir Bratkartoffeln mit Bohnen und Zwiebeln. Esse aber nicht die Bratkartoffeln… mehr für den Mann!

 

 

 

 

 

 

IMG_2473Ist die Raupe im Nest, kann ich mich der Erweiterung meiner Nebenhöhlen kümmern. Mit einem Eukalyptus-Bad!

 

 

 

 

 

 

IMG_2475Der Tag ist vorbei und wir können es uns auf dem Sofa gemütlich machen und Schnittmuster ausschneiden. Oder So ähnlich! ( In Wahrheit haben wir alle 10 min die kleine Röchelraupe wieder in den Schlaf singen müssen).

 

 

 

 

 


 

In diesem Sinne wünsche ich allen noch eine schöne Restwoche und vielleicht feiert ja der ein oder andere ja auch die 5. Jahreszeit!

Ahoi!

 

 

Ich bin nicht weg! Ich bin nur nicht hier!

Seit drei Wochen ist hier nichts mehr passiert. Aber ich habe meinen kleinen Blog nicht vergessen, sondern es ist einfach momentan so viel los, dass ich irgendwie gar nicht zum Schreiben komme. Und bevor es hier langsam so verwaist, keiner mehr reinschaut und so vertrocknete Pflanzenreste vorbeiwehen, muss ich mich doch mal zurückmelden.

 

Dezember from hell!

Puh! Es waren jetzt acht anstrengende Wochen, die da hinter uns liegen. Arbeitsstart, Weihnachten mit dem #Verwandtenbesuch und der Jahreswechsel: all das hat ganz schön an meinen Kräften gezehrt. Und gerade aus diesem Grund war es mit wichtig auch mal wieder einen Gang zurückzuschalten und den Blog einfach mal Blog sein zu lassen. Das hatte ich ja bereits in meinem Beitrag zur #blogpause bereits angekündigt.

 

 

Vom Rotzen und Keuchen = Dauerseuche

Leider war es dann auch so, dass wir die Weihnachtsferien so gar nicht genießen konnten und seit Mitte Dezember permanent krankheitsbedingt wieder ausfallen. Nicht alle gleichzeitig versteht sich, sondern immer schön abwechselnd und mit wechselnder Keimausstattung. Und wenn mal gerade kein Familienmitglied mit Kotzen oder Keuchen dahinsiecht, so hat mindestens einer Kopfschmerzen oder Migräneanfälle (in diesem Fall bin ich da das bevorzugte Opfer 🙁 ). Neuerdings in einer interessanten neuen Ausführung mit Schwindel.

 

Die Raupe ist jetzt ein KiTa-Kind

Jetzt ist es ja nicht nur so, dass wir hier nur das Krankenlager hüten. Ich muss ja auch zwischendurch mal arbeiten und die kleine Raupe wird seit dem 5.1 in der KiTa eingewöhnt. Wie zu erwarten ohne Probleme. Sie bleibt schon 1,5 h ohne Papa dort und spielt schon wie eine Große 🙂

Aber auch hier kam es schon zu Verzögerungen durch Krankheit, sowohl von Raupenseite, wie auch von der Erzieherseite. Noch sind wir ganz entspannt, denn wir haben ja noch zwei weitere Monate Zeit zu Eingewöhnung. In der Zwischenzeit vertreiben wir uns unsere Zeit mit sonstigen KiTa-Aktivitäten wie Elternabende (alle zwei Wochen) oder dem Markt-Einkaufsdienst, zu dem wir eingeteilt sind.

 

 

Noch mehr Raupencontent!

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Und dann war da ja noch der 1. Geburtstag meiner kleinen Babyraupe! Oje! Ein Jahr ist so schnell rum und doch muss ich ganz ehrlich sagen: ich bin froh darum, dass die schlimme Zeit vorbei ist und wir nun so eine aufgeweckte und gesunde junge Dame hier herumwuseln haben 🙂

 

 

Wunderwelt der Technik

...der Laptop pfeift aus dem letzten Loch!
…der Laptop pfeift aus dem letzten Loch!

Wer jetzt glaubt, das wären ja bereits genug Gründe für meine momentane Blogabwesenheit, dem sei gesagt: da kommt noch was!

Zum Beispiel ist diese Abstinenz nur teilweise dem Zeitmangel bedingt. Hier hat sich nämlich ein technisches Problem in Form von einem altersschwachen Laptop aufgetan. Und der hat nur noch bedingt Lust, seine Dienste zu erbringen. Durch den Twittersupport und ein Gespräch im Fachhandel wurde mir dann doch zu der Anschaffung eines Neugerätes geraten. Nun bin ich auf der Suche nach günstigen Angeboten und hoffe einfach inständig, dass mein alter Junge hier noch weiter durch hält – zumindest den Internetnotbetrieb!

 

 

Neues Jahr – neuer Blog!

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Zu guter Letzt möchte ich euch noch ein neues, kleines Blogprojekt vorstellen:

den POLyMEER – Blog auf dem Scilogsportal. Dort schreibe ich seit Anfang diesen Jahres Artikel rund um das Thema Meeres- und Polarforschung. Ein Herzensthema und ich freue mich die Möglichkeit zu haben auf dieser Plattform zu schreiben. Bereits auf meinen ersten Artikel haben ich viel positive Resonanz bekommen. Vielleicht schaut ihr auch mal vorbei?

In diesem Sinne wünsche ich euch allen ein tolles Wochenende. Bald gibt es hier wieder regelmäßig was zum schmökern für euch. Ein paar neue Rubriken habe ich mir bereits zurechtgelegt und natürlich platzt mein Kopf vor Ideen. Also alles wie immer!

Ahoi!

p.S: fast hätte ich es vergessen: mein Blog wurde von Blogstar-Eltern zu einem der 12 besten Neueinsteigern gewählt. Da freu ich mich! Hier gibt es noch ein Interview zu mir und meinem Blog! Danke Martin!

Nicht nur Tage vollkommenen Glücks

Es gibt sie, diese Tage: die fangen schon müde an, weil man nachts nicht schlafen konnte und es zieht sich einfach nur hin. Unwohlig und unzufrieden. Ist das dieser Montag von dem alle Reden?

Ich möchte an erster Stelle erwähnen: ich liebe Montage. Ja, es ist so und ich werde sicherlich noch mal einen ‚I Love Monday‘-Post schreiben. Aber nicht heute. Heute Abend möchte ich diesen Tag einfach nur abschütteln und abstreifen und ihn am liebsten auf den Mond katapultieren.

Eigentlich bin ich ja immer positiv eingestellt und ich freue mich auf den Tag und auf die Aufgaben. Ja, jeder Tag ist ein Geschenk und man sollte sich glücklich schätzen ihn erleben zu dürfen. Aber da gibt es dann diese Dinge. Eine durchwachte Nacht, den Infekt in den Knochen, Hektik am Morgen, Ärger mit der Sekretärin an der Uni, ein rumzickendes Auto und viele tausend Kleinigkeiten, die den Tag nicht versüßen. Es ist eher so ein Rosenkohltag.Bitterer, fieser Rosenkohl. Ein Tag, der so gar nicht vollkommen perfekt sein mag.

Ich erwähnte schon die Müdigkeit, die wie Blei in den Knochen steckt? Die zig Flüchtigkeitsfehler? Die schlechtgelaunten Mitmenschen? Die quälende Frage, wie man dann bald den Alltag organisieren soll, wenn die Elternzeit rum ist?

All das mag ich nicht. Nein, ich mag dann in mein Bettchen und mir die Decke über den Kopf ziehen. Solange, bis alles wieder gut ist und ich mich wieder woanders hin wünsche.

Das Leben ist nicht nur wunderschön und perfekt und einfach. Aber mir geht es nicht schlecht. Uns geht es nicht schlecht. Wir haben keine existentiellen Sorgen – es ist nur ein Unwohlsein. Und darum steige ich zwar müde, zerknautscht und mit dicken Kopfschmerzen aus der S-Bahn, aber …noch 400 Schritte. Dann bin ich Zuhause.

Ich werde klingeln und oben krabbelt schon ein kleines Baby auf mich zu und sagt“Maammmaaaap“, und wird über beide Öhrchen grinsen.

Noch 300 Schritte. Dann bin ich zuhause.
Der Papa wird mir die Jacke abnehmen und mir einen Kuss geben. In der Wohnung riecht es schon nach frischem Essen.

Noch 200 Schritte und ich kann meine Jogginghose anziehen und die kuschligen Schluppen. Die Raupe wird versuchen den Schuh zu essen und mir durch das Gesicht zu schlecken. Und fürchterlich lachen. Das Herzschmelzlachen!

Noch 100 Schritte. Mein Herz wird leicht und der Kopf entspannt sich. Alles nicht so schlimm.

Zuhause bei der Familie, in der Ruhe, im Geborgenen. Und vielleicht ist dieser Tag doch: vollkommen perfekt.

Ahoi!

Schichtwechsel

Vergangene Woche war es dann endlich soweit: ich, 9 Monate Vollzeitmama, wurde wieder in die Welt entlassen. Aus dem kuschligen Nest geschubst und hinein in die kalte Arbeitswelt geworfen.
Papa dagegen bekam eine Schürze umgebunden und ist fortan die kommenden 5 Monate für Heim, Herd und Raupe verantwortlich.

Heute Morgen beginnt die erste ‚richtige‘ Arbeitswoche für mich. Hatte ich vergangene Woche noch Zeit mich zu sortieren, meinen Arbeitsplatz zu organisieren und auch noch zwei Nachmittage frei, so ist jetzt Schluss mit lustig.

Heute kommt mein Chef zurück. Das heißt Meetings und Projektplanung.

Und, bist du traurig?

Das war wohl die meist gestellte Frage in meiner ersten Arbeitswoche.
Kurz überlegt: nein! Die ersten fünf Tage fühlte es sich wie die große Freiheit an. Weg von den ungeliebten Pflichten Wäsche und Haushalt. Den Radius erweitern – mehr als den angrenzenden Park, Spielplatz und die Stadt sehen. Ja, und auch einfach mal kein Gebrüll beim Anziehen, wickeln, schlafengehen. Mutter sein ja:! Hausfrau:Nein!

Natürlich freue ich mich am meisten darauf, nachmittags die kleine Raupe zu kuscheln und zu bobbeln! Keine Frage. Und in den nächsten Tagen und Wochen wird es sich sicherlich ändern. Dann nämlich, wenn der (Arbeits)Alltag einkehrt und die Euphorie verflogen ist.

Raupenpower vs Superdad

Die beiden sind ein klasse Team und gerade ist Papa einfach nur der Beste. Nur manchmal zum einschlafen nicht. Gross vermisst wurde ich wohl erstmal nicht. Aber der Papa bemerkte schon nach den wenigen Tagen: der Radius wird winzig und die Tage mit Baby können ganz schön lang sein!

Die sonstigen Projekte

Mit dem Oktober endete nicht nur meine Elternzeit, sondern es begann auch das Wintersemester an der Uni. Zwei Kurse werde ich abschließen und besuche nach der Arbeit Freitags das Tutorium. Ich darf auch an zwei Tagen in der BlogF-Redaktion aushelfen und freue mich Ende des Jahres zwei weitere Projekte vorstellen zu können.

Wie es hier weitergeht – darüber bin ich mir noch nicht im Klaren. Ich suche noch nach dem roten Faden und meiner genauen ‚Zielgruppe‘. Bis dahin wird es weiter ein gemischtes Potpourri an Themen geben. Mal persönlich, mal allgemein. Hin und wieder lecker und ein wenig Unifachkram.

P.S.: Daumen drücken. Ich glaub wir haben grad eine gute Phase….aber psssscht!

In diesem Sinne: Ahoi!

Back in Job – meine Zukunft als ‚Working Mom‘

Der Wiedereinstieg in den Job – bald Realität

Letzte Woche hat mich per whatsapp eine Nachricht einer lieben Kollegin erreicht.
Wie es mir so gehe und der Kleinen. Man habe in der Firma wohl munkeln gehört, dass ich im Herbst wieder anfangen wolle. Ob ich denn schon einen Termin hätte.
Ja, sagte ich. Mitte Oktober wäre mein Wunschtermin. Da läuft ja auch schließlich mein Elterngeld aus und unser Papa geht für fünf Monate in Elternzeit. Ich wolle ja die Woche eh mal reinschneien, jetzt wo der Umzug fast erledigt ist.

Montag war es dann soweit. Der Mann hatte frei und hat den Raupendienst übernommen. Während er also gemütlich mit der Raupe die Uroma bespaßte, durfte ich mich durch den Düsseldorfer Verkehr quälen. Ich hab mein Eintreffen auf 12.30h kalkuliert. Genug Zeit um überall ein ‚hallo‘ hereinzuwerfen und den Chef abzufangen, bevor es zu einer Verabschiedung geht.

Was soll ich sagen? ‚Man munkelt du fängst wieder an.‘ War etwas untertrieben. Es gab einen schriftlichen Umlauf und eine Email an alle Mitarbeiter, welche mein Erscheinen als Arbeitskraft ankündigte. Meine Angst, dass mein Chef doch noch einen Rückzieher machen könnte, löste doch damit in Luft auf.

Alle Kollegen gesehen (Check)
Chef gesprochen (Check)
Termine für Projektbesprechung festgelegt (Check)

 

Bauchgefühl – richtig oder falsch?

Mein Besuch fühlte sich gut und meine Entscheidung richtig an. Das ist ein wenig wie Fahrrad fahren: der Arbeitsplatz an dem ich gelernt und 7 Jahre (davon die meiste zeit voll) gearbeitet hab. Der Kern der Kollegen ist immer noch der gleiche und ich freue mich bald wieder dazu zugehören.

 

Zweifel…

Und dann kommen wieder so Tage wie heute, wenn die Raupe den ganzen Tag quengelt, nicht einschlafen und permanent trinken will. Wie soll der Papa diese Bedürfnisse befriedigen, wenn es doch keine Brust mehr gibt? Und die Mama den ganzen Tag nicht da ist?

 

Abstillen: das große Thema

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Das die Zeit der Muttermilchverköstigung mit meinem Berufseinstieg ein Ende haben wird war uns vorher bewusst. Diese Entscheidung habe ich jetzt nicht nur für mich getroffen, weil ich es einfacher finde, sondern hat einen handfesten Grund: ich darf es einfach nicht!                        Ich arbeite mit unzähligen chemischen Substanzen und da wäre Stillen ein Gesundheitsrisiko für die Raupe, welches ich nicht eingehen darf.

Abstillen ist also unausweichlich. Momentan fühle ich mich schlecht bei dem Gedanken, wo wir doch nach Bedarf stillen und einschlafen ohne Mama (und meist auch ohne Brust) ein ganz großes Drama ist.

 

Das große ABER!

„Wat mut, dat mut“. Wie man so schön sagt. Und ich gehe ja nicht arbeiten, weil ich es nur so schön da finde und ich nichts anderes mit mir und meiner Freizeit anzufangen weiß. Ich gehe vor allem arbeiten, weil ich muss. Von selbst bezahlt sich die Miete, das Auto und die Lebensmittel eben nicht. Grausame Welt. Und es ist ja auch nicht so, dass ich mein Baby in einem Weidenkörbchen vor der Kirche aussetze.

Ich lasse mein Baby mit meinem Mann ein paar unvergessliche Monate erleben. Er wird sehen, wie sie de ersten Schritte macht und ihre ersten Worte hören. Und es gibt Milch aus dem Fläschchen und Brei. Und dann bald ja auch schon was ‚richtiges‘ 🙂 Die Beiden sind ein super Team,  da kommt kein Blatt zwischen. Unser Papa ist halt der beste Papa…wo gibt. Ist klar, oder? 🙂

In den ruhigen Momenten sind die Zweifel also wieder wie weggeblasen.

Unser Familienmodell: Gleichberechtigung!

Ich habe jetzt noch ein paar Monate Zeit um mich darauf vorzubereiten. Den Gedanken zu akzeptieren, dass ich das Band zwischen mir und meinem Baby etwas länger lassen muss. Das ich vielleicht einiges verpasse. Das ich nicht mehr ‚Herrin‘ des Haushaltes bin (nicht das ich eine GUTE Hausfrau wäre).

Diese neue Konstellation beinhaltet aber auch eine Form der absoluten Gleichberechtigung. Der Papa und ich haben dann (naja FAST) die gleiche Zeit gehabt um unser Baby im ersten Lebensjahr zu begleiten. Wir waren beide Hausfrau und Hausmann. Wir waren beide eine zeitlang Haupternährer der Familie. Und das macht mich auch wieder ein wenig stolz. Auf mich. Auf uns.

Wie sieht euer Familienmodell aus?  Wie hat der Einstieg in den Job geklappt? Und die Elternzeit der Papas?

In diesem Sinne: Ahoi!