Macht eure Kinder groß!

#unserAlltagistihreKindheit Was möchtest du mal werden? Als Kind hat man große Träume: Feuerwehrmann, Astronautin oder Autor? Wir belächeln diese Wünsche, denn wollten wir als Kind nicht auch irgendwas ganz tolles machen? Die Welt entdecken oder einfach unserem Herzen folgen? Manchmal hat das Leben (leider) andere Pläne mit uns. Umso wichtiger ist es, dass wir unsere Kinder stärken und ihnen die Welt und ihre Möglichkeiten zeigen. Macht eure Kinder groß!

 

Meine Pläne fürs Leben

Das Jahr hat gerade erst begonnen und in den Chroniken und Timelines tummeln sich die guten Vorsätze und die Bucket-Listen. Auf Twitter wurde gefragt, was denn so auf meiner Bucket-Liste stehen würde.

Nunja, ganz bescheiden, wie ich ja in meinem Leben bin, stehen da so Dinge drauf, wie:

  • eine Tierart entdecken und benennen (am liebsten eine Taggecko-Art von Madagaskar oder eine Froschart – aber ich will da nicht zu konkret werden 😉
  • einmal in der Antarktis überwintern
  • auf der Polarstern forschen (ich war nah dran)
  • Marsgestein untersuchen (Mondgestein und Meteoriten hatte ich zumindest schon 😉 )
  • mit einem U-Boot fahren (idealerweise bis zum tiefsten Punkt der Tiefsee…)
  • Weltreise
  • alle tollen Bücher der Welt lesen……

Aus mir spricht wohl das Entdecker-Gen, sagte man mir.

Ich möchte, dass meine Tochter eine Entdeckerin wird, die mit neugierigen Augen und Lebenslust im Herzen durch die Welt geht. Frei ihren Neigungen und ihren Interessen.
Die Welt steht schließlich vor uns und wartet nur darauf unter die Lupe genommen zu werden!

 

Du kannst alles werden!

Aber wie machen wir aus unseren Kindern neugierige, mutige, große Menschen? Alexander Gerst hat in einem Interview mit Holger Klein folgendes gesagt:

Ich bin überzeugt davon, dass wir Menschen das Resultat sind, wovon wir inspiriert wurden. (…) Ich glaube, was wir als Kinder sehen, im Fernsehen, im Radio, was wir hören, was wir lesen. Das definiert für uns die Grenzen der Normalität. Wir definieren unsere eigenen Grenzen, innerhalb natürlich dieser Normalität, und vielleicht sogar so ein bisschen darüber hinaus, weil wir neugierig sind. Aber je weiter wie diese Normalität aufspannen können für ein Kind, je mehr wir ihnen zeigen können, was möglich ist, desto weiter und größer sehen sie ihre eigenen Möglichkeiten. (….) Alexander Gerst im Interview mit Holger Klein, Resonator Podcast RES075 

Mich haben diese Sätze unglaublich berührt und ich glaube, dass wir als Eltern uns dieser unglaublichen Verantwortung bewusst werden müssen. Wir müssen unseren Kindern zeigen, dass die Welt ihnen gehört. 

 

Die Zukunft gehört den Kindern von heute

Die Welt braucht diese Kinder, denn sie sind unsere Erben. Wir brauchen die Neugierigen, die Macher, die Entdecker, die Hartnäckigen, die Feinfühligen, die Lauten, die Leisen, die Sammler, die Künstler, die Notenbeschwörer und die Theoretiker. Und alle dazwischen.

 

Für unsere Zukunft brauchen wir die Grenzgänger und die Grenzüberschreiter. 

Für mehr ‚Lauf los!‚ statt ‚Vorsicht! Du könntest fallen!‘

Für mehr ‚Du schaffst das!‘ statt ‚Das kannst du eh nicht!‘

Für mehr ‚Versuche es doch nochmal!‘ statt ‚Habe ich dir doch gesagt!‘

 

Und alles beginnt mit Faszination. Geht raus und entdeckt mit euren Kindern die Welt!

 

 

Die gesamte Folge Resonator mit Alexander Gerst könnt ihr hier abrufen!

Das glückliche Kind nach Anweisung – das gibt es nicht! Ein Erfahrungsbericht

Ines hat einen ausführlichen Gastbeitrag zur aktuellen Blogparade: „Eltern in der (Auf)-Opferungsrolle – elterliche Grenzen vs. kindliche Bedürfnisbefriedigung“ verfasst.

Sie ist Mutter eines High-Need-Kindes und war der Überzeugung, dass ihre gute Vorbereitung und ein bedürfnisorientierter Umgang mit dem Kind alles in die richtigen Bahnen leiten würde. Die Realität war dann leider eine etwas andere….


 

Ich habe die Diskussion bei Twitter mitbekommen und bei mir hat das ganz gemischte Gefühle ausgelöst….. daher möchte ich gerne meine Sicht der Dinge teilen.

Schon bevor ich schwanger wurde, war mir klar, dass wir unser Kind bedürfnisgerecht erziehen wollen. Ich wollte natürlich gebären, stillen, tragen, familienbetten (wobei ich mir das anders vorgestellt habe, als es letztendlich läuft), immer für mein Kind da sein, mein Kind lieb haben…. und fand es gut und beruhigend, dass das Internet voll ist mit Leuten, die es genauso sehen, die Anregungen und Tipps geben können. Die habe ich in meiner näheren Umgebung nämlich nicht.
Rückblickend würde ich sagen, dass ich dabei ziemlich naiv war, denn ich ging davon aus, dass mein Kind ein zufriedenes, ausgeglichenes Kind sein würde, wenn ich mich denn an all die „Anweisungen“ hielt. Dafür kann und will ich niemandem außer mir selbst einen Vorwurf machen. Das betonte ich deshalb, weil ich denke, dass es – zumindest im Internet, auf Blogs und in Büchern – häufig die (unbewusst?) aufgestellte Behauptung gibt, wenn man alles das bedenkt und sich danach richtet, das Kind eben ganz entspannt und friedlich ist. Vermutlich meinen die wenigen das ernsthaft so, aber ich bin da einfach von ausgegangen. Hey, alle sagen, wenn man das Kind immer trägt, dann ist es ausgeglichen und schreit weniger! Wenn man im Familienbett schläft, ist die Störung der Nachtruhe viel geringer! BLW macht viel mehr Spaß als Brei!

 

Ein schlimmer Start für Mutter und Kind

Es lief bereits vor der Geburt anders als geplant: Aufgrund einer sich fulminant innerhalb von drei Tagen entwickelnden Präeklampsie, die passenderweise bei der Vorsorgeuntersuchung in einen Krampfanfall mündete, wurde unsere Tochter zwei Monate zu früh per Kaiserschnitt auf die Welt geholt. Ich habe von alledem nichts mitbekommen, da ich erst drei Tage später wieder zu Bewusstsein kam und nicht auf Anhieb begriff, warum man mich beglückwünschte.
Da sie als Frühchen galt, mussten wir lange im Krankenhaus bleiben. Für das Stillen hatte nie jemand Zeit, schlimmer noch, als wir bereits in der Kinderklinik waren und den ganzen Tag Zeit für sie hatten, da hieß es, wenn sie schläft, sollen wir sie nicht nehmen, sie brauche den Schlaf für die Hirnentwicklung und das dürfe man nicht stören. Also saß ich neben ihrem Bett, habe wie verrückt Milch abgepumpt, aber mich nicht getraut, mein Kind in den Arm zu nehmen.
Als wir endlich nach Hause kamen, konnte und wollte ich dort alles anders machen. Vermutlich hätte ich auch keine Wahl gehabt, denn meine Tochter entschied dann: Sie schlief nur, wenn einer von uns sie am Körper trug. Obwohl wir etliche Male davor gewarnt worden waren, ließ ich sie nachts mit ihrem Bauch auf meinem Bauch schlafen. Tagsüber das gleiche, nur dass ich dabei dann auf dem Sofa lag. Wir brachten uns das Stillen letztendlich selber bei, weil die Hebamme meinte, das würde eh nicht mehr funktionieren.
Dass das Kind irgendwann zu schreien begann, überraschte mich nicht. Schließlich war am Anfang alles falsch gelaufen. Die Situation beruhigte sich um den 4. Lebensmonat herum etwas. Bis sie anfing, mobiler zu werden. Sie begann nachts im Stundenrhythmus wach zu werden und zu schreien. Tagsüber wollte sie nicht mehr schlafen und schrie nur noch.

 

Wenn die Phase zum Dauerzustand wird

Anfangs trösteten wir uns damit, dass es sicherlich nur
eine Phase sei und wieder vorbei gehe. Wir haben weiter gestillt, getragen, gefamilienbettet. Nichts half.
Jetzt ist sie 13 Monate alt und immer noch eine unglaublich schlechte Schläferin. Sie wacht nachts alle 60 Minuten auf; tagsüber ist an Schlafen kaum zu denken, es sei denn, Mama setzt sich aufs Bett und man kann auf ihren Schoß. Ich war zwischendurch oft verzweifelt, habe die Schuld bei mir gesucht, sagte mir, dass es an meinem Versagen liegen MUSS, denn alles drumherum habe ich ja „richtig“ gemacht. Zweimal war ich so am Ende, dass ich vorschlug, sie zur Adoption freizugeben, weil ich es ja offensichtlich nicht hinbekomme, sie so zu versorgen, dass es ihr gut geht – was in meinen Augen dann der Fall gewesen wäre, wenn sie weniger geschrien und besser geschlafen hätte.

 

Die Wahrnehmung der persönlichen Grenzen

Wenn ich dann solche Diskussionen mitbekomme, frage ich mich sofort, was denn gemeint ist, seine eigenen Bedürfnisse über die des Kindes zu stellen. Ich fühle mich ertappt und schuldig, weil ich mich jedes Mal freute, wenn mein Mann unsere Tochter für einen zweistündigen Spaziergang mit nach draußen nahm, und ich endlich mal Ruhe hatte.

Bedeutete das nicht schon, dass ich mich selber wichtiger nahm als sie? Neuerdings geht es mir nachts so: Wir schlafen inzwischen getrennt. Wenn unsere Tochter eine schlechte Nacht hat, was meistens bedeutet, dass es ihr nicht gelingt, mit meiner Hilfe wieder einzuschlafen, und dass meine Brustwarzen nach kurzer Zeit dazu tendieren, blutig zu werden, dann bringe ich sie meinem Mann. Dort schläft sie interessanterweise oftmals recht schnell wieder ein, manchmal protestiert sie ein wenig. Und ich liege hinterher oft wach, weil ich mich frage, ob das nun wieder Ausdruck meines Egoismus ist. Was mir bei Lichte betrachtet Blödsinn scheint, denn sie schläft bei ihrem Papa ja mindestens genauso gut.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich glaube, dass diese Diskussion schon alleine deswegen schwierig ist, weil sie so subjektiv ist. Was meint denn nun, dass ich meine Bedürfnisse über die des Kindes stelle? Wäre es dann überhaupt erlaubt, sich eine Atempause zu nehmen? Oder bedeutet das direkt, dass mir mein Kind nicht wichtig ist? Diese Absolutheit scheint mir – wenigstens für mich – problematisch.

Problematisch ist für mich persönlich außerdem der Gedanke, dass es sich für mich sichtbar auswirkt, wenn ich meinem Kind bedürfnisorientiert begegne. Möglicherweise tut es das, irgendwann – aber ich weiß nicht wann und in der Zwischenzeit kann eine solche Sichtweise arg frustrieren (meinem Mann ging es zwischendurch so, dass er sich aufregte, unser Kind sei undankbar, sie dürfe bei und mit uns schlafen und sei trotzdem nur am Schreien, während andere Kinder das alles nicht hätten und trotzdem zufrieden wirkten).

In der Zwischenzeit mag es so wirken, als würde unser Kind, obwohl wir es so „verwöhnen“ (Zitat der Hebamme) häufig unausgeglichen und unzufrieden sein, während andere Kinder, die (scheinbar) weniger bedürfnisorientiert aufwachsen, ausgeglichen und fröhlich zu sein scheinen. Ich kann in niemanden reinschauen, daher weiß ich nicht, wie es tatsächlich ist.

Ich weiß, dass ich den Weg, den wir angefangen haben, für uns für richtig und gut halte, und dass wir ihn deswegen weiter gehen werden. Ich habe auch gelernt, dass so etwas für jeden etwas anderes bedeutet. Aus meiner eigenen (Kranken-)Geschichte weiß ich, dass es weder mir noch sonst irgendwem etwas nützt, wenn ich meine Kraft dauerhaft überstrapaziere. Deswegen habe ich mein Kind nicht weniger lieb. Ich werde möglicherweise niemals wissen, ob unser Kind nicht der gleiche Mensch geworden wäre, wenn wir etwas anders gemacht hätten – und gleichzeitig denke ich,
dass es egal ist, wie wir die Dinge machen, solange wir unserem Kind respektvoll begegnen.


Liebe Ines, vielen Dank für deinen ausführlichen und sehr emotionalen Artikel. Ich finde diesen Erfahrungsbericht sehr wichtig, denn es kann diejenigen sensibilisieren, die sich ein Leben unter Dauerstress nicht vorstellen können. 

Ich finde euch als Familie unglaublich stark und hoffe, dass ihr euren Weg weiter gehen werdet. 

Ihr könnt Ines auf Twitter folgen (hier!)und mit ihr über ihren Beitrag diskutieren. Alle weiteren Beiträge der Blogparade findet ihr im Beitrag im Linkverzeichnis: Hier geht es zum Beitrag der Blogparade!

„Papa hat mich einfach alleine gelassen!“

Ein siebenjähriger Junge steht laut schluchzend im Nieselregen auf dem Parkplatz. Ohne ein Elternteil oder jemanden, der sich um ihn kümmert. Was ist passiert?

Es ist Freitag und wie immer an solchen Tagen ist das Wetter mies, ich bin müde, habe Kopfschmerzen und mir ist schlecht. Die Wochenendmigräne kündigt sich an und ich will eigentlich nur diesem blöden Nieselregen entkommen und endlich zu Hause sein.

 

Ein weinendes Kind auf dem Parkplatz

Kurz vor der heimischen Haustüre muss ich an einem Parkplatz vorbei. Im vorbeigehen höre ich ein Kinderweinen. Im ersten Moment habe ich mir nichts dabei gedacht, denn in unserer Stadt gibt es sehr viele Familien und da weinen nun auch mal des öfteren Kinder. Ausserdem ist Freitags in der Stadt immer viel los. Niesel hin oder her.

Ein Seitenblick hat mich dann aber doch Stutzen lassen: ein kleiner Junge steht alleine, völlig aufgelöst und laut schluchzend an ein Auto gelehnt. Kein Erwachsener ist weit und breit nicht in Sicht. 

Ich gehe sofort zu dem Jungen und frage ihn was los ist.

„Mein Papa hat mich einfach alleine gelassen!“

Oje. Ich versuche ihn erstmal zu beruhigen und Frage ihn, was denn genau passiert ist.

Er erzählt, dass er keine Lust hatte in die Stadt zu gehen, weil er die Stadt nicht mag und sein Vater ihn dann dort stehen liess, weil es dringend etwas erledigen musste.

Mh…ich bin etwas ratlos und versuche die verschiedenen Optionen durchzugehen. Vielleicht ist der Vater ja auch nur ein Stück weit gegangen und wartet an der nächsten Ecke auf den Sohn? Ich biete an, mit ihm in die Stadt zu gehen und dem Vater entgegen zu kommen.

„Nein! Ich will nicht in die Stadt!“

Ich frage ihn, ob er denn die Telefonnummer von seinem Vater hat und wir ihn anrufen können.

„Nein, nur die von der Mama. Aber die ist auf der Arbeit. Ich soll sie nicht anrufen, wenn der Papa mich abholt.“ Mehrmals versuche ich vergeblich die Mutter zu erreichen.

 

Dableiben, weitergehen oder den Jungen mitnehmen?

Ich beschließe solange mit dem Jungen zu warten, bis der Vater wieder kommt. Nach 15  Minuten kommt er zurück. Mit zwei Brottüten unter dem Arm.  Erstaunt schaut er mich an, als er mich mit dem Jungen sieht.

“ Ihr Junge stand hier ganz alleine und hat fürchterlich geweint. Ich habe dann mit ihm gewartet, weil man doch so ein kleines Kind nicht alleine lassen kann.“ Mehr fiel mir auch nicht ein. Sollte ich in jetzt Maßregeln oder mit der Polizei drohen? Erzählen, dass ich die Mutter versucht habe zu erreichen?

Die Antwort des Vaters war kurz und knapp: „Der Junge wollte nicht mit und da muss er halt hier warten.“ BÄMM!

 

Wann soll man sich einmischen?

Der Junge ist 7 Jahre alt und geht auch schon in die Schule. War es von mir also übertrieben ihn für hilflos zu halten und beschützen zu wollen? Wer weiß, was im Vorfeld zwischen Vater und Sohn abgelaufen ist und der Vater ist einfach supermega genervt gewesen, weil der Junge jedes Mal weigert in die Stadt zu gehen, weil er ‚keine Lust‘ hat. Ich weiß es nicht. Ich bin nicht dabei.

Wann soll/darf/muss ich mich in die Belange anderer Familien einmischen? Wäre es in dieser Situation schon angebracht gewesen die Polizei zu rufen?

Was ist eure Meinung und wie hättet ihr reagiert?

 

5 Dinge die wir anders gemacht haben als geplant!

Kinderlose wissen immer alles besser! IMMER! ALLES! Und noch besser weiß man es, wenn man versucht schwanger zu werden oder gar schon schwanger ist. Man hat die Weisheit dann sozusagen mit Löffeln gefressen. Man hat jedes Forum, jedes Buch und jede Statistik im Blick und hat…nunja: voll den Überblick über Schwangerschaftsverlauf, Geburt, Kindererziehung und alles was es so für Entscheidungen rund ums Kind geht.

Ich hatte auch so meine „Vorstellungen“. Und einige konnte ich dann mal getrost über Bord werfen, denn sie haben den Realitäts und Alltagscheck nicht überstanden. Meist schon nach wenigen Stunden 🙂

 

Hier meine TOP 5 der über Bord geworfenen Prinzipien:

Quelle: Pixabay
Quelle: Pixabay

Top 5) Geburt ohne PDA: ich muss zugeben. Ich habe das weder vorher verurteilt, noch ausser Betracht gezogen. Meine Angst eher war, dass das Kind zu schnell kommt, und da ja Schmerzen eh zur Geburt dazugehören, hab ich nicht damit gerechnet eine zu wollen. Zum Glück hatte ich aber schon eine Aufklärung mit unterschriebenem Wisch!

Denn: Weit gefehlt. Nach 28 h rumgewehe, in denen mir die Hebammen immer wieder gesagt haben ‚Ach, das Kind ist in einer Stunde da!‘ Konnte ich einfach nicht mehr. Dazu kamen dann noch ein paar Begleiterscheinungen und eine etwas ungünstige Physiologie des Kindes… Fakt, ohne PDA wäre unser Kind unter Vollnarkose und Kaiserschnitt auf die Welt gekommen! Ein Hoch auf die moderne Anästhesie!!

TOP4) Kind im Bett/ Elternbett: Die Stunde Null: Baby entpuppt sich als Klett und Heulraupe. Das Kind beim Rooming-In im Kinderbettchen lassen: unmöglich!

Dazu kann ich auch nur folgenden Artikel empfehlen. Ein Beitrag zu  „unserem“ Elternbett 🙂

TOP 3) Eltern sein – Paar bleiben 

Als Kinderlose belächelt man ja die Eltern, die kein anderes Thema mehr haben als das Kind. ‚SO nicht!‘, haben wir gesagt. Von wegen: in den ersten Monaten ist das Kind Thema Nr 1. IMMER. Wie hat das Kind geschlafen, welche Farbe hatte der Windelinhalt, wie häufig war die Windel voll, wann und wie häufig wurde ich heute wieder angekotzt, schau mal sie kann dies und das……… ihr kennt das! Und selbst wenn man dann mal Babypause hat: es ist schwierig wieder auf andere Themen zu kommen die nicht Baby, Organisatorisches oder Arbeit ist.

TOP 2) Schnulli

Schnullis sind nur was für Weichbrötcheneltern, die ihre Kinder einfach ruhigstöpseln wollen, damit sie ihre  Ruhe haben! Das war meine Meinung als kluge Kinderlose. ja, nach den ersten zwei Wochen Dauernuckels oder alternativem Gebrüll konnte uns unsere Hebamme von einem Schnuller überzeugen. Es dauerte zwar ein wenig, bis Raupe ihn akzeptiert hat, aber dann hat der Schnuller mir und meinen Brüste ein kurzes Zeitfenster der Regeneration gelassen.

Und, der one and only …Achtung Trommelwirbel:

TOP 1 der absoluten „Das wollte ich nie,nie,niemals tun“: Einen Elternblog schreiben!!!

Und wie siehts bei euch aus? Welche  Erziehungsgrundsätze hattet ihr euch vorgenommen und dann über Bord geworfen? Seid ihr die Eltern geworden, die ihr niemals sein wolltet?

In diesem Sinne: Ahoi! ich freue mich über eure Kommentare!