Mein Baby wird 2! – #WIB (3/16)

#WIB An diesem Wochenende ging es mal wieder sehr, sehr müde und auch sehr turbulent zu, Zum Glück hatte der Mann sein langes Wochenende und wir konnten uns die Vorbereitungen zum Geburtstag unserer Tochter aufteilen und eine Menge Familienzeit genießen. 

Und bevor ich es vergesse: Mein Baby ist zwei!!! Jahre alt! kreisch Wann ist das passiert?!?

Mehr Wochenende in Bildern gibt es wie jede Woche bei Susanne. Viel Spaß beim Stöbern 😉


 

Samstag, 16.Januar 2016

Die Nacht von Freitag auf Samstag war die Hölle. Tochter wollte nicht schlafen und hielt uns bis 4 Uhr in der Früh wach. Entsprechend müde und schlechtgelaunt habe ich dann meine Tagespläne umgeworfen. Alternativ gemeinsame Geburtstagsvorbereitungen und Familienzeit.


 

Sonntag, 17.1.2016

Heute hat meine Kleine Geburtstag! Darum wird gebacken und gefeiert! Und die frische Winterluft im Park genossen.

 

Und wie war euer Wochenende so?

Die Babys der Anderen

Die Babys der Anderen, die Schlafen friedlich in ihren Kinderwägen, lassen sich ruhig im Maxi Cosi im Auto transportieren, spielen alleine stundenlang mit einem Spielzeug, schlafen,wenn sie müde sind, ihr Dauergeschrei ist maximal ein leises (niedliches) Quäken von 30 Minuten, wollen nachts nur alle 2,5 h an die Brust, sind zufrieden, machen mit. Funktionieren.

 

SO ein Baby hätte ich auch ganz gerne!

Manchmal, wenn ich so die ganzen Neubabys in meinem Umfeld betrachte, da kommt der Wunsch nach einem zweiten Kind. Eins, dem ich beim friedlichen Schlaf zuschauen kann, das durch Nähe und Stillen zufriedengestellt ist, mit dem ein Spaziergang nicht nur eine zweckgebundene Aktion ist und mit 90% Gezappel quittiert wird, eins, mit dem Autofahren nicht zur absoluten Nervenbelastung wird.

Aber eigentlich doch nicht: Nein, ich möchte gar kein Baby, denn ich wüsste gar nicht, wie ich die Bedürfnisse von uns Dreien mit einem weiteren Kind vereinbaren könnte, denn gerade läuft es so, dass wir es packen. Ich will jetzt gar kein weiteres Kind, denn ich brauche meine Kraft für Arbeit, Studium und für mich.

 

Das Baby eines Kollegen: das schläft einfach so!

Meine Kollege erzählte mir letztens von dem neuen Yoga-Kurs seiner Frau. Bezahlt von der Krankenkasse. Das sollte ich doch auch mal machen. Eigentlich eine gute Idee, aber:

Dabei mach ich doch sowas ähnliches, sogar täglich: zweistündige Einschlafbegleitung in einer völlig unnatürlichen Körperhaltung, bei der ich mich keinen mm bewegen darf. Manchmal trainiere ich abei auch meinen Beckenboden, wenn ich circa 90 Minuten davon auf die Toilette muss.
Das Baby dieser Frau schläft dann bereits seit 2 Stunden und wird noch weitere 10 Stunden schlafen. Ohne Dauergebrüll, ohne nächtlichen Milchdurst. Es ist 5 Monate. Bei solchen Erzählungen kommt es mir dann manchmal hoch….

Es nur der reine Neid, der gerade aus mir spricht. und manchmal, ein ganz kleines bisschen macht es mich auch traurig und wütend.  

Trotzdem bleibt der Wunsch, dass es nur einmal so ist, wie bei Ihnen: den Anderen!


Dies ist gebloggt für die liebe @2kindchaos_mo <3. lass dich mich ärgern, unsere Zeit wird kommen!

 

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Die Liebe wächst, wenn der Sturm sich legt – Die Zeit nach dem Schreien

Meine kleine Tochter ist nun 1,5 Jahre alt. Ein wildes, lautes und selbstbewusstes Mädchen.Jeden Tag wird es schöner und wir haben einen eingespielten Familienalltag. Der Weg dorthin war aber nicht immer einfach.

 

 

Der erste Schrei…..

war wunderschön. Nach einer endlos langen Geburt war es das schönste Geräusch, was ich jemals gehört habe. Knapp 15 weitere Monate sollte dieses Geräusch ein ständiger, nervenaufreibender Begleiter sein. Vielleicht war die Geburt auch nur die Ruhe vor dem Sturm, der die kommenden Monate über uns hereinbrechen sollte.

Nach knapp 10 Monaten waren wir dann soweit, dass es fast „nur“ noch abends mehrere Stunden Geschrei gab – und nachts. Schon der Gedanke an das abendliche Zu-Bett-Geh-Ritual ließ mir die Haare zu Berge stehen.

Wäre es doch wenigstens so, dass die Nacht uns ein wenig Erholung bringen könnte. Aber Pustekuchen.

Wir sind da und halten dich!

All die Monate – und auch jetzt noch- halten wir dich und halten aus. Halten durch und verlieren nie den Mut, nicht die Überzeugung, dass wir richtig handeln. Das es richtig ist, dir alles zu geben was wir können. An Liebe und Zuneigung und an Halt. Denn du weißt ja nichts von der Welt und irgendwas macht dir Angst, verwirrt dich und lässt dich nicht zu Ruhe kommen.

Wir hielten dich all die Zeit und bekamen nichts zurück. Wir gaben dir mehr Nähe, als es manchmal für uns zu ertragen war. Du warst nur hilflos und hast uns unentwegt deinen Schmerz entgegen gebrüllt.

Die Babys der Anderen sind leise. Ich war neidisch auf die Frauen, deren Kinder auch mal ohne zu Brüllen auf einer Decke liegen bleiben, die versonnen in ein Babylächeln blicken können oder deren Einkauf kein Spießrutenlauf ist.

Die Stille. Sie ist ohrenbetäubend.

13 Monate. Die Tochter liegt in ihrem Zimmer und schläft. Wenigstens für 2 Stunden. Die Stille ist nicht zu ertragen. In meinen Ohren rauscht es und ich horche im Flur. Das Ticken der Uhren aus mehreren Räumen überlagert sich und dröhnt mir entgegen. Plötzlich fühlen wir uns leer. Die wenigen Stunden, die das Kind nun nicht an uns gepresst verharrt, müssen nun wieder mit Leben und Gefühlen gefüllt werden.

Wir gehen kleine Schritte vor und wieder zurück. Der tosende Orkan flaut ab. Es ist zeit, den Fokus neu einzustellen.

Von Dir zu Mir. Zu uns!

Unser Kind ist laut, trotzig, wild und braucht noch soviel Nähe. Es ist wunderbar, denn wir wissen, dass es gut gemacht haben.

Aber es ist auch Zeit, den Fokus wieder zu justieren, damit wir uns nicht verlieren. Du warst, kleines Mädchen, über Monate der Dreh und Angelpunkt unseres Lebens, weil deine Präsenz und deine Bedürfnisse einfach alles geschluckt haben. Nun sind wir wieder Menschen mit Bedürfnissen. Mit Hobbies, beruflichen Ambitionen, mit dem Willen nicht nur Mama und Papa zu sein. Unseren Freunden und der Familie auch wieder etwas zurückzugeben.

Wie haben das geschafft: mit klitzekleinen Ruheinseln, mit einer Menge Hilfe von Familie und Freunde und einer ganzen Menge Optimismus.

Wir haben den Blick auf uns alle gelenkt und sind nun eine Familie. Du zeigst uns jeden Tag die Welt mit deinen Augen und wir helfen dir und halten dich.

Kleines Mädchen, die Welt war noch nie so sonnig und so frisch wie nach diesem Sturm! Wir lieben dich, du Räubertochter! Jeden Tag mehr.

Oje, es wächst…und Mama dreht durch!

Es ist 3.52 h. Ich bin wach und das schon seit einigen Stunden. Seit 3,5 Stunden werde ich angejammert, angeschrien oder auch mal zum Spielen aufgefordert. ICH WILL DAS NICHT! Dann blitzt es auf..ein kurzer Gedanke aus der Kategorie ‚könnte schlimmer sein‘: wenigstens nicht mehr nächtelang durchstillen und abwechselnd angekotzt werden…

20 Minuten später stehe ich im Bad, wechsel mein Shirt und wasche mir Milchkotze vom Oberkörper.

In 40 Minuten klingelt der Wecker.

Mittlerweile ist unsere kleine Rabaukenraupe fast 15 Monate. Und was sie schon alles kann ist so unglaublich und toll! Was das Kind nicht kann ist schlafen. So mal im Grundsätzlichen ist das über die Monate ziemlich anstrengend. Aber das muss ich ja nicht extra nochmal wiederholen, denn das können wohl alle Eltern nachvollziehen.

Seit einigen Wochen ist es hier gerade schwierig(er). Wir hangeln uns so von Rotz und Kotz, mal mit mal ohne Fieber (und jedes Familienmitglied darf mal, gerne auch mehrmals), zu Zähnchen und von Schub zu Phase. Ich weiß es nicht. Irgendwas ist einfach immer. Selten mal eine erträgliche Nacht, häufig ist es einfach nur furchtbar. Morgens schaut mich dann ein vegetierender Mombie aus dem Spiegel an. Das war mal ich? Manchmal vergesse ich auch in den Spiegel zu schauen. Dann geht’s.

 

Oje, es wächst. Von Schüben und Phasen

Unter Eltern ist ein Mantra sehr verbreitet: „Es ist nur eine Phase! Es ist nur eine Phase! Es ist nur eine Phase!“ Mittlerweile wippe ich bereits katatonisch vor und zurück und hoffe darauf, dass diese Phase irgendwann einfach nur ein Ende findet, denn ich bin bereits am Ende meiner Kräfte und auch meiner Geduld. Mir fehlt gerade die Kraft zum Halten, Dasein, Trösten, Aushalten. Ich möchte einfach nur noch auf den Arm, in mein warmes Bettchen. Am besten mit einer warmen Milch.

 

Von der Phase zum Dauerzustand. Mein Leben ohne Schlaf.

Ich bin keine Verfechterin von Ratgebern, aber eines gehört zu unserem Haushalt und wird dann und wann (wenn wir uns kein Verhalten mehr erklären können) zu Rate gezogen. Das Buch ‚ Oje, ich wachse!: Von den 10 „Sprüngen“ in der mentalen Entwicklung Ihres Kindes während der ersten 20 Monate und wie Sie damit umgehen können*. Die Autoren Hetty van de Rijt und Frans X. Plooij beschreiben sehr exakt, was passiert und wann es passiert. Und ja, ihr habt richtig gelesen !10! Sprünge in 20 Monaten. Das ist auf der einen Seite gut, denn so kann man sich einiges erklären und mehr Verständnis aufbringen. Zwischen diesen Phasen kommen dann aber auch noch: die Zähnchen, die Motorik entwickelt sich und der immer wieder kehrende Schnoddel, der uns einfach um den ersehnten Schlaf bingt.

So ein Kind ist also gut beschäftigt mit dem sich entwickeln und ankommen in dieser Welt. Und das ist anstrengend! Aber geteiltes Leid ist halbes Leid. Darum leiden wir hier alle zusammen.

Ich habe aber leider gerade das Gefühl, dass wir auch dieser Phase einfach nicht mehr rauskommen.Uff!

 

Die totale Erschöpfung. Wenn die kleinen Auszeiten nicht mehr helfen

Unser erstes Babyjahr war anstrengend. Neben dem normalen Wahnsinn, den man als Baby mit Erstlingseltern erlebt, hatten wir das Add-On: High-need Baby. Dazu dann der Umzug mit der Renovierung aus der Hölle, dem einen oder anderen Ausfall durch Krankheit und Krankenhausaufenthalte und nach 10 Monaten der Berufseinstieg.

Was da geholfen hat: kleine Auszeiten! Mal eine Kaffeepause, ein Treffen mit Freundinnen, mal was schreiben. Einfach mal ein wenig den Kopf mit was anderem als Babygeschrei füllen. Aber nun scheint nichts mehr zu helfen. Kein langes Bad, keine ausgedehnte Kaffeepause und auch nicht mal die durchgeschlafenen Nacht, die uns Oma durchs Babysitten ermöglicht.

 

Mama dreht durch!

Ich bin müde. Furchtbar müde und gleichzeitig rastlos. Dabei gelingt mir nichts, denn ich bin unkonzentriert und fahrig. Meine Laune ist am absoluten Tiefpunkt, mein Geduldsfaden nur noch so dick wie eine einzige Faser. Ich habe keinen Appetit mehr und meine Gedanken sind überwiegend negativ.

Momentan entwickele ich mich zu einem Menschen, der ich nicht sein möchte. Ich gönne den anderen ihr Glück nicht. Nicht die tollen neuen Jobs, nicht die überall bekannt gegebenen Schwangerschaften oder sonstige Erfolge. Bei mir ist grad alles furchtbar! Bei allen anderen ist es immer alles super! Und so weiter. Das Gras auf der anderen Wiese ist ja schließlich immer grüner!Stimmt natürlich nicht und ich weiß das.

Ich bin fies drauf, knatschig und in einem tiefen Loch gefangen. So ein Mensch bin ich nicht und will es eigentlich auch gar nicht sein!

 

Frustfaktor Kind?!

In dieser Phase erwische ich mich dabei, wie ich darüber nachdenke, ob es früher (vor dem Kind) besser war. Ist mein Kind der Grund für meinen Frust? Frustfaktor: Baby??

An den schlimmen Tagen, wenn ich mal wieder jegliche Planung über den Haufen werfen muss, weil wieder irgendwas ist, dann wird es für mich schwierig eine geduldige Mutter zu sein. Sich anschreien zu lassen. Keine Pause zu haben, weil sie erst gegen 22 Uhr erschöpft einschläft, die innere Anspannung immer bleibt (wann wacht sie wieder auf?) und man selbst nur hungrig und müde für ein paar -unterbrochene- Stunden schlafen kann. Um 5 Uhr klingelt der Wecker erbarmungslos und das einzige, was einen erwartet ist das Hamsterrad.

In diesen Momenten kann ich die Frauen verstehen, wenn sie über #regrettingmotherhood sprechen und ihre Mutterschaft bereuen. Ja, ich kann es nachvollziehen und ärgere mich über die Beiträge, die dieses Gefühl verbieten wollen.

Aber ich bereue es nicht. Ich bin nur müde und stecke gerade in diesem Gefühl fest, welches einige Bloggerinnen als Ambivalenz der Mutterschaft bezeichnen.

Mich treibt momentan nur ein Wunsch an: der Wunsch nach Ruhe. Einfach mal die Stille um mich herum genießen, Schlafen können, eine Pause machen dürfen. Zeit, dass die Gedanken auf Reisen gehen können.

Mich einfach mal richtig Ausknatschen können!

 

Das Weg zurück zur inneren Mitte!?

In diesem Sinne sei also nur zu sagen: ich werde wohl auch noch die kommenden Tage täglich ungefähr 10994587x das Elternmantra wiederholen werde. Damit habe ich zumindest das Gefühl, nicht allein zu sein.


 

Der Text entstand schon zu Ostern. Ich bin jetzt nur noch müde. Ausgeknatscht und der Knoten ist geplatzt. Das Kind hat seine ersten wackligen Schritte an der Hand gemacht, die Sonne scheint wieder und so können wir beschwingt in den Frühling starten.

Wie es dann doch funktioniert hat? Das Elternmantra aufsagen, beim Mann auskotzen/ausheulen und sich viele kleine gute Dinge gönnen. Den Kopf auf der Arbeit mit neuen Ideen frei pusten und  das beste Mittel: die kleinen Erfolge sehen und die Zeit mit dem Kind einfach genießen. Alles andere kann schließlich warten!

hust ich habe jetzt auch wieder Zeit auf eure Mails zu antworten!

Kennt ihr solche Phasen auch? Was hilft euch?! 

 

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Zwischen Stress und Stillstand

Noch immer ist unser Papa im Krankenhaus und ich schiebe hier 24h  am Tag den Raupendienst. Zum Glück hat meine Mutter sich am Wochenende dem Enkelkind angenommen und die kleine Raupe durfte die Oma auf Trab halten. Das war auch bitter nötig, denn mittlerweile entwickelte sich unsere Wohnung zum Sperrgebiet. Überall Babyspielzeug, die getrocknete Wäsche hatte ein neues Zuhause auf einem Stapel vor dem Schrank und im Kühlschrank befand sich lediglich Senf, Bier und ein Kürbis. Wie in so einem guten Single Haushalt eben.

Als ich dann am Samstagnachmittag nach einer gesunden Mahlzeit (die ich vollständig und in Ruhe zu mir nehmen konnte!!!!) so vor mich her sinnierte, habe ich die Woche in meinem Kopf mal zusammengefasst: Stress. Stillstand. Hektik. Unterwegs sein.

In der vergangenen Woche bin ich täglich in die Uniklinik gedüst. Mal mit, mal ohne Kind. Vorher also zu meiner Mutter. Kind hinbringen. Nachher wieder abholen. Mal einkaufen. Schnell was essen und immer das Baby dabei. Das Baby, dass nicht schlafen möchte und erst um 23 Uhr daran denkt die Äuglein zu schließen. Die Nächte sind meist unruhig bis hart, denn die Zähne stören dann auch noch den Schlaf. Hier läuft alles nur noch auf minimalstem Modus.

Das Alles ist auch gar nicht schlimm. Hier muss es nicht aussehen wie im Katalog und ich muss auch kein 3-Gänge Menü für mich alleine zaubern. Aber ich merke, wie sehr ich mich darauf eingerichtet habe mein Leben mit jemandem zu führen, der mich unterstützt. Ohne die Hilfe von unserem Papa wäre ich hier aufgeschmissen. Lernen, schreiben und täglich zumindest das gröbste Chaos zu beseitigen. Oder zumindest meinen Frühstückskaffee trinken zu können.All das würde ohne Papa hier nicht gehen!

Uns darum sind wir froh, wenn es endlich wieder da ist! Morgen!

In diesem Sinne: Ahoi!

Frauen-WG, oder: ohne Papi ist alles doof!

Quelle: Pixabay, Urheber: Steinchen
Quelle: Pixabay, Urheber: Steinchen

 

Unser Papa weilt ja seit einigen Tagen im Krankenhaus. Leider immer noch ohne Diagnose, dafür aber mittlerweile mit ein wenig mehr Diagnostik. Mal schauen wie lange das Ganze noch dauert. Für uns bricht heute die dritte Nacht an, in der wir alleine sind – die Raupe und ich. Ich hoffe ja, dass wir ihn am Wochenende wieder haben können, denn:

Ohne Papa ist ALLES doof!

Ich fühl mich gerade ein wenig einsam und grade so eben bekomme ich es auf die Reihe, dass unsere Wohnung nicht in einen Zustand vollkommener Verwahrlosung untergeht. Ans Projekt:Abendlernen ist gar nicht zu denken. Entweder bin ich einfach nur noch fertig und mein Bett ruft oder ich muss so wie gestern die Raupe bis knapp 24 Uhr kuscheln, bis sie eingeschlafen ist. Hier ist sozusagen jede Freizeitbeschäftigung auf Null gefahren worden! Bloggen, lernen oder ausgiebig Haarewaschen sind jetzt erstmal gestrichen.

Ich bin jetzt im 24h Raupendienst. Zum Glück kann morgen unsere Oma einspringen, damit ich den armen Mann mal länger als 10 Minuten besuchen kann. Länger hält Madame es auf dem Arm nicht mehr aus. Krabbeln ist schließlich viel cooler! Aber über einen Klinikfußboden lass ich mein Kind dann doch nicht rutschen!

Also kann ich vom Bett aus nur ein schnelles Lebenszeichen absetzen, damit ihr mich nicht ganz vergesst 🙂

Ich fasse zusammen: Ohne Papa ist ALLES furchtbar doof! Feierabend doof! Essen doof! Alleine im Auto mit Raupe doof! Alleine abends im Bett ganz besonders doof! Abends ohne Gute-Nacht-Kuss in Bett ganz besonders, furchtbar doof!

In diesem Sinne ein müdes: Ahoi!

Wielange muss ich noch?-Jammerpost oder doch nicht….

 

Heute wird mal rumgenölt – von Mama

 

Ich weiß es nicht. Jammere ich hier häufig? Zu häufig-zu wenig?Darf man als Mutter überhaupt mal schwächeln und ‚jammern‘? Ach, momentan bin ich geflasht von der Gesamtsituation und muss mich mal ein wenig ‚frei schreiben‘.

 

Eigentlich Alles super…..

Auf der einen Seite läuft es gerade blendend: wir sind ENDLICH umgezogen und unsere neue Wohnung sieht auch schon bewohnbar aus. Drüben muss nur noch der Keller leer gemacht und gestrichen werden. Im Vergleich zu der Mammutaufgabe mit Renovieren/Sanieren und Umzug (wir haben wirklich,wirklich viel Kram für 2 ½ Personen), ist das nur noch ein Klacks.

 

Jobmäßig ist auch alles im grünen Bereich. Meine alten Kollegen haben sich bei mir gemeldet und fragen schon nach, wann ich wieder da bin. Es ist also auch ein tolles Gefühl gebraucht zu werden und nach den drei Jahren mit Uni/ Uni+Arbeit/ Uni+Arbeit+Schwangerschaft und jetzt Babyzeit, freue ich mich endlich wieder in einen Job einzusteigen, den ich sehr gut beherrsche.

Einen Kitaplatz haben wir bereits fest (best KiTa ever!) und ab 15.Oktober ist der Papa bis März in Elternzeit. Wir sind also gut vorbereitet.

Die kleine Raupe entwickelt sich auch prächtig. Sie kann sich drehen (zumindest auf den Bauch → siehe auch ‚Wühlmausproblematik‘) und ist meist ein Sonnenschein.

Auch von der Studiumsseite hat sich einiges getan und ich sehe ein Licht (oder besser einen Bachelor-Abschluss 🙂 ) am Ende des Tunnels.

 

So sieht es aus – ausgelaugt

Auf der anderen Seite bin ich momentan ausgelaugt. Ich glaube das ist dafür das beste Wort für meine derzeitige Verfassung. Die Raupe schläft gefühlt nie. Und wenn, dann nur mal ein Nickerchen im Wohlzimmer oder natürlich quer bei uns im Bett….gaaaanz nah an Mama. Leider kann Mama so gar nicht gut schlafen 🙁

 

Unser Duracellbaby möchte also Non-Stop bespaßt werden. Ansonsten geht der Heulraupenmodus an. Ich denke, jeder weiß wovon ich rede.

Eigentlich müsste dann der Akku leer sein, abends so. Nein. Nach einem kurzen Powernap zwischen 19 und 20 h geht’s dann nochmal bis mindestens 22 Uhr weiter,. Häufig aber bis 24 oder 1 Uhr nachts. Papa ist aber abends auch nicht der Richtige → Heulraupenmodus! Wenn das Kind dann endlich (mehr oder weniger) schläft, gehen wir zur Wühlmausproblematik über.

 

Im Allgemeinen halte ich mich noch ziemlich gut-finde ich. Aber langsam aber sicher gehen meine Reserven zu Ende. Gefühlt nie schlafen, kein Stillrhythmus beim stillen (max.1,5 h) und 24 h im Babydauereinsatz. Klar, wenn Papa zu Hause ist übernimmt er auch den Raupendienst, aber in den letzten zwei Monaten war dann Packen und Räumen und Renovieren angesagt.

 

Das Gedankenkarussell startet

Dann, in den Momenten in denen ich es mir gestatte zuzugeben, dass es mich schafft, beginnt auch der Strom der negativen Gedanken. Schaffen Papa und Baby es alleine? Klappt das zeitige Abstillen bis November? Bin ich leistungsfähig genug? Klappt die Eingewöhnung in der Kita? Reicht das Geld? Und vor allem: Wird es der Raupe gut gehen? Bin ich eine gute/schlechte Mutter? Und so weiter und so weiter………

 

 

Zuspruch oder Kritik?

Für alle die jetzt denken: ’na, das hättest du dir aber schon vorher überlegen sollen. So ein Baby ist halt ein 24h Job‘, gefolgt von ’stell dich nicht so an‘.“

Ja, vielleicht habt ihr recht und ich hab mir das etwas anders vorgestellt. Ausserdem bin ich ja auch selbst schuld, wenn ich mein Kind mit Tragen und Nähe verwöhne, nach Bedarf stille und mein Bett hergebe (*Achtung:Ironie*).

 

 

Es ist nur eine Phase, eine Phase, eine Phase……

Ich nehme es positiv: die Hälfte der ’schweren‘ Zeit ist bald rum (nach einem Jahr soll es ja ‚einfacher‘ werden) und wir haben die sechs Monate voll. Der Umzug ist vorbei undwir finden alle wieder zur Ruhe.

 

Ich habe mir ganz fest vorgenommen für ein paar Tage an die Küste zu fahren. Urlaub. Sonne. Meer. Ich brauch mal eine Auszeit. Auch wenn es nur eine andere Kulisse ist.

 

Denn eigentlich bin ich, sofern nicht gerade von Schlafmangel und Selbstzweifel gebeutelt, jemand der anpackt, positiv denkt und selbstbewusst ist.

 

 

Ach, eigentlich ist es doch ganz super! 🙂

Kennt ihr das auch, das Gefühl es geht nichts mehr? Klappe halten und durchbeißen oder ist einfach auch mal jammern angesagt?

 

In diesem Sinne: Ahoi!