Was ist los mit euch in Bloggerhausen?

#Blogging Es war was los in Bloggerhausen und störte die Aufbruchs, ja, Goldgräberstimmung, die sich in der Blogosphäre der Elternblogger gerade entwickelt. Ich beobachte das Treiben und möchte eine kleine Geschichte erzählen.

Was sich in den vergangenen Tagen in den Blogs und in den sozialen Medien abgespielt hat –  sowas habe ich schon mal erlebt. Offline. Anderswo. In einem anderen Thema.

Ich erzähle euch eine kleine Geschichte über Vernetzung, verletzte Gefühle, falsche Erwartungen und dem Wunsch nach Heimeligkeit am eigenen Lagerfeuer.


Wenn aus einer Idee etwas Großes wird

Ich möchte euch eine kleine Geschichte erzählen und gehe zurück ins Jahr 2003. Damals, vor vielen vielen Jahren, da war ich blutjung, nicht einmal volljährig und voller Tatendrang.

InExtremo und Subway to Sally waren in meinem Leben gerade ziemlich IN und aus einer Bierlaune heraus gründete ich mit einigen Freunden eine Mittelalter -und Schwertkampfgruppe*. 15 Personen mit unterschiedlichem Alter,  Herkunft, Erfahrungen,  und ganz besonders: völlig unterschiedlichen Erwartungen.

Eine zeitlang waren wir als Gruppe in euphorischer Aufbruchsstimmung und total happy mit dem, was wir da machten. Unsere Kleidung entsprach in erster Linie dem, was wir auf Mittelaltermärkten sahen und in zweiter Linie dem, was unserem Budget entsprach: Springerstiefel, Lederhose, Piratenhemd und Umhang. Ich schneiderte mir aus den groben Gardinen aus dem elterlichen Wohnzimmer mein erstes Gewand (das habe ich übrigens immer noch 😉 ).  Und so zogen wir stolz über unsere ersten Märkte, schliefen zu acht in einem Alexzelt, aßen aus nur 4 Holzschälchen und fühlten uns wie die Könige, als wir schon im ersten Jahr unserer Gründung zu einem Mittelaltermarkt in unserer Heimatstadt eingeladen wurden. Dort, wo Menschen Eintritt bezahlten um uns zu sehen! kreisch.

So vergingen ein paar Jahre und es ergab sich, dass wir Teil eines historischen Vereins werden konnten (dem eisenzeitlichen Gehöft Ratingen e.V.) und unser Hobby in einer wunderschönen Kulisse ausüben konnten.

Nach und nach tauchten wir in die Materie ein: legten uns auf einen Zeitrahmen fest, nähten nur noch per Hand, nur noch nach Originalenschnitten und kochten nach historisch korrekten Rezepten. Wir wuchsen und wuchsen. Lernten andere Gruppen kennen, fanden Anschluss und Anerkennung und organisierten eigene Veranstaltungen. (Bericht aus 2009)

Unterschiedliche Ziele? Der Druck wächst

Und dann schwirrte immer wieder ein Begriff in unseren Stammtischen, Trainings, Treffen und Bastelabendem mit: Authentizität. Das böse A Wort der Reeanctment-Szene.

Lange Rede, kurzer Sinn: die Gruppe splittete sich und fast sind Freundschaften an der Frage zerbrochen: wie authentisch muss man sein, wenn man dieses Hobby RICHTIG betreiben möchte.

Gewandungs-Nazi und A-Fetischisten gegen Märchen-Reeanacter.

Wir wollten uns einheitlich präsentieren und nicht jemanden mit Lederhose und Piratenhemd an unserer mühevoll geschreinerten Tafel sitzen haben, an der unser vermeintliches Lebenswerk hing.

Ihr seht vielleicht, worauf ich hinaus will?



Die Wogen haben wir geglättet. Freundschaften gekittet und uns eine Gruppe ausgebaut mit Menschen, die ähnliche Zielsetzungen haben wie wir.

Wenn Hobbyisten auf Berufler treffen

Ich bin der Überzeugung, dass es durchaus einen Unterschied macht, ob ich ein reines Hobby betreibe oder damit meinen Lebensunterhalt verdiene (verdienen muss). Dieser Zusammenhang hat viele Ebenen und ist nicht in zwei Sätzen abgehandelt. Daddy Dahoam hat das gut in seinem Text beschrieben. Da muss ich jetzt nichts mehr weiter schreiben.

Meine eigenen Erfahrungen mit diesem Thema sehen so aus: Für unseren eisenzeilichen Verein habe ich ebenfalls historische Veranstaltungen organisiert. In diesem Zusammenhang wurde ich von einem renommierten Archäologen öffentlich als nutzlose Schlampe betitelt und es gab in der Szene einen mittelmäßigen Aufruhr. Es ging um falsche Erwartungen, Gefühle und Neid. Das war so der Tiefpunkt an Gegenwind, den ich bisher erfahren habe. Für etwas, dass ich nur mit Leidenschaft betrieben habe. Unentgeltlich und ohne jegliche Vorerfahrung.

Beide Vereine/Gruppen haben sich mit einem Knall gesplittet. Es geht immer um Dynamik, denn einige Leute ziehen mehr, die anderen weniger. Die einen können sich in Details verlieren, die anderen müssen ihr Konto füllen.

Wenn eine Szene Implodiert

Jahrelang führte ich Grabenkämpfen um Authenzität. Und ja, ich kämpfte in der ersten Reihe, denn es entsprach meiner Ideologie es richtig zu machen. Dabei war es nur ein Hobby!

Was ich erst mit den Jahren differenzieren konnte: für mich war es ein Hobby. Andere mussten damit ihr täglich Brot verdienen.

Die Historiker, die Archäologen, die Gewandschneider, Schausteller etc. von allen Seiten hat sich ein Hobby professionalisiert. Das Internet hat geholfen, dass Wissen wie ein Lauffeuer zu verteilen.

Was die einen Menschen für wenig Geld beruflich machten, machten wir (und viele andere zu dieser Zeit auch, denn wir waren nur die Spitze eines Booms) am Anfang für Ruhm und Ehre!  Später für Reisekosten und Verpflegung und zum Schluss für eine Gage.


Aber wie A (uthentisch) ist man noch, wenn man sich dafür bezahlen lässt?

Seit einigen Jahren liegt dieses Hobby bei uns jetzt brach. Die Blase ist geplatzt und die Szene implodiert. Vieles an den Leuten, die ich auf den Märkten treffe, mag ich nicht mehr. Denn es geht vielen nur ums Geld und weniger um die echte Leidenschaft. Diese Menschen findet man aber widerum in Foren, in den Blogs und auf kleineres Treffen.

 

Was früher das Wort „Authentisch“ war, ist heute „Professionalisierung“

Für mich ist das Bloggen ein…..ja was eigentlich: Hobby, Nebengewerbe und Teil einer Businessidee. Oder so. Ich bringe die Menschen zusammen (Wubttika) und freue mich andere Blogger zu treffen und mich mit Ihnen auszutauschen. Über Ihren Blog, mehr aber interessiert mich aber der Mensch dahinter.

Für mich ist dieser Teil meines Lebens kein Politikum. Blogger sind Teil unserer Medienlandschaft und haben ganz automatisch eine politische und gesellschaftliche Relevanz (ja, da habe ich meine Meinung ein wenig geändert;-)).

Trotzdem sehe ich Vernetzung als etwas, was jeden von uns bereichern  und nicht als Zwang zur Gleichmacherei unter dem Label „Elternblogger“ entwickeln sollte. Genauso wenig sollte Vernetzung in reines betteln um Likes sein. Blogs und Accounts wachsen meist von ganz alleine, wenn man kommuniziert und Mehrwert bietet. Authentisch.

Darum kann ich jeden  verstehen, der sich durch penetrante Blogger belästigt fühlt, die nur auf die Zahlen hinter dem Account starren und das schnelle Geld im Internet machen wollen.
Jeder sollte aus dem Internet das aufnehmen, was er benötigt. Ich möchte Vielfalt sehen und Respekt!

Vielleicht ist die Lösung des Problems, sich von der Idee der bighappy Bloggerfamily zu trennen und die Metamorphose zu akzeptieren. Oder wir gestalten Sie einfach weiter so, wie wir es für richtig halten: respektvoll, vielfältig und nach geltendem Recht!


Dein Blog, deine Bühne!

Jeder von uns hat seine eigene Idee von seinem Blog und bringt sein individuelles Päckchen mit. Und bevor sich im Herzen der Druck der Klickzahlen und die bösen Gedanken breit machen, sollte man sich fragen: Warum eigentlich und zu welchem Preis?


 

Druck ist das, was du draus machst.

Ich beobachte die Entwicklung. Aber eigentlich möchte ich es so sehen, wie Silke Plagge es in ihrem Vortrag auf der #denkst und erst vergangene Woche bei uns auf der WUBTTIKA so schön formulierte: Wir sind alle Menschen am Lagerfeuer und wollen nur unsere Geschichten erzählen. Die Großen, die Kleinen, die Lauten und die Traurigen. (So mal frei wiedergegeben;-))

Darum mein Rat an euch: setzt euch ans Feuer und erzählt. Oder lauscht. Oder sucht euch ein Feuer, dass eurer Vorstellung entspricht.

Wie politisch relevant sind Familienblogs wirklich?

Immer wieder lese ich in Blogs, auf Twitter oder Facebook den Satz: „Das Private ist politisch!“.  Bei mir löst das immer ein komisches Gefühl aus und eine Augenbraue zieht sich kritisch nach oben. Was macht einen Elternblog politisch relevant?

 

Was ist ein Familienblog und was will er

Es fängt schon an der Vielzahl an Blogs an, die sich zu den Elternblogs zählen oder sich Familienblog nennen. Die Bandbreite ist riesig und reicht von reinem Tagebuchbloggen über den Alltag bis zum hochprofessionellen Produktblog. Viele dieser Blogs schneiden niemals politische Themen direkt auf ihrem Blog an. Meist ist es ein Elternteil, der diesen Blog betreibt oder es ist ein gemeinsames, eher themenbezogenes Blog (Reisen als Familie oder ähnliches). Es gibt unzählige Blogs rund um das Thema DIY und Einrichtung rund ums Kind, Buchvorstellungen, Werbung für Kinderkleidung und so weiter…

Sind sie trotzdem politisch, auch wenn sie keinen offensichtlichen Schnittpunkt mit politischen Themen haben?

 

 

Das Private ist politisch! Ist das so?

In Elternblogs ist das Thema Vereinbarkeit DER DAUERBRENNER. Dem einen mag es manchmal zum Halse raushängen. Und doch Ist es ein wichtiges Thema.

Zu sehen, wie andere damit umgehen Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen, wie sie ihr Familieneinkommen generieren und wie sich die unterschiedlichen Familien mit der Belastung umgehen.

Die Reaktionen auf solche Beiträge sind aber meist gleich und man kann die Uhr danach stellen, denn es gibt zwei Sorten von Antworten auf diese Blogposts:

1.) öh..schon 100239057x gelesen. Keinen Bock mehr auf diese Artikel….blablabla

2.) So wichtig, denn das Private ist auch politisch!!Einself!!

 

Ist die Vereinbarkeitsproblematik wirklich immer politisch?

Aber ist die Vereinbarkeitsfrage wirklich immer eine politische? In den meisten Fällen dreht es sich doch darum, wie der Alltag zwischen den Akteuren neu geregelt wird. Es geht darum, dass es anstrengend ist und man, obwohl wir ja hier alle superduper emanzipiert und in Sachen Gleichberechtigung voll auf der Welle surfen, trotzdem immer wieder das Gefühl hat, der eine Elternteil (in diesem Fall sind es ja meist die Mütter) mehr macht, als der andere.

 

Und ich frage an dieser Stelle noch einmal: ist das wirklich eine politische Fragestellung ergo: eine politische Relevanz?

Jetzt werden die einen bestimmt stöhnen und sagen: ja natürlich ist das Private immer politisch. Schließlich hat es ja von irgendeinem gelesen (gesellschaftliche Relevanz). Und wo gesellschaftliche Relevanz ist, ist auch immer eine politische Relevanz gekoppelt. Status: Es ist halt kompliziert!

Denn in Zeiten, in denen wir als Familien unseren Lebensalltag so frei und ohne Vorgaben von außen (Politik, gesellschaftlichen Normen etc.) gestalten wollen, WO soll der Staat da eingreifen? Wir wollen keine Lösungen von oben. Aber es soll Lösungen von oben geben, wenn es gerade schwierig ist? Und jetzt weiß ich auch nicht.

Vereinbarkeitsprobleme (und ja, ich spreche da aus Erfahrung), sind in den meisten Fällen nicht durch den Einsatz einer politischen Maßnahme zu ändern. In erster Linie ist es an uns, individuelle Lösungen zu finden und sukzessive das gesellschaftliche Bild zu formen.

 

Ist ein Profiblog noch politisch?

Und ich gehe mit meinen Gedanken noch einen Schritt weiter. Der Trend geht zur Professionalisierung und zur Monetarisierung des Blogs. Das ist keine Entwicklung, die ich grundsätzlich kritisieren möchte. Professionalisierung ist in jeder Hinsicht ein Schritt nach vorne. In jedem Hobby und unerlässlich, wenn man mit seinem Blog Geld verdienen möchte.

Der Schritt zur Monetarisierung ist dagegen gar nicht so unkritisch zu sehen, wenn man ihn in Verbindung mit der politischen Relevanz von Elternblogs setzen möchte. Wie unbeeinflusst ist der Blogger noch, wenn es mittels Kooperationen und Werbung sein Einkommen (in welchem Prozentsatz auch immer) generiert?

Politik und Wirtschaft sollten doch eigentlich getrennt sein oder nicht? Es passt für mich vom Gefühl nicht ganz zusammen. Und für euch?

 

Ein Elternblog ist ein Elternblog ist ein Blog

Fernab dieser ganz speziellen Themen gibt es sicherlich unendlich viele Blogs, die sich mit politischen Themen auseinandersetzen. Die politisch relevante Elternthemen in den Äther des Internets und – viel wichtiger- aus dem Internet hinaus in die richtige Politik tragen.

 

Aber der Großteil der Blogosphäre ist eben nicht politisch.

Ob ich lieber ein buntes oder ein graues Kinderzimmer habe: ist nicht politisch relevant!

Ob ich mich über aufrege, dass mein Lieblingscafé keine Spielecke anbietet: ist nicht politisch relevant!

Ob ich mich darüber ärgere, dass ich erschöpft bin und ich mir die Mutterschaft anders vorgestellt habe: ist nicht politisch relevant!

Ob ich die Kinderbilder in Netz veröffentliche oder nicht: ist nicht politisch relevant!

Trinkbecher verschönern mit Washitapes: ist nicht politisch relevant!

 

 

Blogger brauchen keine Schubladen!

Elternblogs sind Blogs: nicht mehr und nicht weniger. Die Menschen hinter den Blogs können tatsächlich die Absicht haben mit ihrem Blog oder ihren Blogposts politisch relevant zu sein.

Aber mit den Sätzen: „Das Private ist politisch!“ und „Elternblogs haben eine politische Relevanz.“ werden wieder Schubladen geöffnet, die wir doch eigentlich in unserer elterlichen, emanzipatorischen und blogosphärischen Solidarität nicht mehr öffnen wollten.

Lasst den Leser entscheiden, was er für politisch relevant hält. 

Meiner Meinung nach geht politische Teilhabe über viele Wege, auch über einen einfachen Blog. Ob ein Blog(post) ohne direkten Adressaten eine politische Relevanz hat…..es fällt mir auch am Ende dieses Textes schwer daran zu glauben.

Denn Elternblogs sind letztlich: Die Plattform von Eltern die Schreiben. Eine Plattform von Eltern, die professionell schreiben und Werbeträger sind. Eine Plattform von Menschen, die Zuspruch und Austausch suchen. Und alles dazwischen und darüber und darunter.

Elternblogger sind Individuen – keine einheitliche Masse mit uniformen Zielen. Und manchmal ist das Private nämlich einfach nur: privat!

Mehr zu diesem Thema findet ihr übrigens auf dem Blog von Alu „Grosse Köpfe“

 

 

 

 

Na, wo bloggst du denn?

Bei all der Aufregung habe ich eines ganz vergessen: meinen Lesern zu sagen, wo es denn nun hingeht! Ich berichte euch jetzt mal kurz, was hier los ist und was es in Zukunft hier zu lesen gibt!

 

Blogsplitting: Aus 1 Mach 3!

So ganz stimmt es nicht 😉 Ich habe schon lange -und eigentlich seit der Entstehung dieses Blogs- immer wieder überlegt, wo es eigentlich hingehen soll. Also jetzt nicht die Zahlen betrachtet, sondern mit welchen Themen ich mich beschäftigen wollte. Mit dem klassische Mutti-Themen roundabout kann ich mich leider nicht identifizieren. Das bin ich eben nicht. Ich habe es nicht mit Mode, nicht mit Einrichtung und DIY finde ich meistens albern (für mich). Foodblogger werde ich wohl auch nie wirklich. Dafür bin ich viel zu verfressen….

Es gibt da meine Herzensthemen: das ist das Thema „Eltern im Studium“. Seit ein paar Monaten baue ich mir schon Kontakte auf und versuche, langsam aber sicher, ein kleines Netzwerk zu schaffen. Ein Netzwerk, indem sich die Leute auch ausserhalb von Facebook austauschen können.

Die Auszeit vom Blog und die Pause auf den Kanälen haben mich in die richtige Richtung geschubst und mich dazu gebracht, endlich das Projekt www.elternimstudium.de anzugehen. Die Domain hatte ich schon ewig. Ein Logo habe ich ja eigentlich auch schon lange. Warum dann jetzt nicht durchstarten? Ende März habe ich dann alle Studilogs, alle Interviews und sonstigen Beiträge auf die neue Seite gepackt. Schnell noch eine Facebook-Seite erstellt und schon konnte es losgehen.

Auf www.elternimstudium.de bekommt ihr Informationen rund um das studentische Leben mit Kind, über alternative Wege ins Studium und Wissenswertes um das Thema freies&lebenslanges Lernen.

Wie gewohnt gibt es einmal in der Woche ein Studilog, ein Interview und einen redaktionellen Beitrag. Daneben zweimal im Monat eine Buchvorstellung. In Planung sind bereits zwei ebooks und eine Podcastreihe. Ich würde mich also freuen, wenn ich euch auf dem Blog Eltern im Studium und auf der Facebookseite begrüßen dürfte!

 

Schluss mit Muttiblog?!?

So ganz bin ich aus dem Thema ja nicht raus (so 16 Jahre lang – schätzungsweise), allerdings möchte ich meine digitale Homezone (also hier!) nicht mehr mit elterlicher Erschöpfung, kindlichem Rotz oder gesellschaftlichen Knatsch rund um Familie und Kinder belasten. Aus diesem Grund habe ich für meine kommenden Texte ein neues Zuhause in der Mutti-Blogosphäre gesucht und gefunden: ich werde ein Teil des 2KindChaos-Clans und freue mich unheimlich dolle, Teil dieser herzlichen Truppe zu sein! Wer sich also für diese Art der Texte interessiert, darf mir also gerne dorthin folgen!!

 

Und was wird aus Frau Chamailion?

Nunja, gerade ist es aus Zeitmangel vorerst eine Bauruine…Dem aufmerksamen Leser dürfte aufgefallen sein, dass der Blogtitel schon aufgefrischt wurde. Ebenfalls ein Herzensprojekt, dass ich schon lange mit mir rumschleppe. Ein Blog, der meine Interessen widerspiegelt. Ohne, dass ich mich auf Themen festlegen will. Wie habe ich es oben genannt? Meine digitale Homezone wird es werden: DADA&die Liebe!

Ihr seht also, ich habe meinen Blog in drei Teile aufgeteilt und versuche das gerade mit mir auch. Darum ist es hier noch so ruhig. Einige Texte liegen schon in der Schublade und warten auf ihre große Stunde!

Ich würde mich freuen, wenn ihr mich weiter begleiten würdet. Hier, da und dort!

p.S.: Alle Neuigkeiten zur #WUBTTIKA2016 gibt es jetzt auf www.wubttika.com 🙂

Mit voller Entwicklungsschub-Kraft voraus! #WIB

Dieses Wochenende ist geprägt von müde..sehr müde! Leider hat sich die Tochter für den aktuellen Entwicklungsschub unseren Urlaub ausgesucht. Wir haben in dieser Woche eine Nacht ganz okay (nur aufwachen, trinken, kuscheln…) gehabt, der Rest war echt nervig, besonders wenn man über mehrere Stunden angeschrien wird. Wir geben unser Bestes, unseren Schlaf. Aber wir haben wohl das schlimmste überstanden und sind uns sicher, dass es diesmal eine enorme Sprachentwicklung gibt. So toll! Das schlimmste ist nur die Hilflosigkeit, weil man nicht viel tun kann, ausser Dasein.

In diesem Sinne gibt es ein müdes Wochenende in Bildern und einen unentspannten Start nach dem „Urlaub“ in die kommende Arbeitswoche. Mehr Wochenenden in Bildern gibt es wie immer bei Susanne!


 

Samstag, 21.11.2015

Nach einer schlaflosen Nacht bereite ich uns ein herzhaftes Frühstück  „Huevos rancheros“ zu. Der Mann und ich sind begeistert, das Kind scheint sich mit warmen Gemüse und komischen Fladen am Morgen nicht anfreunden zu können. Es verlangt beständig nach „den Blauen“ (Blaubeeren). Anschließend muss ich den Mann als Umzugshelfer verleihen und wir Mädels machen uns auf zum Wochenendeinkauf auf den Wochenmarkt. Der Einkaufsschwierigkeits-Level wurde übrigens erhöht, denn auf dem Marktplatz steht jetzt der Weihnachtsmarkt (aka 20 polnische Fressbuden und zwei Karussell). Die Marktstände werden einfach drumherum gequetscht. So schön! NICHT! Das Kind kann aber so das Frühstücksdefizit ausgleichen, denn sie bekommt Brötchen, Käse und eine Möhre zugesteckt.

Auf dem Rückweg wird dann noch kurz der „Spielplatz“ bespielt. Anschließend machen wir es uns auf dem Sofa gemütlich und beobachten die Vogelverkehr an unserem Vogelhäuschen 🙂

Es folgt (nach 90 Minuten ‚Kampf‘) der Mittagsschlaf. Zwei Übermüdete, wovon eine ein Schläfchen halten will (Ich) und die andere kein Schläfchen halten kann (überdreht dank Entwicklungsschub).*yeah*

Nachmittags gehen wir mit dem Papa zum Weihnachtsmarkt, kaufen für die Tochter Wintersachen und kochen uns zu Hause (mal wieder) Soba-Nudeln mit Brokkoli 🙂 Achja, die Tiere werden natürlich auch gefüttert!

 


 

Sonntag, 22.11.2015

Wir sind, äh…müde! Egal. Ich versuche mich nach meiner Tasse Kaffee an den Banana-Pancakes. Davon gibt es kein Foto, denn optisch und geschmacklich waren die eher nicht so der Bringer.

Nach dem Frühstück machen wir gemeinsam einen Spaziergang zu den Enten und während der Mann das Kind in den Mittagsschlaf bringt, mache ich mir richtige Pfannkuchen und arbeite ein bisschen am Laptop!

Spoiler: Es gab dann nur 45 minuten Mittagsschlaf! Mann und Kind wurden zur Uroma gescheucht und ich halte Siesta. Morgen klingelt schließlich um 5 Uhr der Wecker!

 

Und wie war euer Wochenende so? 

„Damit ihr euch der Lage bewusst werdet!“ Ein Text über Symbolbilder, den Umgang mit Medien und der Kompetenz von sehen-können und sehen-wollen.

Triggerentwarnung: In diesem Beitrag werden keine Bilder gezeigt. Aber der Text ist lang!

Vor ungefähr einer Woche habe mich mit meiner morgendlichen Portion Kaffee durch die Twitter/Facebook/Nachrichten-Welt gescrollt. Bei einem Bild auf Facebook bin ich hängengeblieben. Kann das wirklich sein? DIESE Person postet Bilder ertrunkener Kinder bei Facebook??? Ich war geschockt und irritiert, denke ich doch als erstes immer an ein gefaktes Bild. Nein, diese Bilder waren echt! Bilder von toten Kindern am Strand. Zum Frühstück. Bäm!

Die Reaktionen unter dem Artikel waren seltsam inhomogen. Befürworter und Gegner vom Teilen und Verbreiten dieser Bilder gaben sich einen verbissenen Schlagabtausch.

Die häufigsten Argumente dafür: mit solchen Bildern rüttelt man auch die auf, die es bisher nicht verstanden haben.

Die Argumente dagegen: so was ist pietätlos und bringt nichts.

Mein eigener Gedanke war nur: Ich will das nicht sehen! Es gehört nicht hierher.

 

Ja oder Nein? Und die 1001 Meinungen dazwischen…

Ich habe meine Meinung dazu, warum ich diese Bilder nicht sehen möchte. Dazu gibt es dann aber noch einen anderen Beitrag. Am Donnerstag (3.9.15) wurde dann vermehrt das Bild des toten Kindes aus Bodrum geteilt. Nicht in meiner Timeline, aber es war ein Dauerthema. Und ein Diskussionsthema. Und während ich versuchte mich zu positionieren, habe ich gemerkt, dass es einige gibt, die das Thema  kategorisch ablehnen. Ohne eine weitere eine Begründung anzuführen/anführen zu können oder wollen. Andere haben eine feste Meinung und untermauern sie mit Fakten und Argumenten. Keine Position deckt sich 100%. Selbst im Lager derjenigen, die diese Bilder ablehnen, sind die Begründungen sehr divers.

Grund für mich, meine eigene Argumentation zu überdenken und auch die Meinungen derer zu durchdenken, die mir auf den ersten Blick missfallen.

 

Das Thema Flüchtlinge ist Teil unseres Alltags. Wie gehen wir damit um?

Das Flüchtlingsdrama von 2015. Wird es irgendwie in die Geschichtsbücher eingehen oder stehen wir gerade erst am Anfang einer Entwicklung, deren Ende wir nicht absehen können?

Das Flüchtlingsdrama, welches ein Drama für die Menschen ist, die aus ihrem Land flüchten müssen, ist für mich als Europäerin eine Art Wendepunkt. Es ist, als ob die Mauern gebrochen sind und Europa nun ein Teil der Welt ist. Nicht mehr abgeschottet – in Frieden und mit Wirtschaftswachstum. Wir werden mit der Realität konfrontiert, die in anderen Teilen der Erde schon lange eine furchtbare Lebenswirklichkeit ist. Jetzt steht der Krieg und die Armut vor unserer Haustüre und wir reagieren noch ein wenig wie ein aufgescheuchter Hühnerhaufen.

Von der Politik her gab es keine Impulse, um uns darauf vorzubereiten. Oder wollten wir als Bürger die Entwicklung gar nicht sehen?

Ich stelle diese Fragen, weil wir es doch hätten besser wissen müssen. Die Politik will diese Entwicklung wohl mit der Taktik ‚Augen zu! Wenn ich euch nicht sehe, seht ihr uns nicht“, bewältigen. Nun gut, das funktioniert ja auch nicht gut. Auch bzw. gerade im Bereich des wachsenden (Rechts)-Extremismus nicht.

Wir sind als Erwachsene, mit der Präsenz von Fernsehen und Nachrichten aufgewachsen. Haben ständig jegliche Nachricht auf dem Bildschirm, im Ohr oder im Blick. Niemand kann sagen, dass die Entwicklungen in Sachen Klima, Wirtschaft oder die Entwicklungen des verschiedenen Krisenherde nicht thematisiert wurden.

Bisher war das alles sehr weit weg. Gestorben wurde woanders.

Worauf möchte ich hinaus? Zum einen scheint es nicht gelungen zu sein, dass wir trotz medialer Dauerbeschallung die Dringlichkeit dieser Nachrichten in Konsequenzen für unsere Lebenswirklichkeit übersetzt haben.

Und zum anderen scheinen bereits Abstumpfungserscheinungen eingetreten zu sein.

Brauchen wir vielleicht doch diese Bilder von toten Menschen? Müssen wir uns Aufrütteln (lassen), so wie es manche Teiler solcher Bilder behaupten?

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Das ist eine Meinung von tausenden

 

Eine neue Form der Medienkompetenz muss her

Diese Fragen werde ich nicht beantworten können, aber ich bin mir sicher, dass wir neben den politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aufgaben die zu stemmen sind, die digitale Entwicklung nicht aus den Augen verlieren dürfen. Die Realität wird digital und umgekehrt. Die meisten Menschen sind vernetzt. Unser Leben ist real-digital. Es kommt mir manchmal so vor, als ob wir eine Art Leben auf mehreren Ebenen führen.

Die digitale Informationsflut die wir als Weltbevölkerung erschaffen ist ungefiltert und zeigt das wahre Leben. Hier fotografiert einer sein reales Mittagsessen, auf der anderen Seite des Mittelmeeres sein zerbombtes Haus. Beides ist real. Die Frage ist, ob und wie wir damit umgehen können und sollten.

Einen Teil dieser Aufgaben haben bisher Journalisten übernommen. Sie haben gefiltert, selektiert, aufbereitet und recherchiert. Den Wahrheitsgehalt einer Nachricht oder eines Bildes geprüft. Auch in diesem Bereich sind die Grenzen gefallen. Digitale Freiheit kennt keinen Pressekodex. Die Grenzen von Bilder und Informationen, die wir sehen/lesen wollen oder nicht, müssen wir nun selbst ziehen. Jeder von uns muss sich vom passiven zum aktiven Nutzer entwickeln. 

Eine neue Form der Medienkompetenz ist auch ein Teil der Entwicklungen, die sich in dieser Epoche vollziehen.

 

 

Symbolbilder früher und heute.

Symbolbilder zu zeigen und die Welt aufzurütteln ist kein Phänomen der heutigen digitalen Zeit.

Hilfsorganisationen aller Couleur bedienen sich dieser Bildsprache schon seit ihrer Entstehung. Ebenso gab es in jedem Krieg und in jeder Epoche „Symbolbilder“.

Bilder mit Kindern tauchen dabei bevorzugt immer wieder auf. Kinder sind die schwächsten und hilfsbedürftigsten in unserer Gesellschaft. Und unsere Zukunft. Ein leidendes Kind bewegt die Menschen. Man könnte auch sagen, sie werden stärker instrumentalisiert.

Wer kennt sie nicht, die Bilder von hungernden, afrikanischen Kindern, die fast jedes Spendenplakat „zieren“? Ganz berühmt ist das Bild des vietnamesischen Mädchens Kim Phuc. Sie floh nackt vor einer Napalm-Wolke und wurde damit zum Symbol eines furchtbaren, gescheiterten Krieges.

Ein Symbolbild, über das sich bislang noch die Experten streiten ist das „Begräbnis von Gaza“ von Paul Hansen. Realität und Fälschung liegen sehr nah beieinander. UNd der Zweck heiligt noch lange nicht alle Mittel – meiner Meinung nach.

Symbolbilder machen Stimmung und Polarisieren. In jede Richtung ist das möglich.

Gemessen an dem Hintergrund, dass jeder Zugang zu Kamera, Bildbearbeitungsprogrammen und dem Internet hat, ist die oben genannte Problematik noch schwieriger zu erfassen und für den einzelnen zu beurteilen.

Das Bild des kleinen Jungens wird wohl ein solches Symbolbild werden. Das Bild wurde stark verbreitet, die meisten bekannten Medien haben es abgedruckt oder zur Prime-Time gezeigt. Das Kind aus Bodrum ist der Schlüssel zum Sommer 2015. Ob wir wollen oder nicht. Allein unsere Diskussionen zeigen das.

Aber es soll um das Grundsätzliche gehen:

Darf man solche Bilder zeigen? Eure Meinung!

Die Süddeutsche Zeitung hat gestern einen sehr klugen und differenzierten Text veröffentlicht, in dem eigentlich die meisten meiner Gedanken und Gefühle zu diesem Thema beschrieben wurden.

„Das Bild zeigen oder nicht?

An dieser Stelle in eigener Sache: Wir haben weder das Lkw-Foto nachgedruckt, noch haben wir es uns nun mit den Fotos des Kindes aus Bodrum leicht gemacht. Zeigen oder nicht? Ist es tatsächlich so, dass Menschen dem Tod erst ins Auge sehen müssen, um das tödliche Potenzial politischer Entscheidungen zu verstehen? Reichen nicht Worte wie zu Beginn dieses Artikels, um begreifbar zu machen, was vor jenem Strand passiert ist, was an vielen Orten gerade vielen Menschen passiert? Vulgär formuliert: Muss man Ihnen als Leserin oder Leser das Bild eines toten Kindes zum Frühstück zumuten, damit unmenschliche Aspekte der Asylpolitik in Ihren persönlichen Diskurs rücken?

Redaktionen, die gerne diskutieren, wie unsere, finden verschiedene Antworten auf solche Fragen. Es gibt wohl keine eindeutig richtige, aber viele falsche, vielleicht so viele Antworten, wie es Leser gibt — je nachdem, unter welchen Umständen Sie als Leserin oder Leser sich mit solchen Bildern konfrontieren möchten und Sie, im Verständnis der genannten Zeitungen, die Fotos wirklich „brauchen“, um das Problem zu verstehen. Sie können sich Ihre richtige Antwort nun selbst geben. Die Bilder aus Bodrum sind allerorten im Internet zu finden.“ Quelle: www.sueddeutsche.de

Ich finde es interessant zu sehen, dass die Redaktion einer renommierten Zeitung an den gleichen Fragen hängenbleibt wie wir. Dies zeigt die Komplexität des Themas.


Ich habe euch gestern bei Facebook und Twitter gefragt, was eure Meinung ist.         500 Zeichen sollte jede/r hier bekommen. (bei einigen ist es ein wenig mehr geworden, ich bitte das zu entschuldigen!)

Sollten die Bilder von toten Geflüchteten gezeigt und geteilt werden? Ja/Nein?

Hier sind eure Stimmen.

Von mir ein klares NEIN! Warum? Erstens finde ich es würdelos und respektlos den ohnehin schon unwürdig gestorbenen Kindern (Menschen) gegenüber. Zweitens hilft es einfach nicht. Die, die ohnehin schon vom Leid berührt sind, werden evtl. so überfordert, dass sie emotional abschalten MÜSSEN, als Schutz für die eigene Seele. Wie schlimm die Bilder für bereits traumatisierte sind, kann man sich denken. Und die, die sich von den Erzählungen der Menschen nicht haben berühren lassen, die werden auch mit solchen Bildern nicht politisch oder helfend aktiv.

Julia aus der guten Kinderstube

Seit Tagen geistern Bilder toter Flüchtlingskinder durch die sozialen Medien. Will ich das sehen? Nein. Geht es darum? Nein. Ob ich das „sehen will“, finde ich recht unerheblich. Fakt ist, aber: Ein toter Mensch hat auch das Recht auf Wahrung seiner Persönlichkeitsrechte. Ein totes Kind darf nicht dafür instrumentalisiert werden, dass andere Menschen ihre Betroffenheit zeigen. Ich finde es schlimm, wenn ein unbekannter Mensch schutzlos im Tod für jeden sichtbar ist. Dass Privatpersonen Bilder teilen ist schon befremdlich, warum die Medien das Gleiche tun, verstehe ich noch weniger. Die Betroffenheit zeigt sich anderswo. Bilder von Menschen, die man nicht mehr fragen kann, dafür zu verwenden ist der falsche Weg.

Bettie von FrühesVogerl

Wäre ich eine Angehörige der Toten, es würde mir das letzte Stück Würde nehmen, ihre Leichen, fotografiert fern von mir, immer wieder sehen zu müssen. Als Flüchtling könnte ich nichts tun, um sie zu bestatten. Ich würde mit den Bildern alleine sein in völliger Ohnmacht. Und wofür? Damit ignorante Menschen verstehen, was Krieg bedeutet? Wie diese Bilder die Wahrheit sind?

NEIN!

Die Visagen der Schlepper würden mich interessieren. Die Waffenhändler! Die Gesichter der Menschen, die vor Gericht gehören!

Sicher möchte auch keine Frau das Gesucht ihres Kriegs-Vergewaltigers sehen müssen. Wobei ich mir vorstellen kann, dass ein begleitender Text mit dem Hinweis „in Arrest“ das Ganze weniger entsetzlich machen würde.

Die Opfer brauchen unsere Stimmen um in Frieden leben zu können! Aber wir brauchen nicht derartig intime Bilder menschlicher Grausamkeit um Handeln zu wollen.

Liefs,

Minusch

Ich bin Journalistin. Ich kenne viele schlimme Bilder. Sie kommen ungefiltert in den Redaktionen an und müssen ausgewählt werden. Nach dem großen Beben in China habe ich ungefilterte dpa-Fotos aus der Datenbank gesichtet.Bilder von toten Kinder unter Geröll. Eine ganze Schulklasse. Es war furchtbar, aber damals eben leider mein Job. Ich habe die Bilder gezielt nicht ausgewählt. Unsere Maxime: keine Bilder von Leichen. Aber: Was ist zumutbar,um auf Leiden hinzuweisen? Was hat mit Pietät zu tun? Ich bin nach wie vor dagegen, solche

Fotos zu veröffentlichen. Auch privat. Bei FB. Bei Twitter. Man muss den Leuten eine Wahl geben. Und: es gibt auch Fotos ohne Leichen, die eindrucksvoll eine Situation und ein Schicksal darstellen. Viele Grüße! (Kristina)

„Ich empfinde das Teilen dieser Bilder, vor allem des speziellen Bildes des toten Jungen als pietät- und würdelos; es erreicht emotional ohnehin nur die, die empathisch und/oder hilfsbereit auf die Situation der Vertriebenen reagieren. Alle anderen Individuen stachelt das vermutlich leider nur an.

Es geht mir nicht darum, die Augen zu verschließen. Aber ein totes Kind brauche ich nicht, um das Leid zu erfassen. In mir ist viel Kummer und Wut über die aktuelle Situation und meine Gedanken sind bei den Eltern, die ihre Kinder verlieren bzw. bei den Familien, die einander verlieren.                                     Mögen sie diese Bilder nie sehen. Tina (Tante Emma // @_Gemischtwaren

Vorneweg: Ich bin selber in der Flüchtlingshilfe aktiv, und bekomme viele verschiedene Schicksale mit. Und auch ich finde jeden einzelnen Tod eines Flüchtlings, ob nun auf hoher See, im LKW oder sonst wo, schrecklich und absolut überflüssig. 
Aber noch überflüssiger ist es, dass aktuell zB das Foto des kleinen toten Jungen, der an der türkischen Küste gefunden wurde, von Hinz und Kunz auf Facebook, Twitter, Instagram und Co geteilt wird! 
Für mich ist das eine ekelhafte Instrumentalisierung und Entwürdigung, die aktuell stattfindet, die mit Anteilnahme oder auch „Informieren über die Flüchtlingssituation“ herzlich wenig zu tun hat. Dass die Flucht, grade über das Meer, mehr als lebensgefährlich ist, sollte jedem Menschen mit halbwegs klarem Verstand bewusst sein – und dass jener Fluchtversuch leider auch oft tödlich endet, ebenso. 

Aber, um mal ein konkretes Beispiel zu nennen: Würde man die Fotos toter Autofahrer, die kurz zuvor bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen sind, in sozialen Netzwerken teilen, nur um auf die Gefahren von zB Alkohol am Steuer, Drängeln oder Fahren mit überhöhter Geschwindigkeit aufmerksam zu machen? Nein! Und warum nicht? Weil es unnötig, und vor allem aber völlig respektlos ist.

Unnötig, da es die Menschen, die man damit eigentlich „ansprechen“ will, eh nicht erreicht. Denn diese kennen ihre Einstellung eh zu gut, und werden diese aufgrund eines Bildes sicherlich ändern. 
Und respektlos, da die Würde eines Menschen auch nach dessen Ableben geachtet werden sollte – und dies ist meiner Meinung nach eben nicht gegeben, wenn das Foto einfach, und zT auch aus Sensationsgier, wie wild geteilt wird. 

Helfen tut man den Flüchtlingen selbst damit zumindest nicht, wenn man einfach nur stumpf ein Foto teilt – helfen tut man, wenn man zB Dinge spendet, Ausflüge mit organisiert, oder die Flüchtlinge einfach mal herzlich Willkommen heißt. Helfen kann man auch, indem man auf die Straße geht, und der Regierung zeigt, dass es absolute Scheiße ist, dass sie Waffen in zT genau jene Kriegsgebiete liefern, aus denen die Menschen fliehen, und somit indirekt auch dafür sorgt, dass Menschen unter Einsatz ihres Lebens flüchten müssen.

Und – von alledem einmal ganz abgesehen – ist es auch eine Zumutung für psychisch labile Personen (dazu kann man zB durchaus auch Schwangere zählen, Horrormone und so), dass einfach so, ohne Vorwarnung, plötzlich Bilder von toten Menschen (es müssen nicht mal Flüchtlinge sein), in die Timeline oder die Chronik gespült werden. Selbst für psychisch stabile Personen ist der Anblick eines Toten – sei es in real, oder auf einem Foto – oft nicht mal eben so zu verkraften. 
Von daher sollte es meiner Meinung nach verboten sein, diese Fotos in sozialen Netzwerken ohne Warnung oä zu teilen! Von der Veröffentlichung in Printmedien mal ganz abgesehen…

ich habe zu der Verbreitung der schrecklichen Bilder kaum Worte. Ich finde das Vorgehen abstoßend, menschenverachtend und pietätlos. Wie kann man nur glauben, dass diese Bilder die Menschheit aufrütteln und die Flüchtlingspolitik ändern? Und das alles auf dem Rücken unschuldiger Kinder, die nicht mehr gefragt werden können! Es macht mich wirklich sprachlos, wie respektlos die Bilder verbreitet werden. Das alles unter dem Deckmantel der Menschlichkeit, denn viele Kommentare werden mit ’so ist nun mal das Leben, schaut nicht weg‘ begründet. Ich schaue auch nicht weg! Ich will nur diese Bilder nicht sehen müssen. Ich will selbst entscheiden können, ob ich mir die Bilder anschaue und nicht ständig auf meiner Timeline in Facebook darüber stolpern. Ich will nicht an einer Gemeinschaft teilhaben, die die Würde des Menschen mit Füßen tritt und auch noch glaubt, dadurch Gutes zu bewirken!

Für mich steht fest: Alle, die diese Bilder teilen, haben genauso wenig Achtung vor Flüchtlingen wie diejenigen die ‚rechtslastige‘ Kommentare von sich geben. Denn in beiden Fällen wird der Mensch gedemütigt und verachtet. Wenn ich mir vorstelle, dass diese Bilder die Familien der Kinder erreichen wird mir schlecht! Ich möchte meine Kinder so nicht auf Facebook sehen müssen!

Viele Grüße, @Sailorgrumpymum von Twitter

ich habe zu der Verbreitung der schrecklichen Bilder kaum Worte. Ich finde das Vorgehen abstoßend, menschenverachtend und pietätlos. Wie kann man nur glauben, dass diese Bilder die Menschheit aufrütteln und die Flüchtlingspolitik ändern? Und das alles auf dem Rücken unschuldiger Kinder, die nicht mehr gefragt werden können! Es macht mich wirklich sprachlos, wie respektlos die Bilder verbreitet werden. Das alles unter dem Deckmantel der Menschlichkeit, denn viele Kommentare werden mit ’so ist nun mal das Leben, schaut nicht weg‘ begründet. Ich schaue auch nicht weg! Ich will nur diese Bilder nicht sehen müssen. Ich will selbst entscheiden können, ob ich mir die Bilder anschaue und nicht ständig auf meiner Timeline in Facebook darüber stolpern. Ich will nicht an einer Gemeinschaft teilhaben, die die Würde des Menschen mit Füßen tritt und auch noch glaubt, dadurch Gutes zu bewirken!

Für mich steht fest: Alle, die diese Bilder teilen, haben genauso wenig Achtung vor Flüchtlingen wie diejenigen die ‚rechtslastige‘ Kommentare von sich geben. Denn in beiden Fällen wird der Mensch gedemütigt und verachtet. Wenn ich mir vorstelle, dass diese Bilder die Familien der Kinder erreichen wird mir schlecht! Ich möchte meine Kinder so nicht auf Facebook sehen müssen!

Viele Grüße,
Julia (schimpfmalmama)

Claudia Stiegler nein, ich finde nicht dass Bilder von toten Flüchtlingen und vor allem von toten Kindern und generell nicht von toten menschen gepostet werden soll. ich denke jeder weiss was gerade passiert und jeder kann sich sicherlich vorstellen wie viele dinge aussehen und ablaufen. ich hatte gestern so ein Bild gesehen und das hat mich total aus der bahn geworfen. konnte die ganze nacht nicht schlafen und habe viel geweint. es ist schrecklich was passiert aber ich an der Situation nichts ändern. ich bin nicht Gott und leider nicht in einer Position wo ich tatsächlich etwas bewirken kann und somit kann ich nichts weiter tun als spenden und eine helfende Hand reichen aber mehr geht – auch wenn ich gerne sofort das ganze Drama beenden würde. aber ich möchte nicht mit solchen Bildern konfrontiert werden und ich sehe keinen sinn darin solche Bilder zu verbreiten. das hat genau den gleichen Charme wie gaffen bei einem Unfall oder ähnliches und wenn ich hier bei fb weiterhin damit konfrontiert werde, werde ich fb wohl für längere zeit verlassen müssen. bin nicht stark genug für solche Bilder

Das Bild rüttelt mich nicht wach. Auf das Bild reagiere ich nicht als politisch denkender Mensch. Ich reagiere als Mutter. Obwohl ich kaum hinschauen konnte. In mir wuchs der Wunsch, ja das Verlangen, diesen kleinen Jungen aufzuheben und in den Arm zu nehmen, trösten. Ich finde, das Bild zu teilen, und sei es mit den besten Absichten, widerspricht der Würde der toten Menschen, weil es ihre Körper instrumentalisiert. Könnten solche Fotos ein Umdenken bewirken, würde die Gesellschaft längst anders denken, längst anders handeln. Wir hätten eine andere Politk! Diese Fotos mit im Mittelmeer ertrunkenen Flüchtlingen gibt es seit Monaten! Erst seit Tagen werden sie zunehmend in Social Media geteilt. Natürlich mit der besten Absicht, das Bild möge aufrütteln, möge zum Umdenken bringen. Als politisch denkender Mensch wird mir beim Anblick dieser Bilder umso mehr bewußt, dass wir offene, freie und sichere Fluchtwege brauchen. Und zwar schnell. Aber andere, die Angst haben, die Flüchtlinge würden ihnen etwas wegnehmen? Bringen sie diese Fotos auch zum Handeln, zum Helfen? Mama Notes

 

Fotos von Leichen auf Social-Media-Kanälen sind vor allem würde- und respektlos. Das steht außer Frage. Ich möchte schreiben, wie ich mich als Mutter dabei fühle und wie ich mich verhalte, wenn ich Fotos von toten Kinderkörpern auf Online-Kanälen sehe:

Tränen schießen mir in die Augen. Mein Herz bricht. Ich werde regungslos – fast ohnmächtig, sitze nur da und versuche die Bilder wieder aus meinem Kopf zu bekommen. Ich schließe die Augen, die Bilder erscheinen mir immer wieder und ich versuche sie mit Gewalt zu verdrängen. Ich sollte froh sein, dass meine Kinder es gut haben. Schäme mich aber, dass wir es ein besseres Leben haben.

Was bringt diese Art von Fotos? Aufklärung? Nein, nicht für mich. Denn in dieser Zeit, in der ich mit den Gedanken und Bildern kämpfe, könnte ich Sinnvolleres machen – für die Geflüchteten. Nicht nur kopflos durchs Haus rennen und alle Kleiderschränke durchwühlen, ob sich wohl doch noch ein Winterpullover in ihm versteckt.
Liebe Grüße,
Ute


Weitere  Texte und Diskussionen findet ihr auf :

Kathrin von Nestling Von Liebe und Respekt (und dem Mit Fehler zu begehen)

Eine Diskussion bei Fb auf der Seite von MeSuperMom Jette

Da seit einigen Tagen vermehrt Fotos von toten Kindern und Erwachsenen geteilt werden, die an die Strände gespült…

Posted by ME Super Mom on Donnerstag, 3. September 2015

Papaleaks Ich will das nicht sehen!

Mama Notes Wie wichtig ist unser Schmerz? – Über das Zeigen des Fotos des toten Kindes

Nicht vergessen möchte ich die rigorosen „Nein“-Stimmen, die für ihre Entscheidung keine Begründung brauchen. Danke euch für eure Meinung und den Austausch 🙂


Ein kleines Fazit: Im Text oben habe ich geschrieben, dass die digitale Freitheit keinen Pressekodex kennt. Nach den vielen Beiträgen glaube ich aber, dass ein Mensch mit Empathie und gesundem Menschenverstand diese Regeln automatisch befolgen würde.

Ich danke euch alle für eure Resonanz, für eure offenen Herzen und den Mut mit offenen Augen in diese Zeit zu gehen.

 

Das Selbstbild eines Bloggers

Heute ist es soweit: mein kleiner Blog wird 1 Jahr! Die beste Gelegenheit um sich die Zeit für eine kleinen Blick auf mein Bloggerumfeld schweifen zu lassen und ein paar Fragen zur Identität der Blogger ins den virtuellen Orbit zu schicken.

Dieser Beitrag ist auch an niemanden persönlich gerichtet, sondern soll mein Gefühl beschreiben, welches mir meine ‚Bloggerszene‘ in den vergangenen Wochen und Monaten bereitet hat.

Ich war schon immer ein Internetmensch. Mit 14, 15 war ich in den Chatrooms und in Foren unterwegs. Und auch da habe ich nicht nur sehr viel Zeit verbracht, sondern auch echte Freundschaften geschlossen. Die kleine Gruppe die sich da gebildet hat, hat drei Jahre überdauert, bis wir uns aus den Augen verloren haben. Mit den Leuten ist auch der kleine virtuelle Irish Pub eingeschlafen. Sehr schade eigentlich. Zum Glück darf ich mittlerweile echtes Guinness trinken.

Viele Jahre später habe ich dann mit dem Fernabitur begonnen. Darüber gebloggt und aktiv im Forum geschrieben. Es hat sich eine kleine RL-Lerngruppe gebildet und wir haben uns durch die Jahre getragen und uns auch so getroffen und unsere Freizeit miteinander verbracht. Und auch meine Mutter hat durch ein Hobbyforum Freundschaften zu Gleichgesinnten gefunden. Die Treffen sind klar hobbybezogen, aber es haben sich auch bereits langjährige Freundschaften entwickelt.

Was ich damit sagen möchte? Dieses Internet ist eine super Sache. Es bringt Leute zusammen, die die gleichen Interessen haben oder zufällig auf der gleichen Wellenlänge surfen.

Selbstbild eines Bloggers

In diesen ganzen Jahren Internet ist mir einiges schon begegnet. Leute die sich besonders wichtig nehmen und die für sich eine ganz klare Definition benötigen.

Jetzt bin ich ja auch so ein Blogger. Oder so. Oder ich teile einfach über das Medium Internet, mit Hilfe eines Blogsystems Wissen, Erfahrungen und Geschichten. Ich blogge.

Das Bloggen ist eine Tätigkeit und hat den Vorteil, dass es über die oben genannten Hilfsmittel -allen voran das Internet natürlich- viele Menschen erreichen und vernetzen kann. Das ist auch gut, denn für jeden gibt es ja bekanntlich genug und die richtigen Leser.

Es hinterlässt bei mir ein ungutes Gefühl, dieses definieren als Jemand, was aber eigentlich eine Tätigkeit beschreibt.

Es ist einfach das Gefühl, dass da was nicht zusammen passt: Die Definition von Blogger als etwas Besonderes, als jemanden Besonderes. Ist dabei nicht eigentlich so, dass Mensch dahinter steht – als einzigartige Person, die die Tasten drückt und die etwas tolles/wichtiges/interessantes verbloggt und dabei das Medium Internet als Multiplikator benutzt?

Der Blogger kann nichts. Ist aber alles!

Es gibt Millionen, wenn nicht gar Milliarden von Blogs. Einige werden nach kurzer Zeit der Euphorie aus verschiedenen Gründen wieder offline genommen. Wer aber dabei bleibt kann, wenn er sich gut vernetzt, eine stetig ansteigende Leserschaft an sich binden. Ganz unverbindlich schreiben sie ihre Texte an die unbekannte Leserschaft. Der Blog lebt von einem Menschen, der seine Geschichten (Geschichten stehen jetzt hier stellvertretend für alles Geschriebene) veröffentlicht.

2014 gab es bei Tumblr 182,5 Mio. Blogs – und dann kommen die anderen Plattformen noch dazu!

Was ich damit sagen will: Was ihr (und ich natürlich auch!) da macht ist nichts besonderes! Jeder der einen Internetzugang hat und die Grundkenntnisse der geschriebenen Sprache beherrscht, kann einen Blog schreiben. Und das ist auch gut so: Meinungsfreiheit und Vielfalt und so.

Mir fiel das als erstes Beispiel nur die Beschreibung der Fähigkeit Geschicklichkeit Stufe 1 (aus dem alten Vampire-Regelwerk) ein: du kannst gehen und Kaugummi kauen gleichzeitig! *hier ironisches klatschen einfügen *

Wie ich aus einem Vampir mit Knoten in den Beinen keinen erfolgreichen Jäger machen kann, so schreibt man nur mit der Fähigkeit eine Tastatur zu bedienen keinen Top-Blog oder wird zu einem Pulitzer-Anwärter.

Warum ist es also gerade in der Elternblogger-Szene so verbreitet sich so stark hervortun zu wollen, sich dieses Label ‚Blogger‘ auf die Stirn tackern und diese Tätigkeit als Selbstzweck zu stilisieren?

Ich bin kein Blogger! Sondern ein Mensch der Sachen ins Internet schreibt!

Mit diesem Trugschluss, dass man mit der Bedienung eine Blogsystems nicht nur seine Berufung, sondern auch seinen neuen Beruf gefunden hat und nun zur schreibenden Zunft gehören möchte, werden die frischgedruckten Visitenkarten, die About-Seiten auf dem und die Biographie auf Twitter nicht nur mit der eigenen Blog-Adresse gefüllt, sondern auch mit den wohlklingenden Bezeichnungen: Blogger, Journalist, Autor.

Weil ich mal ein paar Teile nähe, bin ich ja auch keine Näherin. Oder Köchin, weil ich auch gerne koche, oder?

Einheitsbrei und Artikel um ihrer selbst willen

Von den 590 Twitter-Followern befinden sich geschätzt 350 Elternblogger und den unendlichen Blogs in meinem Feed-Reader sind auch überwiegend Familienblogs zu finden. Ich brauche nicht mal mehr ein Drittel davon zu lesen, denn die Artikel ähneln sich immer mehr.

Wer jetzt sagt: ‚dann klick doch einfach weg.‘, hat vielleicht recht. Und das mache ich auch: die immer gleichen Artikel rund um die gleiche Kooperationskampagne, und das eine Produkt oder 25 mal der gleiche Bericht zum Blogger-Event von Firma XY, ein Video zur Flechtfrisur oder ein 08/15-Kinderbuch im Test…muss nicht sein!

Das sind die einen Artikel die mich gerade nerven, denn sie sind ÜBERALL!

Was aber eher diese ungute Gefühl verursacht sind die Berichte über sich selbst als Blogger. Wie toll es als Blogger ist, was man alles macht, wie einen der Sog der Zahlen motiviert weiter zu machen. Und dann kommt nämlich in vielen Berichten der Punkt: der Blogger produziert Content für die Klickzahlen! Ich glaube ich habe schonmal an anderer Stelle darüber geschrieben.

Und dann gibt es die, die es unbedingt wollen: Blogger sein! Mit dabei bei den Großen!

Manchmal kommen auch neue Blogs hinzu, die starten durch. Sind plötzlich da, bedienen ihre Nische und sind zudem noch von sehr sympathischen, bodenständigen Personen. Und dann gibt es die, die auftauchen und sehr, sehr penetrant und überall nach Aufmerksamkeit gieren. Man merkt dann: diese Person will es unbedingt! Blog to Business, sich etablieren und bei ‚den Großen‘ mitspielen.

 

 

Auch nach einem Jahr virtuelles Leben habe ich wohl noch nicht die Nische gefunden, in der ich mich wirklich zu Hause fühle. Das hat nichts damit zu tun, dass ich die Menschen, die ich bereits kennenlernen durfte nicht zu schätzen weiß, ganz im Gegenteil. Sie bereichern meine Welt und sind daraus nicht mehr wegzudenken.

Und doch muss ich sagen,dass ich mich so wie sich meine Filterbubble gerade zusammensetzt, nicht wirklich identifizieren kann.

Das hat vor allem etwas damit zu tun, wie ich das Selbstbild der Blogger aus dieser Blase empfinde.

Damit ihr mich nicht falsch versteht: Kontakte knüpfen und Netzwerken sind ein wunderbares Instrument auf so vielen Ebenen! Und darum soll …

… sich zusammenfinden, was zusammen gehört!

Im Allgemeinen würde es uns alle weiterbringen, wenn weniger ‚Blog to Business‘ in Vordergrund stehen würde und das die Zahlen (die sind natürlich wichtig) einen nicht das eigentliche Ziel aus den Augen verlieren lassen.

Anstatt nur auf die Kooperationen zu schielen, wären fundierte Angebote in Sachen Textarbeit, Recherche, Stilfindung und moderierte, themenbezogene Diskussionsrunden eine gute Alternative zu der ewigen Frage nach Kooperationen, oder?


Mein Wunsch: mehr gute Texte, weniger Füller, weniger Werbung, weniger Selbstdefinition über die Tätigkeit Bloggen und dafür mehr Mensch! Mehr Geschichten! Individuelle, bunte, lebendige Geschichten!

Zum Schluss komme ich natürlich noch einmal auf die Frage zurück, wohin in mit meinem Blog gehen wird. Ganz ehrlich? Ich weiß es nicht! Werbung und Kooperationen stehe ich persönlich weiterhin kritisch gegenüber. Das hat viele unterschiedliche Gründe. Der Hauptgrund ist aber einfach, weil es nicht zu mir passt.

Vielleicht fällt es mir auch einfach schwer, diesen Zustand und diese Entwicklungen zu akzeptieren, weil ich noch nicht in dieser ‚digitalen Welt‘ angekommen bin, in denen es die Berufsbezeichnung: Blogger und Speaker gibt 🙂

In diesem Sinne: Ahoi!

 

Blogparade: Zeigt her eure Hobbys! #HobbyLiebe

Laut Wikipedia ist ein Hobby folgendermaßen definiert:

„Ein Hobby (deutscher Plural: Hobbys), auch Freizeitbeschäftigung oder Steckenpferd genannt,[1] ist eine Tätigkeit, die der Ausübende freiwillig und regelmäßig betreibt, die dem eigenen Lustgewinn oder der Entspannung dient und zum eigenen Selbstbild beiträgt. Ein Hobby ist kein Beruf und repräsentiert für den Ausübenden einen Teil seiner Identität.“

Und auch wir „fröhnen“ (wie der Mann das immer so schön sagt) vielen Hobbys und Interessen. Ich stelle euch ein paar vor und lade euch zu einer Blogparade ein: Zeigt her eure Hobbys!

 

Dinge, die man gerne macht…

Ich habe schon immer viele Interessen gehabt. Früher waren es Haustiere und das Reiten. Ich habe schon immer gerne gelesen und habe auch schon so gut wie alles gesammelt, was man so als Kind und Jugendlicher sammeln kann. Allerdings blieben meine Eltern verschont von diversen Fan-Kreisch-Attacken und der Didl-Sammelwut 🙂

Später habe ich angefangen mich für Historisches und Esoterisches zu interessieren. Das mit der Esoterik hat sich zum Glück verwachsen 😉

 

…und gut kann

 

Historisches mit viel Handwerk

Selbstgefärbte Wolle mit Naturfarben, teils auch mit der Handspindel gesponnen und mit der Brettchenwebmethodezu Bändern gewebt  Quelle: Miriam Schaefer
Selbstgefärbte Wolle mit Naturfarben, teils auch mit der Handspindel gesponnen und mit der Brettchenwebmethodezu Bändern gewebt
Quelle: Miriam Schaefer

Mit der Volljährigkeit haben sich meine Interessen dann ein wenig verschoben. Ich habe aufgehört zu reiten (um später wieder anzufangen -große Ponyliebe!) und dafür habe ich angefangen eine Mittelalter-Reeanctmentgruppe zu gründen. Anfangs waren die ‚Ratinger Plänkler‘ noch ein wenig stümperhaft, aber mittlerweile haben wir uns ganz schön gemausert. Gleichzeitig haben wir angefangen uns für das eisenzeitliche Gehöft zu interessieren und aktiv daran mitzuarbeiten.

Mit diesen beiden Hobbys kamen eine Menge Handwerksarbeit und Nähskills auf uns zu. Da wurde genäht, gewebt und gestickt und Häuser gebaut. Leider ist das in den vergangenen zwei Jahren etwas untergegangen. Das muss definitiv wieder reaktiviert werden!

 

Phantastisches und Kreatives

Hier wird auch geknipst...
Hier wird auch geknipst…

 

Ihr kennt Pen&Paper Rollenspiele? Nicht? Hier mal einfach erklärt: man sitzt mit ein paar netten Leuten zusammen, futtert lecker Kram und spielt eine Geschichte durchs erzählen aus. Ich würde gerne sagen, dass es sich nur nerdig anhört…aber ist es leider wirklich 🙂

Wir haben hier nicht nur eine ansehnliche Menge an Rollenspielsystemen, sondern auch ein paar Selbstentwickelte. Hier mal einen Einblick in das „Projekt Sintflut“, das der Mann mit einem guten Freund entwickelt hat.

Nicht zu vergessen ist auch meine Photoliebe: Digital und Analog! Im Keller schlummert noch ein ganzes Fotolabor auf einen Einsatz und leider habe ich immer mehr Ideen für Photoprojekte im Kopf, als Zeit für ihre Umsetzung. Ihr könnt ja mal hier auf den verwaisten Blog schauen und auch mal auf dem 500px-Account stöbern. 2012 habe ich auch mal für einige Monate ein Teilzeitstudium im Bereich Fotografie begonnen (und wieder aufgehört, weil ich einen Studienplatz in Biologie bekommen habe).

 

Pflanzen, Viecher, Ponyliebe!

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Ich liebe Tiere, Pflanzen, Steine. Als Buch, auf Messen und in echt. Darum haben wir hier in regelmäßigen Abständen nicht nur neues Viechzeug am Start (Reptilien, Insekten), sondern auch mal eine erstaunliche Menge an Pflanzengedöns dafür!

Achja, und dann ist da ja noch die Ponyliebe: wenn ich wieder genug Zeit und Geld hätte, würde ich so gerne wieder eine Reitbeteiligung haben! Insgeheim hoffe ich ja, dass die Raupe irgendwann mal ihre liebe für Pferdchen und Ponys entdeckt! Ganz uneigennützig natürlich!

 

 

Bücher über Bücher…und Zeitungen

Ein kleiner Ausschnitt der Bücherberge
Ein kleiner Ausschnitt der Bücherberge

Hier wird eigentlich alles gelesen, was gelesen werden kann. Zwanghaft. In jeder Ecke stapeln sich hier Bücher und Zeitschriften und Zeitungen. Vor unserem Umzug habe  ich dann schweren Herzens ca. 300 Bücher in die Freiheit (den Bücherschrank) entlassen.

 

 

 

 


 

Das ist jetzt nur eine kleine Auswahl an meinen (unseren) Hobbys. Nach und nach werde ich mal die einzelnen Interessen vorstellen. Nun aber zu euch: was sind eure liebsten Hobbys, euer Zeitvertreib, die Dinge, in denen ihr richtig gut seid?

Ich lade euch ein zur Blogparade! Verlinkt doch einfach euren Artikel hier unten! Oder schreibt bei Facebook und Twitter unter dem #HobbyLiebe

Ich bin gespannt, wie vielfältig eure Interessen sind 🙂

 

In diesem Sinne: Ahoi!

p.S.: Wer Probleme hat den Link via Inlinkz einzufügen, kann seinen Link in die Kommentare einsetzen. Es gibt hier wohl wieder eine Blogger/Blogspot – WordPress Problematik ;-(

#momsrock – Wir rocken das Elternding

Lucie Marshall hatte beim Kinderarzt eine Schlüsselsituation. Ihr Arzt ‚Sie machen das wirklich gut!‘ Danach hat sie die Blogparade #momsrock gestartet, denn eigentlich macht man viel mehr total gut im Umgang mit den Kindern, als einem das schlechte Gewissen einreden möchte. 

Eigentlich wollte ich ja bereits ganz am Anfang bei dieser Blogparade mitmachen, aber wie das ja manchmal so ist, kam mal wieder einiges dazwischen. Zum Glück gab es nun für die Nachzügler wie mich, eine Fristverlängerung! Und trotz dieser Verlängerung tippe ich natürlich in der allerletzten Minute 🙂 Hier ist mein Beitrag zur Blogparade: #momsrock!


 

Dieses Mütter/elternding war eigentlich für mich immer etwas, was andere haben. Ich konnte mir das nie so recht vorstellen mein Leben mit so einem kleinen Wusel zu teilen und das Glück im Familienalltag zu finden.

Als ich dann die Idee hatte: ‚hey, Kind hört sich sich eigentlich ganz gut an‘, musste es dann auch direkt sein. Wer weiß, ob sich diese Idee bei genauerem Nachdenken nicht doch als eher unklug herausstellt!!?  So ist nämlich meine Taktik im Leben: oh, hört sich gut an. Mach ich! Falls es dann doch nicht so ist, wie man sich das vorgestellt hat, kann man ja auch zurückrudern.

 

Gut gemacht!!

 

Zurückrudern geht immer. Aber bei einem Kind?! Geht ja schlecht. Wenn es sich erst mal eingenistet hat, ist es da – und wächst! Und zwangsläufig möchte es auch irgendwann aus seiner kuschligen Einraumwohnung heraus. Und dann geht es erst richtig los!

 

„Sie machen das wirklich gut!“ Sagte mir die Frauenärztin bei den regelmäßigen Kontrollen. Das Thema Ernährung hatten wir in zwei Minuten abgehandelt, per Embryotox die Medikamente abgeklärt und auch eine Lösung gefunden, wie man als Schwangere mit vulkanischen Schwefeldämpfen umgeht (nämlich gar nicht – meine Exkursion habe ich dann abgesagt!). Auch die Sache mit den 1001- Möglichkeiten der Diagnostik sind wir mit bedacht angegangen. Für die Ärztin war ich eine seltene Spezies der nicht-panischen Schwangeren. und das habe ich wirklich gut gemacht!

 

„Sie machen das wirklich gut!“ Das hat uns auch die Hebamme, Ärztin und der Oberarzt gesagt, nachdem wir nach Geburtsstillstand immer noch nicht in Panik ausgebrochen sind.

 

„Sie machen das wirklich gut!“ Sagte uns die Hebamme, als wir mit unserem Miniwürmchen zu Hause waren und sie sich leicht überflüssig vorkam. Trotz vollkommener Müdigkeit haben wir das gerockt!  Und auch unsere Kinderärztin sagte: Sind sie mit dem Baby zufrieden? – Dann ist das Baby auch zufrieden! Und wir waren sehr zufrieden (ausser die Brüllerei – aber da machste nichts, ausser durchhalten!)

Grundsätzlich bin ich ja der Meinung, dass man sich eigentlich immer toll und gut finden sollte! Das gelingt zwar nicht jeden Tag, aber es sollte häufiger sein, als die Tage mit Selbstzweifel, schlechtem Gewissen  und Weltschmerz.

Viel zu häufig warten wir nämlich darauf, dass jemand uns von aussen sagt, was wir gut gemacht haben. Und wenn es keiner sagt? Dann geht man natürlich davon aus, dass man es schlecht gemacht hat. Oder andere es eh viel, VIEL besser können/machen als man selbst. Ist doch schon irgendwie komisch, wie man sich selbst niedermacht, oder?

 

Eltern machen es nicht automatisch richtig

 

Es klingt vielleicht etwas paradox, wenn ich hier so häufig schreibe: hört auf euer Bauchgefühl und mit mehr Selbstbewusstsein wird man schon einen guten und richtigen Weg finden. Das ist natürlich meine Meinung, aber ebenso bin ich auch der Ansicht:

Nur weil man ein Kind auf die Welt gebracht hat, ist es nicht zwangsläufig richtig, was man damit anstellt! Genau das wird aber den Frauen häufig vermittelt: du bist die Mutter und weißt zu 100% was richtig ist. Eher nicht, denn manchmal werden Entscheidungen auch aus Unwissenheit oder falschen Informationsquellen heraus getroffen. Und das macht es dann nicht unbedingt ‚richtig‘. Manchmal ist gut gemeint nämlich auch Mist.

Und dann gibt es ja immer noch die Mütter, die ihre Kinder vernachlässigen, misshandeln, misshandeln lassen, non-stop vor der Glotze abschieben, stundenlang ferbern …ach, diese Liste ist unendlich! Manchmal passieren diese Dinge auch mit dem Gedanken etwas gutes zu tun. Auch irgendwie paradox! Aber das macht es nicht richtig, da stimmen mir doch alle zu, oder?

Aber angesehen davon  -und die eben genannten Handlungen werden Kindern zwar leider viel zu häufig angetan, aber es ist wohl doch eher die Ausnahme – woher kommt das schlechte Gewissen, dass die meisten Mütter umtreibt?

 

 

Perfekte Welt für perfekte Kinder?

 

Ich lese so häufig von dem schlechten Gewissen, dass die Mütter haben, weil sie: arbeiten, nicht arbeiten, den Haushalt nicht schaffen, die Kinder in die Kita müssen, man nicht mehr kann, sich eine Auszeit wünscht (aber ein schlechtes Gewissen hat)…etc pp.

Viele wollen alles unter einen Hut kriegen und verzweifeln. Man ist halt keine Maschine und wuppt ALLES. Dazu noch top entspannt und instyle-mäßig geschminkt. Geht nicht! Ist auch nicht nötig, denn wir sind alles…

 

 ..Individuen in einer unperfekten Welt

Wir sind alle irgendwie groß geworden. Und auch, wenn ich mit meiner Kindheit sehr zufrieden war, so war sie sicherlich nicht perfekt. Und meine Eltern haben ihre Sache schon ganz schön super toll gemacht, aber sie waren bestimmt nicht fehlerlos!

Genau so war es auch bei all meinen Freunden und Klassenkameraden: irgendwas ist immer. Und gerade bei den Kindern, deren Eltern alles richtig machen wollten….bei denen kam es nachher in irgendeiner Art zu einem Zusammenbruch.

Was aber viel, viel wichtiger ist – und jetzt komme ich auch endlich zum Schluss  – aus allen diesen Kindern, die in dieser nicht – perfekten, mit pädagogisch nicht 100 % wertvollen Familiensituationen, nicht quality-time getakteten Welt groß geworden sind und nicht mit Bio essen genährt wurden: aus diesen Kindern sind recht passable und erfolgreiche Erwachsene geworden!

 

 

„Sie machen das wirklich gut!“ – Mein Fazit

 

Wir wussten nicht, was bei diesem Elternding auf uns zukommt und lassen uns jeden Tag überraschen. Wir tuen, was wir können: wir geben unserer Tochter Liebe und Halt, wenn sie es braucht; soviel Nähe, wie sie benötigt; vertrauensvolle Betreuungsorte und Personen, wenn wir mal selbst nicht da sind; gesundes Essen und die Möglichkeit sie selbst zu sein!

Das machen wir wirklich gut!

Eltern brauchen kein schlechtes Gewissen haben, sofern sie nicht ihre Kinder seelisch oder körperlich misshandeln (s.o.)!  Man macht zwar nicht alles automatisch richtig, aber auch nicht alles falsch. Scheucht das schlechte Gewissen aus dem Kopf und findet euch selbst, egal ob Eltern oder nicht, einfach mal super!

Hauptsache: informiert sein, kritikfähig bleiben, sich selbst gut finden und KEINE PANIK!

Und falls es dir heute noch keiner gesagt hat: DU MACHST DAS WIRKLICH GUT!

 

Ahoi!

Ich sage: DANKE!

Kurz vor Jahresschluss ist es noch Zeit mal ein kleines DANKE an ein paar Leute zu senden, die mich in diesem Jahr begleitet haben!

Ich möchte DANKE sagen an alle Freunde und Verwandte, die uns bei der Renovierungsphase so gut unterstützt haben, mit Körperkraft, Zeit und Geld! DANKE!

Ich möchte DANKE sagen an all die fleißigen Umzugshelfer! Echt jetzt; ohne euch hätte das nicht funktioniert!

Ich möchte DANKE sagen an meine Mama und ihren Mann, dass sie mit Geduld die kleine Raupe übernommen haben, damit ich zumindest ein paar Stunden zum Durchatmen hatte!

Ich möchte DANKE sagen an alle meine Freunde, zu denen sich das Verhältnis durch die Geburt des Kindes nicht verändert hat! Danke euch für Geburtstagseinladungen, Besuche, gemeinsame Ausflüge!

Ich möchte DANKE sagen zu den geduldigen Nachbarn und netten Menschen, die sich NIE,NIE beschwert haben, obwohl es bestimmt manchmal bestimmt echt nervig war!

Ich möchte mich bei allen bedanken, die mich in diesem Jahr begleitet haben. Die mich motiviert, inspiriert und oben gehalten haben. DANKE!!

Ich möchte DANKE sagen für alle die tollen Sachen, die wir für unsere Raupe bekommen haben!

Und natürlich möchte ich vor allem EUCH danken – ihr lieben Leser:

Mit insgesamt 4044 Lesern und 20.000 Seitenaufrufen habe ich zu Beginn des Projektes nicht gerechnet und freue mich über jeden einzelnen Besuch und jeden Kommentar!

Danke auch an die 362!! Follower auf Twitter und 38 Leuten die mir auf Facebook folgen. Ich lese euch jeden Tag gerne und hoffe es ist andersherum auch so!

DANKE!DANKE!DANKE!

So, nun kann ich ruhig ins neue Jahr starten und hoffe, wir sehen uns in 2015 wieder!

Ahoi!

Einmal Bremse, bitte! #blogpause

Es ist ruhig geworden hier auf dem Blog. Es ist #blogpause! Es liegt aber nicht daran, dass ich nicht will! Ganz im Gegenteil: ich vermisse mein kleines zweites Zuhause, aber irgendwie ist der Wurm drin. Und der nennt sich Murphy!

Erst hatte ich mich vor einigen Wochen rar gemacht,weil ich mir über mein Konzept und das Layout unschlüssig war. Fragen wie: was ist die Nische, welches Konzept will ich verfolgen und wie kann ich das umsetzen?, standen im Raum. Auf die meisten dieser Fragen habe ich eine Antwort gefunden. Dies alles umzusetzen erfordert aber wiederum etwas Geduld und Investition. In der Zwischenzeit habe ich (endlich) mein Gewerbe angemeldet und warte auf meine Steuernummer, denn es stehen ja für das kommende Jahr auch die neuen Blogprojekte an. Dazu dann die Tage mehr. Das alles versuche ich zu koordinieren neben Familie, Haushalt, Vollzeitjob und nebenbei habe ich ja auch mal das Bedürfnis nach anderen menschlichen Kontakten. Und so verrinnt die Zeit und ich verzettel mich in meinen Planungen, denn wirklich wohl fühle ich mich nicht. Ich bin immer noch dauermüde und erschöpft. Hier wechseln sich die Familienmitglieder mit den diversen Infekten ab und wenn hier grad keiner keucht oder zahnt, dann liege ich pünktlich zum Wochenende mit Migräne flach.

Stress lass nach

Aus diesem Grund wurde hier reduziert. Und zwar alles, was gerade nur unnötig Energie kostet.

Aus diesem Grund gibt’s hier kein Weihnachtsstress, kein Plätzchengebacke, kein Dekoirrsinn oder Zwangsbloggen.

Stattdessen versuchen wir uns auszukurieren, zu entspannen und endlich mal das Schlafdefizit auszugleichen, dass uns nun fast ein Jahr verfolgt.

Ich hab euch nicht vergessen und zwischendurch lass in mich ja auch auf Twitter blicken. Auf Facebook haben sich mittlerweile so viele Nachrichten angesammelt, dass ich mich schon gar nicht mehr traue, dort das Postfach zu öffnen