Das Internet und die Grenze zum Persönlichen

Oder: warum ich keine Geburtsberichte lese/schreibe und die Frage, ob Temperaturkurven und Schleimfotos ins Internet gehören.

Lange habe ich überlegt, wie ich meine Gefühle zu diesem Thema beschreiben kann. Ich will nicht sagen, dass über diese Themen nicht mehr geschrieben werden soll oder darf, denn es gibt ja wie in der realen Kommunikation immer einen Sender und einen Empfänger. Es nützt also mindestens einer Person was. Das ist gut und soll ja auch so.

Gerade bei die Themen rund um die Schwangerschaft (oder den Wunsch danach) und die Geburt, sind ein sehr sensibles und persönliches Thema. Es ist viel Hoffnung, Leid und Freude daran geknüpft. Gerade weil es so persönlich ist, frage ich mich aber, warum wird es so sehr in die Öffentlichkeit, bzw in den Orbit des Internets getragen. Ein Ort den jeder Einsehen kann und der niemals vergisst.


 

Mein persönlicher Raum

Jeder kennt ihn – diesen Abstand, den man zu Menschen einhält. Bei fremden Menschen hält man mindestens eine Armlänge Abstand um sich wohlzufühlen.

So ist es bei mir:

Bei mir war es schon immer so: ich bin ein Distanzmensch. Das ist vielleicht auch der Grund, warum ich gerne im Internet unterwegs bin. Im Notfall kann man einfach abschalten, wegklicken und den Verlauf löschen.

Internetpräsenz und meine persönliche Grenze

Jetzt mag man sagen: was redet die da so daher, schließlich findet man ja eine ganze Menge an Infos über dich im Netz.

Da sage ich: was wisst ihr schon über mich? Mein Impressum verrät die Grunddaten, mein Kind hat viel geheult und ich schreibe gerne Tweets über Bier und Babykacke – nicht in Kombination versteht sich. Man sagt, gut 20 % seiner Person gibt der durchschnittliche Blogger von sich preis. Ein konkretes Bild kann man sich dadurch nur schwerlich machen. Selbst wenn ich euch sagen würde, dass ich jeden morgen im Bademantel und mit Lockenwicklern vorm Laptop sitze, würde euch das kein Stück weiter bringen. Wir sind noch lange nicht der gläserne Mensch. Oder vielleicht doch?

 

Wo aber sind die Grenzen zwischen persönlich und zu persönlich? Bei mir sind sie definitiv bei den folgenden Punkten überschritten:

Von Zervixschleim, Schwangerschaftstests und Ultraschallbildern

Das Mitteilungsbedürfnis von Frauen scheint ja definitiv stärker zu sein, als das männliche. Möchte Frau sich nun vermehren, gerät dieses Bedürfnis scheinbar außer Kontrolle. Ein besonders guter Raum für nestbaugetriebene Frauen bieten die ‚Elternforen‘. In Wahrheit sind es aber eigentlich Frauen bzw Mütterforen, denn Männer sind dort Mangelexemplare.
Der Ton in diesen Foren ist manchmal schon recht rau, bis beleidigend. Aber auch das ist wieder eine andere Baustelle.

Nun geht man so ganz unbedacht in so ein Forum um sich zu informieren. Über was eigentlich? Egal, der Grund dieses Forum zu öffnen ist mir bis heute schleierhaft. Vllt war es Langeweile oder Neugier…ich weiß es wirklich nicht. Was ich aber zu sehen bekam, hat mich wirklich geschockt.

Unmengen an Fotos von Frauen, die motiviert ihre mit Schleim bedeckten Finger in die Kamera halten. Darüber dann Diskussionen, ob dieser den schon ‚reif‘ sei oder nicht. Daneben postet jede der Frauen noch, wann und wie sie Sex hatte. Nicht zu vergessen die wöchentlich aktualisierten Temperatur und -da ist er wieder- Schleimtabellen. Ob eine Frau durch diese Art Support jemals schneller schwanger wurde oder sich unterstützter gefühlt hat….ich bezweifle dies. Meine (Scham)Grenze wurde jedenfalls überschritten. Weggeklickt.

Einige Wochen später wurde ich schwanger (ganz ohne Internet) und schwups habe ich den gleichen Fehler wieder begangen und in ein Forum bzw auf Blogs geklickt.
Auch hier: Persönliche Grenzüberschreitung. Überall angepieselte Schwangerschaftstest ( mal mit mehr, mal mit weniger deutlichen Streifen) mit der Frage: ob man den wirklich schwanger sei. Wer sich dann die mediale Bestätigung geholt hat und nun wirklich, wirklich schwanger und ist postet jedes! Aber auch jedes Ultraschallbild. Egal ob da nur eine Schleimhaut zu sehen ist oder das alienähnliche Gebilde bereits weiter entwickelt ist.

 

Wenn das Baby dann kommt….

Ich bin ja lernresistent. Darum, nach 8 monatigem, selbstauferlegtem Googleverbot zum Thema Schwangerschaft habe ich es dann doch getan. Geburtsverläufe. Nach drei Geburtsberichten habe ich dann wieder das gemacht, was ich am sinnvollsten hielt: weggeklickt.

Warum ich diese Sachen wieder geschlossen habe? Man bekommt als Schwangere gesagt: jede Geburt verläuft anders! Und eigentlich weiß man ja auch: ohne Schmerzen und einen gewissen Faktor eher unangenehme Begleiterscheinungen geht es selten ( Ja…es gibt Ausnahmen, ich weiß!). Es stimmt: Jede Geburt dort war anders. Für mich gab es da keine Hilfestellung. Viel eher habe ich mich unwohl gefühlt so nah mit in das Geschehen gebracht worden zu sein. Ich fühlte mich als Eindringling.

 

Es ist nicht der abschreckende Ekelfaktor, sondern…..

Was zeigen alle diese Beispiele, egal ob es Schleimbilder, pipinasse Schwangerschaftstests oder vollgeblutete Kreisssaalbetten sind?

Alle diese Berichte zeigen nicht mehr als die 20 %, die andere Blogger oder Internetnutzer so hinterlassen. Nur weil ich deine Temperaturkurve kenne, weiß ich nicht WER du bist. Das kann also auch nach genauerem hinsehen kein Kritikpunkt sein.

Aber alle diese Berichte lassen den Leser an etwas teilhaben, was sehr,sehr persönlich ist. Für mich wäre es so, als ob ich im Internet Karten für die Teilnahme im Kreißsaal verlosen würde und die Leute mit Popcorn und Cola vor mir sitzen und mir beim Pressen zuschauen. Oder könntest du dir vorstellen, wildfremden Menschen auf der Straße deine Schleimfinger zu zeigen oder deinem Chef einen frisch bepieselten Schwangerschaftstest unter die Nase zu halten? Oder eure Kollegen lesen den Blog – ich würde nicht wollen, dass jeder weiß, wie sich der Durchtritt des Babyköpfchens anfühlt und zu diversen Geburtsverletzungen geführt hat. Und ich will es auch nicht von anderen wissen!

Zu viel Information – zu persönlich.

Ja, das mag jetzt nach irgendeiner Form von Egoismus klingen: aber es gibt für mich Formen der Privatsphäre und zwar dann, wenn es unterhalb der Gürtellinie geht. Also im übertragenen Sinne.

All diese Posts zeigen doch Hoffnungen, Erwartungen, Freud und Leid. Das ist etwas sehr persönliches und zusammen mit dem körperlichen nicht unbedingt etwas, was MEINER MEINUNG nach ins Internet gehört.

Ein Ultraschallbild ist eine Aufnahme deines Inneren mit einem winzig kleinen Baby. Das ist etwas für mich und den Papa. Vielleicht noch für die engsten Freunde/Verwandten. Dann ist Schluss -für mich. Ebenso bei der Geburt: für mich ein ganz persönlicher Moment. Den möchte ich nicht mit fremden Menschen teilen und ich möchte auch bei anderen kein Teil davon sein.

Ich finde das gehört zu euch, zu eurer Familie, eventuell nach Freunden und Hebamme, Ärzte…

Wie ist Eure Meinung dazu? Sind solche Forenbeiträge oder Blogposts hilfreich für andere? Oder euch? Wie haltet ihr solche Berichte oder schreibt ihr selbst Geburtsberichte?


 

In diesem Sinne: Ahoi!

Bevor sich jetzt alle wie die Hyänen draufstürzen und sagen : ‚dann lies es doch nicht. Es hat ja alles seine Berechtigung!‘ Ja, hat es, definitiv. Das hier ist auch nur ein Eindruck meines persönlichen Empfinden!

Das Internet und die Grenze zum Persönlichen

Oder: warum ich keine Geburtsberichte lese/schreibe und die Frage, ob Temperaturkurven und Schleimfotos ins Internet gehören.

Lange habe ich überlegt, wie ich meine Gefühle zu diesem Thema beschreiben kann. Ich will nicht sagen, dass über diese Themen nicht mehr geschrieben werden soll oder darf, denn es gibt ja wie in der realen Kommunikation immer einen Sender und einen Empfänger. Es nützt also mindestens einer Person was. Das ist gut und soll ja auch so.

Gerade bei die Themen rund um die Schwangerschaft (oder den Wunsch danach) und die Geburt, sind ein sehr sensibles und persönliches Thema. Es ist viel Hoffnung, Leid und Freude daran geknüpft. Gerade weil es so persönlich ist, frage ich mich aber, warum wird es so sehr in die Öffentlichkeit, bzw in den Orbit des Internets getragen. Ein Ort den jeder Einsehen kann und der niemals vergisst.


 

Mein persönlicher Raum

Jeder kennt ihn – diesen Abstand, den man zu Menschen einhält. Bei fremden Menschen hält man mindestens eine Armlänge Abstand um sich wohlzufühlen.

So ist es bei mir:

Bei mir war es schon immer so: ich bin ein Distanzmensch. Das ist vielleicht auch der Grund, warum ich gerne im Internet unterwegs bin. Im Notfall kann man einfach abschalten, wegklicken und den Verlauf löschen.

Internetpräsenz und meine persönliche Grenze

Jetzt mag man sagen: was redet die da so daher, schließlich findet man ja eine ganze Menge an Infos über dich im Netz.

Da sage ich: was wisst ihr schon über mich? Mein Impressum verrät die Grunddaten, mein Kind hat viel geheult und ich schreibe gerne Tweets über Bier und Babykacke – nicht in Kombination versteht sich. Man sagt, gut 20 % seiner Person gibt der durchschnittliche Blogger von sich preis. Ein konkretes Bild kann man sich dadurch nur schwerlich machen. Selbst wenn ich euch sagen würde, dass ich jeden morgen im Bademantel und mit Lockenwicklern vorm Laptop sitze, würde euch das kein Stück weiter bringen. Wir sind noch lange nicht der gläserne Mensch. Oder vielleicht doch?

 

Wo aber sind die Grenzen zwischen persönlich und zu persönlich? Bei mir sind sie definitiv bei den folgenden Punkten überschritten:

Von Zervixschleim, Schwangerschaftstests und Ultraschallbildern

Das Mitteilungsbedürfnis von Frauen scheint ja definitiv stärker zu sein, als das männliche. Möchte Frau sich nun vermehren, gerät dieses Bedürfnis scheinbar außer Kontrolle. Ein besonders guter Raum für nestbaugetriebene Frauen bieten die ‚Elternforen‘. In Wahrheit sind es aber eigentlich Frauen bzw Mütterforen, denn Männer sind dort Mangelexemplare.
Der Ton in diesen Foren ist manchmal schon recht rau, bis beleidigend. Aber auch das ist wieder eine andere Baustelle.

Nun geht man so ganz unbedacht in so ein Forum um sich zu informieren. Über was eigentlich? Egal, der Grund dieses Forum zu öffnen ist mir bis heute schleierhaft. Vllt war es Langeweile oder Neugier…ich weiß es wirklich nicht. Was ich aber zu sehen bekam, hat mich wirklich geschockt.

Unmengen an Fotos von Frauen, die motiviert ihre mit Schleim bedeckten Finger in die Kamera halten. Darüber dann Diskussionen, ob dieser den schon ‚reif‘ sei oder nicht. Daneben postet jede der Frauen noch, wann und wie sie Sex hatte. Nicht zu vergessen die wöchentlich aktualisierten Temperatur und -da ist er wieder- Schleimtabellen. Ob eine Frau durch diese Art Support jemals schneller schwanger wurde oder sich unterstützter gefühlt hat….ich bezweifle dies. Meine (Scham)Grenze wurde jedenfalls überschritten. Weggeklickt.

Einige Wochen später wurde ich schwanger (ganz ohne Internet) und schwups habe ich den gleichen Fehler wieder begangen und in ein Forum bzw auf Blogs geklickt.
Auch hier: Persönliche Grenzüberschreitung. Überall angepieselte Schwangerschaftstest ( mal mit mehr, mal mit weniger deutlichen Streifen) mit der Frage: ob man den wirklich schwanger sei. Wer sich dann die mediale Bestätigung geholt hat und nun wirklich, wirklich schwanger und ist postet jedes! Aber auch jedes Ultraschallbild. Egal ob da nur eine Schleimhaut zu sehen ist oder das alienähnliche Gebilde bereits weiter entwickelt ist.

 

Wenn das Baby dann kommt….

Ich bin ja lernresistent. Darum, nach 8 monatigem, selbstauferlegtem Googleverbot zum Thema Schwangerschaft habe ich es dann doch getan. Geburtsverläufe. Nach drei Geburtsberichten habe ich dann wieder das gemacht, was ich am sinnvollsten hielt: weggeklickt.

Warum ich diese Sachen wieder geschlossen habe? Man bekommt als Schwangere gesagt: jede Geburt verläuft anders! Und eigentlich weiß man ja auch: ohne Schmerzen und einen gewissen Faktor eher unangenehme Begleiterscheinungen geht es selten ( Ja…es gibt Ausnahmen, ich weiß!). Es stimmt: Jede Geburt dort war anders. Für mich gab es da keine Hilfestellung. Viel eher habe ich mich unwohl gefühlt so nah mit in das Geschehen gebracht worden zu sein. Ich fühlte mich als Eindringling.

 

Es ist nicht der abschreckende Ekelfaktor, sondern…..

Was zeigen alle diese Beispiele, egal ob es Schleimbilder, pipinasse Schwangerschaftstests oder vollgeblutete Kreisssaalbetten sind?

Alle diese Berichte zeigen nicht mehr als die 20 %, die andere Blogger oder Internetnutzer so hinterlassen. Nur weil ich deine Temperaturkurve kenne, weiß ich nicht WER du bist. Das kann also auch nach genauerem hinsehen kein Kritikpunkt sein.

Aber alle diese Berichte lassen den Leser an etwas teilhaben, was sehr,sehr persönlich ist. Für mich wäre es so, als ob ich im Internet Karten für die Teilnahme im Kreißsaal verlosen würde und die Leute mit Popcorn und Cola vor mir sitzen und mir beim Pressen zuschauen. Oder könntest du dir vorstellen, wildfremden Menschen auf der Straße deine Schleimfinger zu zeigen oder deinem Chef einen frisch bepieselten Schwangerschaftstest unter die Nase zu halten? Oder eure Kollegen lesen den Blog – ich würde nicht wollen, dass jeder weiß, wie sich der Durchtritt des Babyköpfchens anfühlt und zu diversen Geburtsverletzungen geführt hat. Und ich will es auch nicht von anderen wissen!

Zu viel Information – zu persönlich.

Ja, das mag jetzt nach irgendeiner Form von Egoismus klingen: aber es gibt für mich Formen der Privatsphäre und zwar dann, wenn es unterhalb der Gürtellinie geht. Also im übertragenen Sinne.

All diese Posts zeigen doch Hoffnungen, Erwartungen, Freud und Leid. Das ist etwas sehr persönliches und zusammen mit dem körperlichen nicht unbedingt etwas, was MEINER MEINUNG nach ins Internet gehört.

Ein Ultraschallbild ist eine Aufnahme deines Inneren mit einem winzig kleinen Baby. Das ist etwas für mich und den Papa. Vielleicht noch für die engsten Freunde/Verwandten. Dann ist Schluss -für mich. Ebenso bei der Geburt: für mich ein ganz persönlicher Moment. Den möchte ich nicht mit fremden Menschen teilen und ich möchte auch bei anderen kein Teil davon sein.

Ich finde das gehört zu euch, zu eurer Familie, eventuell nach Freunden und Hebamme, Ärzte…

Wie ist Eure Meinung dazu? Sind solche Forenbeiträge oder Blogposts hilfreich für andere? Oder euch? Wie haltet ihr solche Berichte oder schreibt ihr selbst Geburtsberichte?


 

In diesem Sinne: Ahoi!

Bevor sich jetzt alle wie die Hyänen draufstürzen und sagen : ‚dann lies es doch nicht. Es hat ja alles seine Berechtigung!‘ Ja, hat es, definitiv. Das hier ist auch nur ein Eindruck meines persönlichen Empfinden!

Wir sind in Bewegung – Rücksichtnahme und Verantwortung im Straßenverkehr

In diesem kurzen Blogpost geht es mal nicht nur um mich und mein Kind, sondern um ein etwas allgemeineres Thema. Anstoß dazu war ein Tweet von mir, der etwas nach hinten losging. Jetzt ist es natürlich schwierig so eine Debatte, insbesondere mit dem ganzen Hintergrund, auf Twitter in 140 Zeichen zu klären.

Darum möchte ich mich hier und jetzt rechtfertigen: Ich bin kein Verkehrsrowdy, der arme alte Menschen auf Fahrrädern jagt und von der Straße schubst! 

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Quelle: Pixabay, Public Domain CC0

 

Warum mir eine Rechtfertigung so wichtig ist?

Denn ganz im Gegenteil zu einem Verkehrsrüpel bin ich ein Mensch mit einem ziemlich ausgeprägtem Gerechtigkeitssinn. Ich bin sehr, sehr umsichtig im Straßenverkehr und versuche nicht nur an mich, sondern auch an alle anderen Verkehrsteilnehmer zu denken. Auch an die, die vielleicht grad mit den Gedanken woanders oder einfach Arsc****er sind. Ich könnte jetzt noch ein paar Sachen dazu schreiben-wieso und weshalb. Aber das tut ja eigentlich nichts zur Sache! Eigentlich will ich nur mich und meine Familie gesund und heil von A nach B bringen.

Ursache der Unruhe war dieser Tweet:

 

 

Wie es dazu kam?

Heute morgen war ich mit der Maus im Düsseldorfer Stadtverkehr unterwegs. Grundsätzlich ist ja an einem Sonntagmorgen nicht viel los. Ausser Fahrradfahrer. Und ja, die hab ich gefressen. Tausend Situationen, die es schon gab. Auch das würde zu lange dauern. Ich möchte allerdings erwähnen, dass ich nichts gegen Fahrradfahrer im Allgemeinen hab!! Bitte jetzt nicht falschverstehen!

Aber im Ddorfer Stadtverkehr fahren viele ein wenig so, als wären sie allein auf der Straße. Und heute morgen gab es wieder zwei kritische Situationen. Beides Radfahrer. Beides Ältere Herrschaften.

Als erstes fahre ich auf eine Kreuzung zu. Meine Ampel wird gerade grün und ich fahre weiter. Der Fahrradfahrer wechselt von der rechten über meine Spur auf die Linksabbiegespur und fährt über die rote Ampel, durch den Gegenverkehr! Ohne Ausweichmanöver wäre der mir in die Seite geradelt.

Dann 30er Zone. Mann zockelt über den Fussweg, biegt dann plötzlich ohne Handzeichen oder zu schauen auf die Straße. Zwingt mich zum Abbremsen auf Schrittgeschwindigkeit um dann auf den Radweg auf der Gegenspur zu fahren. An der Kreuzung hab ich ihn dann angehalten und gefragt was das soll: ‚Ach, da muss man als Autofahrer doch mit rechnen.‘ Aha. Muss ich nicht, wie ich finde!

Meine Meinung

Und dazu stehe ich. Natürlich nehme ich auf ältere Menschen Rücksicht, sei es, wenn sie noch bei orange über die Straße zockeln oder sonstwas. Ich passe auch bei Kindern immer extra auf . Denn man weiß ja nie!

Wer aber unsicher ist im Straßenverkehr, sollte den Führerschein abgeben und das Fahrrad stehen lassen (oder in Begleitung fahren!). Denn man gefährdet ja nicht nur sich selbst, sondern auch andere.

Meine Beobachtung

Immer mehr Menschen leben nach der Menung: Ach, der schaut schon für mich mit. Wie der ältere Herr eben. Oder die Leute, die einfach ohne zu schauen über die Straße gehen, über Kopfhörern zugedröhnt oder einfach mit den Gedanken woanders.                                                      Nur leider denken das auch die Autofahrer.

Vielleicht mag ich mich da auch irren und nur im meiner Umgebung sind die Menschen im Straßenverkehr so. Aber leider ist ja die Konsequenz so eines Verhaltens Verletzte und Tote im Straßenverkehr. Das ist Realität.                                                                                                     Der Ältere Herr war übrigens der Meinung, dass ihm ja nichts passieren könnte….

Und so verhalte ich mich….

1.) Achte auf deinen Fahrstil. Nicht zu schnell (Todesursache Nr.1 ist zu schnelles fahren). Angepasst an die Sichtverhältnisse. Keine Ablenkung. Nicht übermüdet oder krank sein.

2.) Immer gucken! Jemand auf dem Bürgersteig, der spontan abbiegen könnte (hab da schon die dollsten Sachen erlebt!). Jemand, der trotzdem er sieht, dass du ausparkst/abbiegst hinter deinen Wagen rennt? Radfahrer mit den Gedanken woanders?

3.) Kinder sehen die Welt anders! Immer dran denken und Rücksicht nehmen!

4.) Rücksicht auf alte und kranke Menschen nehmen! Schneller als schnell kann keiner! hupen unangebracht!

5.) Immer für sich und die anderen Denken.  Vielleicht ist der eine grad nicht bei der Sache und vergisst zu blinken? Oder kommt nicht von hier und sucht eine Straße? Auch für die ganzen Vollidioten mitdenken!

Mein Credo: Verhalte dich so (im Straßenverkehr) wie du behandelt werden willst! Mit Aufmerksamkeit und Respekt!

Ich hoffe, dass ich jetzt die Situation wieder gerade gerückt habe. Ich würde mich natürlich über ein Feedback und eure Erfahrungen freuen und eure Meinungen zu diesem Thema hören!

Und, das allerwichtigste!, dass ihr immer gut und sicher durch den Straßenverkehr kommt. 

Ahoi!

p.S.: lieber Thomas, es war mir eine Herzensangelegenheit das zu schreiben und ich hoffe, du schreibst mir deine Meinung zu dem Thema!