Familienbett? NEIN, DANKE!…warum unsere Tochter trotzdem in unserem Bett schläft …

Familienbett. Das klingt sehr nach Öko, Super-Kuschel-Familie und irgendwie…ja, auch ein wenig modern. Bevor jetzt hier ein falscher Eindruck entsteht: ich bin für gemeinsames Schlafen. Wer mag auch gerne als familiäres Gruppenkuscheln in einem Bett! Trotzdem war es bei uns etwas anders geplant.

 

Ich und Schlaf? Keine gute Kombi

Es ist nun mal, wie es ist: ich bin keine gute Schläferin. Ich schlafe schlecht ein (außer Punkt 22uhr:-))und wache leicht auf. Die Kinderärztin würde mir sicherlich eine Regulationsstörung attestieren 🙂 und zu einer reizarmen Umgebung raten.

Aufgrund meiner Migräne habe ich mir vor Jahren einen Schlafrhythmus angewöhnt, bei dem ich Punkt 22 Uhr ins Bett falle und im 4.45 Uhr wieder aufwache. Um mich vor Anfällen durch Verspannungen zu schützen liege ich schön zentriert auf einer Nackenrolle. Und weil ich Nähe beim Schlafen nicht abkann, muss mein Mann nach dem abendlichen kuscheln auf seine Bettseite verschwinden.

 

Unser Masterplan: Beistellbettchen

Von Anfang an wollte ich stillen. Und nachts aufstehen kam für mich ÜBERHAUPT NICHT in Frage. Ausserdem soll ja das Co-Sleeping im erweiterten Elternbett die Bindung fördern und gemeinsames schlafen vor SIDS schützen (wobei das wohl nicht für das Schlafen im gemeinsamen Bett gilt?! Die Datenlage geht da ja etwas auseinander).

Deswegen habe ich mich für die Schlafvariante „Beistellbett“ entschieden. Kinderbett auf Matrazenhöhe an meine Seite. So kann man das Baby super einschlafbegleiten, sich danebenkuscheln und bei bedarf nachts streicheln/ Händchen halten.

So, und nun kann sich jeder mal kurz überlegen, wie gut das Alles jetzt geklappt hat…. 🙁 haha…                                         Alle mit dem Lachen fertig?

Idee und Realität- die ersten drei Monate

Und so sah es in der Realität aus: Die ersten drei Monate hat unsere Raupe fast gar nicht geschlafen. Zumindest nicht im Liegen. Auf dem Arm, auf dem Bauch….Liegen im Bett: unmöglich. Pucken hat ein wenig geholfen…aber naja. Auch wenn ich sie hätte hinlegen können, hätte ich das gepuckte Kind nicht im Bett haben wollen, aus Angst es passiert was.  So habe ich die ersten Monate halb sitzend mit Baby im Arm auf dem Bett verbracht.                                                    Schlafmangel und die unglaublich bequeme Haltung haben zu Dauermigräne geführt und eben das gefühl: so hat man sich das jetzt aber mal nicht vorgestellt. Echt nicht!! Ausserdem war Dauernuckeln angesagt.

 

…und jetzt?

Erstmal vorab: momentan zeichnet es sich ab, dass unsere Schlafsituation sich langsam verbesert. Zumindest soweit, dass die Tigerraupe überhaupt in den Schlaf findet und ich damit auch. Zweimal nächtliches stillen finde ich auch voll in Ordnung. Teilweise sind wir aber auch wieder bei….lassen wir das.

Die Raupe liegt jetzt mittlerweile gerne auf dem Rücken bzw auf der Seite und freut sich ihrer neuen Fähigkeiten. Tragen ist zur Zeit auch nicht mehr so angesagt. Schlafen im eigenen Bett dagegen auch nicht.

Egal ob ich ins Beistellbett krabble oder mich direkt an sie kuschel: sie schläft nicht ein! 20 cm weiter auf meiner Matratze dagegen schon. Nachts stillen wir jetzt auf der Seite und ich lasse sie dann meist auch da liegen. Entweder liegt sie dann in der Mitte und sowohl Mama, als auch Papa müssen weichen oder sie liegt neben mir und ich darf in der Besucherritze schlafen ;-(

Langsam aber sicher werden wir also von unserem eigenen Nachwuchs aus dem Bett gedrängt. Bequem ist echt was anderes, aber was tut man nicht alles für ein paar Stunden Schlaf?

wie sieht das bei euch aus? Schlafen eure Kinder im Elternbett oder nicht?

 

Achja, bei uns wird besonders der „Snow-Angel“favorisiert:

Baby-Schlafpositionen

 

In diesem Sinne: Ahoi!

0 Gedanken zu „Familienbett? NEIN, DANKE!…warum unsere Tochter trotzdem in unserem Bett schläft …“

  1. Wir hatten bei unserer Tochter eine Wiege im Schlafzimmer neben dem Elternbett stehen, damit das Neugeborene in unserer Nähe war. Die Wiege war sehr hübsch anzusehen. Insbesondere leer. Und wir konnten sie als „wie neu ohne Gebrauchsspuren“ verkaufen. Als unser Sohn kam, haben wir ihn dann direkt mit ihm Bett schlafen lassen.

  2. Stillen im Liegen ist einfach das Beste. Ich habe es beim Großen gemacht und mache es jetzt beim Zweiten wieder. Ich stille jetzt im Liegen und oft schlafe ich dabei ein… es ist sehr kuschelig 🙂 Keine Ahnung, wie oft der Kleine nachts kommt – ich bekomme es gar nicht richtig mit. Ich kann das nur empfehlen! Ein Beistellbett haben wir auch – allerdings wachsen sie da so schnell raus. Wir haben beim nächsten Bett auch die Seitenwand aufgemacht. Denn dieses ständige Bücken und rausheben geht auf den Rücken!
    Wir liegen jetzt quasi zu viert im Bett: Unseren Großen (3) haben wir nie in sein Zimmer bekommen. Es ist kuschelig und gemütlich – aber so langsam wird es ZEit, dass er zumindest die erste Nachthälfte in seinem Bett schläft. Denn je größer er wird, umso häufiger hat man ein knie oder einen Fuß im Gesicht… Und der Kleine wird ja auch immer größer und mobiler und kommt aus seinem Beistellbett zu uns rübergerobbt…

    1. Das mit dem Fuß im Gesicht bzw. rücken erinnert mich so ein bisschen an meine Kindheit. Wenn ich bei Oma und Opa war durfte ich meistens mit im Bett schlafen. Mein Opa musste damals aber noch arbeiten und war dann nach der Nacht und dem Arbeitstag immer total fertig, weil ‚das Kind‘ ihm DIE GANZE NACHT in den Rücken getreten hat. 😉
      Mit 4 wurde ich dann ‚ausquartiert‘!

      Wir haben zum Glück ein größeres Babybett geholt. In so ein winziges Babybay hätte unsere Raupe nach drei Monaten gar nicht reingepasst!

      Lg!

  3. -lach- Also ich habe ursprünglich einen Beruf erlernt in dem mir alle wertvollen pädagogischen Tipps und Fakten zum Thema Babys in den Kopf gehämmert wurden.

    Mittlerweile nicht nur Mutter von drei (erwachsenen) Kindern und Oma eines bezaubernden sieben Monate alten Pamperspupser sondern auch wissend… Warum?
    Theorie und Praxis ist ein Unterschied.
    Als ich mein erstes Kind bekam war ich voller Energie alles richtig zu machen und genau nach Lehrbuch.
    Nix da.Am zweiten Tag schon lag mein Junior im Elternbett.

    Und irgendwann lagen alle drei bei uns. Also ich kann dich beruhigen. Alle sind charakterlich ok haben tolle Berufe, einen super Partner, nehmen weder Drogen noch sind sie in therapeutischen Behandlung!:D

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