Das Erdbeermassaker oder auch: 10 Minuten Telefoninterview

Die ganze vorletzte Woche war ich schon fürchterlich aufgeregt! Sollte doch am Montag ein Telefoninterview mit mir über mein Herzensthema stattfinden. Aus organisatorischen Gründen hatte ich schon die Oma zum Kind abholen rekrutiert und überhaupt: Vorbereitung ist alles, um 10 Minuten eskalationsfrei ein Telefonat zu führen. Nutzt aber meist gar nichts 🙂

Was bisher geschah: Vorvergangene Woche erhielt ich einen Anruf auf meiner Mailbox. Erst dachte so: hö? Komische Nummer – ist bestimmt nur Werbung. Ich hörte die Nachricht ab und war ziemlich – verdutzt. War doch heute der 5. Todestag meines Vater (und ich dementsprechend leicht angeschlagen), so war dieser Anruf ein unglaublicher Zufall. Es war eine Mitarbeiterin von SWR und man wolle mit mir ein Interview zu meiner Erfahrung mit einem alten Elternteil führen. Die Sendung sollte sich thematisch rund um das Thema ‚alte Eltern‘ drehen.

Ziemlich nervös rief ich die Frau an aus dem Auto aus an. Sie erzählte ein wenig zum Ablauf und wen sie sonst noch so als Interviewpartner gefunden haben und welche Themen sie behandeln wollten. Ich sagte zu uns wählte für den 20.4 einen möglichst späten Termin aus. 16 Uhr!

Wie man mich überhaupt gefunden hat? Über meinen Artikel bei Brigitte Stimmen!

 

Planung ist alles!

Leider war der Termin um 16 Uhr für mich etwas ungünstig und so habe ich erst geplant, dass meine Mutter die Raupe das der KiTa abholt. Das erwies sich aber als ungünstig… Zum Glück habe ich einen späteren Termin bekommen! Yeah!

Nach dem Ganzen hin uns her stand ich vor der Problematik, wie ich möglich ohne Dauerhintergrundgequengel 10 Minuten Telefonat überstehen sollte.

Meine leicht verwirrt anmutenden Versuche sahen dann folgendermaßen aus:

– Kekse bereitstellen

– ausserplanmäßig dem Kind ein Milchfläschchen geben

– ins Tuch wickeln und auf ein spätes Nickerchen hoffen – ja, so verzweifelt war ich 🙂

und, meine absolute Geheimwaffe. dem Kind einfach ununterbrochen Erdbeeren ins Schnütchen stecken!

Wahhh! Es klingelt!!!

Nachdem ich dann nach Arbeit ohne Auto das Kind aus der KiTa abholte, noch schnell ein paar Einkäufe erledigen musste, habe ich eigentlich immer darauf gehofft, dass sich die kleinen Babyäuglein zu einem dieser, ansonsten unseligen, Nickerchen am späten Nachmittag schließen. Aber Pustekuchen: niemals kommt das Nickerchen, wenn man es braucht! NIEMALS!

Mit einem ziemlich müden und nöligen Kind verbrachte ich dann die Minuten vor dem Anruf mit: Kind ins Tuch, Kind beruhigen, Kind wieder raus, Flasche und Erdbeeren vorbereiten, Kind mit einem Fruchtriegel seelig stimmen, auf den Arm und wieder runter. Und wieder auf den Arm….

17 Uhr! Es klingelt! Ergänzend muss ich dazu lsagen: ich hasse, HASSE es zu telefonieren! In dem Moment, in dem ich den Anruf entgegennahm, setzte ich dem Kind die volle Packung Ablenkung vor die Nase…es wurde quittiert mit fröhlichem Gequicke!

Die erste Frage am anderen Ende der Leistung was demnach: Ah, die haben ihr Kind da! Na, das wird ja dann authetisch!

Hat gar nicht wehgetan…..

In zehn Minuten Telefongespräch, kann man nicht soviel sagen. Es war aber eine schöne Erfahrung und ich bedanke mich nochmal bei dem Team, dass ich dabei sein durfte!

Wer genau hinhört, der hört mein Kind singen, schimpfen und ein Plastikstuhl wird mehrmals geräuschvoll durch den Flur geworfen! ………Ich sag ja, Vorbereitung ist alles!

Achja, ich konnte im Anschluss eine Teppichreinigung im Kinderzimmer durchführen. Was soll ich sagen: ein Erdbeermassaker! ÜBERALL! IST! ERDBEERMATSCH!

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Wer in die Sendung zu dem Thema ‚alte Eltern‘ rein hören möchte, kann das hier machen!!

Ahoi!

2 Gedanken zu „Das Erdbeermassaker oder auch: 10 Minuten Telefoninterview“

  1. Wuaaaah!! 😀

    1. Geil dass du so eine Chance hattest!
    2. War ja klar dass das Kind dazwischenfunkt 😉 meins hätte einen Schreikrampf nach dem anderen bekommen und ich hätte abbrechen müssen oder so 😉

    Sehr cool auf jeden Fall! Gratuliere 🙂

    LG Frida

    1. Liebe Frida, danke! Ich freu mich wie Hulle und vor allem, weil ich am Montag nochmal für den WDR2 ran darf 🙂 Diesmal habe ich übrigens den Termin extra außerhalb gelegt, damit es nicht so stressig wird. Die Terminfindung war allerdings auch wieder lustig: da die Redakteurin selbst Mutter ist, liegt unser Termin jetzt in einem ziemlich engen Zeitrahmen. Aber wenigstens mal ein Beispiel, dass Vereinbarkeit auch funktionieren kann!

      Liebe Grüße!

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