Jeder Mensch kann schlafen lernen

Schlaflernprogramme – würden sie sich selbst oder ihrem Partner sowas antun? Die meisten werden nun mit dem Kopf schütteln.

Dieser Text ist für alle, die immer noch der Meinung sind, dass man Kindern das Schlafen durch „ferbern“ beibringen kann. Stellen sie sich vor, sie haben Schlafprobleme und würden diesen Text in einem Ratgeber oder in der Apothekenumschau lesen. Würden sie sich selbst so behandeln?


 

Jeder 3. Erwachsene leidet an einer Schlafstörung!

Haben sie Probleme in den Schlaf zu finden oder durchzuschlafen? Dann ergeht es ihnen wie rund 1/3 aller Erwachsenen. Aber das muss nicht sein! Mit diesem Schlafprogramm schaffen sie es in wenigen Tagen problemlos ein -und durchzuschlafen.

Ein erster Schritt ist es zu verstehen, dass sie an ihrem Problem wirklich selbst Schuld sind. Wer nicht einschlafen kann, will es (bewusst oder unterbewusst) einfach nicht wirklich. Mit dieser Erkenntnis und den weiteren Schritten, werden sie innerhalb weniger Tage zum glücklichen Murmeltier.

Versprochen –

denn: jeder Mensch kann schlafen lernen!

 

Das Schlafprogramm

Folgen sie diesen Tipps mindestens drei Tage. Bis dahin sollten sich erste Besserungen eingestellt haben. Falls nicht, führen sie das Programm weiter bis sich das gewünschte Ergebnis einstellt.Los gehts!

Feste Uhrzeiten: Gehen sie immer zu einer festgelegten Uhrzeit ins Bett. Diese muss nicht ihrem Biorhythmus entsprechen. Halten sie sich in jedem Fall an diese Zeit!

Voller Bauch und leere Blase: essen sie kurz vor dem Schlafen gehen sehr viel und besonders schwere Sachen. Ein voller Bauch gaukelt ihnen ein Müdigkeitsgefühl vor und lässt sie schön träge werden. Am besten nehmen sie zuckerhaltige Breie zu sich. Aber Vorsicht: trinken sie 2 Stunden vor dem ins Bett gehen nichts mehr, damit sie auf keinen Fall noch mal zur Toilette müssen!

Alleine, dunkel und weit entfernt vom Partner: für einen ungestörten Schlaf ist es vollkommen wichtig, dass ihre gewählte Schlafstätte ruhig und ohne Ablenkungen ist. Dafür sollten sie selbstverständlich absolut einsam und alleine sein. Ihr Zimmer muss möglichst weit weg von ihrem Partner entfernt sein.

Studien haben herausgefunden: einsam und ohne Nähe schläft es sich am besten. Von diesem Wissen können sie profitieren! Falls sie die Vermutung haben, dass ihre Schlafstörungen durch Kummer, Sorgen oder Ängste verursacht werden, besinnen sie sich einfach auf ihr Ziel. In wenigen Tagen werden sie wieder normal schlafen können. So  wie es alle anderen Erwachsenen auch tun. Weinen und schreien sie ruhig bei Sorgen und Ängsten. Sie müssen lernen sich selbst zu regulieren.

Trost werden sie sicherlich nicht brauchen, denn das ist ja nur für Babys…Oh!

 

Was sie als Angehöriger eines Patienten mit Schlafstörungen tun können

Unterstützen sie ihren Partner bei diesem Programm. Umarmen sie ihren Partner, wenn er ins Bett geht. Sie können sie Türe hinter ihm schließen, signalisieren sie aber keine Verfügbarkeit. Dazu verlassen sie am besten das Stockwerk, oder sogar das Haus. Ein Abend bei Freunden ist da genau das Richtige.

Wenn sie ihren Partner durch die geschlossene Türe weinen hören, geben sie ihm die Zeit sich selbst zu beruhigen. Geben sie nicht zu schnell nach. Ihr Partner muss diese Lektion lernen und sie werden sehen: es wird sich auch für sie lohnen. Wenn ihr Partner das Programm erfolgreich absolviert, werden auch sie davon profitieren. Ihr Partner wird sie nun nachts weniger stören. All das wird selbstverständlich keine Auswirkung auf ihre Beziehung und ihr gegenseitiges Vertrauen haben. Im Gegenteil. Ihr Partner wird sich freuen, dass sie ihn bei diesem Programm unterstützt haben.


 

Würden sie so ihren Partner behandeln oder diese Tipps selbst anwenden? Wohl eher nicht. Warum sollte man dies also an Babys und Kindern durchführen?

Ein Tag mit Papa Teil 1 -aus Babysicht-

Heute Morgen kann ich mich endlich dem Artikel für Dajana widmen. Sie ruft uns in ihrem Blog dazu auf, einen Tag aus Kindersicht zu zeigen. In Bildern. Nun ist unsere Pupsnase noch nicht annähernd soweit eine Kamera bedienen zu können. Mein iPhone würde höchstens eingesabbert und kräftig auf dem Tisch gepfeffert werden. Das gilt es zu vermeiden! 

Aber ich würde euch gerne einen kleinen Einblick geben, wie der Tagesablauf der kleinen Raupe so ist – jetzt, wo Mama arbeitet. So aus Babysicht! Alle Ereignisse wurden mir exklusiv berichtet 🙂


4.45 h: Schmatz,Schmatz,Schmatz, schlürf… Jetzt bin ich satt und Schlaf noch mal ein Ründchen. An wen kann ich mich kuscheln? Ah…Papi! Einmal durchs Gesicht schlecken, damit er weiß, dass ich jetzt hier liege. Mamas Platz ist noch ganz warm. Extra für mich!!

6.30h: so, jetzt bin ich wach. Quick, jurchtz (Anm.d.R.: Papa, Papa, bin wach! Neue Windel.Essen, spielen!Haaallooooooo!!!, unterstrichen wird die Situation durch intensives belagern und beklettern des Papaberges).

7.00h: Frisch gewickelt und bemilcht werde ich im mein Kinderzimmer gesetzt. Papa sagt, er mache jetzt ‚Frühstück‘. Ich wetze mal hinterher, vielleicht gibt’s ja was von diesem ‚Frühstück‘ auch was für mich!

Höhle gefunden! Mit dem Karton spielen...unbezahlbar :-)
Höhle gefunden! Mit dem Karton spielen…unbezahlbar 🙂

 

7.05h *wetz,wetz,wetz* oh, ein Schuh *Sabber*

Schuhe, dieses Baby LIEBT Schuhe. Das hat sie nicht von mir :-)
Schuhe, dieses Baby LIEBT Schuhe. Das hat sie nicht von mir 🙂

 

7.05h Papa isst ein Mümmelbrötchen. Hey…das gehört mir! (Vorwurfsvoller Blick seitens des Babys, herzerweichend…)

Meine Sicht auf das verputzte Frühstück von Papa
Meine Sicht auf das verputzte Frühstück von Papa

7.10 h: ich sitze neben Papa auf dem Sofa und mümmel ein Stück Brötchen. Nommnomm

..höhö...hab auch was abbekommen
..höhö…hab auch was abbekommen

 

7.25 h: wir spielen aufräumen. Ich helfe Papa die zusammengelegte Wäsche wieder zu zerknüllen…oh,ein Fussel. Schmatz. Oh, ein Krümmel. Schmatz. Oh, eine Spinne. Schmatz ….

8.10 h: ich räume mein Zimmer auf!

Raupe räumt aus...äh auf
Raupe räumt aus…äh auf

8.30h: Papa möchte mir eine Flasche geben. aber nein!! Ich will das nicht. *aufgeregtes schluchzen*
8.33h: ich jammere und schlage mit meinem Zepter auf den Boden.

Babys 'Zepter'. Ich brauche wohl einen neuen Cocktailstößel....
Babys ‚Zepter‘. Ich brauche wohl einen neuen Cocktailstößel….

 

Alles doof! Ne, Papa! Ich will auf den Arm (Ärmchen hoch) *hoch*.
Ich will runter (zappel)*wieder runter*. Die Milch will ich nicht *wegschlag*

8.35h: ohohoh……wuähhhhhh! Hunger!SOFORT!KUSCHELN!JETZT!

8.45h: schlürf, kuschel, schlaf. Satt und müde döse ich beim Papa ein. Jetzt ein Schläfchen. Krabbelenergie auftanken. Papa ist bei mir und passt auf mich auf.

Ich schlafe und Papa passt auf .....
Ich schlafe und Papa passt auf …..

 

Das war Teil 1: nächste Woche kommt dann der nächste Teil!

p.S.: liebe Dajana, ich wünsche euch ganz viel Spaß und eine tolle Zeit in den USA!

In diesem Sinne: Ahoi!