Back in Job – meine Zukunft als ‚Working Mom‘

Der Wiedereinstieg in den Job – bald Realität

Letzte Woche hat mich per whatsapp eine Nachricht einer lieben Kollegin erreicht.
Wie es mir so gehe und der Kleinen. Man habe in der Firma wohl munkeln gehört, dass ich im Herbst wieder anfangen wolle. Ob ich denn schon einen Termin hätte.
Ja, sagte ich. Mitte Oktober wäre mein Wunschtermin. Da läuft ja auch schließlich mein Elterngeld aus und unser Papa geht für fünf Monate in Elternzeit. Ich wolle ja die Woche eh mal reinschneien, jetzt wo der Umzug fast erledigt ist.

Montag war es dann soweit. Der Mann hatte frei und hat den Raupendienst übernommen. Während er also gemütlich mit der Raupe die Uroma bespaßte, durfte ich mich durch den Düsseldorfer Verkehr quälen. Ich hab mein Eintreffen auf 12.30h kalkuliert. Genug Zeit um überall ein ‚hallo‘ hereinzuwerfen und den Chef abzufangen, bevor es zu einer Verabschiedung geht.

Was soll ich sagen? ‚Man munkelt du fängst wieder an.‘ War etwas untertrieben. Es gab einen schriftlichen Umlauf und eine Email an alle Mitarbeiter, welche mein Erscheinen als Arbeitskraft ankündigte. Meine Angst, dass mein Chef doch noch einen Rückzieher machen könnte, löste doch damit in Luft auf.

Alle Kollegen gesehen (Check)
Chef gesprochen (Check)
Termine für Projektbesprechung festgelegt (Check)

 

Bauchgefühl – richtig oder falsch?

Mein Besuch fühlte sich gut und meine Entscheidung richtig an. Das ist ein wenig wie Fahrrad fahren: der Arbeitsplatz an dem ich gelernt und 7 Jahre (davon die meiste zeit voll) gearbeitet hab. Der Kern der Kollegen ist immer noch der gleiche und ich freue mich bald wieder dazu zugehören.

 

Zweifel…

Und dann kommen wieder so Tage wie heute, wenn die Raupe den ganzen Tag quengelt, nicht einschlafen und permanent trinken will. Wie soll der Papa diese Bedürfnisse befriedigen, wenn es doch keine Brust mehr gibt? Und die Mama den ganzen Tag nicht da ist?

 

Abstillen: das große Thema

IMG_1088

Das die Zeit der Muttermilchverköstigung mit meinem Berufseinstieg ein Ende haben wird war uns vorher bewusst. Diese Entscheidung habe ich jetzt nicht nur für mich getroffen, weil ich es einfacher finde, sondern hat einen handfesten Grund: ich darf es einfach nicht!                        Ich arbeite mit unzähligen chemischen Substanzen und da wäre Stillen ein Gesundheitsrisiko für die Raupe, welches ich nicht eingehen darf.

Abstillen ist also unausweichlich. Momentan fühle ich mich schlecht bei dem Gedanken, wo wir doch nach Bedarf stillen und einschlafen ohne Mama (und meist auch ohne Brust) ein ganz großes Drama ist.

 

Das große ABER!

„Wat mut, dat mut“. Wie man so schön sagt. Und ich gehe ja nicht arbeiten, weil ich es nur so schön da finde und ich nichts anderes mit mir und meiner Freizeit anzufangen weiß. Ich gehe vor allem arbeiten, weil ich muss. Von selbst bezahlt sich die Miete, das Auto und die Lebensmittel eben nicht. Grausame Welt. Und es ist ja auch nicht so, dass ich mein Baby in einem Weidenkörbchen vor der Kirche aussetze.

Ich lasse mein Baby mit meinem Mann ein paar unvergessliche Monate erleben. Er wird sehen, wie sie de ersten Schritte macht und ihre ersten Worte hören. Und es gibt Milch aus dem Fläschchen und Brei. Und dann bald ja auch schon was ‚richtiges‘ 🙂 Die Beiden sind ein super Team,  da kommt kein Blatt zwischen. Unser Papa ist halt der beste Papa…wo gibt. Ist klar, oder? 🙂

In den ruhigen Momenten sind die Zweifel also wieder wie weggeblasen.

Unser Familienmodell: Gleichberechtigung!

Ich habe jetzt noch ein paar Monate Zeit um mich darauf vorzubereiten. Den Gedanken zu akzeptieren, dass ich das Band zwischen mir und meinem Baby etwas länger lassen muss. Das ich vielleicht einiges verpasse. Das ich nicht mehr ‚Herrin‘ des Haushaltes bin (nicht das ich eine GUTE Hausfrau wäre).

Diese neue Konstellation beinhaltet aber auch eine Form der absoluten Gleichberechtigung. Der Papa und ich haben dann (naja FAST) die gleiche Zeit gehabt um unser Baby im ersten Lebensjahr zu begleiten. Wir waren beide Hausfrau und Hausmann. Wir waren beide eine zeitlang Haupternährer der Familie. Und das macht mich auch wieder ein wenig stolz. Auf mich. Auf uns.

Wie sieht euer Familienmodell aus?  Wie hat der Einstieg in den Job geklappt? Und die Elternzeit der Papas?

In diesem Sinne: Ahoi!

0 Gedanken zu „Back in Job – meine Zukunft als ‚Working Mom‘“

  1. Servus!

    Wir haben da gerade einen auf unserem Blog die Blogparade zu den #vereinbarkeitsgeschichten laufen – da sind auch ein paar Berichte drin zum Thema. Vielleicht ist auch was für dich zum lesen dabei?

  2. Hey du, hab’s gerade mal aus Neugier lesen müssen mit der Papa – Zeit 🙂 Ist ja echt spannend wie es bei euch weitergeht… ich drück dir mal die Daumen daß Abstillen gut klappt! Ich wollte schon schreiben „abends nuckeln wär ja drin“ aber dann hab ich das mit Chemikalien gelesen… so ein Mist. Irgendwo hab ich mal was vom liebevollen Abstillen gelesen wenn ich es finde lass ich dir mal den Link zukommen 🙂 Wünsch dir auf jeden Fall alles Gute! Und der Papa wird sich umgucken so den ganzen Tag daheim *harhar*. Unserer hatte Schichtdienst und war dann öfters mal da morgens (allein) und war immer kaputter als auf Arbeit. Ich war dann natürlich immer sehr schadenfroh 😛 Liebe Grüße, Janina

    1. Liebe Janina,
      danke für den Link. Den kannte ich noch gar nicht 🙂

      Ich glaube beim Papa word genauso sein, wie bei mir jetzt: Haushalt bleibt liegen und die Raupe wird den ganzen Tag die Aufmerksamkeit einfordern. Abstillen – ja. Ich denke mittlerweile, dass ich das größere Problem damit habe 🙂 Flasche kennt sie ja schon, weil wir ja bisher immer mal abgepumpt haben und Oma ja auch Milch füttert. Ansonsten ist sie echt so eine Allesfresserin….Flasche – wird leergeputzt, Brei – aufgefuttert. Ich werde berichten, wie es weiterläuft 😉

      Lg, Miriam

  3. Ich hab meine beiden Jungs auch abgestillt, als ich nach ca. 6-7 Monaten wieder zu arbeiten angefangen habe. Bei uns war das schwierigste, dass es bei beiden ca. 6 Wochen gedauert hat, bis sie überhaupt aus der Flasche getrunken haben. Da sollte man rechtzeitig anfangen mit üben. Alles andere war dann kein Problem. Einschlafen bei Papa ging auch mit Milchflasche, obwohl ich vorher immer zum Einschlafen gestillt habe. Und anderes Essen ging auch gut. Es wird schon alles klappen!

    1. Hallo,

      danke das du mir von deiner Erfahrung berichtet hast. Zum Glück kennt sie Flasche schon und trinkt ganz ordentlich. Zu Bett gehen ist ja das andere große Thema bei uns. Momentan ist nur Mama gut und beim Papa gibts großes Kreischdrama. Mit oder ohne Milch..dasmacht kein Unterschied.

      Liebe Grüße und noch ein schönes Wochenende!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.