5 Dinge die wir anders gemacht haben als geplant!

Kinderlose wissen immer alles besser! IMMER! ALLES! Und noch besser weiß man es, wenn man versucht schwanger zu werden oder gar schon schwanger ist. Man hat die Weisheit dann sozusagen mit Löffeln gefressen. Man hat jedes Forum, jedes Buch und jede Statistik im Blick und hat…nunja: voll den Überblick über Schwangerschaftsverlauf, Geburt, Kindererziehung und alles was es so für Entscheidungen rund ums Kind geht.

Ich hatte auch so meine „Vorstellungen“. Und einige konnte ich dann mal getrost über Bord werfen, denn sie haben den Realitäts und Alltagscheck nicht überstanden. Meist schon nach wenigen Stunden 🙂

 

Hier meine TOP 5 der über Bord geworfenen Prinzipien:

Quelle: Pixabay
Quelle: Pixabay

Top 5) Geburt ohne PDA: ich muss zugeben. Ich habe das weder vorher verurteilt, noch ausser Betracht gezogen. Meine Angst eher war, dass das Kind zu schnell kommt, und da ja Schmerzen eh zur Geburt dazugehören, hab ich nicht damit gerechnet eine zu wollen. Zum Glück hatte ich aber schon eine Aufklärung mit unterschriebenem Wisch!

Denn: Weit gefehlt. Nach 28 h rumgewehe, in denen mir die Hebammen immer wieder gesagt haben ‚Ach, das Kind ist in einer Stunde da!‘ Konnte ich einfach nicht mehr. Dazu kamen dann noch ein paar Begleiterscheinungen und eine etwas ungünstige Physiologie des Kindes… Fakt, ohne PDA wäre unser Kind unter Vollnarkose und Kaiserschnitt auf die Welt gekommen! Ein Hoch auf die moderne Anästhesie!!

TOP4) Kind im Bett/ Elternbett: Die Stunde Null: Baby entpuppt sich als Klett und Heulraupe. Das Kind beim Rooming-In im Kinderbettchen lassen: unmöglich!

Dazu kann ich auch nur folgenden Artikel empfehlen. Ein Beitrag zu  „unserem“ Elternbett 🙂

TOP 3) Eltern sein – Paar bleiben 

Als Kinderlose belächelt man ja die Eltern, die kein anderes Thema mehr haben als das Kind. ‚SO nicht!‘, haben wir gesagt. Von wegen: in den ersten Monaten ist das Kind Thema Nr 1. IMMER. Wie hat das Kind geschlafen, welche Farbe hatte der Windelinhalt, wie häufig war die Windel voll, wann und wie häufig wurde ich heute wieder angekotzt, schau mal sie kann dies und das……… ihr kennt das! Und selbst wenn man dann mal Babypause hat: es ist schwierig wieder auf andere Themen zu kommen die nicht Baby, Organisatorisches oder Arbeit ist.

TOP 2) Schnulli

Schnullis sind nur was für Weichbrötcheneltern, die ihre Kinder einfach ruhigstöpseln wollen, damit sie ihre  Ruhe haben! Das war meine Meinung als kluge Kinderlose. ja, nach den ersten zwei Wochen Dauernuckels oder alternativem Gebrüll konnte uns unsere Hebamme von einem Schnuller überzeugen. Es dauerte zwar ein wenig, bis Raupe ihn akzeptiert hat, aber dann hat der Schnuller mir und meinen Brüste ein kurzes Zeitfenster der Regeneration gelassen.

Und, der one and only …Achtung Trommelwirbel:

TOP 1 der absoluten „Das wollte ich nie,nie,niemals tun“: Einen Elternblog schreiben!!!

Und wie siehts bei euch aus? Welche  Erziehungsgrundsätze hattet ihr euch vorgenommen und dann über Bord geworfen? Seid ihr die Eltern geworden, die ihr niemals sein wolltet?

In diesem Sinne: Ahoi! ich freue mich über eure Kommentare!

0 Gedanken zu „5 Dinge die wir anders gemacht haben als geplant!“

  1. Hihi, der erste Sohn hatte tatsächlich keinen Schnuller ;). Bei den Zwillingen war er ein Segen. <3

    Bei mir waren es so Sachen wie: Ich werde ihnen niemals ihre Schokolade wegessen. Sie dürfen nie in unserem Bett schlafen. Ich werde niemals brüllen … Uahahahaha.

    Dafür leben wir jetzt, wild und gefährlich 🙂 .

    1. Ich hatte als Kind auch keinen Schnuller, darum war ich der Überzeugung, das muss nicht…

      Ich finde ja immer, das man ja durchaus auch seine Meinung ändern darf, wenn man eines besseren belehrt wurde. Ich nehm das alles mit Humor 🙂

      Allen Neueltern rate ich jetzt auch immer zu: informiert euch und dann, macht wie es die Situation erfordert. Je mehr man versucht zu erzwingen (Schlafen, Still/Fläschchenzeiten, ….) man macht sich nur unnötigen Stress.
      Und was das Meckern angeht: man ist ja auch immer noch ein Mensch. Auch als Eltern (komisch, ich weiß!), aber viele scheinen das heutzutage zu vergessen und wollen perfekte Elternmaschinen sein.

      Lg

      p.S.: Schokolade wird auch manchmal einfach so von Schränken absorbiert…da kann man gar nichts machen. Eben noch da und jetzt weg …*huch*

  2. Leider muss man auch sagen: Bevor man keine Kinder hatte, konnte man sich den ganzen Irrsinn auch einfach nicht vorstellen. Ich habe vorher nie verstanden, warum meine beste Freundin plötzlich so ein Drama aus geregelten Mittagszeiten macht, abends nicht einfach mal die Oma die Kleinen ins Bett bringen kann u.ä. Heute weiß ich es besser…Man muss es eben erlebt haben um mitreden zu können…

    1. Liebe Antonia,

      du hast recht. Ich hab mir auch manchmal gedacht: meine Güte, machen die ein chichi ums Kind. ja, wenn man aber Nächte wieder durchmachen muss, weil Kind nicht seinen Mittagsschlaf bekommen hat, dann will man das eher vermeiden.

      Auf der anderen Seite kann man auch ruhig mal ausprobieren, ob es nicht auch mal anders geht (vllt.. mal Mittagsschlaf bei Oma, wenn man da ist oder mal ein wenig länger aufbleiben lassen). Wie immer ist das aber auch anhängig vom Kind! Ist es flexibler oder nicht?! Aussenstehende denken nur:‘ boah, heulendes Gör, das ist bestimmt verzogen!‘ Wie, was und warum, das kann man gar nicht erfassen.

      Viel Spaß mit deinem Nachwuchs 🙂 Wie alt?

      Lg, Miriam

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