Ich sage: DANKE!

Kurz vor Jahresschluss ist es noch Zeit mal ein kleines DANKE an ein paar Leute zu senden, die mich in diesem Jahr begleitet haben!

Ich möchte DANKE sagen an alle Freunde und Verwandte, die uns bei der Renovierungsphase so gut unterstützt haben, mit Körperkraft, Zeit und Geld! DANKE!

Ich möchte DANKE sagen an all die fleißigen Umzugshelfer! Echt jetzt; ohne euch hätte das nicht funktioniert!

Ich möchte DANKE sagen an meine Mama und ihren Mann, dass sie mit Geduld die kleine Raupe übernommen haben, damit ich zumindest ein paar Stunden zum Durchatmen hatte!

Ich möchte DANKE sagen an alle meine Freunde, zu denen sich das Verhältnis durch die Geburt des Kindes nicht verändert hat! Danke euch für Geburtstagseinladungen, Besuche, gemeinsame Ausflüge!

Ich möchte DANKE sagen zu den geduldigen Nachbarn und netten Menschen, die sich NIE,NIE beschwert haben, obwohl es bestimmt manchmal bestimmt echt nervig war!

Ich möchte mich bei allen bedanken, die mich in diesem Jahr begleitet haben. Die mich motiviert, inspiriert und oben gehalten haben. DANKE!!

Ich möchte DANKE sagen für alle die tollen Sachen, die wir für unsere Raupe bekommen haben!

Und natürlich möchte ich vor allem EUCH danken – ihr lieben Leser:

Mit insgesamt 4044 Lesern und 20.000 Seitenaufrufen habe ich zu Beginn des Projektes nicht gerechnet und freue mich über jeden einzelnen Besuch und jeden Kommentar!

Danke auch an die 362!! Follower auf Twitter und 38 Leuten die mir auf Facebook folgen. Ich lese euch jeden Tag gerne und hoffe es ist andersherum auch so!

DANKE!DANKE!DANKE!

So, nun kann ich ruhig ins neue Jahr starten und hoffe, wir sehen uns in 2015 wieder!

Ahoi!

Mein #Jahresrückblick 2014

Ich reihe mich auch mal ein in die Riege der Jahresrückblicke und stibitze mir als Vorlage mal das allseits beliebte Blockstöckchen und modifiziere es ein wenig 🙂


 

2014 war für mich: alles in der Superlative. Warten auf Baby, Geburt und Wochenbett, viele Krankheiten und Migräneanfälle, Umzug, Schreibabyzeit….. Es lag wohl noch nie das unglaubliche Glück und die absolute Erschöpfung so nah beieinander. Aber jetzt geht es los:

1. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?

puh…da werfe ich mal alles in eine Waagschale und würde sagen -trotz den vielen blöden Dinge – wiegen die Guten doch stärker und wir kommen auf eine gute 9! Ja! EINE 9! Denn obwohl wir so viele Krankheiten wie noch nie hatten und uns das erste Babyjahr und der Umzug alle Kraftreserven und Energien geraubt hat, so haben wir doch einiges gewonnen 🙂

2. Zugenommen oder abgenommen?

Gestartet bin ich ins Jahr mit megafetter Babykugel, hatte aber schon drei Wochen nach der Geburt wieder mein Präschwangerschaftsgewicht. Bis heute gehalten!

3. Haare länger oder kürzer?

Im April hab ich sie einmal von Ellenbogenlänge auf einen längeren Bob schneiden lassen. Nun sind sie wieder WEIT über Schulterlänge. Meine Haare wachsen halt wie Unkraut 🙂

4. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

Immer noch weitsichtig 🙂 Metaphorisch gesehen bin ich dieses Jahr wohl eher kurzsichtig gewesen: besinnen auf das Wesentliche (DURCHHALTEN!), Familie, neues Zuhause, sich selbst pflegen.

5. Mehr Kohle oder weniger?

Viel, viel weniger. Dadurch, dass ich im vorher ja ’nur‘ 400 € dazuverdienen durfte und letztendlich auch Bafög wegfiel und man auch als Honorarkraft kein Geld im Mutterschutz bekommt, bin ich froh, nun wieder ein festes Gehalt auf dem Konto zu haben!
6. Besseren Job oder schlechteren?

Den Job, den ich vorher auch schon gemacht hab 🙂 Die Zeit mit der Raupe zu Hause war zwar auch schön, durch die lange Schreibabyzeit aber sehr, sehr kräftezehrend. Beide Jobs sind klasse!

 

7. Mehr ausgegeben oder weniger?

MEHR! Umzug, Renovierung, neue Küche, Autoreparatur, Nachzahlungen an Nebenkosten und Strom, Babykram, Krankenhauskosten, kaputter Herd (ja, der Neue!!) und so weiter…. kann mich nicht daran erinnern in einem anderen Jahr soviel Geld ausgegeben zu haben.

 

8. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?

Materiell gesehen habe ich nichts gewonnen. Aber: viel neue Kontakte übers Netz, viele neue Erfahrungen, ganz viele Emotionen und das Gefühl in mir selbst zu ruhen! Ist doch auch was, oder?

 

9. Mehr bewegt oder weniger?

Im Durchschnitt wohl gleichbleibend. Stundenlanges Babyschleppen und marschieren durch die angrenzenden Parks und Wälder. Dafür weniger ‚Sport‘.

 

10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?

Unzählige! Infekte ohne Ende und Migräne from hell! Dazu Erschöpfung und Müdigkeit.

 

11. Davon war für Dich die Schlimmste?

Die Nervenerkrankung des Papas mit Gesichtslähmung und wochenlangen, schweren Schmerzen und Krankenhausaufenthalt.

Bei mir selbst wohl die dauerhafte Migräne, die durch den Schlafmangel und unregelmäßigen Schlaf aufgelöst wird. Der Migräneanfall im September, der wohl zusätzlich von einer Art Clusterkopfschmerz überlagert war und mir ein kompletter Tag in der Erinnerung fehlt, war wohl der heftigste Schmerz überhaupt in meinem Leben. Lieber noch mal 30 Stunden Wehen. Echt jetzt!

 

12. Der hirnrissigste Plan?

Meine Vorstellung in diesem Jahr könnte man ja locker noch weiterstudieren. Hat nicht funktioniert. War ein klarer Fall von: War doof, hab ich selbst gemerkt!

 

13. Die gefährlichste Unternehmung?

Mein Leben am Limit: Baby schläft endlich…kann ich es wagen sie hinzulegen, um endlich aufs Klo zu gehen nach 3 Stunden einhalten?

Ihr sehr, mein Leben konnte kaum an Gefährlichkeit übertroffen werden…

 

15. Das leckerste Essen?

Ui, da muss ich überlegen. Ich denke die Dinner-Platte bei unserem Chinesen. Die ist zwar auch sehr lecker, aber besonders toll wurde sie durch den Umstand, dass es die erste Stunde und das erste Essen nach der Geburt des Duracellbabys war, das wir in Ruhe und ohne Dauergebrüll gemeinsam und in Ruhe zu uns nehmen konnten.

Ansonsten war die japanische Suppe (Ramen) bei Takumi Tonkotso einfach genial!

 

16. Das beeindruckendste Buch?

Bücher lesen..was war das noch mal? Ok, ihr seht, ich – eigentlich absolute Leseratte – bin in diesem Jahr nur bedingt zum Lesen gekommen. Zwar war das eine oder andere Buch dabei, aber nichts beeindruckendes.

 

17. Der ergreifendste Film/ Serie?

Anfand des Jahres haben wir es doch tatsächlich noch geschafft die 3. Staffel ‚Game of Thrones‘ zu schauen. Großartig!!

Der beste Film war wohl ‚Snowpiercer‘. Müsst ihr unbedingt sehen!

 

18. Die beste CD/ Album/ Musik?

In diesem Jahr gab es auch kaum Musik für mich…. 🙁

 

19. Das schönste Konzert?

…und auch kein Konzert!

 

20. Die meiste Zeit verbracht mit?

Dem Baby! Dauerstillen, Dauertragen, Dauerkuscheln. Eine wunderbare Zeit, aber ich bin nun auch froh, mal wieder einen 10 cm Radius um meinen Körper zu haben – nur für mich!

Auf Platz zwei: Kisten packen und auspacken!

 

21. Die schönste Zeit verbracht mit?

MIt der Familie nach Baby’s Schreiphase! Einfach nur goldig so ein kleiner Sonnenschein!

 

22. Zum ersten Mal getan?

Ein Baby bekommen und einen Text für Geld veröffentlicht!

 

23. Nach langer Zeit wieder getan?

Umziehen! Und wird auch lange, lange Zeit erstmal nicht wieder passieren! Und der #verwandtenbesuch in Niedersachsen. Das vorangegangene mal ist nämlich auch schon drei Jahre her.

 

24. Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?

Schreibabyzeit (ja, das hat mich echt mitgenommen!) und die Krankheit vom Papa.
25. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?

Die Mitgliederversammlung der Elterninitiative, dass WIR die absolut beste Wahl für den Krippenplatz sind!

26. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?

Dieses Jahr haben wir leider gar nicht so viel geschenkt (shame!), aber ich glaube die Omas haben sich unbändig über die Geburt ihres ersten Enkelchens gefreut und das war das beste Geschenk ever für sie.
27. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?

Das Mettbrötchen im Krankenhaus nach der Geburt.

 

28. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?

Ich liebe dich!

 

29. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?

Du wirst Papa!

30. Dein Wort des Jahres?

Elternzeit

 

31. Dein Unwort des Jahres?

Kein Wort. Ein ‚Ton‘: wuäähhhhhhhhh-kreiiiiiisch / kurze Pause mit Schnappatmung/ sirenenmäßiges wuähhhhhhhhhh-kreischhhhhhhh
32. Was macht das Studium?

Viel geplant und viel vorgehabt. Leider habe ich es geschafft, genau EINE Anerkennung für ein Praktikum (Chemie für Biologen) zu erhalten und im Februar 2015 werde ich eine Prüfung (Zelle und Gewebe) ablegen. Irgendwie kam alles anders als gedacht und fürs Studium waren einfach keine Kapazitäten mehr da. Weder zeitlich, noch von der Kraft her. Mein eigentlicher Plan, die Raupe mit zu den Vorlesungen zu nehmen, war durch permanentes Schreien gescheitert und genau einmal habe ich mich getraut mit ihr die 80 km mit dem Auto zu fahren.

Letztendlich habe ich mich für eine Beurlaubung entschieden, bei der ich theoretisch auch Prüfungen ablegen könnte. Könnte…denn mein Fachbereich Geowissenschaften hat sich solange quergestellt, bis die Anmeldefristen für die Prüfungen abgelaufen waren. Ausserdem darf ich keinerlei alternative Leistungen ablegen. Ich fühle mich von dieser Seite aus sehr alleingelassen und mit Absicht ausgebremst. Frustrationsfaktor: 100! Ja, ich habe auch über eine Exmatrikulation nachgedacht.

 

33. neue Projekte in 2014

Ich habe meinen Blog www.frau-chamailion.de wieder aufleben lassen und diesmal mit eigener Domain und allen Drum und Dran. Ausserdem habe ich einen Blog bei dem Scilogs-Blogs vom Spektrum-Verlag und baue gerade die www.welovescience.de Seite auf (ein Wissenschaftsblog für Studenten). Ansonsten habe ich durch echte Zufälle total tolle Begegnungen gehabt. Unter anderem mit der Möglichkeit mich Selbstständig zu machen….. das Leben schreibt halt doch die besten Zufälle!

 

 

34. Vorsätze fürs neue Jahr

° der Klassiker: mehr Sport und eine gesündere Ernährung. Das heißt für mich eine konsequente, pflanzenbasierte Ernährung. Für meine Gelenke verdammt nötig

° einen geregelten Alltag und Reduzierung der Arbeitsstunden (die Monate in Elternzeit haben meinen Alltag ziemlich auseinandergenommen).

° mehr Freunde treffen


 

Das war mein Jahresrückblick und ich hoffe euer Jahr war auch eine 9!

Ich wünsche allen Lesern einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Ahoi!

Tagebuch eines Mombies…#5

Wie eine Schwangere loszog, um einen Krippenplatz zu suchen

Rückblick: Oktober 2013. Ich bin im sechsten Monat schwanger und habe so überhaupt gar keine Kapazität, um mir über sowas wie einen Kitaplatz Gedanken zu machen. Meine Probleme sind gerade ziemlich existentieller Natur: der Wegfall von meinem Bafög, die Nichtverlängerung meines Arbeitsvertrages und die Erkenntnis, dass ich mir wohl selbst meinen Mutterschutz finanzieren darf. Ja, mir geht gerade echt der Arsch auf Grundeis, wenn man das mal so sagen darf.

Keine gute Ausgangssituation für den Semesterstart und auch kein Kopf für Krippenkram. In meinem Kopf schwirren nur noch die Gedanken rund um das: wie geht es weiter. Zwar geht es natürlich immer irgendwie weiter, aber mit Baby im Bauch ist so eine Perspektive, wo dann demnächst Brot und Windeln herkommen, doch irgendwie beruhigender.

Nun gut. Die Schwangerschaft lässt sich nun ja nicht einfach für eine zeitlang aufhalten und U3 Plätze gibt es ja leider auch nur begrenzt. Trotz subventioniertem Kitaausbau ist der Erhalt eines angemessenen U 3-Krippenplatzes mit dem Fund einer Schatzkiste im eigenen Garten zu vergleichen.
Ich habe keinen Garten und somit bin ich also bereits im Wettbewerbsnachteil.
Hätte ich mich ja auch früher drum kümmern müssen. So sagte es mit zumindest die zuständige Dame beim Jugendamt vor einigen Wochen, als ich -gerade mal in Schwangerschaftswoche 17 dort nach einem Platz fragte.

Sie, kurz vor Rente, strenger Zopf und ein Schreibtisch, der so ordentlich ist, dass es mir schon unheimlich war, hatte keinerlei Verständnis dafür, dass mein Anliegen doch nun eine gewisse Dringlichkeit hatte. Soll ich doch einfach zu Hause bleiben. So einfach ist das also….

Ob ich denn einen Platz auf der Warteliste haben wolle, fragt sie. Natürlich will ich!

Ich habe dann einen Platz auf der Warteliste bekommen. Platz 53. Mit total realistischen Chancen diesen auch im Januar 2015 antreten zu können. NICHT!

Das nächste Mal mache ich meinen Schwangerschaftstest bei ihr im Büro und verlange direkt mit dem erscheinen des zweiten Streifens einen Platz auf der Liste! Pah!

Meine Alternativen sind rar, aber ich bin da ja wie ein Terrier. Ein paar private Kitas haben sich neu gegründet. Eine schaue ich mir an…zumindest ist das mein Plan. Wäre da nicht mein nicht-existenter Orientierungssinn.

An einem schönen Samstagmorgen – mittlerweile ist es November – möchte ich zu einem Tag der offenen Tür einer besagten privaten Kita gehen. Gehen, weil es ist schönes Wetter, es ist nicht wirklich weit (das wird noch mein Verhängnis werden) und so als fette Schwangere kann so ein Spaziergang ja nicht schaden.

12 Kilometer und 2,5 Stunden später treffe ich in der Kita mitten im Wald ein -schnaufend und mit einem gaanz dringenden Bedürfnis – Schwangere kennen das.

Es ist sehr idyllisch. Umringt von Wäldern und Wiesen legt sich gerade romantisch der Morgentau nieder, während die warme Herbstsonne ein wunderschönes Licht zaubert. Wunderschön sag ich euch. Ein kleines Häuschen mit viel Platz für kleine Menschen und ein Streichelzoo mit Schafen! Noch besser würde es mir gefallen, wenn es in irgendeiner Weise auch erreichbar wäre. Zu Fuß, mit ÖPNV oder dem Rad….nada. Geht nur mit Auto. Ja, da hilft auch kein Streichelzoo und kein Bioessen, denn die Anschaffung eines zweiten Autos nur wegen der Kita ist nun auch nicht drin.  Also wieder zurück. (Ohne Umwege braucht man übrigens nur 30 min 🙂 )

Nach diesem wirklich langen Spaziergang und einem Eintrag auf eine Warteliste für eine Kita, die für uns so gar nicht erreichbar ist, sitze ich leicht frustriert auf dem Sofa und versuche das Problem durch die Aufnahme von zwei Packungen Snickers-Eis zumindest seelisch zu verarbeiten. Letztendlich raffe ich mich dann doch auf und schicke weitere 10! Bewerbungsschreiben an die verblieben Kitas mit U3 -Betreuung und einem Ganztagsangebot. 10mal schleimen (‚ihr Internetauftritt und ihr Konzept haben uns ja so begeistert!‘) , 10 mal seien Lebenslauf schönreden (‚aufgrund anstehender Weiterbildungen…‘) und sich für charmant, engagiert und im Beruf absolut unabkömmlich beschreiben. Denn nur die wichtigen Leistungsträger in unserer Gesellschaft brauchen doch eine Ganztagsbetreuung, oder?

Fazit: vier Einrichtungen haben sich gar nicht gemeldet, bei drei Kitas habe ich nach dem Besuch von einer weiteren Bewerbung abgesehen, zwei Einrichtungen sind wieder geschlossen und die letzte ist die absolute Traumkita! Und nach Zwei Telefonaten, zwei Besuchen, einem ausführlichen Bewerbungsbogen und zwei Vorstellungsgesprächen mit allen Eltern, haben wir den Platz bekommen. Um 23.30h kam der Anruf mit der Zusage und wir haben vor Freude getanzt. Innerlich, ganz leise versteht sich, denn die Raupe war noch keine 5 Wochen alt.

Ahoi!

Einmal Bremse, bitte! #blogpause

Es ist ruhig geworden hier auf dem Blog. Es ist #blogpause! Es liegt aber nicht daran, dass ich nicht will! Ganz im Gegenteil: ich vermisse mein kleines zweites Zuhause, aber irgendwie ist der Wurm drin. Und der nennt sich Murphy!

Erst hatte ich mich vor einigen Wochen rar gemacht,weil ich mir über mein Konzept und das Layout unschlüssig war. Fragen wie: was ist die Nische, welches Konzept will ich verfolgen und wie kann ich das umsetzen?, standen im Raum. Auf die meisten dieser Fragen habe ich eine Antwort gefunden. Dies alles umzusetzen erfordert aber wiederum etwas Geduld und Investition. In der Zwischenzeit habe ich (endlich) mein Gewerbe angemeldet und warte auf meine Steuernummer, denn es stehen ja für das kommende Jahr auch die neuen Blogprojekte an. Dazu dann die Tage mehr. Das alles versuche ich zu koordinieren neben Familie, Haushalt, Vollzeitjob und nebenbei habe ich ja auch mal das Bedürfnis nach anderen menschlichen Kontakten. Und so verrinnt die Zeit und ich verzettel mich in meinen Planungen, denn wirklich wohl fühle ich mich nicht. Ich bin immer noch dauermüde und erschöpft. Hier wechseln sich die Familienmitglieder mit den diversen Infekten ab und wenn hier grad keiner keucht oder zahnt, dann liege ich pünktlich zum Wochenende mit Migräne flach.

Stress lass nach

Aus diesem Grund wurde hier reduziert. Und zwar alles, was gerade nur unnötig Energie kostet.

Aus diesem Grund gibt’s hier kein Weihnachtsstress, kein Plätzchengebacke, kein Dekoirrsinn oder Zwangsbloggen.

Stattdessen versuchen wir uns auszukurieren, zu entspannen und endlich mal das Schlafdefizit auszugleichen, dass uns nun fast ein Jahr verfolgt.

Ich hab euch nicht vergessen und zwischendurch lass in mich ja auch auf Twitter blicken. Auf Facebook haben sich mittlerweile so viele Nachrichten angesammelt, dass ich mich schon gar nicht mehr traue, dort das Postfach zu öffnen

Leben und Lieben

Weihnachten rückt immer näher und man möchte sich gegenseitig eine Freude machen. Permanent steht die Frage im Raum: ‚was wünschst du dir?‘ Aber was brauchen wir wirklich für ein glückliches Leben? Was macht uns glücklich?

Ein paar kurze Gedanken zum Leben.


 

Heute morgen fuhr ich mit dem Auto zur Arbeit und habe laut und schief zur Musik gesungen. Ich war gelöst und für einen kurzen Moment habe ich mich zurück nach Hause gewünscht. Zu meinem Mann und der kleinen Raupe, die wohl nun schon zusammen frühstücken würden. Eben noch hat mir das Baby einen ihrer nassen Schmatzer auf die Nase gedrückt und schon musste ich los.

Nun saß ich da und trällerte mit der Musik. Lieder auf der Suche noch Liebe. Mal traurig, mal fröhlich. Ich war wehmütig, aber mit Vorfreude auf den Tag. Mit Arbeit die mir Spaß macht, mit einem Team aus Kollegen, die ich seit 10 Jahren kenne und einem Chef, der meinen Einsatz (meist) zu schätzen weiß.

Häufig überlege ich, ob mein Lebenslauf sinnvoll war, wie ich ihn gestaltet habe. Ob ich nicht  doch lieber weggezogen wäre zum Studium oder ins Ausland. Das was wäre wenn.Und dann denke ich wieder an die beiden Menschen, die hier zu Hause gerade ihren Tag verbringen. Die hätte ich wohl beide nicht…

..Ich hätte viel früher meinen Job schmeißen können um dann zu studieren. Aber ich verbringe gerne meinen Tag in diesem Labor…

..Ich hätte reisen können, vielleicht ein work&travel? Dann hätte ich wohl die letzten Lebensjahre meines Vaters verpasst. ..

Und bei den ganzen Berichten über Weihnachten denke daran, wie es früher bei uns war. Da wurde bei meinen Großeltern gefeiert. Mit Curryfleisch zu Mittag und dem geheimnisvollen Christkind. Mit der ganzen Familie. Die Großeltern, Tante, Onkel und fünf Enkel.

Sechs von diesen Menschen sind bereits gestorben und werden kein Teil des Weihnachtszaubers mehr sein.

Während ich dachte und trällerte liefen mir die Tränen das Gesicht herab, denn ich habe alles richtig gemacht.

Ich habe ein Leben und Menschen, die mich lieben und denen ich Liebe schenken kann. Mehr braucht es nicht zum Glück.

Ahoi!

Ein Babysitter für die Raupe #Blogparade

Braucht man einen Babysitter? Wie sieht der perfekte Babysitter aus und welche Qualitäten sind bei dem Aufpasser fürs Baby absolut notwendig? Hier gibt es jetzt mal meine Erfahrungen aus fast 10 Jahre Babysittertätigkeit.

Andrea hat einen Babysitter für ihr Runzelfüßchen gesucht. Vorerst ohne Erfolg. Nun hat sie zur Blogparade aufgerufen, um herauszufinden, was wir zu diesem Thema denken. Diesem Ruf möchte ich natürlich folgen und ihr (und euch) von meinen Erfahrungen rund um Babysitter berichten.


 

Damals, vor vielen, vielen Jahren habe ich als 13 jährige bei der efa (Evangelische Familienbildung in Düsseldorf) einen Babysitterkurs absolviert. Eigentlich ganz ohne Plan, denn es war kein Baby, welches zu hüten gewesen wäre in der Nähe und fürs betreuen von anderen Kindern kam ich mir noch ein wenig zu jung vor. Aber damals wie heute war das Motto: hört sich interessant an -mach ich!

DIe Inhalte waren neben Säuglingspflege, Ernährung, Spielideen und Liedern auch ein Erste-Hilfe Kurs für Babys und Kleinkinder. Der Kurs ging über zwei Tage und ich bin  mit einem gutem Gefühl nach Hause gegangen, aber ohne einen konkreten Plan, wie ich nun diese „Qualifizierung“ anwenden könnte.

Unverhofft, kommt oft – der Anfang

Zwei Monate später klingelte das Telefon. Frau F. war am Telefon. Man hätte meine Telefonnummer von der efa. Wir verabredeten uns und ich lernte den kleinen Jonas kennen. Gerade 8 Monate alt. Sie und ihr man kamen aus dem Osten (was noch zu einigen lustigen Verständnisproblemen führen sollte 🙂 ) und arbeiteten hier bei einer großen Bank. Sie wollte bald wieder in den Job einsteigen, aber erst einmal wieder ein wenig was für sich machen. Für die Zeit, in der sie zweimal die Woche zum Sport ging, sollte ich nun auf Kleinjonas aufpassen. Mit einem akzeptablen Stundenlohn von 7€.

2×3 Stunden für 7€  – das klang für mich doch interessant.

Und so verbrauchte ich meine Nachmittage mit dem kleinen Krümmel, der sich noch nicht drehen konnte und fleißig seinen Brei aß.

Ich habe den Kleinen bis zu seinem 5 Lebensjahr betreut. Zusammen mit seinem Bruder. Manchmal auch ganze Tage am Wochenende oder Abends. Zwei Kinder ins Bett bringen war für mich keine Herausforderung.

Am Weihnachten habe ich sogar mal das Christkind für die beiden gespielt und wenn es bei den Eltern zu viel war, habe ich abends sogar noch gegen ein kleines Entgelt die Wäsche gebügelt. Ich war ja eh da.

Good in Job

Nach und nach trudelten dann immer mehr Anfragen ein und ich als geschäftstüchtiges Mädchen habe da gerne zugegriffen. Da war dann die kleine Mona, 6 Monate und Ärztetochter. Ich war da Ergänzung zur Betreuung von Tagesmutter und Oma. Fröhlichstes und unkompliziertestes Baby von Welt! Oder P. (3) und L. (5), welche mich regelmäßig auf die Geduldsprobe stellten!

Sympathien und Vertrauen sind wichtig

Manchmal habe ich mich gefragt, warum diese Leute mir so ohne Wenn und Aber ihre Kinder anvertrautn, denn mein Erscheinungsbild war zwar gepflegt, aber …auffällig. Mit 14 habe ich meine erste Punk und Gothicphase durchlebt 😉 Scheinbar muss ich aber doch einen kompetenten Eindruck hinterlassen haben!

Es kommt also nicht auf das Äußere an, sondern auf die Sympathien, Zuverlässigkeit und Vertrauen.

Ich habe vier Familien in 10 Jahren gehabt, die ich teils bis zu 5 Jahre begleitet habe. In nur einem Fall kam ich nicht mit der Familien und den Kindern zurecht. Das war dann wohl auf beiden Seiten so und wir haben uns dann ‚einvernehmlich‘ getrennt‘.

Grad zwischen Kontrolle, Vertrauen und ‚machen lassen‘

Gerade bei den Kleinen habe ich mir irgendwann ein paar Strategien zurechtgelegt: wann werden sie unruhig, wie kann ich Beide beschäftigen ohne das großes Geheul ausbricht, wie kann ich ihn am besten beruhigen….? In den wenigsten Fällen haben die Eltern mir überhaupt exakte Vorgaben gemacht. Kurzes erklären und dann: arrangiert euch!

Würde ich es auch so machen?

Die Raupe ist nun bald 11 Monate alt und tagsüber ein Sonnenscheinchen. Aber nachts bricht der kleine Gremlin aus ihr raus und wenn dann nicht genau jemand neben ihr liegt oder es nicht der Richtige ist, dann geht es rund.

Wir werden wohl erstmal auf einen Babysitter verzichten.Tagsüber ist sie ja bald in der Kita und abends ….ja und abends vertrauen wir noch auf den Übernachtungsdienst von Oma und im Notfall erstmal auf die anderen Familienmitglieder zurückgreifen.

Wann und ob ich mich mal auf die Suche nach einem Babysitter mache weiß ich noch nicht. Momentan freue ich mich über die wenigen Stunden, die ich mit der Raupe verbringen kann und die Hoffnung bleibt ja (irgendwie), dass Papa und ich auch mal wieder einfach nur so gemeinsam einen Abend auf dem Sofa verbringen können.

Hier jetzt noch mal ein paar Tipps, die euch vielleicht bei der Suche nach einem Babysitter helfen können:

1.) Überlegt euch vorher, welche Aufgaben der Babysitter übernehmen soll: nur auf dem Sofa sitzen und im Notfall das aufgewachte Kind (wie?)  beruhigen? Kind ins Bett bringen? Gemeinsam Abendessen? Macht euch eine Liste, welche DInge euch dann in diesem Fall wichtig wären! z.B.: Abends ist die Regel, dass es keinen süßen Belag gibt, kein Fernsehen oder nur eine halbe Stunde, vorlesen….

2.) Das Kennenlernen: trefft euch frühzeitig vor dem Termin, damit ihr euch gegenseitig beschnuppern könnt. Gebt euch Zeit und geht es langsam an. Vielleicht ladet ihr den Bewerber auch mal zu euch zum Abendessen ein, damit ihr eure Rituale zeigen könnt.

3.) Faire Arbeit, fairer Lohn. Klar, ein Babysitter kostet Geld. Es verbringt aber auch jemand seine Freizeit damit, euer Kind zu hüten! Bitte versucht einen Babysitter nicht mit 5€ die Stunde abzuspeisen! Besprecht vorher, wie ihr angefangene Stunden abrechnet.

4.) Nachhauseweg: ihr geht Essen und euer Babysitter ist bis 23.30 h bei euch. Hat er/sie noch kein Auto oder fährt keine Bahn mehr, bringt euren Babysitter bitte nach Hause!

5.) Woher nehmen? Es gibt mittlerweile viele Babysitterbörsen im Internet. Ich würde aber immer erst einmal auf die Mundpropaganda hoffen. Vielleicht gibt es auch die Möglichkeit einen Zettel in der KiTa oder im Supermarkt auszuhängen.

6.) Bauchgefühl entscheidet. Lasst euren Bauch entscheiden, ob ihr Person x oder y als Babysitter haben wollte oder nicht. Wenn ihr euch gegen eine Person entscheidet, dann sagt es ihr höflich. Bitte aber sich nicht einfach nicht mehr melden!


 

Wie sieht es bei euch aus? Ich freue mich auf viele Beiträge zur #Blogparade bei Andrea und verbleibe mit einen wochenendlichem:

Ahoi!!

 

p.S.: dank der verschiedenen Kontakte, habe ich eine Redakteurin von WDR kennengelernt und durfte mit denen zwei Kurzberichte zum Thema ‚Babysitter‘ machen 🙂 Leider gibt es die nicht mehr in der Mediathek und auch nicht bei Youtube. Wer eine Idee hat, wie man an solche alten Beiträge drankommt, kann sich bitte bei mir melden!