Frauen-WG, oder: ohne Papi ist alles doof!

Quelle: Pixabay, Urheber: Steinchen
Quelle: Pixabay, Urheber: Steinchen

 

Unser Papa weilt ja seit einigen Tagen im Krankenhaus. Leider immer noch ohne Diagnose, dafür aber mittlerweile mit ein wenig mehr Diagnostik. Mal schauen wie lange das Ganze noch dauert. Für uns bricht heute die dritte Nacht an, in der wir alleine sind – die Raupe und ich. Ich hoffe ja, dass wir ihn am Wochenende wieder haben können, denn:

Ohne Papa ist ALLES doof!

Ich fühl mich gerade ein wenig einsam und grade so eben bekomme ich es auf die Reihe, dass unsere Wohnung nicht in einen Zustand vollkommener Verwahrlosung untergeht. Ans Projekt:Abendlernen ist gar nicht zu denken. Entweder bin ich einfach nur noch fertig und mein Bett ruft oder ich muss so wie gestern die Raupe bis knapp 24 Uhr kuscheln, bis sie eingeschlafen ist. Hier ist sozusagen jede Freizeitbeschäftigung auf Null gefahren worden! Bloggen, lernen oder ausgiebig Haarewaschen sind jetzt erstmal gestrichen.

Ich bin jetzt im 24h Raupendienst. Zum Glück kann morgen unsere Oma einspringen, damit ich den armen Mann mal länger als 10 Minuten besuchen kann. Länger hält Madame es auf dem Arm nicht mehr aus. Krabbeln ist schließlich viel cooler! Aber über einen Klinikfußboden lass ich mein Kind dann doch nicht rutschen!

Also kann ich vom Bett aus nur ein schnelles Lebenszeichen absetzen, damit ihr mich nicht ganz vergesst 🙂

Ich fasse zusammen: Ohne Papa ist ALLES furchtbar doof! Feierabend doof! Essen doof! Alleine im Auto mit Raupe doof! Alleine abends im Bett ganz besonders doof! Abends ohne Gute-Nacht-Kuss in Bett ganz besonders, furchtbar doof!

In diesem Sinne ein müdes: Ahoi!

Das Familienrezept: schnelle Spätzlepfanne

Das Familienrezept kommt etwas verspätet, aber es ist da! Gestern ist mir ja leider ein siebenstündiger Aufenthalt mit der gesamten Familie in der Notaufnahme dazwischengekommen.

Jetzt sind wie aber wieder zu Hause und wie ich heute morgen gemerkt habe: es geht da draussen herbstlich zu und es wird wohl auch nicht mehr besser werden.

Darum gibt es für euch jetzt auch ein leckeres Herbstrezept, dass das Bäuchlein schön voll macht und super schnell geht!

die Mengenangaben sind wie immer für zwei hungrige Erwachsene gemacht, bitte passt das Rezept an den Hunger eurer Famile an.


 

 

Schnelle Spätzlepfanne

vegetarisch/ Hauptmahlzeit/ Zubereitungsdauer: 25 Minuten

Mein Einkauf
Mein Einkauf für das heutige Familienrezept (nein, wir sind nicht sponsored von REWE 🙂 )

500 g Spätzle

500-600g Gemüse (TK-Gemüse/Buttergemüse o. frisch) nach Wahl

2 mittelgroße Zwiebeln

1 Becher Creme Fraiche oder Schmand

1 Tüte Reibekäse bzw 300g geriebener Käse nach Wahl

Salz, Pfeffer, Majoran, Petersilie

Wasser in Wasserkocher aufkochen, in den Topf geben, Salz dazu und aufkochen lassen. Spätzle rein. Dann die Pfanne auf den Herd und ein wenig Öl hinzugeben. Das Gemüse auftauen und anbraten.

schnelles Doppel
schnelles Doppel

In der Zeit die Zwiebeln grob in Ringe schneiden und dazugeben. Alles schön garen und anbräunen. Bei Bedarf noch ein wenig Öl oder Wasser hinzugeben.

Zwiebeln grob schneiden - ja, ich bin sehr grob zu ihnen gewesen!
Zwiebeln grob schneiden – ja, ich bin sehr grob zu ihnen gewesen!

Sobald die Spätzle gar sind abgießen und noch tropfnass zu dem Gemüse in die Pfanne geben. Schmand/ Creme fraiche dazu geben und unterrühren. Würzen und falls das Ganze noch zu trocken aussieht ein wenig Wasser hinzugeben.

Zum Schluss den Käse drüber streuen und schmelzen lassen. Wenn man eine ofenfeste Pfanne hat, kann man das Ganze auch in Backofen kurz überbacken.

und fertig!
und fertig!

Guten Hunger!

das Rezept eignet sich auch super um diverse Gemüse, Wurst und Käsereste zu verarbeiten 🙂

Vor einem Jahr: in Schweden!

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Vor genau einem Jahr haben wir den letzten Tag von zwei Wochen Sommerurlaub in Schweden genossen. In Habo, dem besten Campingplatz der Welt, mit bestem Schwedensommerwetter, einem eiskalten See und ich mit einem kleinen Kugelbäuchlein im 5. Monat.

Ein Auto. Vier Erwachsene. Zwei Wochen Camping, Wandern und Natur genießen.

Urlaub in Schweden: JA! immer wieder. Das nächste Mal soll es in den hohen Norden gehen. Bis dahin möchte ich euch einfach mal mit ein paar Bildern in Urlaubslaune versetzen.

 

Ahoi und wünsche euch einen schönen Urlaub 🙂

Besteht Interesse an einem ausführlichen Urlaubsbericht, Empfehlungen für Reiseführer  oder einem Bericht zu Urlaub und Schwangerschaft?

 

 

Meine Woche- der Rückblick *2 4.8-17.8.2014

Wer meinen Blog ein wenig verfolgt hat vielleicht vergangenen Montag den fehlenden Wochenrückblick bemerkt.

Diesen Wochenrückblick hatte ich auch mal perfekt vorbereitet: mit Notizen und Bildern, der Artikel ist sogar schon im Entwurfsordner…mit 10 Zeilen oder so.

Ich denke ich fasse die Woche mal in wenigen Sätzen zusammen: die Raupe war krank und wir haben uns die Nächte um die Ohren geschlagen. Nichts wirklich schlimmes, aber die Kleine hat gelitten. Dazu kam ihre neue Fertigkeit: krabbeln in Perfektion. Und so steckte sie in einem Dilemma: ‚ich kann krabbeln! Schaut mal.‘ Es folgt motiviertes durch die Wohnung gewetzte. Danach erschöpft  mit zugeschnieftes Dauernölen. Sobald aber 5 Minuten Regeneration möglich war –> loswetzen.

In dieser Woche ist auch von MAM der „Oral Care Rabbit“ angekommen. Diesen darf ich als Produkttester für euch bewerten.  Grob gesagt ist es ein Lappen in Häschenform für die Reinigung von Babies Mundraum und erste Zähnchen. Der Bericht kommt dann in der kommenden Woche.

Ich hab ein wenig gebloggt und viel gelesen. Unter anderem bei Herzmutter einen wunderbaren Gastartikel von Johnny und bei Papawahnsinn über den Einzug des neuen Pflegekindes Karl.

Die vergangene Woche muss ich erstmal in meinem Notizbuch rekonstruieren, so aus dem Kopf ist ein Rückblick gar nicht möglich. Die Woche stand aber im Zeichen des Grübelns. Über die berufliche Zukunft, die Organisation von Studium und Weiterbildung, die Möglichkeit mich umzuorientieren und nicht zu vergessen die Frage was ist mit diesem Blog? Wohin soll mich das führen, was will ich eigentlich machen/sagen/ profilieren. Nicht zuletzt habe ich viel an unsere Janina von Herzmutter gedacht, die sich gerade ganz aktuell mit diesem Thema auseinander setzten muss. An dieser Stelle nochmal: ich kann die negativen Kommentare nicht verstehen! Aber ich verstehe, dass man sich zurückziehen möchte, denn gerade persönliche Kritik geht unter die Haut!

Also Janina: ich bleibe ein treuer Leser, egal was du draus machst 🙂

Die Woche war sofern erfolgreich, als das ich mal wieder meine Komfortzone verlassen habe: ich habe mich einfach bei der Brigitte Leser Kolumne „60 Stimmen“ beworben und darf jetzt einen Text zu meinem Herzensthema veröffentlichen. Ich freue mich so unglaublich!!

Und es gibt noch einen Grund zur (Vor)freude: am 7.9. gibt es für die Blog/Fb/Twittermamas und Papas ein Treffen in Darmstadt. Ist für mich zwar nicht gerade um die Ecke, aber ich wollte unbedingt dabei sein und die Leute kennenlernen. Die Sache mit den Fahrkarten…?! Das ist ein eigenes Thema und bekommt sicherlich noch einenn Blogbeitrag. Ich sag nur soviel: Ich wollte nur mal eben Zugtickets kaufen.

 

Meine Neuentdeckungen und Lieblinge

Paula T. bloggt als coole Mami sehr charmant und lesenswert über ihren Alltag mit ihren Männern. Unbedingt reinschauen und durchlesen. Ich musste doch das ein oder andere mal sehr schmunzeln 🙂 Hier gehts zu bleibCOOLmami

Jennifer Hicks veröffentlichte  einen Artikel in dem sie für mehr Verständnis für Frauen wirbt, die während eines Spielplatzaufenthaltes auf ihre Handys schauen. Noch nicht gesehen? Unbedingt durchlesen!

Euer Baby kommt abends auch schlecht runter? Wir versuchen es jetzt mit Entspannungsmusik:

https://www.youtube.com/watch?v=2g1K2YgFefU

 

In diesem Sinne: Ahoi und eine schöne Woche!

Das Jammerbaby

Die Gesellschaft ist voll von Jammerfrauen. Meine Recherche ergab, es gibt offiziell zwei Typen von ihnen.

Da gibt es die einen, die würden gerne Kinder haben, beschweren sich aber über die Hürden, die ihnen in den Weg gelegt werden. Deutschland ist kinderunfreundlich, die Kitas völliger Mist und überhaupt ist das Leben mit Kind ja vorbei! Alles GANZ furchtbar.

Und dann gibt es noch die Jammerfrauen, die sind schon Mütter. Auch ALLES furchtbar schlimm. In der Schwangerschaft wird man fett und nachher wird man für seinen ABB gedisst, Geburt: der Horror, die ganzen Einschränkungen und sowieso: man wird ja permanent fremdgesteuert. Wo bleibt da die Selbstbestimmtheit?! Nachher geht es nur ums Heulen, kein Schlaf, Trotzterror! Ja, welche Frau ist da denn keine Jammerfrau mehr? Da helfen auch keine stylische Babymode, Mutti-Style-Must-haves oder die Edelschminke speziell gegen übernächtigte Mamiaugenringe.

Keine Frau ist mehr sicher! Nachher jammern wir noch über die Altersarmut, weil wir ja die Kinder erzogen haben! Und sowieso: Kinder statt Karriere. Auch so ein Jammertal: die Vereinbarkeit.

Aber, ich will ja jetzt mal nicht über uns Frauen reden. Wer denkt denn mal an die Kinder. Ja, mein Gott: die Kinder!

Die sind auch nicht mehr das was sie mal waren! Ständig am heulen und am jammern. Wollen Dies und Das. Ständig hängen die an frei entblößten Brüsten (in der Öffentlichkeit!!), schlafen in unseren Betten und wahrscheinlich wollen die auch non-stop durch die Gegend gehievt werden. Da freut sich der Chiropraktiker.

Wie, ihr habt noch nicht den #aufschrei über das moderne Jammerkind mitbekommen?

Das Onlinelexikon sagt:  „das moderne Jammerkind, die Jammerkinder“

allgemeines Verhalten: permanent am heulen, morgens, mittags, abends, insbesondere nachts erreicht das Jammern seinen Höhepunkt. Das moderne Jammerkind wird im anfänglichen Entwicklungsstadium auch Jammerbaby genannt.

Das Jammern kann sich über Wochen, aber auch über Monate und in schweren Fällen sogar Jahre hinziehen.

Das J.kind/j. Baby möchte damit die ununterbrochene Aufmerksamkeit der Erwachsenen in Form von Nahrung oder Körperkontakt einfordern.

Ursachen: die Ursachen für das Verhalten des modernen Jammerbabys sind von den Wissenschaftlern und Pseudointellektuellen schnell gefunden worden.                                                                                                                                                   Sie bezeichnen die Tendenz der bedarfsgerechten Erziehung als Ursache für das permanente und nicht enden wollende Jammern.

Der Experte sagt: Hat man das Baby erst an diese Form der Bedürfnisbefriedigung gewöhnt, wird es nie,er betont NIE wieder damit aufhören die Eltern/ Betreuungsperson  zu drangsalieren und lautstark seinen Willen einzufordern. Die gesellschaftlichen Folgen sind noch nicht abzusehen. Eine Analyse der Deutschen Gesellschaft für Erziehungsforschung geht aber davon aus, dass im Jahre 2025 das BIP im 2 % zurückgeht, da die dann erwachsenen Jammerkinder kein leistungsfähiges Mitglied der Gesellschaft sein werden. Vorher sollen die das auch lernen?

Abhilfe kann nur in Form von Zucht und Ordnung geschaffen werden.“

 

Was ich daraus lerne? Zum jammern und heulen einfach mal in den Keller gehen! Wir ziehen doch eine Generation von verweichlichten Nichtsnutzen heran, wir Jammerfrauen!

 

Ich erwähne ausdrücklich: dieser Text enthält Satire, bezieht sich nicht auf einzelne Personen oder Texte!

Familienrezept: Camembertsticks auf Salat

Es ist Freitag und damit mal wieder Zeit für das Familienrezept!

Heute gibt es ein sommerliches Gericht für Salat und Käsefreunde. Die Sticks sind schön knusprig und mit der süßen Soße oder einer leckeren Marmelade schmecken sie auch Kindern hervorragend. Hat die PEKIP-Gruppe mit Geschwisterkindern für SIE getestet 🙂

die Mengenangaben sind wie immer für zwei hungrige Erwachsene gemacht, bitte passt das Rezept an den Hunger eurer Famile an.


 

Sommerlicher Salat mit Camembertsticks

vegetarisch/ Hauptmahlzeit/ Zubereitungszeit: 30 min 

Zutaten

1Salatkopf oder  300 gFeldsalat

500g frische Champignons

Olivenöl, Balsamico, Honig/Ahornsirup notfalls geht auch Zucker

Ca. 8-12 Filoteigblätter

300 g Camembert

eine Hand voll Walnüsse

Bund Schnittlauch oder Bärlauch

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Die Filoteigblätter auftauen lassen. Wenn es schnell gehen muss, geht es auch in der Mikrowelle. Nicht vergessen dann ein kleines Schälchen mit Wasser rein zu stellen.

Filoteigblatter sind dünne Scheiben aus Weiznmehl. Man kann sie gefroren in Asia und Reformhäusern kaufen.
Filoteigblatter sind dünne Scheiben aus Weizenmehl. Man kann sie gefroren in Asia und Reformhäusern kaufen.

In eine Schüssel den Camembert in kleine Stücke reißen, Walnüsse und die Kräuter zu geben. Das ganze mit dem Zauberstab pürieren. Nach Gefühl abschmecken. Wenn die Paste sich nicht mixen lässt ein wenig Olivenöl zugeben.

Ein Filoteigblatt wird mit jeweils 2 TL Paste gefüllt. Einmal rollen, dann die Seiten einschlagen und aufrollen.

zwei gehäufte Teelöffel Paste reichen für einen Stick
zwei gehäufte Teelöffel Paste reichen für einen Stick

Anschließend die Sticks in gaaanz wenig Öl (mit Öl auswischen reicht) in einer heißen Pfanne anbraten bis sie knusprig sind.

Wer mag, kann auf die Paste  ein wenig Marmelade oder frischen Heidelbeeren geben und somit schon in die Sticks ein arbeiten.                Auch sehr lecker!

Den Salat waschen, putzen und in der Schale zu Seite stellen. Pfanne schonmal heiß werden lassen. Champignons abbürsten und schneiden.

Ab in die Pfanne. Dazu ein klein wenig Öl. Sobald die Pilze braun werden den Honig/Sirup oder Zucker hinzufügen. Ich mache das nach Gefühl, aber 2 EL sind wohl eine gute Richtmenge. Das ganze schön karamellisieren lassen. Dann in die heiße Pfanne 2-3 kräfige Spritzer  Balsamico zu geben – vorsichtig, die Essigdämpfe verkochen! Man sollte also nicht direkt das Gesicht drüber halten 🙂

                                Pfanne vom Herd nehmen und einen guten Schuss Olivenöl zugeben. Abschmecken.

...mit Balsamico abschrecken...
…mit Balsamico abschrecken…

Die Pilze mit der Soße auf dem Salat anrichten und mit den Sticks genießen. Wir dippen die Sticks in Marmelade, man kann aber auch eine schnelle Soße herstellen:

2 El Cranberries mit einem guten Schuss Trauben oder Kirschsaft mixen und einkochen lassen. Nach Bedarf süßen.

 

..und genießen!
..und genießen!

 

Guten Hunger und vielleicht können wir damit ja den Sommer ein wenig zurückholen!

Zurück zum manuellen Modus

Eines meiner größten Hobbies ist das Fotografieren. 2010 habe ich begonnen mich mit Kameras und der Entstehung von Bildern zu beschäftigen. In den vergangenen Jahren habe ich mal mehr, mal weniger Bilder produziert und mich dabei in den unterschiedlichsten Genres ausgetobt. Es war mir aber von Anfang an wichtig die Funktionen der Kamera zu beherrschen und in keinem Fall im Automatikmodus zu landen.

Nun schreibe ich auf diesem Blog ja nicht über meine Liebe zur Fotographie und über meine Bilder, sondern möchte den Begriff des manuellen Modus auf meine Situation als junge Mutter übertragen.

Nach der Geburt und in den darauffolgenden 5 Monaten fühlte ich mich nämlich wie im Automatikmodus, fremdgesteuert und allein darauf ausgerichtet GUT zu funktionieren. Das Baby zu versorgen, mich zu versorgen und alles im Blick zu behalten. Das hat seinen Sinn, evolutionstechnisch gesehen, dass der Körper mit einer Unmenge an Hormonen überflutet wird, dass es gar nicht auffällt WIE SEHR einen die Situation anstrengt. Ein forderndes Baby, die lange Phase mit dem Umzug und keinerlei Möglichkeiten runterzukommen. Erst jetzt habe ich wieder das Gefühl eine gewisse Autonomie erlangt zu haben, die über das reine ‚ ich muss noch das und das erledigen‘ herausgehen. Ich kann meine Elternzeit genießen.

 

Vielen jungen Eltern scheint es im ersten Jahr ähnlich zu gehen.

Man funktioniert. Zum Wohle des Kindes, der Familie zu Liebe, um den Partner zu unterstützen und dann ist da ja noch Job und Haushalt. Dann ist da vielleicht noch ein Geschwisterkind, ein Jobwechsel des Partners oder ein Umzug?

Herausfinden, was einen auf Autopilot hält

In unserem Fall waren es Dauerstillen, Dauergeschrei und permanent das Baby auf Körperkontakt halten zu müssen. Sehr Kräfte raubend. Der Papa hat auf der Arbeit geschuftet, in den Wohnungen gerödelt und für uns gesorgt.
Keine Zeit mal die Akkus zu laden.

Ich fühlte mich vor einigen Wochen so krank, dass ich bei meinem Hausarzt war. Ich beschrieb meine Symptome. Er nahm Blut ab und erklärte mir, dass ich sehr wahrscheinlich kerngesund wäre und es halt normal ist, sich wie ein ausgelutschter Kaugummi zu fühlen. Und so war es auch. Alle Blutwerte sind On Top, alles fit. Aber was kann man tun? Kräfte Sparen war sein Tipp.

 

Was nun?

Schon alleine die Übergabe der alten Wohnung war eine Erleichterung. Nicht mehr streichen, putzen und räumen! Fertig!

Nach den anstrengenden ersten Monaten mit der Raupe versuchen wir hier langsam mal Struktur reinzubekommen. Tagsüber gibt es nur noch Fläschchen und einmal Brei, Schlafen ist das große Problem, darum beginnen wir mit Projekt: #Antieule2014 (ich werde berichten 🙂 ).

Aber ganz besonders  wunderbar ist es zu sehen, wie sich die Raupe entwickelt: sie krabbelt seit einer Woche fleißig in der Gegend rum und ist so mit ihrer Entdeckungstour beschäftigt. Für Weinen gar keine Zeit mehr bleibt 🙂 Zwar krieche ich jetzt permanent hinter dem kleinen Krabbler her, aber die Lautstärke hat sich auf ein normaler Babymaß reduziert. Eine Wohltat für meine Ohren!

 

Was für sich und die Beziehung tun!

Es ist wieder Zeit miteinander zu Reden. Dabei endlich auch mal ohne Organisatorisches. Wohin soll den mal ein Ausflug starten? Was leckeres zu essen machen? Oder einfach mal zu Dritt am Sonntag im Bett bleiben……und jedem mal ein wenig Freizeit gönnen. Und zwischen Tür und Angel mal ordentlich Knutschen!

Ich kann wieder mal die Gedanken schweifen lassen und versuche bewusst die letzten Wochen (oh, mein Gott, nur noch 9!! WOCHEN!!) mit der kleinen Raupe zu genießen. Und vielleicht mal wieder ein Buch lesen?

Tipps, wie man bewusst aus dem Automatikmodus aussteigt, kann ich nicht geben. Für mich ist es einfach ein Gefühl, dass sich aus dem Bestreben wieder Herr meiner Gefühlslage und meinem Tagesablauf zu sein und der Entwicklung (nennen wir es Selbstständigkeit) der Raupe entwickelt hat. Vielleicht war es auch das ‚Ankommen‘ im neuen zu Hause, der ein Ort ist, an dem ich durchatmen kann und (wenn auch nur minimal) die Akkus laden kann.

Denn was ich nicht kann, ist schlechte Situationen auszuhalten. Ich kann mich nicht abfinden mit: schlecht gelaunt, übermüdet, knatschig und dem Gefühl der Perspektivlosigkeit beladen zu sein. Ob das eine Schwäche ist? Ich denke nicht, denn so finde ich für mich immer Wege einen positive Perspektive einzunehmen und den Blick für die wichtigen Dinge zu schärfen. Und darum geht es ja im Leben: anstrengende Phasen auszuhalten und dann wieder auf der Sonnenseite zu stehen.

In diesem Sinne gehe ich jetzt raus und genieße mit der kleinen Raupe das sonnige Wetter. Und vielleicht mache ich ja ein paar Fotos.

Im manuellen Modus.

Ahoi!

Pipi, Kaka und Co.

Ich habe es ja schonmal erzählt. Mit dem Beginn der Elternschaft verändert man seine Wahrnehmung. Diese fokussiert sich sich in den ersten Tage und Wochen ausschließlich auf das propere Neugeborene und dort vornehmlich auf seine Ausscheidung.

Es ist nicht so schlimm wie es sich anhört. Oder doch?! In den ersten Wochen ist unser Papa nach Hause gekommen und hat als erstes nach der Anzahl der Kakawindeln des Babys erkundigt. Manchmal bin ich ihm auch zuvor gekommen und habe den Statusbericht per SMS gesendet. Ja, soweit kann eine Beziehung kommen.

Leider ist es ja auch gerade in den ersten Lebenswochen des neuen Familienmitglieds so, dass es sich nicht nur durch sein leises Stimmchen bemerkbar macht, sondern gern auch mal die Windel Größe NEW BORN durch eine beachtliche Menge Darminhaltes sprengt oder diese durch nächtliche Dauerpinkelattacken zum Überlaufen bringt. Von dem Mageninhalt, der sich auf mysteriöse Weise auf dem Weg in den Magen und dann wieder nach oben vervielfacht, möchte ich gar nicht reden. Nur so viel, besser ihr besitzt einen Trockner!

Das war aber eigentlich nur ein kurzer Einblick in das Leben mit einem Neugeborenen. Dort dreht sich alles um Windeln und Spucktücher. Und deren Inhalt.

Wenn dann die anfängliche Hysterie abnimmt und wieder ein geregelter Alltag *hust…tschuldigung* einkehrt, dann erfreut man sich eines gut gelaunten Minimenschens, der zwischen den ruhigen Phasen des sich selbstbespaßens unter dem Mobile ein paar ausgedehnte Schläfchen hält.

Aber Mama hat ja auch Bedürfnisse. Ja, auch bei so einem Baby voller Sonnenschein braucht Mama mal ihren Rückzugsort. Wenn der Papa da ist oder auch einfach mal, wenn grad Ruhe eingekehrt ist. Auf dem stillen Örtchen hat Mama 2 Minuten Ruhe um mal eben…na ihr wisst schon: Twitter, Blogs und Emails zu checken 😉

Und dann kommt der Moment.DER MOMENT. Bei dem einen früher, bei dem andern später. Das Baby lernt krabbeln. Und dann ist nichts mehr sicher. NICHTS mehr?fragen sie sich…NICHTS MEHR!!

Leider waren meine Follower, alles Eltern, die dieses Schicksal bereits durchlebt haben, nicht sehr aufbauend!

Und die liebe Mama OTR sagte es dann treffend auf den Punkt:

Was habe ich mir dabei wohl gedacht? Und in meinem Kopf bleibt die einzige und letzte Frage:

In diesem Sinne werde ich wohl noch einmal in Ruhe auf die Toilette gehen. Alleine. Und bei Twitter lesen. Ihr wisst schon 😉

Ahoi!

Familienrezepte

Ich möchte euch heute eine neue Reihe vorstellen: die Familienrezepte. Jeden Freitag poste ich euch ein Rezept, welches uns nicht nur schmeckt, sondern auch schnell zubereitet ist. Passend für den Familienalltag eben.

 

 

Ich wünsche euch viel Spaß und guten Hunger!

ich gebe die Mengenangabe an, wie ich sie hier für 2 ziemlich hungrige Erwachsene benutze 🙂


 

Mediterrane Gemüsepfanne mit Kartoffeln

vegan/ schnell/ Zubereitungszeit ca.: 35 min

Einkaufsliste:

500 g Drillinge oder andere festkochende Kartoffeln

2 Zucchini

3 Paprika

2 Zwiebeln

1 Aubergine

1-2 Knoblauchzehen

1 Avocado, möglichst weich

Tomatenmark, Öl

Salz, Pfeffer, Paprika, frische Kräuter

Kartoffeln waschen und schnibbeln
Kartoffeln waschen und schnibbeln

Kartoffelwasser schonmal aufsetzten. Dann  die Kartoffeln waschen, abbürsten und in ca. 3 cm  große Stücke scheiden. Sobald das Wasser kocht, Kartoffeln vorkochen.

unsere Gemüseauswahl
unsere Gemüseauswahl

Das Gemüse putzen und schnibbeln.

Eine große Pfanne auf den Herd stellen und großzügig Öl hineingeben (ich nehme Olivenöl) die Knoblauchzehen und Krauter hineingeben, kurz schwenken und dann das Gemüse hinzufügen. Hin und wieder schwenken.

Kartoffeln abgießen und dazugeben. Das ganze großzügig mit Salz, Pfeffer, Paprika, Tomatenmark und noch ein paar Kräutern der Wahl würzen. Braten und dabei nicht allzu oft umrühren, denn die Kartoffeln und das Gemüse sollen ja schön knusprig werden.

Mit frischen Kräutern ab und die Pfanne
Mit frischen Kräutern ab und die Pfanne

In der Zeit die Avocado aufschneiden und mit einer Gabel zerdrücken. Nach Belieben würzen.

das Gemüse noch ein paar Minuten bruzeln lassen und schon ist das Essen fertig. Die Avocadocreme wird als Topping auf der Gemüse verteilt!

...und fertig!
…und fertig!

Guten Appetit!

 

Früher war lauter

Gestern hatte ich beim Einschlafmarathon wieder so ein paar Gedankensprünge. Eigentlich war unser Leben ‚früher‘ lauter. Und mit früher meine ich natürlich vor dem Kind. Und mit lauter ist natürlich nicht nur der eigentliche Geräuschpegel gemeint, denn jeder der ein Baby hat weiß, welch eine infernalische Dezibelbzahl so ein kleines Würmchen aus seinen Lungen pressen kann. Nein, mit lauter meine ich die Gesamtsituation. Es ging einfach länger, lauter, härter und schneller zu. Das Leben.

Abends sitzen wir in unserem Wohnzimmer. Gegessen wird: ganz leise. Geredet wird: ganz leise und der Fernseher läuft -wenn überhaupt- auf Lautstärke 8. Also ganz leise! Wenn wir ins Bett gehen: ganz leise. bloß nicht das Baby wecken, weil es ENDLICH schläft. Laut Musik über die Boxen – nur noch wenn das Baby nicht da ist. Ihr seht, hier geht es ganz ruhig zu. Ausser das Baby, das darf laut sein! Aber hier ging es ja nicht nur um die eigentliche Lautstärke, sondern ums Allgemeine.

Mal eben schnell Dinge erledigen. Spontan sein, mit Baby nur noch bedingt möglich. Anstatt nur mal eben Schuhe und Jacke überzuwerfen muss jetzt immer noch das Windelchen gemacht, die Kleidung an das Wetter angepasst werden und man muss sich entscheiden für Tragen oder Schieben. Nicht zu vergessen die Verpflegung für das Baby. Klar, die Brüste sind immer dabei, aber wir geben ja jetzt auch Flasche. Also Milch port…….ihr könnt euch das vorstellen. Bis man den ersten Fuß  vor die Türe gesetzt hat ist auch wieder eine Menge Zeit vergangen. Das Kind gibt den Rhythmus vor.

Der Rhythmus. Auch so ein Thema. Früher gab mir meine Arbeit den Tagesablauf vor. Oder die Uni. Was sollte wann wie lang gemacht werden um noch einigermaßen leistungsfähig den Tag zu überstehen? Also abends? Am Wochenende erst im Morgengrauen nach Hause. Ich glaube ja, das die Partyphase in der Jugend eine spezielle Vorbereitung für das Elterndasein ist. Die Nacht durchfeiern bei Lärm. Mach ich jetzt auch. Nur ohne Cocktails.

Das Leben vor Kind war lauter. Und schneller. Und spontaner. Aber es war nicht schöner oder besser. Anders. Und vielleicht sogar ein wenig langweiliger. Denn man hat zwar die Möglichkeit alles zu tun, aber meist hängt man ja doch in den alten Bahnen fest. Hier gibt es jeden Tag was Neues. Für das Baby IST Alles neu und es ist schön ihm dabei zu zu sehen, wie es die Welt entdeckt.

Wir sind jetzt halt leiser. Und langsamer. Und die Wohnung ist eher chaotischer und voll von Spielsachen. Die Welt ist nicht weniger bunt, nur eben weniger knallig, pastellig.

Das alles kommt vom zarten Lächeln das dir dein Baby aufs Gesicht zaubert.

 

In diesem Sinne: Ahoi!