Wielange muss ich noch?-Jammerpost oder doch nicht….

 

Heute wird mal rumgenölt – von Mama

 

Ich weiß es nicht. Jammere ich hier häufig? Zu häufig-zu wenig?Darf man als Mutter überhaupt mal schwächeln und ‚jammern‘? Ach, momentan bin ich geflasht von der Gesamtsituation und muss mich mal ein wenig ‚frei schreiben‘.

 

Eigentlich Alles super…..

Auf der einen Seite läuft es gerade blendend: wir sind ENDLICH umgezogen und unsere neue Wohnung sieht auch schon bewohnbar aus. Drüben muss nur noch der Keller leer gemacht und gestrichen werden. Im Vergleich zu der Mammutaufgabe mit Renovieren/Sanieren und Umzug (wir haben wirklich,wirklich viel Kram für 2 ½ Personen), ist das nur noch ein Klacks.

 

Jobmäßig ist auch alles im grünen Bereich. Meine alten Kollegen haben sich bei mir gemeldet und fragen schon nach, wann ich wieder da bin. Es ist also auch ein tolles Gefühl gebraucht zu werden und nach den drei Jahren mit Uni/ Uni+Arbeit/ Uni+Arbeit+Schwangerschaft und jetzt Babyzeit, freue ich mich endlich wieder in einen Job einzusteigen, den ich sehr gut beherrsche.

Einen Kitaplatz haben wir bereits fest (best KiTa ever!) und ab 15.Oktober ist der Papa bis März in Elternzeit. Wir sind also gut vorbereitet.

Die kleine Raupe entwickelt sich auch prächtig. Sie kann sich drehen (zumindest auf den Bauch → siehe auch ‚Wühlmausproblematik‘) und ist meist ein Sonnenschein.

Auch von der Studiumsseite hat sich einiges getan und ich sehe ein Licht (oder besser einen Bachelor-Abschluss 🙂 ) am Ende des Tunnels.

 

So sieht es aus – ausgelaugt

Auf der anderen Seite bin ich momentan ausgelaugt. Ich glaube das ist dafür das beste Wort für meine derzeitige Verfassung. Die Raupe schläft gefühlt nie. Und wenn, dann nur mal ein Nickerchen im Wohlzimmer oder natürlich quer bei uns im Bett….gaaaanz nah an Mama. Leider kann Mama so gar nicht gut schlafen 🙁

 

Unser Duracellbaby möchte also Non-Stop bespaßt werden. Ansonsten geht der Heulraupenmodus an. Ich denke, jeder weiß wovon ich rede.

Eigentlich müsste dann der Akku leer sein, abends so. Nein. Nach einem kurzen Powernap zwischen 19 und 20 h geht’s dann nochmal bis mindestens 22 Uhr weiter,. Häufig aber bis 24 oder 1 Uhr nachts. Papa ist aber abends auch nicht der Richtige → Heulraupenmodus! Wenn das Kind dann endlich (mehr oder weniger) schläft, gehen wir zur Wühlmausproblematik über.

 

Im Allgemeinen halte ich mich noch ziemlich gut-finde ich. Aber langsam aber sicher gehen meine Reserven zu Ende. Gefühlt nie schlafen, kein Stillrhythmus beim stillen (max.1,5 h) und 24 h im Babydauereinsatz. Klar, wenn Papa zu Hause ist übernimmt er auch den Raupendienst, aber in den letzten zwei Monaten war dann Packen und Räumen und Renovieren angesagt.

 

Das Gedankenkarussell startet

Dann, in den Momenten in denen ich es mir gestatte zuzugeben, dass es mich schafft, beginnt auch der Strom der negativen Gedanken. Schaffen Papa und Baby es alleine? Klappt das zeitige Abstillen bis November? Bin ich leistungsfähig genug? Klappt die Eingewöhnung in der Kita? Reicht das Geld? Und vor allem: Wird es der Raupe gut gehen? Bin ich eine gute/schlechte Mutter? Und so weiter und so weiter………

 

 

Zuspruch oder Kritik?

Für alle die jetzt denken: ’na, das hättest du dir aber schon vorher überlegen sollen. So ein Baby ist halt ein 24h Job‘, gefolgt von ’stell dich nicht so an‘.“

Ja, vielleicht habt ihr recht und ich hab mir das etwas anders vorgestellt. Ausserdem bin ich ja auch selbst schuld, wenn ich mein Kind mit Tragen und Nähe verwöhne, nach Bedarf stille und mein Bett hergebe (*Achtung:Ironie*).

 

 

Es ist nur eine Phase, eine Phase, eine Phase……

Ich nehme es positiv: die Hälfte der ’schweren‘ Zeit ist bald rum (nach einem Jahr soll es ja ‚einfacher‘ werden) und wir haben die sechs Monate voll. Der Umzug ist vorbei undwir finden alle wieder zur Ruhe.

 

Ich habe mir ganz fest vorgenommen für ein paar Tage an die Küste zu fahren. Urlaub. Sonne. Meer. Ich brauch mal eine Auszeit. Auch wenn es nur eine andere Kulisse ist.

 

Denn eigentlich bin ich, sofern nicht gerade von Schlafmangel und Selbstzweifel gebeutelt, jemand der anpackt, positiv denkt und selbstbewusst ist.

 

 

Ach, eigentlich ist es doch ganz super! 🙂

Kennt ihr das auch, das Gefühl es geht nichts mehr? Klappe halten und durchbeißen oder ist einfach auch mal jammern angesagt?

 

In diesem Sinne: Ahoi!

 

Wieviel Staat braucht Familie?

Familienpolitik geht uns Alle an!

Es ist ein Thema, welches mich nicht nur persönlich sehr beschäftigt, sondern uns Alle betrifft. Damit meine ich nicht nur uns Eltern, sondern wirklich Jeden- den ‚einfachen‘ Arbeiter genauso wie die Rentner.

Die gesamte Gesellschaft baut sich auf unseren Kindern auf.  Im Idealfall steigen die Geburtenrate pro Frau und alle unsere Kinder sind hochqualifizierte Leistungsträger.Das dies aber nicht der Fall ist wissen wir schon seit einigen Jahren (Jahrzehnten?). Stichwort: Demographischer Wandel.

MEHR GELD VOM STAAT= MEHR KINDER?

Was aber gibt uns einen Anreiz mehr Kinder zu bekommen? Sind es die finanziellen Unterstützungen? In Deutschland gibt es neben dem bekannten Kindergeld, Elterngeld und  Betreuungsgeld noch ungefähr 157! weitere Maßnahmen um Eltern finanziell zu fördern. In Zahlen sind das 200 Milliarden Euro! die für die Familienpolitik ausgegeben werden.

Oder sind ist es der Anspruch auf einen Platz in der  U3-Betreuung? Laut bmfsfj, dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, werden gerade in den Ländern mit hoher Frauenerwerbstätigkeit verhältnismäßig viele Kinder geboren.

Ich denke diese Problematik lässt sich nicht nur mit einer Maßnahme lösen, sondern muss von vielen Seiten angegangen werden.

 

Bedürfnis und Realität

Befriedigen diese Maßnahmen das tatsächliche Bedürfnis der Eltern, werdenden Eltern und besonders denen, welche sich unschlüssig sind? Was braucht ihr als Familie: mehr Geld? Mehr Betreuung ? Bessere Bildung? Mehr kostenlose Freizeitangebote oder einfach mehr Anerkennung aus der politischen Ebene?

Eure Mithilfe ist gefragt!! 

Mit EURER Hilfe möchte ich mir ein Bild machen, woran es in der deutschen Familienpolitik hakt. Sozusagen von der Basis aus.

Warum habt ihr 1,2,3 oder mehr Kinder. Oder warum gerade nicht? Spielt die Unterstützung von Staat eine Rolle, macht sie eure Familienplanung gerade erst möglich oder verunsichert sie euch?

Bitte schreibt mir über Facebook, Twitter, email oder in den Kommentaren eure Meinung!

Ich würde mich über ein reges Interesse freuen und hoffe auf euer Feedback!

In diesem Sinne: Ahoi!

Die Wühlmaus in meinem Bett

Ich habe letztens von unserer aktuellen Schlafsituation berichtet: Babymaus ist nicht nur in unser Bett eingezogen, sondern hat es annektiert. Nun gibt es für eine Neuerung, welche natürlich den (kaum noch zu unterbietenden) Schlafkomfort für mich noch weiter mindert: Das Baby ist eine Wühlmaus!!

Ich freue mich fürchterlich, dass das Kind sich vom Rücken auf den Bauch drehen kann. Den Dreh zurück hat sie leider noch nicht raus. Das führt zu folgender Situation:

Baby wird müde und von mir liebevoll mit Schlafritual ins Bett befördert. Baby nickert ein, dreht sich auf die Seite und…..in 20% der Fälle folgt jetzt einfach ein Einschlafen (zumindest für die nächsten 10 Minuten-aber das zählt!!), in den anderen 80 %  wird sich dann immer wieder auf den Bauch gedreht, gemerkt, das man a.) müde ist–> heulen,         b.) sich nicht zurückdrehen kann.                                                                                                                                                      Alternativ versucht das Baby seine Lage zu verbessern indem es seinen Kopf auf die Matratze wirft und mit den Beinchen den Hinter hochdrückt. Somit schiebt sie sich nach vorne oder im Kreis. Das Ganze sieht sehr lustig aus, führt aber zu 100% zum Heulen. Die Situation kann sich dann schonmal 2-3 Stunden hinziehen, da sich das Kind partout nicht auf den Rücken/ Seite drehen lassen will. Wir sind dann in einer Endlosschleife gefangen.

Achja, wird das Kind nachts wach, was ja so 2-10 mal passieren kann, wird erstmal kräftig gewühlt oder geheult oder Beides.

Ahoi und gute Nacht!! 🙁

 

 

Studium Reloaded #1

In diesem Blog soll es ja auch um mein Studium gehen. Bisher habe ich dazu nichts geschrieben, denn zwei Semester passierte da auch leider nicht viel. Das hat viele Gründe und einige von denen möchte ich heute hier mal zu ‚Papier‘ zu bringen. Schwangeren Studentinnen wird es in Deutschland wirklich nicht leicht gemacht. Aber ich muss auch leider zugeben, dass es nicht nur ab den äußeren Umständen lag. Ich Habe mir in den vergangenen zwei Jahren auch viel zu häufig selbst ein Bein gestellt. Trotz allem habe ich auch einige Professoren gefunden, die mich unterstützen und ermuntert haben. Darum heißt es jetzt: Ärmel hochkrempeln und weiter gehts!

 

Ich schreibe in vier Teilen über mein Studium:

# 1 .) Was bisher geschah: Anfänge, Kinderwunsch und Rückschläge

# 2.) Wende im Dilemma, Geburt und weitere Rückschläge

# 3.) So geht es weiter: Pläne für die Zukunft und was ich daraus gelernt habe!

 

Was bisher geschah…

2010 gab es eine Neuerung im Hochschulzugangsgesetz, mit denen ein Zugang ohne Abitur vereinfacht wurde.  Nach drei Jahren Fernlehrgang an der ILS stand ich kurz vor den Abiturprüfungen der Externenprüfung und hab mich dann dazu entschieden die Prüfungen nicht abzulegen, sondern mich mit meiner Berufsausbildung und meiner Berufserfahrung um einen Studienplatz zu bewerben. Ich habe mich für die unterschiedlichsten Fächer  an allen Unis im Umkreis beworben und habe auch ausschließlich Zusagen bekommen. Entschieden habe ich mich schlussendlich für Geowissenschaften in Bonn.                                                                                                                                                                    Ein Jahr später habe ich Biologie als Zweitstudium dazu genommen (dafür musste ich ebenfalls eine Zugangsprüfung ablegen).

Finanziert wurde das Ganze durch elternunabhängiges Bafög und einem Nebenjob in meinem alten Beruf. Dafür musste ich bereits laufende Versichungsverträge (Bauspar, Rente etc) auflösen, da Rücklagen nur zu einem bestimmten Betrag erlaubt sind.

Mit dem Studium hat alles soweit funktioniert und ich ziemlich glücklich. Im Februar 2013 habe ich dann noch einen HiWi Job in der Isotopengeochemie bekommen. Alles supi.                                                                                                                 Mit 27 war ich auch nicht die Älteste, wobei ein Großteil der Studenten mit Anfang 20 schon ziemlich anders ticken.

 

Dann Kinderwunsch…

Aus dem: ‚Kinder, schauen wir mal‘. Ist ein: ‚Warum eigentlich nicht?‘ zu einem ‚Eigentlich ist jeder Zeitpunkt schlecht…dann jetzt!‘, geworden.

Zu dem Zeitpunkt habe ich aber auch eine Zusage für ein Praktikum beim Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven bekommen: Meeres und Polarforschung. Mein absolutes Traumpraktikum. Kinderwunsch wurde um ein paar Monate verschoben. Einige Prüfungstermine wegen dem Praktikum auch.

Dann, nach zwei Monaten weg von zu Hause, dem absolut coolsten Angebot für eine Bachelorarbeit, Flugtickets nach Sizilien zu einer Vulkanexkursion und einer Verlängerung meines Vertrages an der Uni in der Tasche: der positive Schwangerschaftstest! örgggh…..Und ja, es gibt den falschen Zeitpunkt. Denn wer konnte denn wissen, dass das so schnell geht?!? Aber klar, wir hatten es schließlich drauf angelegt und uns somit gefreut wie die Schneekönige.

So war der Plan..haha

Der ultimative Masterplan war folgendermaßen: Uni und Arbeit weiter bis zum Mutterschutz. Dann ein Urlaubssemester und dann Teilzeit wieder einsteigen. So ein Kind kann dann ja auch mal mit zur Uni und an dem arbeitsfreien Tag meines Mannes kann ich dann einmal in der Woche arbeiten gehen um das Bafög aufzustocken. Achja, nach der Hälfte der Zeit würde er dann die Elternzeit übernehmen.

Kennt ihr das Zonk-Geräusch? Ich jetzt schon. Jedes mal, wenn etwas wieder nicht funktioniert hat, habe ich es in meinem Kopf gehört.

..und so die Realität!

Problem Nr. 1: Ich habe ein weiteres Vollzeitstudium begonnen und ein zweimonatiges Praktikum absolviert. Aus diesem Grund habe ich einige Prüfungen nicht abgelegt. Kann man ja nach holen, dachte ich mir.                                                                            Die geleisteten Credits aus dem zweiten Studiengang gelten leider NICHT für den Leistungsnachweis fürs Bafög-Amt. Auch nicht die Vorlage, dass man zum zweiten Prüfungstermin angemeldet ist und den Nachweis nachreicht. Auch der Antrag die Punkte nach meiner Schwangerschaft nach holen zu können wurde abgelehnt. Denn das ist Ermessenssache des jeweiligen Prüfungsamtes. Mein Prüfungsamt war nicht der Meinung, dass man das machen könnte.

Problem Nr. 2: Exkursion nach Italien? Konnte ich 6! Tage vorher noch absagen. Flüge stornieren und den Exkursionsplatz weitergeben. Geld zurück, aber keine 10 LP. Große Exkursion im Sommer wurde auf den Spätherbst verschoben: 10 LP weniger (denn im 7. Monat wollte ich dann doch nicht mehr in Steinbrüchen nach Dino-Knochen buddeln 🙂 )…und so ging das weiter: Laborpraktikas: schwanger nicht erlaubt. ..und so weiter und so weiter…in meinem Studium war ich sozusagen auf das Abstellgleis geraten. 

Problem 3.: Ohne Bafög und ohne HiWi-Job würde das alles schwer werden, aber zum Glück hatte ich ja noch meinen Job in meiner alten Firma. Honorarbasis. Der Vertrag würde zum 31.12 auslaufen.

Um es kurz zu machen: Honorarverträge darf man wohl nur zwei Jahre laufen lassen und muss dann einen Festvertrag anbieten. Schön zu wissen. Ich wusste das nicht. Meine Firma bot mir keinen Festvertrag an. Den würde ich bekommen, wenn ich nach der Elternzeit wieder arbeiten gehen komme.

Glück im Unglück: Da ich im Labor arbeite, hätte ich ein Berufsverbot erhalten müssen. Ich durfte dann ins Büro. Ansonsten wäre ich arbeitslos und ein Fall für das Sozialamt gewesen. Honorarkraft halt.

Problem Nr. 4: ist man studentisch krankenversichert, hat man keinen Anspruch auf Mutterschaftsgeld. Achja, und das Bundesversicherungamt, das für solche Fälle zuständig ist, zahlt nicht! bei Studenten, welche auf Honorarbasis gearbeitet haben. Die Frau bei der Versicherung kommentierte das mit den Worten:“ Ist doch nicht schlimm, oder?“. Ich bin dann mal heulend nach Hause gegangen.

So sah es aus: Ich war im 9. Monat schwanger und mein Bafög lief aus, ich hatte keine Möglichkeit in meinem Studium in meinen gewählten Schwerpunkten(oder überhaupt) Leistungspunkte zu erwerben , ich war mit Beginn des Mutterschutzes arbeitslos ohne Folgevertrag und hatte keinen Anspruch auf Mutterschaftsgeld. Und da man mit Bafög nur 400 € im Monat zuverdienen darf, das Bafög aber als „gezahlte Leistung“ nicht zum Einkommen dazuzählt (obwohl man ja einen nicht ungeringen Anteil zurückzahlen darf), würde ich nur den Mindestsatz an Elterngeld bekommen. Keine schöne Aussicht.

Ich war am Boden zerstört.

Wie sich doch alles noch gewendet hat, welche Lehren ich aus dem Ganzen zog und wie es mit meinem Studium weitergeht gibt es in den nächsten Teilen dieses Beitrages 🙂

Ahoi!

p.S.: WordPress hat mal wieder nur einen Teil des Beitrages online gestellt und den Rest im digitalen Orbit verschwinden lassen. Ich denke über einen Wechsel nach! Vorschläge?

Familienbett? NEIN, DANKE!…warum unsere Tochter trotzdem in unserem Bett schläft …

Familienbett. Das klingt sehr nach Öko, Super-Kuschel-Familie und irgendwie…ja, auch ein wenig modern. Bevor jetzt hier ein falscher Eindruck entsteht: ich bin für gemeinsames Schlafen. Wer mag auch gerne als familiäres Gruppenkuscheln in einem Bett! Trotzdem war es bei uns etwas anders geplant.

 

Ich und Schlaf? Keine gute Kombi

Es ist nun mal, wie es ist: ich bin keine gute Schläferin. Ich schlafe schlecht ein (außer Punkt 22uhr:-))und wache leicht auf. Die Kinderärztin würde mir sicherlich eine Regulationsstörung attestieren 🙂 und zu einer reizarmen Umgebung raten.

Aufgrund meiner Migräne habe ich mir vor Jahren einen Schlafrhythmus angewöhnt, bei dem ich Punkt 22 Uhr ins Bett falle und im 4.45 Uhr wieder aufwache. Um mich vor Anfällen durch Verspannungen zu schützen liege ich schön zentriert auf einer Nackenrolle. Und weil ich Nähe beim Schlafen nicht abkann, muss mein Mann nach dem abendlichen kuscheln auf seine Bettseite verschwinden.

 

Unser Masterplan: Beistellbettchen

Von Anfang an wollte ich stillen. Und nachts aufstehen kam für mich ÜBERHAUPT NICHT in Frage. Ausserdem soll ja das Co-Sleeping im erweiterten Elternbett die Bindung fördern und gemeinsames schlafen vor SIDS schützen (wobei das wohl nicht für das Schlafen im gemeinsamen Bett gilt?! Die Datenlage geht da ja etwas auseinander).

Deswegen habe ich mich für die Schlafvariante „Beistellbett“ entschieden. Kinderbett auf Matrazenhöhe an meine Seite. So kann man das Baby super einschlafbegleiten, sich danebenkuscheln und bei bedarf nachts streicheln/ Händchen halten.

So, und nun kann sich jeder mal kurz überlegen, wie gut das Alles jetzt geklappt hat…. 🙁 haha…                                         Alle mit dem Lachen fertig?

Idee und Realität- die ersten drei Monate

Und so sah es in der Realität aus: Die ersten drei Monate hat unsere Raupe fast gar nicht geschlafen. Zumindest nicht im Liegen. Auf dem Arm, auf dem Bauch….Liegen im Bett: unmöglich. Pucken hat ein wenig geholfen…aber naja. Auch wenn ich sie hätte hinlegen können, hätte ich das gepuckte Kind nicht im Bett haben wollen, aus Angst es passiert was.  So habe ich die ersten Monate halb sitzend mit Baby im Arm auf dem Bett verbracht.                                                    Schlafmangel und die unglaublich bequeme Haltung haben zu Dauermigräne geführt und eben das gefühl: so hat man sich das jetzt aber mal nicht vorgestellt. Echt nicht!! Ausserdem war Dauernuckeln angesagt.

 

…und jetzt?

Erstmal vorab: momentan zeichnet es sich ab, dass unsere Schlafsituation sich langsam verbesert. Zumindest soweit, dass die Tigerraupe überhaupt in den Schlaf findet und ich damit auch. Zweimal nächtliches stillen finde ich auch voll in Ordnung. Teilweise sind wir aber auch wieder bei….lassen wir das.

Die Raupe liegt jetzt mittlerweile gerne auf dem Rücken bzw auf der Seite und freut sich ihrer neuen Fähigkeiten. Tragen ist zur Zeit auch nicht mehr so angesagt. Schlafen im eigenen Bett dagegen auch nicht.

Egal ob ich ins Beistellbett krabble oder mich direkt an sie kuschel: sie schläft nicht ein! 20 cm weiter auf meiner Matratze dagegen schon. Nachts stillen wir jetzt auf der Seite und ich lasse sie dann meist auch da liegen. Entweder liegt sie dann in der Mitte und sowohl Mama, als auch Papa müssen weichen oder sie liegt neben mir und ich darf in der Besucherritze schlafen ;-(

Langsam aber sicher werden wir also von unserem eigenen Nachwuchs aus dem Bett gedrängt. Bequem ist echt was anderes, aber was tut man nicht alles für ein paar Stunden Schlaf?

wie sieht das bei euch aus? Schlafen eure Kinder im Elternbett oder nicht?

 

Achja, bei uns wird besonders der „Snow-Angel“favorisiert:

Baby-Schlafpositionen

 

In diesem Sinne: Ahoi!

Neu, neu, neu

In den letzten Tagen habe ich mit ein wenig Fummelei mein Blog ein wenig aufgehübscht. Es gibt jetzt ein neues Design, eine Facebookseite und sogar einen Twitter-Account. Ich gebe zu, dass mit der Facebookseite hat zwei Anläufe gebraucht, bis ich es verstanden habe und die Sache mit Twitter……ja, ich brauch wohl noch ein wenig Zeit um damit warm zu werden 🙂

Trotzdem freue ich mich über diese Neuerungen und meine paar Leser hoffentlich auch. Dieses Design ist zwar nicht baby-blumig-frisch, dafür aber übersichtlicher 🙂

In diesem Sinne: Ahoi!

Bloggen und Gemeinschaft

Warum blogst du? Hast du Komplexe?

Wenn man jemandem erzählt, dass man einen Blog betreibt (und da ist jetzt die Thematik erstmal egal), wird in den meisten Fällen erstmal nach den ‚Warum‘, als nach Inhalten gefragt. Häufig stehen (so habe ich es kennengelernt) die Menschen einem Blogger kritisch gegenüber. Da ist dann von Profilierungsdrang und ‚Fishing for compliments‘ die Rede. Letzteres gilt im Besonderen für Fotoblogs.

Ich kann nur von mir sprechen und denke die meisten, zumindest Mama/Papa-Blogger, sehen das ähnlich: man will sich erstmal nur befreien und den Frust und natürlich auch die vielen wunderbar tollen Erlebnissen mit seinem kleinen Wunder niederschreiben und mit, im Idealfall vom Erziehungsstil gleichgesinnten, Eltern teilen. Ich strebe keinen kommerziellen Erfolg an. Da hätte ich mich wohl eher auf DIY mit Direktlink auf den Dawandashop konzentrieren sollen. Oder tolle Artikel über die neuesten Babydesignklamotten oder Pflegeprodukte für die Familie aus der Hochglanzzeitschrift schreiben müssen.

 

Der Blogroll wird zur Teilnehmerliste der selbstgewählten Selbsthilfegruppe

Ich schreibe über mein echtes Leben. Und das ist mal so gar nicht Hochglanz! Eher eckig, vollgesabbert, gar nicht gradlinig und doch wunderbar perfekt. Und solche Blogs von echten Menschen, in dem Fall Eltern, die mit Herz und Gefühl, mit Witz und manchmal mit Tränen der Verzweiflung im Auge ihre Beiträge verfassen, lese ich soo gerne.
Man folgt ihnen und hat das Gefühl, durch die Kritik oder Unterstützung, welche man durch die Kommentare abgibt, ein Teil ihres (virtuellen ) Lebens zu werden. Nach einer Zeit hofft und bangt man mit.
Ja, ich würde schon sagen, dass sich durch das bloggen eine Gemeinschaft bildet. Und manchmal fühlt es sich an wie in einer Selbsthilfegruppe.

 

Vereine sterben-es lebe das Internet!

Wir Menschen leben schon in sehr komplexen Strukturen. Dazu gehört dann auch unser Wunsch nach Gemeinschaft. Und während wir mit unserer Familie verbunden sind, ob wir wollen oder nicht (manche trifft es ja besser, als andere), suchen wir uns unsere Freunde selbst aus. Die Kriterien dafür sind dabei sehr vielfältig und eine Gemeinschaft aus Freunden kann ein durcheinander Gewirbelter Haufen sein. Sympathie ist dabei aber der springende Punkt.

Im Internet findet man dagegen Gleichgesinnte, weil man nach ihnen sucht. Es zählt erstmal der ‚primäre kleinste Nenner‘-das Interessenfeld. Ob man sich eigentlich sympathisch wäre und sein Anliegen auch beim Kaffee in der Sonne diskutieren würde ist vollkommen unklar. Denn die Gemeinschaft aus Chat, Foren oder der selbstgeschaffenen Blogosphäre tritt seltener ins ‚Real Life‘.

Trotzdem (oder gerade deshalb) finde ich ist die Gemeinschaft, welche sich im Internet bildet nicht weniger wichtig oder real als Freundeskreise oder das Vereinsleben. Diese Art Gemeinschaft unterstützt einen in den speziellen Interessen die wir haben und gibt auch bei Problemen oder schwierigen Themen Rückhalt, die man sonst nicht angehen könnte. Ehrlich gesagt möchte ich meinen Freunden nicht täglich von meinen Babygeschichten oder vom Schlafmangel erzählen. Und häufig ist das Netz auch einfach ehrlicher. Denn welche Mutti vom Spielplatz würde mir schon ihre Erziehungssünden beichten? 🙂

 

Meine persönliche Erfahrung…..

zeigt, dass sich aus Foren, Chats oder mehreren Blogs/ Lesern eine Art „Brieffreundschaft“ entwickeln kann. Die Freundschaft kann sich ins reale Leben übertragen, wenn man das möchte und ich habe schon viele Freunde auf diese Art gewonnen.
Vor einigen Jahren habe ich einen Blog zu meinem Fernabiturkurs geführt uns auf diese Weise (und durch ein Forum), Lernpartner, Weggefährten und sogar Freunde gefunden.

Aber: nicht immer stecken hinter dem netten Schreibstil und den aufbauenden Worten auch Menschen, die einem wirklich symphatisch sind und mit denen man im Biergarten klönen kann. Denn das Internet reduziert uns erstmal nur auf das geschriebene Wort und meist verbindet einen halt nur ‚der kleinste gemeinsame Nenner‘.

 

Tagebuch eines Mombies…#2

Ich wache auf. Uhrzeit? 2.34 h. Sonntag morgens. Wow. Somit habe ich..Moment..knappe vier Stunden geschlafen. Achja, das Kind ist bei Oma. Eigentlich könnte so eine Nacht ja ganz wunderbar sein, wenn nicht…ja, wenn da nicht die Brüste wären. Stillen ist ja schön und gut, aber leider wissen die nicht, wann das Baby mal nicht da ist um sie auch zu leeren. Okay, ich  lerne also: ich kann soviel Salbei und Pfefferminztee trinken wie ich will. Meine Milchproduktion bleibt davon reichlich unbeeindruckt. Richtige Nutzbrüste also. Ich wäre wohl eine gute Milchkuh.

Ich stehe auf und wanke erstmal ins Bad. Auf Toilette zu gehen, ohne Angst zu haben das Kind wach zu machen. Hat ja auch irgendwie was. Man wird wohl mit der Zeit als Mutter immer bescheidener…

Im Licht der Badezimmerlampe, auf dem Toilettendeckel sitzend, fange ich dann mal an meine Brüste auszustreichen. Bloß nicht pumpen. Das regt die Produktion nur noch mehr an. Was machen die Bauern eigentlich mit der Überproduktion an Milch? Achja, Milchpulver und Butter wird ja vom Staat (oder der EU) aufgekauft/ subventioniert und eingelagert…oder so. Während ich Tropfen um Tropfen aus meinen Brüsten auf die vor mir liegenden Handtücher befördere, wird mir ein wenig flau im Magen. Mh, Abendessen ist wohl schon was her. Ein kleiner Schluck Wasser kann jetzt nicht schaden. Scheinbar doch. Übelkeit steigt hoch und das Gefühl eines herandonnernden Zuges in meinem Kopf. Ich schaffe es grad so ins Schlafzimmer. Mein beherzter Schlag auf den Lichtschalter lässt meinen Mann senkrecht stehen und ich lasse mich rücklings aufs Bett fallen. Bevor mich der Zug überrollt und ich Ohnmächtig werde, muss ich wohl noch irgendwie was von „ich muss gleich K**en*erzählt haben. Denn als ich aufwache steht ein Eimer neben mir. Ein wenig komisch kommt mir die Situation schon vor. Ich rücklings auf Bett, barbusig, mein Mann hält mir die Beine hoch. Währenddessen steht neben mir auf dem Boden ein Kleistereimer mit Obi-Aufdruck und aus meiner linken Brust fließt fleißig Milch aufs frisch bezogene Bett.

Irgendwann bin ich wieder klar im Kopf und mein Kreislauf wohl wieder im Normalbereich. Wieder so eine absurde Szene. Während ich versuche meine rechte Brust durch Einsatz der Milchpumpe zumindest teilzuentleeren, futtere ich eine Banane und bekomme einen Espresso. Ich denke darüber nach, was das Baby wohl macht.Schon füllt sich die Flasche mit Milch. Ob die Milch jetzt nach Salbei schmeckt? Ich wünsche mir jetzt Lammkarree in Salbeibutter.

Halbentlerrt und totalerschöpft falle ich in die Kissen zurück. Mein nächster Morgen erst um 7 Uhr. Sieben Stunden Schlaf am Stück mit nur einer Unterbrechung. Erholt fühle ich mich aber nicht. Wird man sich jemals wieder „wach“ fühlen? Ich bezweifle das und freue mich über das Frühstück mit Kaffee und Pancakes im Bett 🙂

Später erfahre ich, dass mein Baby ebenfalls um diese Uhrzeit wach war. Und auch um sieben Uhr. Und in den Stunden dazwischen…..

 

 

Tagebuch eines Mombies #1

Definition of Mombie: A woman with child(ren) who walks around in a half asleep/half awake state, and due to utter and complete exhaustion, and the appearance of a lack of brain power stemming from sleep deprivation, all she can do is grunt and mutter.
The Mombie does not crave brains or human flesh, she craves coffee and a solid 8 hours of REM cycle.
LOL. thought it was cute -Lauren

Quele: Facebook/ Mommies Inc.

 

Bin ich schon ein Mombie? Ich fühle mich schon irgendwie…komisch. Wattig und irgendwie verkatert, nur ohne diese fiese Übelkeit. Ach waren das Zeiten, als man VERKATERT sein konnte….heute ist die einzige Person, die die Nacht durchmacht UND trinkt: das Kind. Dieses kleine, immer hungrige Kind. Und nachts ist es besonders hungrig. Meist vier bis fünfmal die Nacht werde ich geweckt, um von diesem kleinen Milchvampir ausgesaugt zu werden. Und das ohne Saugkraftverlust. Ist mein Baby also wie ein Dyson?

Diese Fragen stelle ich mir dann: nachts. Wenn das Geschlabbber ein Ende und mein Baby gerülpst hat wie ein Bauarbeiter um wieder in einen friedlichen Schlummer zu fallen. Ach, ist das schön. Dieses kleine Baby mit seinem friedlichen Gesichtsausdruck. Da macht mein Herz gleich einen Hüpfer.

Ich genieße diesen Moment noch wenige Augenblicke um mich dann wieder in eine bequeme Schlafposition zu kuscheln. Nur noch die Augen schließen und wegschlummern….

Das Baby macht Krabbelübungen im Schlaf, wälzt sich hin und her und grunzt dabei wie eine Rotte junger Wildschweine. Wenigstens auf meinen Mann kann ich mich verlassen. Der schläft tief und fest und lässt sich von dem Spektakel nicht beeindrucken. Also versuche ich es mit Ignoranz….Geht nicht..Ich strecke meine Hand aus um das Baby zu beruhigen. Keine Verbesserung. Mist. MIttlerweile habe ich keine Lust mehr. Ich will doch nur SCHLAFEN!!

Ich ziehe das Baby aus dem Beistellbettchen zu mir heran. Kassiere noch zwei Fausthiebe aufs Auge. Dann, nach gefühlten Stunden und Vollkontakt mit dem Kind, schläft es endlich ein. Okay. Baby ist nun ruhig. Leider verbleiben mir noch maximal 30 cm Bett für mich. Auf der linken Seite liegend, damit das Baby ja nicht gestört wird.

Endlich verfalle ich in einen leichten Dösezustand. Bevor ich wegschlummere hänge ich noch meinen Gedanken nach. Kann so ein Baby an Saugkraftverlust leiden? Hab wohl zuviel Werbung gesehen….

Das Baby wird wach und hat Hunger……

Am nächsten Morgen (wie, schon wieder Tag?) bringt mein Mann mir wie immer den Kaffee ans Bett. Die allmorgendliche Frage:“Wie gehts dir und die war die Nacht?“, weiß ich nicht zu beantworten. Ich fühle mich gerädert. Mehr als das…fühlen sich so Zombies?

Nach der zweiten Tasse steht fest: Ich bin jetzt ein Mombie!