Und dann hört man sich Dinge sagen, wie…….#1

Damals, als man noch nicht Mutter war, hätte man solche Sätze wohl nie,nie,niemals von sich gegeben. Aber nun klingt es gar nicht mehr so merkwürdig, wenn man sich sagen hört:

“ Babymaus, nun halt aber doch mal still, die Mama muss dir noch den Kürbisbrei aus der Nase poppeln.“

Oder der Klassiker: “ Ja, das hast du aber ein großes Häufchen in die Windel gemacht.“ Oft gefolgt von einen:“Fein gemacht!“.

Manchmal hoffe ich nur, dass diese DInge sich nicht in dem Gehirn meines Babys feststetzen 🙂 Oder ich nicht abgehört werde…

In diesem Sinne: Schönes Wochenende und AhoI!

 

 

 

Do not touch!!!!!

Gestern hatte ich meinen persönlichen Aufreger der Woche. Oder soll ich sagen meinen lautesten Ausbruch in der Öffentlichkeit seit…ähm,ja…Manchmal weiß ich nicht, was sich manche Menschen denken oder ob sie es überhaupt tun?!

 

 

 

Wir waren gestern in der Stadt unterwegs. etwas fertig, weil wieder ein Baumarktmarathon hinter uns lag, die Babyraupe im Tragetuch rabatz machte und wir einfach nur alle ziemlich hungrig und müde waren. Auf dem Weg zum Restaurant unserer Wahl mussten wir dann erstmal im Nieselregen diskutieren, ob wir noch Geld holen oder nicht. Mann nimmt also meine Wickeltasche, fummelt meine Handtasche raus..drückt mir alles uneingeräumt in die Hand…..ich genervt…und verschwindet in der Bank. IN dem Moment fängt die Raupe im Bondolino an zu rabatzen. Ich also: Mitten auf dem Dorfplatz, im Nieselregen, müde, genervt, hungrig, in jeder Hand eine auseinandergerupfte Tasche und dazu ein übermüdetes, elendig weinendes Kind 🙁

In diesem Moment stürzt eine Dame mittleren Alters auf mich zu. Ich seh nur aus dem Augenwinkel, wie sie ganz nah kommt (kann ich ja schonmal GAR NICHT leiden) und ihre Hand das Beinchen meines Kindes greift. GEHT ABSOLUT GAR NICHT!!!!Dazu ein:“ Och, wieso weinst du denn so fürchterlich?“

Ich also (kurz vorm explodieren, aber gerade noch so beherrscht), presse zwischen den Zähnen ein: “ Bitte fassen sie mein Kind nicht an.“, raus.

Okay, ich würde sagen. Die Frau war übermotiviert und wollte nur nett sein. Dabei hätte sie es belassen können, sagen, dass es ihr leid tut, ich würde antworten : „Ja, das arme Kind bekommt Zähne.“ Und die Sache wäre gegessen. Aber NEIN!

Sagt die aller ernstes zu mir, und das in einem angepissten Ton,: “ Ich DARF das !“ Bei mir sind dann mal spontan alle Sicherungen durchgebrannt. Unser Papa, der das Schauspiel aus einigen Metern Entfernung beobachten durfte, sagte, mir wären wohl ALLE Gesichtszüge entglitten. (Ja, ich weiß. Ich bin ein offenes Buch 🙁 )

Ich so: “ Äh, nein. Sie haben ÜBERHAUPT mal so gar kein Recht  einfach ungefragt ein fremdes Kind anzufassen. Weder meins noch irgendein anderes!“ Mittlerweile waren wir schon Hauptattraktion für alle vorbeilaufenden Fussgänger.

Darauf antwortet die Frau:“ Natürlich habe ich ein Recht dazu, schließlich bin ich ja Erzieherin“. Ja, und selbst wenn sie der Papst oder Frau Merkel wären, gäbe es ihnen noch kein Recht mein Kind anzutatschen!

Sie antwortete dann noch, dass sie das dürfe, denn Sie arbeite ja mit 1-2 Jährigen in der KiTA usw…..

Ich bin dann gegangen. Mann ey. Im nach hinein hätte ich ihr vielleicht einfach mal über den Kopf streicheln s oder in den fetten Bauch kneifen sollen.

 

Ich bin der Meinung, dass man weder Schwangeren ungefragt den Bauch streichelt, noch einfach so Kinder anfasst. Irgendwie scheint es aber bei Kinder und Schwangeren keine natürlichen Hemmschwellen mehr zu bestehen.

Aber wenn du mal mit Kinderwagen an einer Treppe stehst, hilft dir keiner….verkehrte Welt!

Ich fasse keine fremden Erwachsenen, Kinder…ja noch nichtmal fremde Hunde ungefragt an! ICH persönlich kann das nicht verstehen!

 

Habe ich da jetzt überreagiert?

 

In diesem Sinne: Ahoi!

Ich bin dann mal die Loser-Mum

Also gestern, beim PEKIP (ähm, ja…ich äußere mich ein anderes mal dazu..also zum PEKIP), ist mir mal wieder aufgefallen: ich bin wohl eher so die Loser-Mama. Mein Kind schläft nicht durch, will permanent an der Brust nuckeln, schläft nicht alleine ein und will eigentlich rund um die Uhr bespaßt werden. Achja, getragen wird die Maus ja auch immer.

So schlimm ist es dann doch nicht. Die Maus ist ja mit, 4 Monaten die Jüngste, die Ältesten sind 5 Monate und ein paar zerquetschte. Nun hat, von 8 Kindern wohlgemerkt, eins noch ein Schlafproblem, die anderen haben mal ein Klettbaby und  wieder andere haben schon von Brust zu Flasche gewechselt. Dadurch geht natürlich ALLES VIEL, VIEL einfacher! Ich sag nur: Der kleine Oskar trinkt nur 4 mal in 24 h…mir würden ja die Brüste platzen…

Aber scheinbar hat keiner so den Jackpott gezogen…ausser ich 🙂 Immerhin kam dann doch auch ein netter Kommentar:“ Für dauerhaften Schlafmangel siehst du ziemlich gut aus.“ Jap, find ich eigentlich auch!!

Aber zurück zum Thema. Jetzt sind die Mädels da ja eigentlich alle ganz nett und wir haben eine Menge Spaß. Noch mehr, wäre da nicht die PEKIP-Leiterin…*räusper*. Denn meine größte Befürchtung war ja, in eine Gruppe SUPER-Mamis geworfen zu werden.  Und als man dann so erzählte und sich mit den anderen „Betroffenen“ austauschte, da fiel mir doch mal auf, dass vielleicht der ein oder andere Tipp gar nicht mal sooooo verkehrt ist. Ich meine, es nehmen ja auch Leute meine Tipps an, warum nicht auch mal umgekehrt….?!?

So haben wir dann gestern direkt mal versucht unsere Maus bereits bei der 19 h Müdigkeit ins Bett zu lotsen, anstatt ihr um diese Uhrzeit noch ein Nickerchen zu gewähren und Madame dann erst um 22h in ihr Nestern zu befördern.

Und was soll ich sagen: Um 20.30h….Stille. Baby schnarcht den Schlaf der Gerechten und Mama und Papa wissen gar nichts mit der Situation anzufangen. Und diese Nacht nur zweimal Stillen…ob das jetzt nur pädagogisches Anfängerglück war oder Zufall: ich werde berichten.

Achso, natürlich war es nicht wie bei den Anderen: Schlafanzug an und wach hinlegen. Nein, bei uns gibts weiterhin eine Stunde Papi-Terror (zwischen 19-20h ist Papa irgendwie nicht akzeptiert- danach schon ?!?) und in den Schlaf kuscheln 🙂 Bin also immer noch die Loser-Mum 😉

 

Lg und Ahoi!

Mama ist krank: Teil 1 Zahnarzt

Mein Körper: die Dauerbaustelle 

Die vergangenen zwei Wochen hatte ich echt kein Glück. Durchwachte Nächte wechselten sich mit erträglichen ab und das Wetter spielt auch verrückt….November im Mai ;-( . Das war allerdings nicht das wirkliche Problem. Mit dem Schlafmangel komme ich recht gut zurecht und für das schlechte Wetter gibt es ja gute Kleidung. So sehe ich das.

Mein Körper sieht das anders und reagiert auf Schlafmangel/ unregelmäßigen Schlaf und Stress (Umzug und so 🙁 ) leider mit Zähneknirschen und Migräne. Abwechselnd. Zwei Wochen lang…..Vergangenen Freitag hatte ich dann zum Glück kurzfristig einen Termin beim Zahnarzt. Leider hatte ich es schonmal, dass sich aus einer Kombination aus Erkältung und Zähneknirschen über Nacht (leider am WE…) mein gesamter Kiefer entzündet hat. Nur so eine mäßig tolle Erfahrung. Das hieß es zu vermeiden und da ich schon Schmerzen hatte hieß es: ab zum Zahnarzt!

 

Arzttermin. Wohin mit dem Kind?

Ich froh wie Bolle noch vor dem Wochenende einen Termin abgestaubt zu haben, stellte sich dann die Frage: Wohin mit der Maus? Mann, Omas und Opas, Schwägerin sind arbeiten. Die Freunde die Zeit hättenen trauen sich nicht und innerhalb von anderthalb Tagen einen Babysitter zu finden erschien mir unmöglich. Die Arzthelferin bot sich an die Maus zu beaufsichtigen. An sich keine schlechte Idee. MEIST! ist sie ja ruhig. Gerade bei Fremden. Was ist aber, wenn es länger dauert (Wurzelbehandlung!!graus!) oder Madame es sich plötzlich anders überlegt und einen auf Rabatz macht? Da wird ja nicht erst gequengelt, sondern direkt von Null auf 100 gefahren. Man liegt dann wohl nur sehr unentspannt auf einem Zahnarztstuhl, wenn im Hintergrund das eigene Kind brüllt. Das war für mich also nur die Notfalloption.

Ich lag also arg im Zwiespalt zwischen Schmerzen und meiner Paranoia am Wochenende mit einer Wurzelbehandlung zum Notdienst zu müssen und dem Problem: Wohin mit dem Säugling?

 

Lösung: Nicht krank werden!

Glücklicherweise arbeitet unser Papa nur um die Ecke und wurde dann angehalten doch bittebitte seine Pause früher zu legen, um Raupendienst zu schieben. Darauf folge natürlich wieder Stress mit dem Chef und natürlich der Angst:  Was ist, wenn es doch länger dauert?

 

Don`t Worry, be happy!

Wie eigentlich immer, wenn ich bereits alle Horrorszenarien durchdacht und alle Worst-Case-Situationen durchgespielt habe: es passiert nöschts!! Was war: Mann hetzt um 11.45 h von der Arbeit nach Hause, ich bereits in Startposition. Hetze zum Arzt und dann? 11.55h dran. 12.10 h wieder raus. In den 15 Minuten hat er meine Zähne an der einen Seite zurecht geschliffen und sogar die übliche Kontrolle gemacht. Geholfen hat es zwar akut nichts, aber seit gestern bin ich nahezu schmerzfrei. Dafür hatte ich gestern wieder Migräne :-(.

Wie löst ihr das, wenn ihr krank werdet und kurzfristig zum Arzt müsst? Bin mal gespannt.

 

Liebe Grüße und Ahoi!

 

 

 

16 Wochen: Mein Rückblick auf die erste Babyzeit

So, nun finde ich dann doch noch diese Woche Zeit eine kleine Zusammenfassung zu unserer Anfangszeit mit Baby zu schreiben. Dann am vergangenen Freitag hatten wir 4 Monatiges!!! Meine kleine Babymaus ist nun schon 16 Wochen alt und es ist kaum zu glauben WIE schnell die Zeit vergeht.

 

Geburt, Krankenhaus und die erste Zeit danach

Nach der Geburt war ich  einfach nur froh es überstanden zu haben. Froh, dass mein Baby es doch noch unbeschadet geschafft hat und der beste Mann der Welt nun der stolzeste Papa der Welt geworden ist.

Schon ab dem Moment, als wir unser Zimmer bezogen haben war klar: wir haben eine kleine Kuschelratte. Schlafen nur auf dem Arm und IMMER hungrig! Dafür aber recht zufrieden, wenn diese beiden Bedürfnisse befriedigt waren. Zudem verdammt niedlich und recht entspannt. Die ganze Arbeit hat sich also gelohnt. Dennoch hatte ich nicht das Gefühl, mich jemals wieder als nicht blutendes, nicht schmerzendes, nicht NUR stillendes menschliches Geschöpf zu fühlen…geschweige denn als begehrenswerte Frau. Zum Glück sah Mann das anders.

Nach zwei Tagen bin ich dann endlich zu Hause gewesen. Ja, ich habe solange rum genervt, bis ich endlich gehen durfte. Das Krankenhaus war zwar super und das Personal perfekt, aber ich wollte mich mit meiner kleinen Familie ins NEst kuscheln und mich von meinem Mann mit leckerem Essen und Tee verwöhnen lassen. Die Kinderärztin sagte mir nachher, es hätte bei mir nach Flucht ausgesehen…

Zuhause haben wir das ganze dann gut gerockt. Unsere Hebamme kam im Grunde nur noch zum Kaffee trinken vorbei 🙂 Nachts konnte ich 1,5-3 h am Stück schlafen, gestillt nach Bedarf und das Baby immer im Tuch mit dabei (Kuschelratte).  Ich hatte noch die naive Vorstellung frisch geschlüpftes Baby, Haushalt und Klausurvorbereitungen unter einen Hut zu bekommen. Das mit den Klausuren hat NICHT geklappt, mein Haushalt…naja, ich war noch nie eine motivierte Hausfrau…jetzt wird nur noch das nötigste gemacht 😉

Der beste Mann der Welt hat uns zwei Wochen lang verwöhnt und musste dann leider wieder arbeiten 🙁

Schübe, Phasen….es geht Alles vorbei!!

Ja, trotz aller Entspanntheit unsererseits, hatten wir das große Los des Dreimonatskoliken gezogen. Meist nach jeder Mahlzeit und abends sowieso, öfter mal auch nachts, hat das arme Mausi jämmerlich geweint und gestrampelt, bis sich endlich die fiesen Pupse gelöst haben. Was muss, das muss und so haben wir versucht, ohne Panik einfach das beste draus zu machen. Augen zu und durch. Ach ja, dann gibt es ja auch immer noch Schübe und so. Also wenn das Kind nachts kein Bauchweh hat, dann halt uns Gezappel und Gebrabbel war oder die Zähne. Die stehen nämlich schon alle in den Startlöchern und warten nur auf einen ruhigen Moment 🙂

Die guten Tipps

Vor allem die Familie fühlt sich genötigt, zu allem und jedem ungefragt ihre Tipps abzugeben. Da ist eigentlich bei jeder Begegnung, noch bevor man sich begrüßt, die erste Frage: „Und, schläft sie durch? “ Auch beliebt sind: „DARF das Kind etwa nicht schreien?“, „Ihr müsst ihr Tee geben. Sooft wie die trinken will, bekommt sie bestimmt nicht genug!“, „Jaja, das mit dem tragen werdet ihr euch wohl noch überlegen. Wenn die erstmal schwerer wird.“,“ Ihr müsst ihr Schmelzflocken in die Flasche machen, dann schläft die auch durch.“ “ Wenn sie weint, einfach mal in den Kinderwagen legen.“ Und immer mit der Begründung: Das haben wir früher ja auch so gemacht. Ähm, ja. Wenn ich aber sage, dass wir bereits einen U3-Platz haben, sind wir Rabeneltern 🙂

 

…und sonst so?

Aus dem „kleinen“ vollkommen hilflosen Wesen, welches nur dauernuckelnd, schreiend oder schlafend unseren bequemen Alltag gesprengt hat ist schon eine kräftige, kleine Dame geworden. Und es stimmt, was man so liest und hört: es wird besser! Schlafen wird regelmäßiger, Stillen wird kürzer und im allgemeinen „versteht“ man einfach besser, was das Baby will. Okay, da gibt es natürlich doch immer wieder Rückschläge…das nennt sich dann Schub oder Phase 🙂

Die Babymaus hat unser Leben einmal komplett umgekrempelt. Zumindest meins. Denn obwohl ich mir die Zeit mit Schwangerschaft, Baby, Arbeit und Studium gut geplant habe, ist es im Endeffekt doch komplett anders verlaufen wie geplant. Es fing damit an, dass ich viele Kurse und meinen Job an der Uni nicht weiterführen konnte, deswegen kein Bafög mehr bekommen habe und (zum Glück und tausend Dank an meinen Arbeitgeber) ganz viele Stunden arbeiten musste, um überhaupt einen nennenswerten Betrag an Elterngeld zu bekommen.

So froh ich also auch war/ bin dieses kleinen Menschlein in meinem Leben zu haben, so frustriert hat es mich, dass meine restliche Lebensplanung (zumindest in meinem Zeitrahmen) komplett den Bach runter gegangen ist. Und nach 4 Monaten weiß ich auch immer nicht, wie es GENAU weitergehen soll. Zumindest werde ich ab November wieder arbeiten gehen können und der beste Mann der Welt geht dann in Elternzeit. Er freut sich wie Bolle und ist so stolz darauf! Einen Betreuungsplatz haben wir auch schon (in der besten KiTa der Welt 🙂 ) . Also, es geht voran.

Ich freue mich schon auf die nächsten Tage, Wochen, Monate und Jahre mit der Süßen und bin überzeugt, dass wir unser Leben zu Dritt ganz gut rocken werden!

Als nächstes werden wir den ersten Brei in Angriff nehmen 🙂

Ich werde berichten und freue mich, dass ihr mit an Bord seid!

Ahoi!