16 Wochen: Mein Rückblick auf die erste Babyzeit

So, nun finde ich dann doch noch diese Woche Zeit eine kleine Zusammenfassung zu unserer Anfangszeit mit Baby zu schreiben. Dann am vergangenen Freitag hatten wir 4 Monatiges!!! Meine kleine Babymaus ist nun schon 16 Wochen alt und es ist kaum zu glauben WIE schnell die Zeit vergeht.

 

Geburt, Krankenhaus und die erste Zeit danach

Nach der Geburt war ich  einfach nur froh es überstanden zu haben. Froh, dass mein Baby es doch noch unbeschadet geschafft hat und der beste Mann der Welt nun der stolzeste Papa der Welt geworden ist.

Schon ab dem Moment, als wir unser Zimmer bezogen haben war klar: wir haben eine kleine Kuschelratte. Schlafen nur auf dem Arm und IMMER hungrig! Dafür aber recht zufrieden, wenn diese beiden Bedürfnisse befriedigt waren. Zudem verdammt niedlich und recht entspannt. Die ganze Arbeit hat sich also gelohnt. Dennoch hatte ich nicht das Gefühl, mich jemals wieder als nicht blutendes, nicht schmerzendes, nicht NUR stillendes menschliches Geschöpf zu fühlen…geschweige denn als begehrenswerte Frau. Zum Glück sah Mann das anders.

Nach zwei Tagen bin ich dann endlich zu Hause gewesen. Ja, ich habe solange rum genervt, bis ich endlich gehen durfte. Das Krankenhaus war zwar super und das Personal perfekt, aber ich wollte mich mit meiner kleinen Familie ins NEst kuscheln und mich von meinem Mann mit leckerem Essen und Tee verwöhnen lassen. Die Kinderärztin sagte mir nachher, es hätte bei mir nach Flucht ausgesehen…

Zuhause haben wir das ganze dann gut gerockt. Unsere Hebamme kam im Grunde nur noch zum Kaffee trinken vorbei 🙂 Nachts konnte ich 1,5-3 h am Stück schlafen, gestillt nach Bedarf und das Baby immer im Tuch mit dabei (Kuschelratte).  Ich hatte noch die naive Vorstellung frisch geschlüpftes Baby, Haushalt und Klausurvorbereitungen unter einen Hut zu bekommen. Das mit den Klausuren hat NICHT geklappt, mein Haushalt…naja, ich war noch nie eine motivierte Hausfrau…jetzt wird nur noch das nötigste gemacht 😉

Der beste Mann der Welt hat uns zwei Wochen lang verwöhnt und musste dann leider wieder arbeiten 🙁

Schübe, Phasen….es geht Alles vorbei!!

Ja, trotz aller Entspanntheit unsererseits, hatten wir das große Los des Dreimonatskoliken gezogen. Meist nach jeder Mahlzeit und abends sowieso, öfter mal auch nachts, hat das arme Mausi jämmerlich geweint und gestrampelt, bis sich endlich die fiesen Pupse gelöst haben. Was muss, das muss und so haben wir versucht, ohne Panik einfach das beste draus zu machen. Augen zu und durch. Ach ja, dann gibt es ja auch immer noch Schübe und so. Also wenn das Kind nachts kein Bauchweh hat, dann halt uns Gezappel und Gebrabbel war oder die Zähne. Die stehen nämlich schon alle in den Startlöchern und warten nur auf einen ruhigen Moment 🙂

Die guten Tipps

Vor allem die Familie fühlt sich genötigt, zu allem und jedem ungefragt ihre Tipps abzugeben. Da ist eigentlich bei jeder Begegnung, noch bevor man sich begrüßt, die erste Frage: „Und, schläft sie durch? “ Auch beliebt sind: „DARF das Kind etwa nicht schreien?“, „Ihr müsst ihr Tee geben. Sooft wie die trinken will, bekommt sie bestimmt nicht genug!“, „Jaja, das mit dem tragen werdet ihr euch wohl noch überlegen. Wenn die erstmal schwerer wird.“,“ Ihr müsst ihr Schmelzflocken in die Flasche machen, dann schläft die auch durch.“ “ Wenn sie weint, einfach mal in den Kinderwagen legen.“ Und immer mit der Begründung: Das haben wir früher ja auch so gemacht. Ähm, ja. Wenn ich aber sage, dass wir bereits einen U3-Platz haben, sind wir Rabeneltern 🙂

 

…und sonst so?

Aus dem „kleinen“ vollkommen hilflosen Wesen, welches nur dauernuckelnd, schreiend oder schlafend unseren bequemen Alltag gesprengt hat ist schon eine kräftige, kleine Dame geworden. Und es stimmt, was man so liest und hört: es wird besser! Schlafen wird regelmäßiger, Stillen wird kürzer und im allgemeinen „versteht“ man einfach besser, was das Baby will. Okay, da gibt es natürlich doch immer wieder Rückschläge…das nennt sich dann Schub oder Phase 🙂

Die Babymaus hat unser Leben einmal komplett umgekrempelt. Zumindest meins. Denn obwohl ich mir die Zeit mit Schwangerschaft, Baby, Arbeit und Studium gut geplant habe, ist es im Endeffekt doch komplett anders verlaufen wie geplant. Es fing damit an, dass ich viele Kurse und meinen Job an der Uni nicht weiterführen konnte, deswegen kein Bafög mehr bekommen habe und (zum Glück und tausend Dank an meinen Arbeitgeber) ganz viele Stunden arbeiten musste, um überhaupt einen nennenswerten Betrag an Elterngeld zu bekommen.

So froh ich also auch war/ bin dieses kleinen Menschlein in meinem Leben zu haben, so frustriert hat es mich, dass meine restliche Lebensplanung (zumindest in meinem Zeitrahmen) komplett den Bach runter gegangen ist. Und nach 4 Monaten weiß ich auch immer nicht, wie es GENAU weitergehen soll. Zumindest werde ich ab November wieder arbeiten gehen können und der beste Mann der Welt geht dann in Elternzeit. Er freut sich wie Bolle und ist so stolz darauf! Einen Betreuungsplatz haben wir auch schon (in der besten KiTa der Welt 🙂 ) . Also, es geht voran.

Ich freue mich schon auf die nächsten Tage, Wochen, Monate und Jahre mit der Süßen und bin überzeugt, dass wir unser Leben zu Dritt ganz gut rocken werden!

Als nächstes werden wir den ersten Brei in Angriff nehmen 🙂

Ich werde berichten und freue mich, dass ihr mit an Bord seid!

Ahoi!

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