Eltern in der (Auf)-Opferungsrolle – elterliche Grenzen vs. kindliche Bedürfnisbefriedigung {Blogparade}

17 Dez

Zwischen der Ansicht man müsse Säuglingen Schlaf „beibringen“ und dem vollkommenen Leben nach den kindlichen Bedürfnissen, ist im modernen Umgang mit Kindern alles vertreten. Jeder sucht sich die Methode aus, die am besten zu der Familie passt. Dabei wird ein bedürfnisorientierter Umgang mit Kindern (zum Glück) immer populärer und die Erziehung nach festen Mustern verliert langsam ihre Bedeutung. 

 

Zwischen Ferbern und elterlicher Selbstaufgabe 

Wie man sein Leben mit Kind gestaltet ist insbesondere durch die eigenen Erfahrungen in der Kindheit und des familiären Umfeldes geprägt. Im welchem Kulturkreis, mit welchen Sitten und Gebräuchen wachsen wir auf? Welches Lebensmodell haben wir gewählt? All das prägt uns ein Leben lang. Daneben sind wir als Eltern, gerade am Anfang, anfällig für jegliche Tipps und Trends aus Ratgeber und Co. Ob diese immer dem Wohle des Kindes dienen, sei mal dahin gestellt….

Nicht zuletzt bestimmt die Grenze unserer eigenen Belastbarkeit, wie wir unseren Kindern begegnen können. Sind wir selbst krank oder anfällig? Wie sind gerade meine Lebensumstände, habe ich vielleicht Sorgen?

Die Definition der persönlichen Grenzen ist richtig und wichtig. Eine kranke Mutter oder ein ausgebrannter Vater kann nicht mehr für ein Kind sorgen. Diese Grenzen vorzeitig vor einem Kollaps zu ziehen, scheint Eltern und gerade Müttern aber nicht mehr gestattet zu sein. In einer Gesellschaft, in denen Mütter nur eins sollen: dem Kind eine perfekte Mutter/Vater sein. Ohne Makel, ohne negative Emotion.

 

Das zufriedene Kind – Glück oder eine Frage der Erziehung?

Immer wieder kommt bei dieser Diskussion die Frage auf, ob das zufriedene Kind nun ein Zufallstreffer war oder das Ergebnis bedürfnisorientierter Elternschaft ist. Gerne wird dann die eigene, vollkommene Selbstaufopferung ins Feld geführt, während die Eltern mit High-Need (Schreikindern/ durch Krankheit beeinträchtigte) Kindern über solche Aussage nur den Kopf schütteln können.

Es gibt Eltern, die geben alles und das Kind ist nicht zufrieden! Die körperliche und seelische Belastung in solch einem Zustand, der meist Monate oder Jahre lang anhält, ist enorm. Wann ist die Grenze elterlicher Belastungen erreicht? Was muss passieren, damit auch Mutter oder Vater wieder im Fokus der Fürsorge stehen?

Es ist ein Thema, bei dem es kein richtig oder falsch gibt, denn unsere persönliche Wahrnehmung von Belastbarkeit ist immer nur von unserem eigenen Standpunkt und mit unseren Erfahrungen zu beurteilen. Aus diesem Grund wünsche ich mir mehr Weitsicht, mehr „über den Tellerrand blicken“, mehr „den Horizont erweitern“. 

 


 

Hiermit möchte ich nur kurz einen Anreißer geben und den Anstoß für die Blogparade zum Thema:

 

Eltern in der (Auf)-Opferungsrolle – elterliche Grenzen vs. kindliche Bedürfnisbefriedigung {Blogparade}

geben und jetzt nicht weiter auf die vorangegangene Diskussion eingehen. Ein paar Themen habe ich oben schon etwas ungeordnet in den Raum geworfen….

 

weitere  Stichpunkte zum Thema könnten sein:

  • Wie viel Egoismus, Selbstaufgabe und Aufopferung sollen oder müssen Eltern erbringen
  • Wie passen elterliche Grenzen und die Befriedigung aller kindlichen Bedürfnisse zusammen?

Muss sich das Leben um das Kind drehen, der ins Leben integriert werden oder muss sich das Kind dem Leben der Eltern anpassen (Stichpunkt: funktionieren!) ……..


 

Ich freue mich auf eure Einsendungen bis zum 31.1.16. (die Linkliste endet am 18.1.16, dann bitte in den  Kommentaren posten).

Ihr könnt eure Artikel via inlinkz, in den Kommentaren, via Twitter oder Facebook los werden. Wer keinen Blog hat, kann mir gerne seinen Text unter chamailion -ät-icloud-dot-com schicken. Ich veröffentliche ihn dann nach Rücksprache als Gastartikel.

Eines noch in eigenes Sache: dieses Thema ist sehr emotional beladen. Bitte bleibt freundlich zueinander! 

Viel Spaß beim Lesen, Stöbern und Horizonterweitern 🙂

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16 thoughts on “Eltern in der (Auf)-Opferungsrolle – elterliche Grenzen vs. kindliche Bedürfnisbefriedigung {Blogparade}

    • Hallo Dani, danke dass du dir die Zeit für den Beitrag genommen hast. Ich verlinke ihn in die Liste (Inlinkz ist irgendwie mein Todfeind 😉 ) Lg, Miriam

    • Hallo,
      Soweit ich sehen kann ist dein Link angekommen! Wenn nicht, trage ich ihn nach 🙂 Vielen Dank für die Teilnahme !

      Liebe Grüße,Miriam

  1. Pingback: Blogparade Aufopferung und Bedürfnisbefriedigung | Mamis Blog

  2. Pingback: Gestörtes Vertrauen ins Kind - Allerlei Themen Blog

  3. Leider bin auch ich zu doof für diese Linkliste… Zu meiner Verteidigung: Dies ist mein erster Beitrag zu einer Blogparade 😉

    http://daskleinemamaglueck.blogspot.de/2016/01/jeder-hat-ein-recht-auf-seine-eigenen.html

    An dieser Stelle noch kurz der Hinweis das ich in diesem Beitrag nur meine eigene Meinung vertrete – unabhängig davon ob diese „richtig“ ist oder nicht. Ich habe auch mit großem Interesse die anderen Beiträge gelesen, auch wenn sie teilweise was anderes aussagen als mein Artikel. Aber wie ich auch schon in meinem Beitrag geschrieben habe: Es gibt nicht den einen richtigen Weg, sondern jede Familie muss ihren eigenen ganz persönlichen finden!!!!

    Liebe Grüße

    Liebe Grüße

  4. Vor und während meiner Schwangerschaft habe ich mir keine Gedanken über irgendeine Erziehungsmethode gemacht. Ich habe auf meine Bauch gehört. Erst im Laufe der Zeit habe ich gemerkt, dass ich „Attachment Parenting“ betreibe. Natürlich ist das von Zeit zu Zeit sehr anstrengend. Aber ich weiß, warum ich es mache. Und wie ich es schaffe:
    https://daskleinemueff.wordpress.com/2016/01/05/von-grenzen-und-aufopferung-blogparade/

    Liebe Grüße

    Claudia

  5. Pingback: bedürfnisorientierte Elternschaft · .:Helden-Familie:.

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